<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>nlp.at. der österreichische nlp server</title>
	<atom:link href="http://www.nlp.at/wp/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.nlp.at/wp</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 02 Jan 2012 19:09:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1</generator>
		<item>
		<title>Heilungsstrategien des Jesus von Nazareth aus NLP-Sicht</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/heilungsstrategien-des-jesus-von-nazareth-aus-nlp-sicht/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/heilungsstrategien-des-jesus-von-nazareth-aus-nlp-sicht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 04:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=173</guid>
		<description><![CDATA[Wolfgang Lenk 1. Einleitung Auf dem großen Kongress &#8220;Evolution of Psychotherapy&#8221; 1995 in Hamburg sagte der Direktor der Milton H. Erickson Foundation (USA) Jeffrey Zeig, sinngemäß in seinem Beitrag: Die Psychotherapie habe sich, um sich wirklich fundiert entwickeln zu können, vor etwa 100 Jahren aus der kirchliche Seelsorge gelöst und auf das damals vorherrschende Wissenschaftsmodell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #ff0000;"></span>Wolfgang Lenk</h3>
<hr size="2" />
<h3><strong><span style="font-size: medium;">1. Einleitung</span></strong></h3>
<p>Auf dem großen Kongress &#8220;Evolution of Psychotherapy&#8221; 1995 in  Hamburg sagte der Direktor der Milton H. Erickson Foundation (USA)  Jeffrey Zeig, sinngemäß in seinem Beitrag: Die Psychotherapie habe sich,  um sich wirklich fundiert entwickeln zu können, vor etwa 100 Jahren aus  der kirchliche Seelsorge gelöst und auf das damals vorherrschende  Wissenschaftsmodell gesetzt und sich im weiteren Verlauf dann scharf  gegen die Religion abgegrenzt. Das hat die Fülle der heutigen Einsichten  in psychische Veränderungsprozesse ermöglicht. Vielleicht sei aber  inzwischen die Zeit reif geworden, daß die Psychotherapie mit ihrer  speziellen Zugangsweise sich der spirituellen Dimensionen des  menschlichen Lebens wieder annehmen könne.</p>
<p>Robert Dilts hat in der NLP-Tradition des Modeling mit  NLP-Werkzeuge die Berichte im Neuen Testament über das Wirken von Jesus  von Nazareth untersucht und deutlich machen können, daß man viele  Textstellen, die vielleicht etwas wunderlich wirken, mit NLP-Konzepten  recht gut interpretieren könnte.</p>
<p>Das Neue Testament (Fußnote 1) beschreibt das christliche Verständnis der spirituellen Dimensionen der  menschlichen Existenz. Natürlich gab und gibt es sehr verschiedene  Interpretations-Modelle, um die im Neuen Testament durch die  Jahrhunderte überlieferten Texte über das Wirken von Jesus von Nazareth  auszudeuten, im Kontext der jeweiligen Kultur zu verstehen und in  Beziehung zu setzen zur eigenen Lebenspraxis. In jüngster Zeit wurden  die Handlungen von Jesus von Nazareth auch psychotherapeutisch  interpretiert (Fußnote 2).</p>
<p>Im vorliegenden Beitrag:</p>
<p>(1) geht es um die historische Figur oder fiktive Figur im  Sinne eines Mythos Jesus von Nazareth und sein im Neuen Testament  berichtetes Wirken (Fußnote 3);</p>
<p>(2) ist der methodische Ausgangspunkt die historisch-naive Bibelinterpretation (Fußnote 4);</p>
<p>(3) werden nur einige seiner Heilungsstrategien für die  Behandlung einzelner Menschen diskutiert; es wird nicht eingegangen auf  &#8220;Interventionsstrategien&#8221; für Gruppen und soziale Systeme;</p>
<p>(4) werden einige Heilungsstrategien aus NLP-Sicht interpretiert.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong><span style="font-size: medium;">2. <a name="2"></a>Der Ansatz </span></strong></h3>
<p>Das NLP der 90er Jahre hat einige Modelle hervorgebracht, die  den subjektiven Erfahrungsraum für die spirituellen Aspekte des Lebens  öffnen, z.B. Core Transformation Process (Andreas (Fußnote 5)) oder Aligment Process (Dilts, Fußnote 6).  Auf der NLP-Landkarte von der Struktur der subjektiven Erfahrung dieser  Welt haben spirituelle Erfahrungen also ihren Ort. So bietet es sich  an, NLP als Interpretationsmatrix für einige Textstellen des Neuen  Testaments zu nehmen und auf diese Weise dort skizzierte  Heilungs-Strategien zu verstehen. Den Texten zufolge richtete Jesus von  Nazareth sein Leben und Handeln an der Mission aus, Menschen (in einem  umfassenden Sinn) zu heilen und sein Wissen und seine Einsichten in die  menschliche Existenz aus diesem Grunde weiterzugeben. In den  Geschichten, die er erzählte, in den Antworten, die er auf die vielen  Fragen gab, und in den Heilungen, die er laut Bibel vollbrachte, zeigt  sich ein sehr differenziertes Menschenbild. Darüber hinaus wird auch ein  sehr differenziertes Verständnis davon deutlich, wie Menschen sich ihr  Realitätserleben konstruieren. Jesus von Nazareth muß auch so etwas wie  eine Krankheitstheorie gehabt haben, denn er hat nicht alle Menschen  gleich behandelt, selbst bei gleichen Symptomen, sondern er hat sehr  verschiedene Hilfestellungen auf unterschiedlichen Ebenen gegeben.  Manchmal erzählte während der Heilung Geschichten, manchmal nicht;  manchmal berührte er die Menschen, z.B. an den Augen, manchmal nicht;  manchmal stellte er kritische Fragen, manchmal nicht (Fußnote 7).  Offensichtlich hat Jesus Heilung als einen komplexen Prozess aufgefaßt,  in dem mehrere Aspekte oder mehrere Ebenen involviert sind, die man  vielleicht vereinfachend wie folgt systematisieren kann:</p>
<ol>
<li>ökologische Symptomheilung</li>
<li>Veränderung von Einstellungen und Glaubenssystemen</li>
<li>Sich (im Gebet) Hilfe holen</li>
<li>Sein Leben auf das &#8220;Spirituelle&#8221; ausrichten</li>
<li>Sich der &#8220;wahren&#8221; Wirklichkeit versichern</li>
</ol>
<hr size="2" />
<h3><strong><span style="font-size: medium;">3. <a name="3"></a>Schnelle ökologische Symptombeseitigung</span></strong></h3>
<p>Wiederholt wird beschrieben, daß Jesus Symptome schnell  kurierte oder in der damaligen Zeit unheilbare körperliche Leiden  heilte, so z.B. die Schwiegermutter des Petrus von ihrem Fieber, oder  Aussätzige oder von bösen Geistern Besessene von ihren Krankheiten. Aber  offenbar verstand er das nicht einfach als &#8220;Wegmachen&#8221; des Symptoms,  sondern er hatte wohl ein Konzept von dem, was wir im modernen  Psychotherapie-Jargon die Ökologie der Veränderung nennen. Das wird  deutlich, als er in einer langen metaphernreichen Rede die Frage  erörterte,ob er austreibe (die Pharisäer warfen ihm vor, er treibe im  Namen des Teufels aus) oder heile.</p>
<p>MATTH,12:43</p>
<p>Wenn der unsauberer Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so  durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht. Da  spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich  gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er&#8217;s leer, gekehrt und  geschmückt. Dann geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister,  die ärger sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie  allda; und es wird mit demselben Menschen hernach ärger als es zuvor  war!</p>
<hr size="2" />
<h3><strong><span style="font-size: medium;">4. Die <a name="4"></a>Bedeutung von Glaubenssystemen</span></strong></h3>
<p>Viele Heilungsgeschichten haben jedoch einen anderen Fokus: es  geht um nicht nur auschließlich darum, von einem körperlichen Leiden zu  genesen, sondern wohl vor allem um die Klärung und Festigung produktiver  innere Überzeugungen und Einstellungen, um die Schaffung eines  konsonanten Glaubenssystems.</p>
<h4><strong>4a. &#8220;Dein Glaube hat dir geholfen&#8221;</strong></h4>
<p>So wird beispielsweise Jesus in der Nähe von Jericho von einem blinden Bettler um Heilung gebeten:</p>
<p>LUKAS,18:40</p>
<p>Jesus sprach: Was willst Du, daß ich Dir tun soll? Er sprach:  Herr, daß ich wieder sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend!  Dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend.</p>
<p>Jesus hat nicht einfach seine heilenden Hände aufgelegt, wie es  in anderen Textstellen der Bibel beschrieben wird, sondern erst etwas  gefragt! Möglicherweise, um den &#8220;Klienten&#8221; innerlich zu fokussieren, um  sein Bewußtsein auf das wichtigere Thema zu konzentrieren. Jesus hat  nicht einfach gefragt: was willst du? Sondern: was soll ICH, Jesus, für  Dich tun. Und offenbar ohne Zögern, ohne inneren Vorbehalt oder Zweifel &#8211;  in der modernen Sprache des NLP oder der Hypnotherapie könnte man wohl  sagen: kongruent &#8211; antwortete der Bettler! Er war also offenbar fest  davon überzeugt, daß Jesus die Fähigkeit habe, ihn zu heilen. Es wird  nicht berichtet, daß Jesus etwas tat wie beispielsweise die Hand  aufzulegen, sondern stattdessen sagte er: Sei sehend! Ich glaube, Jesus  setzte die körpereigenen Selbstheilungskräfte voraus und  funkionalisierte die Einstellung des Bettlers für dessen eigenes Ziel &#8211;  in der Sprache der Erickson&#8217;schen Psychtherapie könnte man sagen, er  utilisierte den Glaubenssatz des Mannes. Und Jesus tat jedoch noch mehr  und sagte: DEIN Glaube hat Dir geholfen, so als wollte er dem Bettler  durch diese Erfahrung zu einer weiteren Überzeugung verhelfen, nämlich  zu dem Glaubenssatz, daß kongruente innere Überzeugungen eine Schlüssel  für Heilung und Veränderung sind. Und schließlich wird in dieser  Textstelle betont, daß Heilung ein Prozess ist: der Bettler konnte nicht  sofort, nicht schlagartig wieder sehen.</p>
<p>In der sozialen Interaktion steckt auch eine interessante  Logik. Der Bettler glaubt kongruent an heilende Potentiale, allerdings  außerhalb seiner bewußten Körperbeeinflussung, außerhalb seiner bisher  bewußten eigenen Möglichkeiten. Es geht aber nicht um Medikamente,  Heilkräuter oder etwas ähnliches. Vielleicht kann man die Interaktion  deshalb wie folgt interpretieren. Es ist, als würde der Bettler sagen:  &#8220;Ich glaube an Dich, Jesus, und Deine Fähigkeiten zu heilen&#8221;. Jesus  nimmt die Botschaft an, und seine Reaktion ist aber, als würde er im  Wesentlichen antworten: &#8220;Ich wiederum glaube an Dich und Deine  Fähigkeiten, dich selbst zu heilen&#8221;, eine der Grundhaltungen, die die  auch Ericksonianer vertreten.</p>
<hr size="2" />
<h4><strong>4b. Das geteiltes Haus</strong></h4>
<p>In der oben schon zitierten Rede (MATTH,12:43) sagt Jesus den Pharisäern auch folgendes:</p>
<p>MATTH,12:25</p>
<p>Ein jegliches Reich, wenn es mit sich selbst uneins wird, das  wird verwüstet; und eine jegliche Stadt oder Haus, wenn es mit sich  selbst uneins wird, kann nicht bestehen.</p>
<p>Für heute verstärkt diskutierten dissoziativen  Identitätsstörungen (Multiple Persönlichkeitsstörungen) ist das  sicherlich eine passende Metapher. Aber ich denke, sie paßt auch sehr  genau auf die Funktion der meist nicht bewußten, inneren Einstellungen  (in der Sprache moderner Psychotherapie: Glaubenssätze) eines Menschen.  Und da Glaubenssätze die Wahrnehmung, das Fühlen, das Denken und das  Handeln regulieren, wird es bei einander widerssprechenden Glaubenssätze  leicht zu Problemen kommen. Wie in anderen modernen Psychotherapien  geht man auch im NLP davon aus, daß Glaubenssätze ein komplexes  kognitiv-emotionales System bilden. Wenn es um einen Heilungsprozess  geht und limitierende Glaubenssätze verändert werden, dann kann also die  Veränderung eines einzelnen Glaubenssatzes die anderen beeinflußt.  Genauer: die Auflösung einer Einschränkung in einem Glaubenssatz eine  stärkere Einschränkung in einem anderen nachsichziehen kann. Um dieses  manchmal sehr komplexe System in seiner Dynamik einigermaßen zu  erfassen, wird bei der NLP-Therapie schwerer Erkrankungen oder  hartnäckiger Problemen mit einem fünf-dimensionalen Modell (8)  sorgfältig untersucht, ob der Klient wirklich kongruent davon überzeugt  ist, daß:</p>
<ul>
<li>a) sein Ziel wünschenswert und lohnenswert ist;</li>
<li>b) es potentiell möglich ist, daß Ziel zu erreichen;</li>
<li>c) der Weg und die Mittel zum Ziel für ihn ökologisch sind;</li>
<li>d) er die Fähigkeiten besitzt, den Weg zu gehen, die Mittel anzuwenden;</li>
<li>e) er das Ziel verdient.</li>
</ul>
<p>Erst wenn all diese Glaubenssätze gleichzeitig kongruent bejaht  werden, hat die Heilung, so nimmt man an, gute Chancen. Wenn aber nur  einer angezweifelt wird, ist das &#8220;Haus uneins&#8221;.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>4c. &#8220;Herr, hilf meinem Unglauben&#8221;</strong></h3>
<p>In einer anderen Geschichte wird berichtet, daß ein Vater  seinen Sohn, der vermutlich epileptische Anfälle hatte, mit der Bitte um  Hilfe und Heilung zu Jesus brachte. Während des Gesprächs fiel der Sohn  auf die Erde und &#8220;wälzte sich und schäumte&#8221;. In der dramatischen  Situation schrie der Vater:</p>
<p>MARKUS,9:22</p>
<p>Kannst Du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns! Jesus  aber sprach: Wie sprichst Du: Kannst Du was? Alle Dinge sind möglich  dem, der da glaubt. Alsbald schrie des Kindes Vater: Ich glaube, hilf  meinem Unglau ben.</p>
<p>Offensichtlich glaubte der Mann, daß Jesus die Fähigkeit habe,  seinem Sohn zu helfen. Deshalb war er ja gekommen und deshalb sprach er  schließlich Jesus an. Jesus hörte aber offenbar den Vorbehalt des  Mannes, seinen latenten Zweifel, den anderen widersprüchlichen  Glaubenssatz. So als habe der Vater, völlig anders als der blinde  Bettler, auch gesagt: vielleicht kannst du ja doch nichts und alle  Anstrengungen, um dich aufzusuchen, waren völlig sinnlos und vergeblich.  Jesus spiegelte ihm das zurück, brachte den latenten Vorbehalt  gewissermaßen ins Bewußtsein und wies ihn auf die Notwendigkeit  kongruenter innerer Überzeugungen hin. Offenbar spürte der Vater seinen  inneren Widerspruch und machte wie viele heutige Klienten die leidvolle  Erfahrung eines tiefen inneren Konfliktes, als würden zwei  Glaubenssysteme sozusagen miteinander kämpfen. Und möglicherweise wurde  ihm auch bewußt, daß er damit, systemisch gesehen, den möglichen  Heilungsprozess des Sohnes behindern könnte, denn er sagte nicht: Hilf  wenigstens ihm! Sondern er schrie: Ich glaube, Herr hilf meinem  Unglauben.</p>
<p>Diese Aussage gibt eine interessante logisch mentale  Konstruktion wieder. Der Vater trifft eine Entscheidung und  identifiziert sich mit der einen Seite des Konflikts, statt auf seiner  Ambivalenz zu beharren. Er vertraut dem mindestens potentiell eine  Lösung ermöglichenden Glaubenssatz, den Jesus ja in seiner Weise kurz  vorher formuliert hat. Er sagt aber weder &#8220;Hilf MIR&#8221; noch &#8220;LÖSCHE den  Unglauben AUS&#8221; sondern: &#8220;HILF meinem Unglauben&#8221;, so als wäre es etwas  Lebendiges, was gewürdigt werden müsse, oder etwas, was sich mit  geleisteter Hilfe verändern bzw. transformier kann. Im NLP gilt das  Axiom, daß hinter jeglichem Verhalten eine positive Absicht zu finden  ist. Somit speist sich auch ein limitierender, im Klienten &#8220;aktiver&#8221;  Glaubenssatz aus einer positiven Absicht, und er kann dann leicht  transformiert werden, wenn die positive Absicht gewürdigt wird. Für mich  ist ein auf diesem Glaubenssatz aufbauendes Menschenbild spirituell.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong><span style="font-size: medium;">5. <a name="5"></a>Sich Hilfe holen </span></strong></h3>
<p>In einer anderen Situation baten die Jünger Jesus, ihnen das  Beten beizubringen. Offenbar hatten sie ein stimmiges Glaubenssystem,  verfügten aber nicht über diese gewünschte Fähigkeit der Ansprache oder  Zwiesprache mit Gott. Jesus lehrte sie das &#8220;Vater unser&#8221; und sagte ihnen  in diesem Zusammenhang:</p>
<p>LUKAS,11:09</p>
<p>Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werden ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.</p>
<p>Für mich ist das eine der schönsten Textstellem im Neuen  Testament. Jesus erklärt in dieser Orientierung für die innere Ansprache  oder Zwiesprache, daß es immer Hilfe gibt! Im modernen NLP-Kontext  könnte man das so verstehen: wenn die eigene Landkarte absolut keine  Lösungen mehr für ein Problem enthält, weil sie zu undifferenziert ist,  dann hilft diese &#8220;universale&#8221; Methode zur Bewältigung des Problems doch  weiter.</p>
<p>&#8220;Suchet&#8221; den richtigen Ansprechpartner und die richtige  Ansprache, denn dann &#8220;werdet ihr finden&#8221;. Dazu ein kleiner Auschnitt aus  einer NLP-Therapie (die ich teilweise schon an anderer Stelle  publiziert habe (Fußnote 9)):</p>
<p>Zu mir kam ein Mann Ende 40, krebskrank. Die Ärzte sagten ihm,  daß sie nichts mehr für ihn tun könnten. Er war engagierter Lehrer und  in seiner Freizeit mit großem Spaß professioneller Musiker, der mit  einer Sängerin gemeinsam erfolgreich Platten produziert hatte. Im  Verlauf der Therapie, sozusagen in einer Art großangelegtem Reframing  ist sein Krebs sein von ihm akzeptierter Lebensberater geworden, mit dem  er eine Art Zwiegespräch führen konnte. Die Krankheit hatte er in Form  einer Krake visualisiert. Er suchte Anworten auf die Frage, wie er sein  Leben jetzt sinnvoll weiterführen könne, wie er mit seinen  Lebensproblemen konstruktiv umgehen könne. Er &#8220;suchte und fand&#8221; die  Krake als Ansprechpartner. Er &#8220;bat&#8221; um Antworten, und die Krake &#8220;gab&#8221;  ihm konkrete Ratschläge und Hilfestellung. In dem inneren Zwiegespräch  sagte die Krake ihm: um seinen Stress zu reduzieren und wieder mehr  Freude am Leben zu finden, müsse er wieder Musik machen.</p>
<p>Klient: Ja, das ist eigentlich mein Wunsch, aber es geht nicht, ich bin mit der Sängerin tödlich zerstritten.</p>
<p>Krake: Er soll sich mit der Sängerin versöhnen.</p>
<p>Klient: Ja, das wäre schön, wir haben uns schon einmal nach  einem heftigen Streit wieder versöhnt, aber diesmal geht es eben nicht.</p>
<p>Ich bat ihn, herauszufinden, was genau sein Einwand sei.</p>
<p>Klient: Ich weiß nicht, wie ich den Kontakt wieder herstellen soll.</p>
<p>Krake: Er soll sie anrufen.</p>
<p>Klient: Ja, aber ich weiß nicht, was ich ihr sagen soll am Telefon.</p>
<p>Krake: Er soll ihr vorschlagen, in einem Lieblingslokal von ihr ein Versöhnungsessen zu machen.</p>
<p>Klient: Ja, ist vorstellbar, haben wir auch schon mal nach einem anderen Streit gemacht. Aber welches Lokal?</p>
<p>Und die Krake nannte ihm auch das Lokal, sodaß der Klient im  Rahmen seiner Fähigkeiten schließlich die Schritte zum Ziel der  Versöhnung gehen konnte und in der folgenden Sitzung auch von den neuen  gemeinsamen Musikprojekten erzählte.</p>
<h3><strong><span style="font-size: medium;">6. Sein <a name="6"></a>Leben auf das Spirituelle ausrichten </span></strong></h3>
<p>In einer anderen Situation beschreibt Jesus einen fundamentalen  Wert für Wachstum und Entwicklung, Problemlösungen und Veränderungen.</p>
<p>LUKAS, 9:24</p>
<p>Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer  aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird&#8217;s erhalten! Denn  welchen Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne und  verlöre doch sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst?</p>
<p>Auch diese Textstelle klingt ein wenig paradox. Aus NLP-Sicht  muß man sie nicht so deuten, daß erst der Verlust des körperlichen  Lebens im &#8220;Auftrag des Herrn&#8221; zu ewigen Leben im Jenseits führe. Ähnlich  wie in anderen modernen Psychotherapien gehört auch im NLP die Analyse  des Bedeutungskontextes einer angestrebten Veränderung zu den  grundlegenden Vorgehensweisen. Dazu eine kurze Skizze einer  psychotherapeutischen Intervention:</p>
<p>Vor nicht allzulanger Zeit hatte ich die Gelegenheit, mit einem  Mann Ende 30 zu arbeiten. Sein Problem: Genitalherpes, der gerade dann  immer auftrat, wenn er es überhaupt nicht gebrauchen konnte, wie er  betonte. Er schilderte mir seine Symptomatik sehr wach, prägnant und  klar. Da er auch glaubte, daß diese Symptomatik einen &#8220;tieferen&#8221; Sinn  habe, den er aber nicht kannte, bot ich ihm den ersten Teil des Core  Transformation Process. So fragte er in einem inneren Zwiegespräch den  &#8220;die Symptomatik produzierenden Teil&#8221;: Auf welche wichtigen Dinge willst  Du mich mit Deiner Aktivität aufmerksam machen. Und nachdem er die  Antwort auf diese Frage gehört und verstanden hatte, die nächste Frage:  Angenommen, ich hätte das, was Du willst, schon voll und ganz  verwirklicht, auf welche guten Dinge darüber hinaus willst Du mich  aufmerksam machen. Mit dieser Fragestrategie ergab sich folgende Kette  von aufeinander aufbauenden Antworten:</p>
<p>1. Verhalte dich wahrhaftig, sei wirklich ehrlich zu Deinem Sexpartner und Dir selbst;</p>
<p>2. Schütze dich physisch, Du lebst im Zeitalter von Aids;</p>
<p>3. Sei ganz präsent, achte auch auf die scheinbaren &#8220;Nebensächlichkeiten&#8221;,</p>
<p>nimm alles wahr und würdige es;</p>
<p>4. Liebe das Ganze, erlebe Deine Liebe zu allen Menschen;</p>
<p>5. Erlebe dich als Licht, unbhängig vom köperlichen Leben und Sterben.</p>
<p>Der Klient war zutiefst berührt. Wir sprachen kurz darüber, daß  in der Bibel steht, daß Jesus gesagt hat: Ich bin das Licht und das  Leben. Der Klient sagte, die 5. Antwort enthalte seinen tiefsten und  wichtigsten Wunsch, er habe aber bisher nicht gewußt, wie er damit  umgehen könne. Ich erklärte ihm die Vorgehensweise wie im Abschnitt 5.</p>
<p>Welches &#8220;Leben&#8221; hätte er gewonnen, wenn er lediglich das  Symptom losgeworden wäre? Welchen Nutzen hätte das gehabt? Welches Leben  kann oder könnte er jetzt gestalten, nachdem er den Bedeutungskontext  verstanden hat und Möglichkeiten finden kann, sein Leben auf seinen  wichtigsten Wunsch auszurichten.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong><span style="font-size: medium;">7. <a name="7"></a>Sich der &#8220;wahren&#8221; Wirklichkeit versichern</span></strong></h3>
<p>Jesus sprach wiederholt davon, daß alle Menschen Kinder Gottes  sind und daß sie nach Gottes Reich streben sollen. Eine der  Chrakterisierungen des Reiches Gottes gibt er in einer Diskussion mit  den Pharisäern:</p>
<p>LUKAS,17:20</p>
<p>Da er aber gefragt ward von den Pharisäern: Wann kommt das  Reich Gottes? anwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt  nicht so, daß man es mit Augen sehen kann; /man wird auch nicht sagen:  Siehe, hier! oder: da! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter  euch!</p>
<p>Es gibt eine Reihe von Bibelstellen, die in ähnlich etwas  paradoxer Weise das Reich Gottes beschreiben. Das Reich Gottes existiert  also schon auf Erden, gleichwohl kann man es nicht in gewohnter Weise  mit seinen fünf Sinnen wahrnehmen. Man muß also wohl etwas tun, um es  wahrnehmen zu können.</p>
<p>Zu den grundlegenden Arbeits-Konzepten des NLP gehören<br />
(a) die Struktur der subjektiven Erfahrung der Welt und<br />
(b) der innere Zustand, in dem man die Ereignisse in dieser Welt erlebt.</p>
<p>Damit könnte man die Aussage über das Reich Gottes in einer  Weise interpretieren, die die kleine Skizze einer NLP-Therapie  illustriert:</p>
<p>Zu mir kam ein Mann, Ende 20 und schilderte mir seine Probleme;  er tat das sehr konzentriert, prägnant und knapp. 1) als Erzieher für  schwererziebare Jugendliche fühlt er sich ausgebrannt, leer und glaubt  den Beruf nicht mehr ausüben zu können. 2) er hatte seit vielen Jahren  gekifft und damit den stressigen Berufsalltag kompensiert. Jetzt aber  möchte er damit aufhören, was ihm fast unmöglich erscheint. 3) er ist  mit einer Frau zusammen, und fragt sich seit Jahren, ob das wirklich die  richtige ist. 4) er hat mit ihr zwei kleine Kinder, eines ist gerade  ein halbe Jahr alt und das stresst ihn sehr 5) diese Familie aus vier  Personen lebt in Berlin-Kreuzberg in 1 1/2 Zimmern.</p>
<p>Als wesentliche Hilfestellung bot ich ihm den Alignment Process  an und fragte, ob er das Gefühl oder den Zustand kennt, ganz er selbst  zu sein, ohne Ein-schränkung. Ja, er verkaufe er hin und wieder Blumen  am Ku-Damm in Berlin; und an einem kalten und regnerischen Novemberabend  im Lärm und Gestank des Verkehrs habe er für einen Augenblick dieses  Gefühl gehabt. Mit NLP-Methoden explorierte er retrospektiv die  Situation und machte sich die folgenden Erlebensaspekte ganz bewußt und  intensiv zugänglich.</p>
<p>UMGEBUNG: Eine belebte Straße, kalt, regnerisch, der Lärm der Autos, viele Lichter</p>
<p>VERHALTEN: gerade über die Straße zu gehen, beinahe  tanzend, sehr leicht, dabei die Autos im pheripheren Blickfeld, fast  mehr hörend als sehend</p>
<p>FÄHIGKEITEN: der Körper geht wie von allein, &#8220;es geht&#8221; mühelos  und leicht, wie &#8220;im Fluß&#8221; zu sein und irgendwie alles wahrzunehmen</p>
<p>GLAUBENSSATZ: (in diesem Augenblick) zutiefst davon überzeugt  sein, daß eigentlich alles vorhanden ist, was zum Leben notwendig ist</p>
<p>IDENTITÄT: &#8220;Ich bin wie Hans im Glück!&#8221;</p>
<p>SPIR. KONTEXT: die Natur und das sich immer wieder erneuernde Leben auf diesem Planeten</p>
<p>Diese nachträgliche Entdeckung, an diesem ungemütlichen  Novembernachmittag sich wie Hans im Glück zu fühlen, weil eigentlich  alles vorhanden ist, was er für sein Leben braucht, ließ seine Augen  ganz von innen her leuchten. Und auch die zweite Entdeckung, daß er die  Fähigkeit besaß, willentlich immer wieder in diesen Erlebenszustand  &#8220;hineingehen&#8221; zu können, erlebte er voller Dankbarkeit. Ich stelle mir  gerne vor, daß in diesem ressourcevollen Zustand eine Ahnung von dem  &#8220;Reich Gottes&#8221; erlebbar ist, auch wenn man es mit den fünf Sinnen in  gewohnter Weise nicht sehen kann, weil man gewohnheitsmäßig meist in  einem anderen Erlebenszustand ist.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;"> </span></strong></p>
<hr size="2" />
<p><strong><span style="font-size: medium;"> </span></strong></p>
<h3><strong><span style="font-size: medium;">8. <a name="8"></a>Schluß</span></strong></h3>
<p>Als Jesus gefragt wurde, welche das vornehmste Gebot sei, gab er zur Anwort:</p>
<p>MARKUS,12:30</p>
<p>Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzen Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften.</p>
<p>Wie Robert Dilts (Fußnote 10)  herausgearbeitet hat, kann man dieses Gebot als eine Art Anleitung zu  einem Alignment Process verstehen, wenn man die folgenden Zuordnungen  macht:</p>
<ul>
<li>Liebe Gott = sich ausrichten auf das höchste spirituelle Ziel,</li>
<li>mit ganzen Herzen = Glaubenssätze und Werte ausrichten,</li>
<li>von ganzer Seele = Identität (wer man wirklich ist) ausrichten,</li>
<li>mit ganzem Gemüt (Verstand) = Fähigkeiten, kognitive Strategien ausrichten,</li>
</ul>
<p>mit allen deinen Kräften = Verhalten ausrichten.</p>
<p>Ich stelle mir gern vor, daß Jesus immer in diesem Erlebenzustand  gewesen ist und deshalb auch sagen konnte: Ich bin das Licht und das  Leben. Ich glaube, wenn man den NLP Alignment Process macht, kann man  eine Ahnung davon bekommen. Und die Erfahrung machen, daß in diesem  Zustand die doppelte Aufforderung des anderen Gebots einem wie  selbstverständlich lebbar vorkommt:</p>
<p>MARKUS,12:31</p>
<p>Das andre ist dies: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst!</p>
<hr size="2" />
<h3><strong><span style="font-size: medium;">9. <a name="9"></a>Anmerkungen</span></strong>:</h3>
<p>(<a name="fn1"></a>1) Zitiert nach: Die Bibel, revidierter Text 1964</p>
<p>(<a name="fn2"></a>2) Stellvertretend seien hier genannt:</p>
<ul>
<li>Deidenbach, Hans: Zur Psychologie der Bergpredigt; Fischer TB 1993</li>
<li>Drewermann, Eugen: Das Matthäusevangelium; Walter Verlag, 1994</li>
</ul>
<p>(<a name="fn3"></a>3) Im Hinblick auf die folgenden Überlegungen ist  es nicht entscheidend, ob er Gottes Sohn war oder nicht. Denn war er ihm  christlichen Sinn Gottes Sohn, so hat er doch in einem menschlichen  Körper gelebt, wahrgenommen, gefühlt, gedacht und gehandelt. Insofern  wirkte er durch die &#8220;Neurologie&#8221;, wie es im NLP genannt wird, und dieser  Aspekt läßt sich mit NLP-Methoden beschreiben. War er aber einfach nur  ein außergewöhnlicher Mensch, dann gilt erst recht, daß das &#8220;Modeling&#8221;,  wie es im NLP genannt wird, angewen- det werden kann.</p>
<p>(<a name="fn4"></a>4) Ungeachtet der vielen Auseinandersetzungen  über die historische Wahrheit der Bibel (vergl. z.B. die Titelstory von  Time-Magazin, 25/1995, oder Ranke-Heinemann, Uta: Nein und Amen &#8211;  Anleitung zum Glaubenszweifel; Knaur TB 1994) werden hier die Zitate als  wörtliche Beschreibungen der Ereignisse aufgefaßt, so als hätten sie  sich als im Kern robust gegenüber den vielfältigen Verzerrungen in der  oralen und schriftlichen Tradition erwiesen.</p>
<p>(<a name="fn5"></a>5) Das Modell ist kurz und prägnant  beschrieben in den Seminarpapieren zum Master-Practitioner Training von  NLP Comprehensive, USA; und sehr breit beschrieben in: Andreas/Andreas :  Core Transformation, Real People Press 1994</p>
<p>(<a name="fn6"></a>6) Das Modell ist beschrieben in: Dilts, Robert &#8220;Die Veränderung von Glaubenssyste-men&#8221;, Junfermann 1993</p>
<p>(<a name="fn7"></a>7) Vielleicht kann man sagen, daß er sehr,  sehr lange von den Ericksonianern die Aufassung in die Praxis umgesetzt  hat, daß alle Menschen verschieden sind und deshalb unterschiedlicher  Hilfe bedürfen.</p>
<p>(<a name="fn8"></a> <img src='http://www.nlp.at/wp/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> vergl. handout zum NLP Health Certification Training 1993, Berlin</p>
<p>(<a name="fn9"></a>9) Wolfgang Lenk: &#8220;Krebserkrankungen&#8221; in: Revenstorf, D. (Hrsg.) &#8220;Klinische Hypnose, Springer Verlag 1993</p>
<p>(<a name="fn10"></a>10) Dilts, R: The Cognitive Pattern of  Jesus of Nazareth; Dynamic Learning Publication, 1992. Ich verdanke der  Arbeit und dem Wirken von Robert Dilts sehr viele Impulse, nicht nur für  diese Abhandlung.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../bilder/c3.gif" alt="" /></td>
<td>Copyright Wolfgang Lenk 1997. Adresse: Wartburgstr. 17, D-10825 Berlin</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr size="2" />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/heilungsstrategien-des-jesus-von-nazareth-aus-nlp-sicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Kommunikationskunst des NLP</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/die-kommunikationskunst-des-nlp/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/die-kommunikationskunst-des-nlp/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 14:20:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=115</guid>
		<description><![CDATA[von Franz Darpe NLP &#8211; Neuro-Linguistisches Programmieren &#8211; ist ein Modell menschlicher Kommunikation. Es beschreibt die Zusammenhänge von körperlichen (neuro-physiologischen) Zuständen, Sprache (Linguistik) und inneren Denk-Programmen. Die verschiedenen Arten der Wahrnehmung &#8211; Bilder, Worte, Geräusche, Empfindungen, Gefühle, Bewegungen&#8230; -, werden neurologisch gespeichert und sprachlich kodiert. Beim Gebrauch der Sprache werden bewußt oder unbewußt die gespeicherten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Franz Darpe</strong></p>
<p>NLP &#8211; Neuro-Linguistisches Programmieren &#8211; ist ein Modell menschlicher Kommunikation. Es beschreibt die Zusammenhänge von körperlichen (neuro-physiologischen) Zuständen, Sprache (Linguistik) und inneren Denk-Programmen. Die verschiedenen Arten der Wahrnehmung &#8211; Bilder, Worte, Geräusche, Empfindungen, Gefühle, Bewegungen&#8230; -, werden neurologisch gespeichert und sprachlich kodiert. Beim Gebrauch der Sprache werden bewußt oder unbewußt die gespeicherten Informationen transportiert oder weggelassen, verallgemeinert oder verzerrt. Die inneren Denkprozesse und Reaktionen sind entscheidend für das zwischenmenschliche Verhalten. Sie sind gelernt und können verändert, neu programmiert werden.</p>
<p>Das Modell des NLP wurde seit Mitte der 70er Jahre in den USA von Richard Bandler und John Grinder entwickelt. Ursprung ihrer Ideen und Erkenntnisse waren Fragen wie: Wie gehen Spitzenkönner der Kommunikation auf andere Menschen ein? Was machen sie automatisch und intuitiv richtig? Im Gegensatz zur üblichen Forschung, die sich immer mit kranken und neurotischen Menschen befaßt(e), um die Ursachen für die vorhandenen Strungen zu finden, haben Bandler und Grinder von Anfang an besonders erfolgreiche Persönlichkeiten untersucht. Für sie war interessant, herauszufinden: Wie sieht ihr Denken, wie sehen ihre Werte aus? Wie verhalten sie sich? Wie bewegen sie sich?</p>
<p>Eine Grundannahme für ihr Forschungsinteresse war: Was ein Mensch kann, kann auch jeder andere lernen. So können wir von den Spitzenleuten und Genies in unserer Welt lernen und unsere eigene Genialität entwickeln. Ziel ist es: unsere hervorragenden Fhigkeiten selbst zu entwickeln.</p>
<p>Was sind nun die Grundelemente einer gesunden und erfolgreichen Kommunikation ?</p>
<ol>
<li>Rapport herstellen: dies bedeutet, dass ich durch angleichen (Pacing) meiner Körperhaltung, Stimmlage, Wortwahl u. an die des anderen anpasse, &#8220;mich auf dessen Wellenlänge einschwinge&#8221;. Bin ich auf gleicher Wellenlänge, so kann ich den anderen in einen gewünschten Zustand hineinführen (Leading). Dies verlangt entsprechende Flexibilität und einen ethischen Hintergrund, der von Einfühlungsvermögen und Wertschtzung für den anderen geprägt ist.</li>
<li>Ein klares Ziel haben: ein klares Ziel ist gegeben, wenn ich möglichst konkret, in der Gegenwart und positiv (d. h. ohne Verneinungen) sage, was ich will, wann ich es will, mit wem ich es will, wie ich es will und was der erste Schritt ist.</li>
<li>Enttäuschungen in neue Ziele zu verwandeln: Hindernisse, Umwege, Mißerfolge u. dgl. sind Herausforderungen. Wenn ich enttäuscht bin, habe ich mich getäuscht; nicht andere. Es gilt, das Ziel neu oder, wenn vorher nicht geschehen, klar zu formulieren.</li>
<li>Seinen höchsten Wert im Auge behalten und leben: Werte (wie Liebe, Harmonie, Vertrauen, Respekt&#8230;) werden im Körper gespürt und bestimmen unseren inneren Zustand. Verlieren wir die Verbindung zu unseren höchsten Werten oder werden darin blockiert, so geraten wir in einen schlechten inneren Zustand, verlieren unsere Offenheit und Flexibilität. Voraussetzung, um Kontakte erfolgreich zu gestalten, ist es, in einem guten Zustand zu sein, d. h. seine Überzeugungen und Werte zu leben.</li>
<li>Seinen inneren Zustand selbst zu bestimmen: Gelingt es mir nicht selbst zu bestimmen, wie ich mich fühlen will, so werden es andere oder äußere Umstände und Dinge tun. Ich werde davon abhängig sein. Eine positive Gestaltung meiner Beziehungen und Kontakte ist nur möglich, wenn ich meinen inneren Zustand selbst bestimme. In einen guten inneren Zustand kommen Menschen z. B. durch Tanzen, Malen, Meditieren, Lachen, Genießen von Musik und Natur. Bin ich in einer schwierigen Situation und in einem schlechten inneren Zustand, so läßt sich dieser ändern oder unterbrechen durch Veränderung der Körperhaltung, Bewegung, Ortswechsel, Pausen, die Erinnerung an und Besinnung auf Situationen des Wohlbefindens und / oder Erfolges.</li>
<li>Positive Überzeugungssysteme entwickeln, die der Erreichung meiner Ziele dienen. Negative Überzeugungssysteme sind wie innere Tonbnder, die uns immer wieder sagen: &#8220;Das schaffst Du nicht!&#8221;, &#8220;Das geht nicht!&#8221; usw. Wenn wir sie schon nicht ganz verhindern knnen, so sollten wir sie zumindest besser kontrollieren können.</li>
<li>Die Positionen oder den Blickwinkel zu wechseln: Dies kann ich dadurch erreichen, indem ich so tue, als ob ich in der Position des anderen bin, so daß ich &#8211; so weit möglich &#8211; einmal wahrnehme, spüre und denke wie er. So kann ich Informationen für eine erfolgreiche und gesunde Kommunikation gewinnen.</li>
<li>Sich positives Feedback holen: Gute Leute holen sich selbst Feedback. Sie tun es nicht nur für sich selbst, sondern auch immer für den anderen, damit sie mit ihm &#8220;auf gleicher Wellenlänge sein&#8221; können.</li>
</ol>
<p>Gute Leute sind in ihrem Verhalten kongruent, d. h. es entspricht ihrer Persönlichkeit, ist also stimmig.</p>
<p>Folgende Ebenen der Persönlichkeit lassen sich unterscheiden: Verhalten, Fähigkeiten, Überzeugungen, Identität, Wesen.</p>
<p>Die unterste Schicht der Persönlichkeit ist das Verhalten. Dahinter liegt die Ebene der Fähigkeiten, die jemand zur Verfügung hat. Sie sind eine Reservoir an Verhaltensmöglichkeiten. Inwiefern wir sie nutzen liegt an den Überzeugungen und Einstellungen (beliefs), die wiederum hinter der Ebene der Fähigkeiten liegen. Es sind Ideen über die Welt, in der wir leben und die wir im Kopf mit uns herumtragen. Oft sind sie unbewußt und bestimmen, ob wir eine Verhaltensmöglichkeit in einer bestimmten Situation zeigen oder nicht. Aufgrund unserer Überzeugungen, Einstellungen und die unser Leben bestimmenden Werte bilden wir uns eine festgefügte Auffassung darüber, wer wir sind &#8211; über unsere Identität.</p>
<p>Die Kunst einer gesunden und erfolgreichen Kommunikation besteht somit darin, den Weg zu mehr Kongruenz zu finden, d. h. also, sich immer mehr so zu verhalten, wie es unseren eigenen Überzeugungen und Werten entspricht. Das bedeutet: sich mit unseren inneren Hindernissen und Konflikten auseinanderzusetzen, die uns an einer liebe- und respektvollen Kommunikation und Interaktion mit anderen hindern. NLP hilft uns herauszufinden, welche positiven Absichten hinter unseren inneren Widerständen liegen, um dann individuell auf einen selbst zugeschnittene Lösungen zu entwickeln, die diese positiven Absichten berücksichtigen. Die Suche nach den positiven Absichten unserer inneren Hindernisse und Konflikte ist letztlich die Suche nach unseren eigenen Werten und Kriterien. Die eigene Wirkung auf andere wird um so stärker sein, je mehr jemand das vermittelt, was er lebt und ist.</p>
<p>Wichtige Fragen sind also: In welchen Situationen verhalte ich mich nicht kongruent? Was kann ich ändern, um kongruenter zu werden? Was sind meine wichtigen Überzeugungen und Werte und wie stehe ich zu ihnen? Inwiefern bestimme ich mich selbst in sozialen Situationen oder inwiefern lasse ich mich bestimmen? Wie kann ich für mich selbst sorgen und gleichzeitig liebevoll und respektvoll zu anderen sein?</p>
<p><strong>Einige praktische Übungen und Versuche für den Alltag</strong>:</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">1) Sich in einen guten Zustand bringen: </span></strong></p>
<p>Erinnere Dich an einen Ort und eine Situation, wo Du Dich ganz wohl gefühlt hast. Gehe zurück an diesen Ort oder in diese Situation, indem Du die Augen schließt, Dich entspannst und laß Dir Zeit, Dich genau zu erinnern. Wo bist Du? Was kannst Du sehen, nah und fern? Welche Farben und welche Bewegungen sind da? Welche Geräusche, Stimmen &#8230; kannst Du da hören? Wie ist die Klangfarbe, der Rhythmus, die Lautstärke&#8230;? Welche Gefühle und Empfindungen spürst Du da? Wo im Körper spürst Du sie? Vielleicht kannst Du Dein positives Gefühl noch verstärken. Probiere aus, wie Du die Vorstellung durch Verstärkung oder Abschwächung von Farben, Helligkeit, Tönen und Bewegungen so verändern kannst, da sie sich für Dich am besten anfühlt. Was spüre ich da? Was sind die positiven Überzeugungen und Werte für mich in dieser Situation?</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>2) Ein klares Ziel formulieren: </strong></span></p>
<p>Wähle ein Problem aus, das Du im Umgang mit anderen hast, und beantworte Dir folgende Fragen:</p>
<p>- Was will ich eigentlich?</p>
<p>- Wann will ich es erreicht haben?</p>
<p>- Wie weiß ich, daß ich mein Ziel erreicht habe? Woran merke ich das?</p>
<p>- Was ändert sich noch in meinem Leben, wenn ich das Ziel erreicht habe?</p>
<p>- Welche Ressourcen (Mittel, Fähigkeiten) habe ich, die mir helfen, mein Ziel zu</p>
<p>erreichen?</p>
<p>- Wie kann ich diese am besten nutzen?</p>
<p>- Was ist der erste Schritt, um das zu erreichen, was ich will?</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>3) Sich selbst verändern für ein Ziel: </strong></span></p>
<p>Finde jemand in Deine Umgebung, von dem Du eine bestimmtes Verhalten gerne möchtest, das dieser aber nicht zeigt. Wie möchtest Du Dich selbst verhalten, so daß der andere ganz allein und gern tut, was Du möchtest? Was möchtest Du ändern in der Mimik, Gestik, Körperhaltung, Bewegung, Aussehen, Tonfall, Sprechrhythmus, Sprache etc.?</p>
<p><strong><span style="color: #008000;">4) Rapport herstellen durch gemeinsame Körpersprache: </span></strong></p>
<p>Zunchst beobachte z. B. in einem CafÈ, Restaurant o. dgl. Menschen, die sich offensichtlich gut und angeregt unterhalten. Was an gemeinsamer Körpersprache (Gestik, Mimik, Körperhaltung, Bewegungen etc.) ist zu entdecken?</p>
<p>Versuche dann bei Deinem nächsten Gesprch &#8216;mit einer schwierigen Person&#8217; bewußt darauf zu achten, mit Deinem Gegenüber zu einer gemeinsamen Körpersprache zu kommen. Sei behutsam und respektvoll! Du willst den anderen ja nicht nachäffen, sondern Dich auf ihn einschwingen, damit Du Dich auf sein Modell von der Welt einlassen kannst.</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>5) Die eigenen Kräfte und Fähigkeiten wecken: </strong></span></p>
<p>Denke an einen Deiner größten privaten oder beruflichen Erfolge. Stell Dir die Situation so vor, wie es unter &#8216;Sich in einen guten Zustand bringen&#8217; beschrieben ist.</p>
<p>Welche Verhaltensweisen und Fähigkeiten hast Du dabei gezeigt? Wie hast Du dabei ausgesehen, Dich angehört und Dich gefühlt?</p>
<p>Wähle jetzt eine aktuelle Situation aus, die Dir Schwierigkeiten macht.</p>
<p>Wie würde sich die Situation ändern und zu welchem Ergebnis würde es führen, wenn Du die Verhaltensweisen und Fähigkeiten Deiner erfolgreichen Situation hier nutzen würdest?</p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>6) Bewegung tut gut:</strong></span></p>
<p>Kritische Momente in einem Gespräch sind solche, in denen man nicht mehr zu Wort kommt; in denen einem nichts mehr einfällt, weil man Schuldgefühle hat oder sich überlistet fühlt; in denen man das Gefühl hat, nicht zu bekommen, was man wollte.</p>
<p>Beende, was Du gerade machst und mache etwas anderes:</p>
<p>Nimm eine ganz andere Körperhaltung ein.</p>
<p>Wenn Du sitzt, stehe möglichst auf.</p>
<p>Wenn Du stehst, gehe umher.</p>
<p>Wenn Deine Arme und Hnde verschränkt oder sonst bewegungslos sind, unterstreiche Deine Worte mit Gesten.</p>
<p>Unsere Denkprozesse stehen in engem Zusammenhang mit unseren Krperhaltungen. Durch eine Änderung der Körperhaltung können wir unser Denken in eine neue Richtung bringen.</p>
<p>Nur, wer auf sich selbst vertraut, kann dem anderen vertrauen. Exzellente Kommunikation ist nicht nur Zielstrebigkeit und Durchsetzung, sondern genauso Einfühlungsvermögen, Wertschätzung und Respekt.Über den Gleichklang und das Mitschwingen mit dem Partner wird man die Welt des anderen tiefer verstehen und in ihrer Einmaligkeit zu würdigen wissen. Ziel gesunder und erfolgreicher Kommunikation ist, nicht nur für sich selbst, sondern mit seinem Partner in einen guten und kraftvollen Zustand zu kommen.</p>
<p>Copyright: Dipl.-Psych. Franz Darpe, in: &#8220;Kleine Schritte Kalender 1997&#8243;, Jahrbuch für Selbstmanagement, Hrsg. von A. Müller-Bungert u. R. Breuer, editions treves, Postfach 1550, D-54205 Trier, Fax 0651 300699. Copyright edition treves 1996. <em>Mit freundlicher Genehmigung der edition treves.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/die-kommunikationskunst-des-nlp/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Literatur</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/literatur/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/literatur/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2000 16:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wörterbuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=199</guid>
		<description><![CDATA[Literatur, die im Wörterbuch des NLP zitiert wird Andreas, Connirae und Andreas, Steven (1993): Gewußt wie. Arbeit mit Submodalitäten und weitere NLP-Interventionen nach Maß, 3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original 1987: Change Your Mind &#8211; and Keep the Change, Real People Press, Moab/UT). Andreas, Connirae und Andreas, Steven (1994): Mit Herz und Verstand. NLP für alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Literatur, die im Wörterbuch des NLP zitiert wird</h3>
<hr size="2" />
<p><a name="a3"></a></p>
<p><strong><span style="color: #ef0000; font-size: large;"> </span></strong><a name="a1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Andreas, Connirae und Andreas, Steven (1993)</span></strong>: Gewußt wie. Arbeit mit Submodalitäten und weitere NLP-Interventionen 		nach Maß, 3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1987</span></strong>: Change Your Mind &#8211; and Keep the Change, Real People Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="a2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Andreas, Connirae und Andreas, Steven (1994):</span></strong> Mit Herz und Verstand. NLP für alle Fälle, 2. Auflage, Junfermann, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: Heart of the Mind &#8211; Engaging Your Inner Power to Change with 		Neuro-Linguistic Programming, Real People Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="a3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Andreas, Connirae und Andreas, Tamara (1995)</span></strong>: Der Weg zur inneren Quelle. Core-Transformation in der Praxis. 		Neue Dimensionen des NLP, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1994</span></strong>: Core Transformation &#8211; Reaching the Wellspring Within, Real People 		Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="a4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Andreas, Steven (1994):</span></strong> Virginia Satir &#8211; Muster ihres Zaubers, Junfermann, Paderborn 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: Virginia Satir &#8211; The Patterns of Her Magic, Science and Behaviour 		Books).</p>
<hr size="2" />
<p><strong><span style="color: #ef0000;">Andreas, Steven und Andreas, Connirae (1992)</span></strong>: Das NLP Trainer Manual für die Practitioner Stufe, Verlag Thomas 		Kirschner Seminare, Eichstatt (Original: NLP 24-Day Practitioner 		Certification Trainer´s Manual, NLP Comprehensive, Boulder/CO).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="a7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Aveni, Anthony (1991)</span></strong>: Rhythmen des Lebens. Eine Kulturgeschichte der Zeit, Klett-Cotta, 		Stuttgart (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: Empires of Time. Calendors, Clocks and Cultures, Basic Books, 		New York).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="b0"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bachmann 1985</span></strong> Der Weg der mathematischen Grundlagenforschung</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bachmann, Winfried (1993)</span></strong>: Das Neue Lernen. Eine systematische Einführung in das Konzept 		des Neurolinguistischen Programmierens (NLP), 3. Auflage, Junfermann, 		Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bachmann, W. und Friedrich, M. (1994)</span></strong>: Chaos &#8211; die neue Kraft im Selbst-Management. Das Kreative Brainwriting 		als innovatives Ordnungskonzept, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bachmann, W. und Priester, A. (1992</span></strong>): WIN-WIN. Die Handschrift des erfolgreichen Verkäufers, Junfermann, 		Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard (1993</span></strong>): &#8220;Bitte verändern Sie sich &#8230; jetzt!&#8221;. Transkripte meisterhafter 		NLP-Sitzungen, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1985</span></strong>: Magic in Action, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="Anchor"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard (1995a)</span></strong>: Time for a Change. Neue NLP-Techniken &amp; Transformationen für 		die Zukunft, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1993</span></strong>: Time for a Change, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard (1995b)</span></strong>: Veränderung des subjektiven Erlebens. Fortgeschrittene Methoden 		des NLP, 5. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1985</span></strong>: Using Your Brain &#8211; For a Change, Real People Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard und Donner, Paul (1995)</span></strong>: Die Schatztruhe. NLP &#8211; Das neue Paradigma des Erfolgs, Junfermann, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>: Paradigms of Persuasion, Paradigms For Excellence).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard und Grinder, John (1983)</span></strong><span style="color: #ef0000;">:</span> Mit Familien reden. Gesprächsmuster und therapeutische Veränderungen, 		2. Auflage, Pfeiffer, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1976</span></strong>: Chancing with Families. A Book about Further Education for Being 		Human, Science and Behaviour Books, Palo Alto/CA).<br />
<span style="color: #ef0000;"> </span></p>
<hr size="2" />
<p><a name="b9"></a><span style="color: #ff0000;"><strong>Bandler, Richard und Grinder, John (1994a</strong>)</span>: Metasprache &amp; Psychotherapie. Struktur der Magie I, 8. Auflage, 		Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1975</span></strong>: The Structure of Magic. Volume I, Science and Behaviour Books, 		Palo Alto/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b10"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard und Grinder, John (1994b):</span></strong> Kommunikation &amp; Veränderung. Die Struktur der Magie II, 6. Auflage, 		Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1976</span></strong>: The Structure of Magic &#8211; Volume II, Science and Behaviour Books, 		Palo Alto/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b11"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard und Grinder, John (1994c)</span></strong>: Neue Wege der Kurzzeit-Therapie. Neurolinguistische Programme, 		11. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1979</span></strong>: Frogs into Princes, Real People Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b12"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard und Grinder, John (1995)</span></strong>: Reframing. Ein ökologischer Ansatz in der Psychotherapie (NLP), 		6. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1982</span></strong>: Reframing, Real People Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b13"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard und Grinder, John (1996)</span></strong>: Patterns. Muster der hypnotischen Techniken Milton H. Ericksons, 		Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1975</span></strong>: Patterns of the Hypnotic Techniques of Milton H. Erickson, M.D. 		- Vol 1).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b14"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandler, Richard und MacDonald, W. (1993)</span></strong>: Der feine Unterschied &#8230; NLP-Übungsbuch zu den Submodalitäten, 		3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>: An Insider&#8217;s Guide to Sub-Modalities, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b15"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bandura, Albert (1962)</span></strong>: Social Learning Trough Imitation, in: John, M.R. (ed.): Nebraska 		Symposium on Motivation, University of Nebraska Press, Lincoln, 		211-269.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b16"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bateson, Gregory (1983)</span></strong>: Ökologie des Geistes. Anthropologische, psychologische, biologische 		und epistemologische Perspektiven, Suhrkamp, Frankfurt/M. (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1972</span></strong>: Steps to an Ecology of Mind. Collected Essays in Anthropology, 		Psychiatry, Evolution and Epistemology, Chandler Publishing Company).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b17"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bateson, Gregory (1984)</span></strong>: Geist und Natur. Eine notwendige Einheit, Suhrkamp, Frankfurt/M. 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1979</span></strong>: Mind and Nature. A Necessary Unity).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b18"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bateson, Mary Catherine (1986)</span></strong>: Mit den Augen einer Tochter. Meine Erinnerung an Margaret Mead 		und Gregory Bateson, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original: 		With a Doughter´s Eye. A Memoir of Margaret Mead and Gregory Bateson).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b19"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Baumeler, Megha (1994)</span></strong>: Script der NLP-Akademie Bodensee zur Ausbildung zum cert. NLP-Practitioner, 		Manuskript, Freienstein.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b20"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Beaver, Diana (1996)</span></strong>: Locker lernen. NLP Pädagogik für Lehrerinnen und Lehrer, Junfermann, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1994</span></strong>: Lazy Learning &#8211; Making the Most of the Brains You Were Born 		With, Element Books Limited, Shaftesbury, Dorset).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b21"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Becker, Eva (1993)</span></strong>: Ich sehe deine Sprache, wenn du schweigst. Aphasietherapie &amp; 		NLP, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b22"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Berman, Morris (1983)</span></strong>: Wiederverzauberung der Welt. Am Ende des Newtonschen Zeitalters, 		Dianus Trikont (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1981</span></strong>: The Reenchantment of the World, Cornell University Press, Ithaca 		and London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b23"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Berman, Morris (1989)</span></strong>: Coming out Our Senses. Body and Spirit in the Hidden History 		of the West, Simon and Schuster, New York u. a.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b24"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bernhard, Wolfgang (1996)</span></strong>: In sich hinausgehen. Mit NLP zum Ur-Credo, VAK Verlag für Angewandte 		Kinesiologie, Freiburg i. B. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1995</span></strong>: Le Chants des Sirénes &#8211; La P.N.L. et la Perception Pré-sensorielle, 		Edition A.L.T.E.S.S., Paris).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b25"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Beyer, Maria (1994)</span></strong>: Power Line, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1992</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b26"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bierbaum, G.; Marwitz, K. und May, H. (1993)</span></strong>: Happy Selling. Der geniale Verkäufer, 3. Auflage, Junfermann, 		Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b27"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Birkenbiehl, Vera F. (1995)</span></strong>: Kommunikation für Könner &#8230; schnell trainiert: Die hohe Kunst 		der professionellen Kommunikation, mvg-Verlag, München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b28"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Blaseio, Helmuth (1986)</span></strong>: Das Kognos-Prinzip. Zur Dynamik sich selbst-organisierender 		wirtschaftlicher und sozialer Systeme, Duncker &amp; Humbolt, Berlin.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b29"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Blickhan, Daniela (1996)</span></strong>: Mit Kindern wachsen. NLP im Alltag, 2. Auflage, Junfermann, 		Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1995</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b30"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bliemeister, J. (1987)</span></strong>: Empirische Überprüfung von Grundannahmen des Neurolinguistischen 		Programmierens (N.L.P.). Kritische Bewertung der Darstellung des 		NLP durch Bandler und Grinder, Integrative Therapie, 4, 397-406.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b31"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bliemeister, J. (1988)</span></strong>: Empirische Überprüfung zentraler theoretischer Konstrukte des 		Neurolinguistischen Programmierens (NLP), Zeitschrift für klinische 		Psychologie, 1, 21-30.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b32"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Block, Richard J. und Yuker, Harald E. (1993)</span></strong>: Ich sehe was, was Du nicht siehst. 250 optische Täuschungen 		und visuelle Illusionen, Buchgemeinschaft Donauland Krenmayr &amp; 		Scheriau, Wien (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: Can you Believe your Eyes?, Gardner Press).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b33"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Boas, Phil und Brooks, Jane (1985</span></strong>): Advanced Techniques. An NLP Workbook, revised edition, Metamorphous 		Press, Oregon.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b34"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bodmann, Gertrud (1992)</span></strong>: Jahreszahlen und Weltalter. Zeit- und Raumvorstellungen im Mittelalter, 		Campus, Frankfurt.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b35"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bohm, David (1987)</span></strong>: Die implizite Ordnung. Grundlagen eines dynamischen Holismus, 		Goldmann, München (Original: Wholeness and the Implicate Order, 		Routledge &amp; Kegan Paul, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b36"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Boscolo, Luigi und Bertrando, Paolo (1994)</span></strong>: Die Zeiten der Zeit. Eine neue Perspektive in systemischer Therapie 		und Konsultation, Carl Auer, Heidelberg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="b37"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Bretto, Charlotte (1988)</span></strong>: A Framework for Excellence. A Resource Manual for NLP, im Eigenverlag, 		Capitola/CA.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="c1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Cameron-Bandler, Leslie (1992)</span></strong>: Wieder zusammenfinden. NLP &#8211; neue Wege der Paartherapie, 6. 		Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1978</span></strong>: They Lived Happily After, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Cameron-Bandler, Leslie und Lebeau, Michael (1993)</span></strong>: Die Intelligenz der Gefühle. Grundlagen der &#8220;Imperative Self 		Analysis&#8221;, 3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>: The Emotional Hostage. Rescuing Your Emotional Life, Future 		Pace Inc.).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Cameron-Bandler, Leslie; Gordon, David und Lebeau, Michael (1992)</span></strong>: Muster-Lösungen. Lösungsmuster für alltägliche Probleme, Junfermann, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>: Know How &#8211; Guided Programms For Inventing Your Own Best Future, 		Real People Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Cameron-Bandler, Leslie; Gordon, David und Lebeau, Michael (1995</span></strong>): Die Emprint-Methode. Ressourcen- und Kompetenztraining, Junfermann, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1985</span></strong>: The Emprint Method. A Guide To Reproducing Competence, Future 		Pace Inc.).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Chomsky, Noam (1973)</span></strong>: Strukturen der Syntax, Den Haag (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1957</span></strong>: Syntactic Structures, Mouton, Den Haag).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Chong, Dennis K. und Smith-Chong, Jennifer K. (1995)</span></strong>: Frag nicht warum &#8230; Zur Struktur der Wirklichkeit und der Erweiterung 		unserer Fähigkeiten. NLP-Grundlagenarbeit, Junfermann, Paderborn 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: Don&#8217;t Ask Why?!, C-Jade Publishing).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Cleveland, Bernard F. (1992)</span></strong>: Das Lernen lehren. Erfolgreiche NLP-Unterrichtstechniken, VAK-Verlag 		für angewandte Kinesiologie, Freiburg i.B. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1987</span></strong>: Master Teaching Techniques, 4th ed., The Connecting Link Press, 		Lawrenceville/GA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Cohen, David (1995</span></strong>): Lexikon der Psychologie. Namen-Daten-Begriffe, Heyne, München 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>: Psychology, Bloomsbury, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="c9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Csikszentmihalyi, Mihaly (1992)</span></strong>: Flow. Das Geheimnis des Glücks, Kett-Cotta, Stuttgart (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>: Flow &#8211; The Psychology of Optimal Experience, Harper &amp; Row, New 		York).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="d1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Damme, Uwe; Schneider, Klaus und Dolke, Gabriele (Hrsg.) (1995</span></strong><span style="color: #ef0000;">)</span>: Leben ohne Magenschmerzen. Aktivieren Sie Ihre Ressourcen zur 		Selbstheilung. Ein NLP-Hörprogramm, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Damme, Uwe; Schneider, Klaus und Dolke, Gabriele (Hrsg.) (1995)</span></strong>: Von der Lust zu rauchen zur Lust gesund zu werden. Ein Weg zu 		mehr Gesundheit. Ein NLP-Hörprogramm, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Deikman, Arthur J. (1986)</span></strong>: Therapie und Erleuchtung. Die Erweiterung des menschlichen Bewußtseins, 		Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1982</span></strong>: The Observing Self, Beacon Press, Boston).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dennett, Daniel C. (1994)</span></strong>: Philosophie des menschlichen Bewußtseins, Hoffmann und Campe 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: Consciousness Explained, Little, Brown &amp; Company, Boston, Toronto, 		London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Derks, Lucas A.C. (1995a)</span></strong>: Exploring the Social Panorama, NLP World, 2(3), 28-42.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Derks, Lucas A.C. (1995b)</span></strong>: The Social Panorama. NLP and Group Processes, Manuskript, Nijmegen 		(Niederlande).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Derks, Lucas A.C. und Hollander, Jaap (1996a)</span></strong>: Essenties van NLP. Sleutels tot personlijke verandering, Servire, 		Utrecht.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Derks, Lucas A.C. und Hollander, Jaap (1996b)</span></strong>: Exploring the Spiritual Panorama, NLP World, 3/2, 55-69.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dijsksterhuis, E.J. (1983)</span></strong>: Die Mechanisierung des Weltbildes, Reprint der Ausgabe 1956, 		Springer, Berlin u.a. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1950</span></strong>: De mechanisering van het weveldbeeld, J.M. Menlenhoff, Amsterdamm).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d10"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dillman, Bruce (1992)</span></strong>: Ziel um Ziel, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: Results on Target &#8211; Practical Steps to Improve Results and Avoid 		Traps, Outcome Publications, Kansas City, Cincinnati, Dallas).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d11"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert (1983)</span></strong>: Roots of Neuro-Linguistic Programming, Meta Publications, Cupertino/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d12"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert (1993)</span></strong>: Die Veränderung von Glaubenssystemen. NLP &amp; Glaubensarbeit, 		Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>: Changing Belief Systems with NLP, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d13"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert (1994)</span></strong>: Einstein. Geniale Denkstrukturen und NLP, 2. Auflage, Junfermann, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>: Albert Einstein. Neuro-Linguistic Analysis of a Genius, Ben 		Lamond).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d14"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert (1995)</span></strong>: Identität, Glaubenssysteme und Gesundheit. NLP-Veränderungsarbeit, 		3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: Beliefs &#8211; Pathways to Health &amp; Well-Being, Metamorphous Press).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d15"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert; Bandler, Richard und Grinder, John (1994)</span></strong>: Strukturen subjektiver Erfahrung. Ihre Erforschung und Veränderung 		durch NLP, 5. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1980</span></strong>: Neuro-Linguistic Programming: Volume I, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d16"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert und Epstein, Todd (1991)</span></strong>: Systemic NLP &#8211; A Unified Field Theory, Dynamic Learning Publications, 		Ben Lomond/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d17"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert und Epstein, Todd (1992a)</span></strong>: Overview of Basic NLP Skills and Tools, Dynamic Learning Publications, 		Ben Lomond/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d18"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert und Epstein, Todd (1992b)</span></strong>: Overview of Advanced NLP Skills and Tools, Dynamic Learning 		Publications, Ben Lomond/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d19"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert; Epstein, Todd und Dilts, Robert W. (1994)</span></strong>: Know How für Träumer. Strategien der Kreativität, Junfermann, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: Tools for Dreamers. Strategies for Creativity and the Structure 		of Innovation, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d20"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dilts, Robert und Hollander, Jaap (1990)</span></strong>: NLP and Life Extension &#8211; Modeling Longevity, Dynamic Learning 		Publications, Ben Lomond/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d21"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dohrn-van Rossum, Gerhard (1992)</span></strong>: Die Geschichte der Stunde. Uhren und moderne Zeitordnung, Carl 		Hanser, München und Wien.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="d22"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Dreyfus, Hubert und Dreyfus, Stuart (1988)</span></strong>: Künstliche Intelligenz. Von den Grenzen der Denkmaschine und 		dem Wert der Intuition, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1986</span></strong>: Mind over Machine, The Free Press, New York).</p>
<p><strong><span style="color: #ef0000;">mrich, Hinderick (1990)</span></strong>: Phantasie, Traum und Halluzinationen, in: Maelicke 1990, 159-173.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="e2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Erickson, Milton H.; Rossi, Ernest L. und Rossi, Sheila L. (1991)</span></strong>: Hypnose. Induktion &#8211; Psychotherapeutische Anwendung &#8211; Beispiele, 		J. Pfeiffer, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1976</span></strong>: Hypnotic Realities. The Induction of Clinical Hypnosis and Forms 		of Indirect Suggestions, Irvington Publishers, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="e3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Erickson, Milton H. und Rossi, E.L. (1994)</span></strong>: Der Februarmann. Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung 		in Hypnose, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: The February Man &#8211; Evolving Consciousness and Identity in Hypnotherapy, 		Brunner/Mazel).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="f1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Farelly, F. und Brandsma, J.M. (1986)</span></strong>: Provokative Therapie, Springer, Berlin u.a. (Original 1972: 		Provocative Therapy, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="f2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Farmer, A.; Rooney, R. und Cunningham, J. (1985)</span></strong>: Hypothized Eye Movement of Neurolinguistic Programming. A Statistical 		Artifact, Journal of Perceptual Motor Skills, Vol 61(3), 717 f.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="f3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Fischer, Hans Rudi (Hrsg.) (1995)</span></strong>: Die Wirklichkeit des Konstruktivismus. Zur Auseinandersetzung 		um ein neues Paradigma, Carl Auer, Heidelberg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="f4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Freudenthal, Gideon (1982)</span></strong>: Atom und Individuum im Zeitalter Newtons. Zur Genese der mechanistischen 		Natur- und Sozialphilosophie, Suhrkamp, Frankfurt.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="f5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Fromme, D. und Daniell, J. (1984)</span></strong>: Neurolinguistic Programming Examined. Imagery, Sensory Mode 		and Communication, Journal of Counselling Psychology, vol. 31(3), 		387-390.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="g1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Gergen, Kenneth J. (1996)</span></strong>: Das übersättigte Selbst. Identitätsprobleme im heutigen Leben, 		Carl Auer, Heidelberg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: The Saturated Self, Basic Books).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Gerken, Gerd und Kappellner, Rudolf (Hrsg.) (1993)</span></strong>: Wie der Geist überlegen wird, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Gilligan, Stephen (1991)</span></strong>: Therapeutische Trance. Das Prinzip Kooperation in der Ericksonschen 		Hypnotherapie, Carl Auer, Heidelberg (Original 1987: Therapeutic 		Trances, Brunner &amp; Mazel, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Glasersfeld, Ernest von (1997)</span></strong>: Wege des Wissens. Konstruktivistische Erkundungen durch unser 		Denken, Carl Auer, Heidelberg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Glasersfeld, E. und Richards, J. (1984)</span></strong>: Die Kontrolle von Wahrnehmung und die Konstruktion von Realität. 		Erkenntnistheoretische Aspekte des Rückkopplungs-Kontroll-Systems, 		Delfin, 3, 4-25.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Gordon, David (1995)</span></strong>: Therapeutische Metaphern, 5. Auflage, Junfermann, Paderborn 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1978</span></strong>: Therapeutic Methaphers by David Gordon, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Gottwald, Franz-Theo und Howard, Wolfgang (1990)</span></strong>: Bewußtseinsentfaltung in spirituellen Traditionen Asiens, in: 		<strong><span style="color: #ef0000;">Resch 1990</span></strong>, 405-494.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Goulding, Mary (1996)</span></strong>: ?Kopfbewohner? oder: Wer bestimmt dein Denken?, 5. Auflage, 		Junfermann Verlag, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1985</span></strong>: Who&#8217;s Been Living in Your Head? Fun and Easy Ways to Stop Being 		Your Own Enemy and Start Being Your Own Best Ally).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Gribbin, John (1987)</span></strong>: Auf der Suche nach Schrödingers Katze. Quantenphysik und Wirklichkeit, 		Piper, München und Zürich (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1984</span></strong>: In Search of Schrödinger&#8217;s Cat. Quantum Physics and Reality, 		Wildwood House, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g10"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Gribbin, John (1996)</span></strong>: Schrödingers Kätzchen und die Suche nach der Wirklichkeit. S. 		Fischer, Frankfurt (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1995</span></strong>: Schrödinger&#8217;s Kittens and the Search for Reality, Weidenfeld 		&amp; Nicholson, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g11"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grinder, John und Bandler, Richard (1987)</span></strong>: Therapie in Trance. Hypnose: Kommunikation mit dem Unbewußten, 		2. Auflage, Kett-Cotta, Stuttgart (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1981</span></strong>: TRANCE-Formations. Neuro-Linguistic Programming and the Structure 		of Hypnosis, Real People Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g12"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grinder, John und DeLozier, Judith (1995)</span></strong>: Der Reigen der Daimonen. Vorbedingungen persönlichen Genies, 		Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1987</span></strong>: Turtles all the Way Down &#8211; Prerequisites to Personal Genius, 		Grinder, DeLozier and Associates).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g13"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grinder, John; DeLozier, Judith und Bandler, Richard (1977)</span></strong>: Patterns of the Hypnotic Techniques of Milton H. Erickson, Meta 		Publications, Cupertino/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g14"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grinder, Michael (1991)</span></strong>: Righting the Educational Conveyor Belt, 2nd edition, Metamorphous 		Press, Portland/Oregon (First edition <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g15"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grinder, Michael (1993)</span></strong>: Envoy. Your Personal Guide to Classroom Management, Eigenverlag, 		Battleground/WA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g16"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grochowiak, Klaus (1996)</span></strong>: Das NLP Practitioner Handbuch, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn 		(1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1995</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g17"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grof, Stanislav (1993a)</span></strong>: Geburt, Tod und Transzendenz. Neue Dimensionen der Psychologie, 		Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1985</span></strong>: Beyond the Brain, The State University of New York Press, Albany/N.Y.).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="g18"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Grof, Stanislav (1993b)</span></strong>: Die Welt der Psyche. Neue Erkenntnisse aus Psychologie und Bewußtseinsforschung, 		Kösel, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1992</span></strong>: The Holotropic Mind. The Three Levels of Human Consciousness 		and How They Shape our Lives, Harper Colins Publisher, New York).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><strong><span style="color: #ef0000; font-size: large;"> </span></strong></p>
<p><a name="h1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hadamard, J. (1945)</span></strong>: The Psychology of Invention in the Mathematical Field, Princeton 		University Press.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Haley, Jay (1996)</span></strong>: Typisch Erickson. Der Mann, der immer noch seiner Zeit voraus 		ist. Muster seiner Arbeit, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1993</span></strong>: Jay Haley on Milton H. Erickson, Brunner/Mazel).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Haley, Jay und Hoffmann, Lynn (1967)</span></strong>: Techniques of Family Therapy. Five Leading Therapists Reveal 		Their Working Styles, Strategies, and Approaches, Basic Books, 		New York.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hall, Michael (1995)</span></strong>: The New Domain of Meta-States in the History of NLP, NLP World, 		2/3, 53-60.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hall, Michael (1996)</span></strong>: Meta-States as Correlated to ?Core States?, NLP World, 3/1, 		37-41.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hammond, Corydon C. (Hrsg.) (1990)</span></strong>: Handbook of Hypnotic Suggestions and Metaphors, W.W. Norton 		&amp; Company, New York and London.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hampden-Turner, Charles (1986)</span></strong>: Modelle des Menschen. Ein Handbuch des menschlichen Bewußtseins, 		Beltz, Weinheim und Basel (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1982</span></strong>: Maps of Mind, Mitchell Beazley, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hellinger, Bert (1993)</span></strong>: Finden, was wirkt. Therapeutische Briefe, Kösel, München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h16"></a>Herbert 1990</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hoffman, Kaye; Schneider, Maria und Haberzettl, Martin (1996)</span></strong>: BodyMindManagement in Action. NLP * Body * Trance * Feldenkrais, 		Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h10"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Holl, Hans-Günther (1985)</span></strong>: Das lockere und das strenge Denken. Essays über Gregory Bateson, 		Beltz Verlag, Weinheim und Basel.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h11"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hollander, Jaap; Derks, Lucas und Tannenbaum, Bruce (1996)</span></strong>: The Modelling of Magic. Pragmagical NLP-Processes Based on Modeling 		Native Magical-Religious Practices, NLP World, 3/3, 4-20.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h12"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Holler, Johannes (1996)</span></strong>: Das Neue Gehirn. Möglichkeiten moderner Gehirnforschung &#8211; Unser 		Gehirn im Überblick &#8211; ein Handbuch, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h13"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Houston, Jean (1987)</span></strong>: Der mögliche Mensch. Handbuch zur Entwicklung des menschlichen 		Potentials, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1982</span></strong>: Tarcher, Los Angeles).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h14"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hügli, Anton und Lübcke, Paul (Hrsg.) (1991)</span></strong>: Philosophie-Lexikon. Personen und Begriffe der abendländischen 		Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart, Rowohlt, Reinbeck 		bei Hamburg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1983</span></strong>: Politikens filosofi leksikon, Politikens Ferlag, Kopenhagen).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="h15"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Hutchison, Michael (1996)</span></strong>: Megabrain-Power. Transformiere dein Leben, Junfermann, Paderborn 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1994</span></strong>: Megabrain Power &#8211; Transform Your Life with Mind Machines and 		Brain Nutrients, Hyperion, New York).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="i1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Imber-Black, Evan; Roberts, Jane und Whiting, Richard A. (1993)</span></strong>: Rituale. Rituale in Familien und Familientherapie, Carl Auer, 		Heidelberg (Original: Rituals in Families and Family Therapy).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="j1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">James, Tad (1993)</span></strong>: Time Coaching, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: The Secret of Creating Your Future, Advanced Neuro Dynamics).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">James, Tad und Woodsmall, Wyatt (1994)</span></strong>: Time Line. NLP-Konzepte zur Grundstruktur der Persönlichkeit, 		3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>: Time Line Therapy, Meta Publications, Cupertino/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Jensen, Eric P. (1988)</span></strong>: Super-Teaching. Master Strategies for Building Student Success, 		Manuskript.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Jochims, Inke (Hrsg.) (1992)</span></strong>: Wer trainiert NLP? Die NLP-Trainer und Trainerinnen im deutschsprachigen 		Raum, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Jochims, Inke (1995)</span></strong>: NLP für Profis. Glaubenssätze &amp; Sprachmodelle, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Jochims, Inke (1996)</span></strong>: Alfred Korzybski und das Neurolinguistische Training, Manuskript, 		Berlin; publiziert im Internet unter: http://www.nlp.at/theorie/th.htm</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Johnson, Kerry L. (1995)</span></strong>: Selling with NLP. New Techniques That will Double Your Scales 		Volume, Nicolas Brealey, London (first published 1993).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Jung, C.G. (1978)</span></strong>: Psychologische Typen, Gesammelte Werke VI, Walter, Olffen.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="j9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Jupp, J. (1989)</span></strong>: A Further Empirical Evaluation of Neurolinguistic Primary Representational 		Systems, Counselling Psychology Quarterly, vol 2(4), S. 441-450.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="k1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kelley, George A. (1986)</span></strong>: Die Psychologie der persönlichen Konstrukte, Junfermann Verlag, 		Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1955</span></strong>: The Psychology of Personal Constructs, W.W. Norton &amp; Company, 		New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kempler, Walter (1975)</span></strong>: Grundzüge der Gestalt-Familientherapie, dtv, München (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1973</span></strong>: Principles of Gestalt Family Therapy).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">King, Serge (1992)</span></strong>: Der Stadt-Schamane. Ein Handbuch zur Transformation durch Huna, 		dem Urwissen der hawaiianischen Schamanen, Alf Lüchow, Freiburg 		i.B. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>: Urban Shaman, Simon &amp; Schuster, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kline, Peter (1995)</span></strong>: Das alltägliche Genie &#8211; oder: Wie man sich in das Lernen (neu) 		verlieben kann, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>: The Everyday Genius. Restoring Children&#8217;s natural joy of learning 		- and yours too, Great Ocean Publishers, Arlington, West Virginia).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Knight, Sue (1995)</span></strong>: NLP at work. The Differences that makes a Difference in Business, 		Nicholas Brealey, London.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kolbeck, Christoph und Nicolai, Alexander (1996)</span></strong>: Von der Organisation der Kultur zur Kultur der Organisation. 		Kritische Perspektiven enes neueren systemtheoretischen Modells, 		Metropolis, Marburg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kramer, Joel and Alstad, Diana (1993)</span></strong>: The Guru Papers. Masks of Authoritarian Power, North Atlantic 		Books, Berkeley/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kriz, Jürgen (1994)</span></strong>: Grundkonzepte der Psychotherapie. Eine Einführung, 4. Auflage, 		Psychologische Verlagsunion, Weinheim.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Krusche, Helmut (1992)</span></strong>: Der Frosch auf der Butter. NLP. Die Grundlagen des Neuro-linguistischen 		Programmierens, Econ Verlag, Düsseldorf u.a.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k10"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Küpfmüller, Karl (1971)</span></strong>: Grundlagen der Informationstheorie und Kybenetik, in: Grauer, 		O.H.; Kramer, K. und Jug, R. (Hrsg.): Physiologie des Menschen, 		Band 10, Urban und Schwarzenberg, München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k11"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kutschera, Gundl (1995a)</span></strong>: Tanz zwischen Bewußt-sein &amp; Unbewußt-sein. NLP Arbeits- und 		Trainingsbuch, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1994</span></strong>)</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k12"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kutschera, Gundl (1995b)</span></strong>: Resonanz lernen. Handbuch für Multilevel-Kommunikation, Junfermann, 		Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="k13"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Kutschera, Gundl; Carl, Roswitha und Pfeffer, Simone (1995)</span></strong>: Resonanz in Partnerbeziehungen. NLP- in Harmonie miteinander 		leben, Junfermann, Paderborn.</p>
<p><span style="color: #ef0000; font-size: large;"><strong> </strong></span></p>
<hr size="2" />
<p><a name="l1"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Laborde, Genie Z. (1994)</strong></span>: Kompetenz und Integrität, 3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1988</strong></span>: Fine Tune Your Brain, Syntony Inc. Publishing, Palo Alto).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l2"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Laing, Ronald D. (1989)</strong></span>: Die Stimme der Erfahrung. Erfahrung, Wissenschaft und Psychiatrie, dtv, München (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1982</strong></span>: The Voice of Experience, Allan Lane, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l3"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Lakoff, George und Johnson, Mark (1980)</strong></span>: Metaphors We Live By, The University of Chicago Press, Chicago and London.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l4"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Lankton, S.R. (1980)</strong></span>:  Practical Magic. A Translation of Basic Neuro-Linguistic Programming  into Clinical Psychotherapy, Meta Publications, Cupertino/CA.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l5"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Lasko, Wolf und Frenzel, Frank (1996)</strong></span>: Die Magie der Erfolgreichen. Wetten, daß auch Ihr Talent geweckt werden kann, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l6"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Linden, Anné und Spalding, Murray (1996)</strong></span>: Enneagramm und NLP. Auf dem Weg der Evolution, Junfermann, Paderborn (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1994</strong></span>: The Enneagram and NLP &#8211; A Journey of Evolution, Metamorphous Press, Portland/OR).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l7"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Ludewig, Kurt (1992)</strong></span>: Systemische Therapie. Grundlagen klinischer Theorie und Praxis, Klett-Cotta, Stuttgart.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l8"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Lück, Helmut E. (1996)</strong></span>: Geschichte der Psychologie, 2. Auflage, Kohlkammer, Stuttgart u.a (1. Auflage <span style="color: #ef0000;"><strong>1991</strong></span>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l9"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Lübeck, Walter (1994)</strong></span>:  Handbuch des spirituellen NLP. Geistige Brücken, die Herzen und  Verstand auf harmonische Weise verbinden und eine neue Lebendigkeit  bewirken, Windpferd Verlagsgesellschaft.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="l10"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Luther, Michael und Maaß, Evelyne (1996)</strong></span>: NLP-Spiele-Spectrum, 2. überarb. Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <span style="color: #ef0000;"><strong>1994</strong></span>).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="m1"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Maelicke, Alfred (Hrsg.) (1990)</strong></span>: Vom Reiz der Sinne, VCH, Weinheim u.a.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m2"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Major, David (1996)</strong></span>: A Critical Examination of the Place of Belief in NLP, NLP World, 3(3), 21-34.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m3"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Marwitz, Klaus (1993)</strong></span>: Lean Company. Junfermann Verlag, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m4"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mast, Karl (1995)</strong></span>: Kommunikation in Weiß. NLP für Ärzte &amp; Heilberufe, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m5"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Masters, Robert und Houston, Jean (1984)</strong></span>: Phantasie &#8211; Reisen. Zu neuen Stufen des Bewußtseins. Ein Führer durch unsere inneren Räume, Kösel, München (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1972</strong></span>: Mind Games, Viking Press, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m6"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mayer-Wamos, Angelika (1993)</strong></span>: Fremdsprachen erfolgreich lehren und lernen, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m7"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mayr, Otto (1987)</strong></span>: Uhrwerk und Waage. Autorität, Freiheit und technische Systeme in der frühen Neuzeit, C.H. Beck, München (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1986</strong></span>: Authority, Liberty and Automatic Machinery in Early Modern Europe, The John Hopkins University Press, Baltimore and London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m8"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Merchant, Carolyn (1987)</strong></span>: Der Tod der Natur. Ökologie, Frauen und neuzeitliche Naturwissenschaft, C.H. Beck, München (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1980</strong></span>: The Death of Nature. Women, Ecology and the Scientific Revolution).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m9"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Meyer, Annegret und Stender, Jan (1995)</strong></span>: Systemisches NLP. Arbeit mit Paaren, Teams und Gruppen, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m10"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Miketta, Gaby (1992)</strong></span>:  Netzwerk Mensch. Psychoneuroimmunologie. Den Verbindungen von Körper  und Seele auf der Spur, 2. Auflage, Georg Thieme, Stuttgart (1. Auflage <span style="color: #ef0000;"><strong>1991</strong></span>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m11"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Miller, George A. (1956)</strong></span>: The Magical Number Seven, Plus or Minus Two, Psychological Review, 63, 81-87.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m12"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Miller, G.A.; Galanter, E. und Pribram, K. (1973)</strong></span>: Strategie des Handelns, Klett, Stuttgart (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1960</strong></span>: Plans and the Structure of Behavior, Holt, Rinehart &amp; Winston, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m13"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Minuchin, Salvador (1981)</strong></span>: Familie und Praxis struktureller Familientherapie, 4. Auflage, Lambertus-Verlag, Freiburg i.B. (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1976</strong></span>: Family and Family Therapie, 6th ed., President &amp; Fellows of Harvard College).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m14"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mohl, Alexa (1995)</strong></span>:  Auch ohne daß ein Prinz dich küßt. Kommunikationsmethoden und  NLP-Lernstrategien, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <span style="color: #ef0000;"><strong>1994</strong></span>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m15"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mohl, Alexa (1996a)</strong></span>: Der Zauberlehrling. Das NLP Lern- und Übungsbuch, 5. Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <span style="color: #ef0000;"><strong>1993</strong></span>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m16"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mohl, Alexa (1996b)</strong></span>: Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m17"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mohl, Alexa (1996c)</strong></span>: Neue Wege zum gewünschten Gewicht. Mit NLP zu einem wohltuenden Eßverhalten, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m18"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Mongino, E. and Lippman, L. (1987)</strong></span>: Image Formation as Related to Visual Fixation Point, Journal of Mental Imagery, 11(1), S. 87-96.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m19"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Moine, Donald und Lloyd, Kenneth (1994)</strong></span>: Unlimited Selling Power. Die Techniken der Verkaufselite, Junfermann, Paderborn (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1990</strong></span>: Unlimited Selling Power. How to Master Hypnotic Selling Skills, Prentice Hall).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="m20"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Murphy, Michael (1994)</strong></span>: Der Quanten-Mensch, Integral, Wessobrunn (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1992</strong></span>: The Future of the Body, Jeremy P. Tarcher Inc., Los Angeles).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="n1"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Nagel, Clint Van; Sindzinski, Robert; Reese, Edward J. und Reese, Mary Ann (1989)</strong></span>:  Megateaching. Neurolinguistisches Programmieren im Unterricht,  VAK-Verlag für angewandte Kinesiologie, Freiburg i.B. (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1985</strong></span>: Megateaching and Learning &#8211; Neurolinguistic Programming, Applied to Education).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="n2"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Nagel, E. und Newman, J.R. (1984)</strong></span>: Der Gödelsche Beweis, R. Oldenbourg, München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="n3"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Nickel, Erwin (1990)</strong></span>:  Zwischen Quantentheorie und Transpersonalem Bewußtsein. Gedanken zu  Verschiebung des Realitätsbegriffes angesicht unserer Erfahrungen in der  ?Wendezeit?, in: Resch <span style="color: #ef0000;"><strong>1990</strong></span>, 1-28.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="n4"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Norretranders, Tore (1994)</strong></span>: Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewußtseins, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1991</strong></span>: Maerk werden, Gyldendal, Kopenhagen).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="o1"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>O&#8217;Connor, Joseph und Seymour, John (1996)</strong></span>: Gelungene Kommunikation und Entfaltung, 6. Auflage, VAK-Verlag für angewandte Kinesiologie, Freiburg i.B. (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1990</strong></span>: Introducing Neuro-Linguistic Programming. Psychological Skills for Understanding and Influencing People, Mandala, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="o2"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>O&#8217;Connor, Joseph und McDermott, Ian (1996)</strong></span>: Principles of NLP, Harper Collins Publishers, London.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="o3"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>O&#8217;Hanlon, William H. (1995)</strong></span>: Eckpfeiler. Grundlegende Prinzipien der Therapie und Hypnose Milton Ericksons, 2. Auflage, Iskopress, Salzhausen (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1987</strong></span>: Taproots. Underlying Principles of Milton Ericksons´s Therapy and Hypnosis).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="o4"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Ornstein, Robert (1992)</strong></span>: Multimind &#8211; Ein neues Modell des menschlichen Geistes, 3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1986</strong></span>: Multimind, Houghton Mifflin Company, Boston).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="o5"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Ötsch, Walter (1991)</strong></span>: Gibt es eine Grundlagenkrise der neoklassischen Theorie?, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, 208/6, 642-656.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="o6"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Ötsch, Walter (1996)</strong></span>:  Die Herausforderung des Konstruktivismus für die ökonomische Theorie,  in: Priddat, B. / Wegner, G,. (Hgb).: Zwischen Evolution und  Institution. Neue Ansätze in der ökonomischen Theorie, Metropolis Verlag  <span style="color: #ef0000;"><strong>1996</strong></span>, S. 35-55.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="o7"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Ötsch, Walter (1997)</strong></span>: NLP, kulturelle Beliefs und kultureller Wandel. Multimind, 2/1997, 28-33.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="p1"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Palazzoli, Selvini M.; Boscolo, L.; Cecchin, G. und Prata, G. (1981)</strong></span>:  Paradoxon und Gegenparadoxon. Ein neues Therapiemodell für die Familie  mit schizophrener Störung, 3. Auflage, Klett-Cotta, Stuttgart (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1975</strong></span>: Paradosso &amp; Controparadosso, Feltrinelli, Mailand).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="p2"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Pelletrier, Kenneth R. (1988)</strong></span>: Unser Wissen vom Bewußtsein. Von Psyche und Soma, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1978</strong></span>: Toward a Science of Consciousness).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="p3"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Penrose, Roger (1990)</strong></span>: The Emperor´s New Mind. Concerning Computers, Mind, and The Laws of Physics, Oxford University Press.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="p4"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Peter, Uwe Henrik (o.J.)</strong></span>: Psychiatrie und medizinische Psychologie von A-Z, 3. Auflage, Seehamer, Weyarn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="p5"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Poffel, S. and Cross, H. (1985)</strong></span>: Neurolinguistic Programming. A Test of the Eye Movement Hypothesis, Journal of Perceptual and Motor Skills, 61(3), 126-132.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="r1"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Redaktion Naturwissenschaft und Medizin (1992)</strong></span>: Duden ?Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke?, 5. Auflage, Duden-Verlag, Mannheim u.a.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r2"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Rehfus, Wulff D. (1990)</strong></span>: Die Vernunft frißt ihre Kinder. Zeitgeist und Zerfall des modernen Weltbildes, Hoffmann und Campe, Hamburg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r3"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Resch, Andreas (1990)</strong></span>: Veränderte Bewußtseinszustände. Träume &#8211; Trance &#8211; Ekstase, Resch Verlag, Innsbruck.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r4"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Robbins, Anthony (1991a)</strong></span>:  Grenzenlose Energie. Das Power Prinzip. Wie Sie Ihre persönlichen  Schwächen in positive Energie verwandeln, Heyne, München (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1986</strong></span>: Unlimited Power, Ballantine Books, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r5"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Robbins, Anthony (1991b)</strong></span>:  Das Robbins Power Prinzip. Wie Sie Ihre wahren inneren Kräfte sofort  einsetzen, Heyne, München (Original: Awaken the Giant Within. How to  take Immediate Control of Your Mental, Emotional, Physical and Financial  Destiny, Simon &amp; Schuster, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r6"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Rossi, Ernest L. (1995)</strong></span>: 20 Minuten Pause, 3. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1991</strong></span>:  The 20-Minute-Break &#8211; Reduce Stress, Maximize Performance, and Improve  Health and Emotional Well-Being Using the New Science of Ultradian  Rhythmus, Jeremy P. Tarcher).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r7"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Roth, Gerhard (1990a)</strong></span>: Autopoiese und Kognition. Die Theorie H.R. Maturanas und die Notwendigkeit ihrer Weiterentwicklung, in: Schmidt <span style="color: #ef0000;"><strong>1990</strong></span>, 256-286.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r8"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Roth, Gerhard (1990b)</strong></span>:  Gehirn und Selbstorganisation, in: Krohm, W. und Krippes, G. (Hrg):  Selbstorganisation. Aspekte einer wissenschaftlichen Revolution, Vieweg,  Braunschweig und Wiesbaden, 167-180.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r9"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Roth, Gerhard (1990c)</strong></span>: Erkenntnis und Realität. Das reale Gehirn und seine Wirklichkeit, in: Schmidt <span style="color: #ef0000;"><strong>1990</strong></span>, 228ff.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r10"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Roth, Gerhard (1991)</strong></span>: Neurale Grundlage des Lernens und des Gedächnisses, in: Schmidt (<span style="color: #ef0000;"><strong>1991</strong></span>), 127-158.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r11"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Rückerl, Thomas (1996)</strong></span>:  NLP in Stichworten. Das aktuelle NLP-Lexikon. Ein Überblick für  Einsteiger und Fortgeschrittene, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (1.  Auflage <span style="color: #ef0000;"><strong>1994</strong></span>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="r12"></a><span style="color: #ef0000;"><strong>Ruesch, Jürgen und Bateson, Gregory (1995)</strong></span>: Kommunikation. Die soziale Matrix der Psychiatrie, Carl Auer, Heidelberg (Original <span style="color: #ef0000;"><strong>1968</strong></span>: Communication. The Social Matrix of Psychiatry).</p>
<p><strong><span style="color: #ef0000; font-size: large;"> </span></strong></p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="s1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Satir, Virginia (1988)</span></strong>: Meine vielen Gesichter. Wer bin ich wirklich?, Kösel, München 		(Original <strong><span style="color: #ef0000;">1978</span></strong>: Your Many Faces, Celestical Arts, Berkeley/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Satir, Virginia (1987)</span></strong>: Selbstwert und Kommunikation. Familientherapie für Berater und 		zur Selbsthilfe, Pfeiffer, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1972</span></strong>: Peoplemaking, Science and Behaviour Books, Paolo Alta/CA).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schauer, Gernot (1995)</span></strong>: NLP als Psychotherapie. Harmlose Mixtur oder hochwirksames Verfahren?, 		Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Scheele, Paul R. (1996)</span></strong>: PhotoReading. Die neue Hochgeschwindigkeits-Lesemethode in der 		Praxis, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1993</span></strong>: The PhotoReading Whole Mind System, Learning Strategies Corporation).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schellenbaum, Peter (1992)</span></strong>: Nimm Deine Couch und geh!. Heilung mit Spontanritualen, Kösel, 		München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schick, Klaus H. (Hrsg.) (1995)</span></strong>: NLP und Rechtschreibtherapie. Praxishilfen für Unterricht und 		Therapie. Lehse- unt Rächschreip-Schwihrikkaitn adeh, Junfermann, 		Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schiermann, J.K. (1987)</span></strong>: Die Repräsentation anschaulicher Information. Eine experimentelle 		Studie zur kognitiven Psychologie über die Identifizierung modalitätsspezifischer 		Repräsentationssysteme, Lang, Frankfurt/M.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schlippe, Arist von und Schweitzer, Jochen (1996)</span></strong>: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, 2. Auflage, 		Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen und Zürich.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schmid-Oumard und Nahler, Michael (1994)</span></strong>: Lehren mit Leib und Seele. NLP in der pädagogischen Praxis, 		2. Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1993</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s10"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schmid-Oumard und Nahler, Michael (1996)</span></strong>: Vom Wunsch zur Wirklichkeit. Strategien des NLP für die pädagogische 		Praxis, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s11"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schmidt, Siegfried J. (Hrsg.) (1990)</span></strong>: Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus, 3. Auflage, Suhrkamp, 		Frankfurt a. M. (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1987</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s12"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schmidt, Siegfried J. (Hrsg.) (1991)</span></strong>: Gedächtnis. Probleme und Perspektiven der interdisziplinären 		Gedächtnisforschung, Suhrkamp, Frankfurt a. M.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s13"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schmidt, Siegfried J. (Hrsg.) (1992)</span></strong>: Kognition und Gesellschaft. Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus 		2, Suhrkamp, Frankfurt a. M.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s14"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schöppe, Arno (1995)</span></strong>: Theorie paradox. Kreativität als systemische Herausforderung, 		Carl Auer, Heidelberg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s15"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schott, Barbara (1993)</span></strong>: Lust statt Frust. Endlich entspannt verkaufen, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s16"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schuhbauer, J. (1988)</span></strong>: Augenbewegungen als Indikatoren für Informationsverarbeitungsprozesse. 		Unveröffentlichte Diplomarbeit, Ludwig-Maximilian-Universität, 		München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s17"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schulz von Thun, Friedmann (1988)</span></strong>: Miteinander reden. Störungen und Klärungen. Psychologie der 		zwischenmenschlichen Kommunikation, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s18"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Schweitzer, Jochen; Retzer, Arnold und Fischer, Hans Rudi (Hrsg.) 		(1994)</span></strong>: Systemische Praxis und Postmoderne, 2. Auflage, Suhrkamp, Frankfurt 		a. M. (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1992</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s19"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Sekuller, Robert und Blake, Randolph (1994)</span></strong>: Perception, 3rd edition, McGraw-Hill, New York u. a (1. Auflage 		<strong><span style="color: #ef0000;">1985</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s20"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Simon, Fritz (1990)</span></strong>: Meine Psychose, mein Fahrrad und ich. Zur Selbstorganisation 		der Verrücktheit, Carl Auer, Heidelberg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s21"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Simon, Fritz (1993)</span></strong>: Unterschiede, die Unterschiede machen. Grundlage einer systemischen 		Psychiatrie und Psychosomatik, 3. Auflage, Suhrkamp, Frankfurt 		a. M. (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s22"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Sinclair, Joseph (1992)</span></strong>: An ABC of NLP, Aspen, London.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s23"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Spencer-Brown, George (1969)</span></strong>: Laws of Form, Dulton, New York.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s24"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Spencer-Brown, George (1996)</span></strong>: Wahrscheinlichkeit und Wissenschaft, Carl Auer, Heidelberg (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1975</span></strong>: Probability and Scientific Interference, Longmans, Green &amp; Co., 		London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s25"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Stahl, Thies (1992)</span></strong>: Neurolinguistisches Programmieren, PAL, München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s26"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Stahl, Thies (1995)</span></strong>: Triffst du &#8216;nen Frosch unterwegs &#8230;, 6. Auflage, Junfermann, 		Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s27"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Staples, Walter Doyle (1995)</span></strong>: Think like a winner!, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: Think Like a Winner!, Pelican Publishing Company, Gretna, Louisiana).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s28"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Steiner, Claude (1986)</span></strong>: Wie man Lebenspläne verändert. Die Arbeit mit Scripts in der 		Transaktionsanalyse, 5. Auflage, Junfermann, Paderborn (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1974</span></strong>: Scripts People Live, Grove Press, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s29"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Stevens, John O. (1984)</span></strong>: Die Kunst der Wahrnehmung. Übungen der Gestalttherapie, Chr. 		Kaiser, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1971</span></strong>: Awareness: Exploring, Experimenting, Experiencing, Real People 		Press, Moab/UT).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s30"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Stierlin, Helm; Simon, Fritz B. und Schmidt, Gunther (Hrsg.) (1987)</span></strong>: Familiäre Wirklichkeiten. Der Heidelberger Kongreß, Klett-Cotta, 		Stuttgart.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s31"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Stierlin, Helm (1994)</span></strong>: Ich und die anderen. Psychotherapien in einer sich wandelnden 		Gesellschaft, Klett-Cotta, Stuttgart.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s32"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Strikker, Frank und Strikker, Heidrun (1994)</span></strong>: Redekunst im Rampenlicht. Mit Persönlichkeit, NLP und Kreativität 		überzeugen, Verlag moderne Industrie, Landsberg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="s33"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Strube, Gerhard u.a. (Hrsg.) (1996)</span></strong>: Wörterbuch der Kognitionwissenschaft, Klett-Cotta, Stuttgart.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="t1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Tart, Charles (1988)</span></strong>: Hellwach und bewußt leben. Wege zur Entfaltung des menschlichen 		Potentials &#8211; eine Anleitung zum bewußten Sein, Scherz, Bern, München, 		Wien (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1986</span></strong>: Waking Up).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="t2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Taylor, Charles (1994)</span></strong>: Quellen des Selbst. Die Entstehung der neuzeitlichen Identität, 		Suhrkamp, Frankfurt (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1989</span></strong>: Sources of the Self. The Making of Modern Identity, Harvard 		University Press).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="t3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Tepperwein, Kurt (1988)</span></strong>: Die hohe Schule der Hypnose. Praktische Lebenshilfe für jedermann, 		4. Auflage, Goldmann (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1977</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="t4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Trenkle, Bernhard (1994)</span></strong>: Das Ha-Handbuch der Psychotherapie. Witze &#8211; ganz im Ernst, Carl 		Auer, Heidelberg.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="t5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Trincker, Dietrich (1966)</span></strong>: Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung von Information durch 		den Menschen, Ferdinand Hirt, Kiel.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="t6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Tulku, Thartang (1983)</span></strong>: Raum, Zeit und Erkenntnis, Scherz, Bern, München, Wien (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1977</span></strong>: Time, Space and Knowledge, Dharma Publishing).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="t7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Tulku, Thartang (1984)</span></strong>: Selbstheilung durch Entspannung, Heyne, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1978</span></strong>: Kum Nye Relaxation, Dharma Publishing).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="u1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Ulsamer, Berthold (1992)</span></strong>: Erfolgstraining für Manager. Ihr Mentalkurs zur Spitzenleistung, 		Econ, Düsseldorf u.a.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="u2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Ulsamer, Berthold (1994a)</span></strong>: Exzellente Kommunikation mit NLP. Erfolgsfaktoren des Neuro-Linguistischen 		Programmierens für Führungskräfte, 3. Auflage, Gabal, Offenbach 		(1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="u3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Ulsamer, Berthold (1994b)</span></strong>: NLP in Seminaren. Gruppenarbeit erfolgreich gestalten, Gabal, 		Offenbach.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="u4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Ulsamer Berthold und Blickhan, Claus (1995)</span></strong>: NLP für Einsteiger. Neuro-linguistisches Programmieren leicht 		gemacht, 8. Auflage, Gabal, Offenbach (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="v1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Von Roden, Rüdiger (1997)</span></strong>: Das Erleben erweiterten Bewußtseins. Rituale der Selbstentdeckung. 		Eine Synthese des Holotropen Atems nach Grof mit Übungen aus der 		Psychoenergetik, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="v2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Vaihinger, H. (1911)</span></strong>: Die Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen 		und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen 		Posivitismus, Reuther und Reichard, Berlin.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="v3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Van der Horst, Brian (1994)</span></strong>: An NLP-Primer on Spirituality, NLP World, 1/3, 28-44.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="v4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Varela, Francisco J. und Thompson, Evan (1992)</span></strong>: Der Mittlere Weg der Erkenntnis. Die Beziehung von Ich und Welt 		in der Kognitionswissenschaft &#8211; der Brückenschlag, Scherz, Bern, 		München, Wien (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: The Embodied Mind, Massachusetts Institute of Technology).</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="w1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Walker, Wolfgang (1996)</span></strong>: Abenteuer Kommunikation. Bateson, Perls, Satir, Erickson und 		die Anfänge des Neurolinguistischen Pogrammierens (NLP), Klett-Cotta, 		Stuttgart.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Walsh, Roger und Vaughan, Frances (Hrsg.) (1987)</span></strong>: Psychologie in der Wende. Grundlagen, Methoden und Ziele der 		Transpersonalen Psychologie, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1980</span></strong>: Beyond Ego).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Watts, Alan (1978)</span></strong>: Weisheit des ungesicherten Lebens, O.W. Barth (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1951</span></strong>: The Wisdom of Insecurity, Pantheon Books).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Watts, Alan (1980)</span></strong>: die Illusion des Ich. Westliche Wissenschaft und Zivilisation 		in der Krise, Kösel, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1966</span></strong>: The Book on the Taboo Against Knowing Who You Are, Jonathan 		Cape, London).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Watzlawick, Paul (1984)</span></strong>: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?. Wahn &#8211; Täuschung &#8211; Verstecken, 		12. Auflage, Piper, München (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1976</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w6"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Watzlawick, Paul (Hrsg.) (1991a)</span></strong>: Die erfundene Wirklichkeit. Wie wissen wir, was wir zu wissen 		glauben?. Beiträge zum Konstruktivismus, 7. Auflage, Piper, München 		(1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1981</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w7"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Watzlawick, Paul und Krieg, Peter (Hrsg.) (1991b)</span></strong>: Das Auge des Betrachters. Beiträge zum Konstruktivismus, Piper, 		München.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w8"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Watzlawick, Paul; Weakland, John H. und Fisch, Richard (1984)</span></strong>: Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels, 3. Auflage, 		Hans Huber, Bern u.a. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1974</span></strong>: Change. Principles of Problem Formation and Problem Resolution, 		W.W. Noston &amp; Company, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w9"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Weerth, Rupprecht (1993)</span></strong>: NLP &amp; Imagination II. Die Untersuchung zum Buch. Daten &amp; Fakten, 		Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w10"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Weerth, Rupprecht (1994)</span></strong>: NLP &amp; Imagination. Grundannahmen, Methoden, Möglichkeiten und 		Grenzen, 2. Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1992</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w11"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Weiß, Josef (1990)</span></strong>: Selbst-Coaching. Persönliche Power und Kompetenz gewinnen, Junfermann, 		Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w12"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Weiß, Josef und Kirchner, Isolde (1996)</span></strong>: Selbst-Coaching. Persönliche Power und Kompetenz gewinnen, 5. 		Auflage, Junfermann, Paderborn (1. Auflage <strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w13"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Whitehead, A. N. und Russell, B. (1910-1913)</span></strong>: Principia Mathematica, 3 Bände, Cambridge University Press.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w14"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Whitrow, G. J. (1991)</span></strong>: Die Erfindung der Zeit, Junius, Hamburg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1988</span></strong>: Time in History, Oxford University Press).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w15"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wilber, Ken (1987a)</span></strong>: Wege zum Selbst. Östliche und Westliche Ansätze zu persönlichem 		Wachstum, 3. Auflage, Kösel, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1979</span></strong>: No Boundary, Shambala Publications, Boulden/CO).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w16"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wilber, Ken (1987b)</span></strong>: Das Spektrum des Bewußtseins, Scherz, Berlin u.a. (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1977</span></strong>: The Spectrum of Conciousness).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w17"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wilber, Ken (1988a)</span></strong>: Die drei Augen der Erkenntnis. Auf dem Weg zu einem neuen Weltbild, 		Kösel, München (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1983</span></strong>: Eye to Eye. The Quest for the New Paradigm, Doubleday, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w18"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wilber, Ken (1988b)</span></strong>: Halbzeit der Evolution. Der Mensch auf dem Weg vom animalischen 		zum kosmischen Bewußtsein. Eine interdisziplinäre Darstellung 		der Entwicklung des menschlichen Geistes, Goldmann, München (Original 		<strong><span style="color: #ef0000;">1981</span></strong>: Up Form Eden, Doubleday, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w19"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wilber, Ken (1996)</span></strong>: Eros, Kosmos, Logos. Eine Vision an der Schwelle zum nächsten 		Jahrtausend, Wolfgang Krüger, Frankfurt a. M. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1995</span></strong>: Sex, Ecology, Spirituality, Shambala Publications, Boston).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w20"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wippich, Jürgen (1995)</span></strong>: Denk nicht in Blau, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w21"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Witt, Klaus (1995)</span></strong>: Allergie? Nein danke! Gesundheit? Ja bitte!. Mentale Wege zur 		Behandlung und Heilung von Allergien, Neurodermitis und Asthma 		mit NLP, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w22"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wolf, Fred Alan (1986)</span></strong>: Der Quantensprung ist keine Hexerei. Die neue Physik für Einsteiger, 		Birkhanser, Basel u.a. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1981</span></strong>: Taking the Quantum Leap, Harper &amp; Row, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w23"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wolf, Fred Alan (1989)</span></strong>: Körper, Geist und neue Physik. Eine Synthese der neuesten Erkenntnisse 		von Medizin und moderner Naturwissenschaft, Barth (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1986</span></strong>: The Body Quantum, Youniverse Seminars, Inc.).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w24"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wolf, Rainer und Wolf, Dorothea (1990)</span></strong>: Vom Sehen zum Wahrnehmen: Aus Illusionen entsteht ein Bild der 		Wirklichkeit. In: Maelicke <strong><span style="color: #ef0000;">1990</span></strong>, 47-74.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w25"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wolinsky, Stephen (1993)</span></strong>: Die alltägliche Trance. Heilungsansätze in der Quantenpsychologie, 		Alf Lüchow, Freiburg i. B. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1991</span></strong>: Trances People Live, Bramble Company, Conneticut).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w26"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wolinsky, Stephen (1994)</span></strong>: Quantenbewußtsein. Das experimentielle Handbuch der Quantenpsychologie, 		Alf Lüchow, Freiburg i. B. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1993</span></strong>: Quantum Consciousness, Bramble Company, Conneticut).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w27"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Wolinsky, Stephen (1995)</span></strong>: Die dunkle Seite des inneren Kindes. Der nächste Schritt, Alf 		Lüchow, Freiburg i. B. (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1993</span></strong>: The Dark Side of the Inner Child. The Next Step, Bramble Company, 		Conneticut).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w28"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Woycza, Peter (1994)</span></strong>: Selfquestions, NLP World, 1/3, 45-60.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w29"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Woycza, Peter (1995)</span></strong>: Maps beyond the Mind, NLP World, 2/1, 35-65.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="w30"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Woycza, Peter (1997)</span></strong>: Living Awareness. Awakening to the Roots of Learning and Perception. 		A Heart-Warming Approach to NLP, Gatesway Books, Bath.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="y1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Yapko, Michael D. (1995)</span></strong>: Essentials of Hypnosis, Brunner/Mazel, New York.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<p><a name="z1"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Zajonc, Arthur (1994)</span></strong>: Die gemeinsame Geschichte von Licht und Bewußtsein, Rowohlt, 		Reinbeck bei Hamburg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1993</span></strong>: Catching the Light. The Entwined History of Light and Mind, 		Bantam Books, New York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="z2"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Zeig, Jeffrey K. (Hrsg.) (1988)</span></strong>: Meine Stimme begleitet Sie überallhin. Ein Lehrseminar mit Milton 		H. Erickson, 3. Auflage, Klett-Cotta, Stuttgart (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1980</span></strong>: A Teaching Seminar with Milton H. Erickson, Brunner/Mazel, New 		York).</p>
<hr size="2" />
<p><a name="z3"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Zerlauth, Thomas (1996)</span></strong>: Sport im State of Excellence. Mit NLP &amp; mentalen Techniken zu 		sportlichen Höchstleistungen, Junfermann, Paderborn.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="z4"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Zimmermann, M. (1993)</span></strong>: &#8220;Das Nervensystem &#8211; nachrichtentechnisch gesehen&#8221;, in: Schmidt, 		R.F. und Thews, G. (Hrsg.): Physiologie des Menschen, 25. Auflage, 		Springer, Berlin und Heidelberg, 176-183.</p>
<hr size="2" />
<p><a name="z5"></a><strong><span style="color: #ef0000;">Zukav, Gary (1981)</span></strong>: Die tanzenden Wu Li Meister. Der östliche Pfad zum Verständnis 		der modernen Physik, Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg (Original <strong><span style="color: #ef0000;">1979</span></strong>: The Dancing Wu Li Masters. An Overview of the New Physics, William 		Morrow and Co., New York).</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/literatur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Ur-Credo-Prozeß im NLP</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/der-ur-credo-prozes-im-nlp/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/der-ur-credo-prozes-im-nlp/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2000 04:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=178</guid>
		<description><![CDATA[Wolfgang Bernard Die bei ihrem erstmaligen Auftreten mit einem Link gekennzeichneten Begriffe werden am Ende des Artikels zusammenfassend erläutert: Schlüsselbegriffe. 1. Die Grund-Idee Jenseits unserer Masken, unserer Gewohnheiten und unseres psychischen Funktionierens befindet sich ein ganz natürlicher Zustand: unsere eigentliche, namenlose Natur. Wenn wir uns dem eigenen Ursprung nähern wollen, sind wir dazu aufgerufen, das, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wolfgang Bernard </strong></p>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<p>Die bei ihrem erstmaligen Auftreten mit einem Link gekennzeichneten Begriffe werden am Ende des Artikels zusammenfassend erläutert: Schlüsselbegriffe.</p>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<h3><strong>1. Die Grund-Idee </strong></h3>
<p>Jenseits unserer Masken, unserer Gewohnheiten und unseres psychischen Funktionierens befindet sich ein ganz natürlicher Zustand: unsere eigentliche, namenlose Natur. Wenn wir uns dem eigenen Ursprung nähern wollen, sind wir dazu aufgerufen, das, was wir als unser &#8220;Ich&#8221; bezeichnen, in Frage zu stellen.</p>
<p>Im Rahmen des NLP verfolgt die Beschäftigung mit und die Arbeit an unseren Glaubenssystemen mehrere Ziele: Sie hilft dabei, sich selbst besser kennenzulernen, psychotherapeutische Arbeit effizienter zu gestalten und das Leben angenehmer zu machen. Jetzt bietet NLP auch die Möglichkeit an, die Grundüberzeugung in Frage zu stellen, aus der alle anderen Überzeugungen und Glaubenssysteme entstehen und welche ich <strong>Ur-Credo</strong> nenne. Sie ist das Geflecht all der Strukturen, aus denen unsere sogenannte Identität gewebt ist. Der Aufbau einer Identität ist unabdingbar, damit wir erwachsen werden und die Gesetze der Gesellschaft erlernen können. Aber während sich unsere Identität formt, entfremden wir uns von unserem tiefinneren Sein, von unserer eigentlichen Natur.</p>
<p>Auf dem &#8220;Markt&#8221; der Persönlichkeits- und der spirituellen Entwicklung kann man heutzutage viele &#8220;Macht-mich-glücklich&#8221;-Techniken finden. NLP unterscheidet sich von den meisten in diesem Punkt: Wer die NLP-Techniken meistern lernt, bekommt nicht nur das Handwerkszeug, um ein erfülltes Leben zu führen, sein geistiges und psychisches Gleichgewicht zu finden und seine Ziele zu erreichen. Er erlernt gleichzeitig viele der mentalen Vorgehensweisen, die er unbedingt für eine Konfrontation mit den tiefsten Tiefen seiner Persönlichkeit, das heißt mit dem Ur-Credo , braucht.</p>
<p>Der Ur-Credo-Prozeß wird im Rahmen einer Seminargruppe durchgeführt. Nach einigen vorbereitenden Übungen assoziiert sich jeder der Teilnehmer mit einem negativen Erlebnis aus seiner Vergangenheit oder mit einer negativen Überzeugung, die er von sich selbst hat. Dann stellt er die Frage: &#8220;Auf was in mir wirft mich das zurück?&#8221; Diese Frage hat er &#8220;richtig&#8221; beantwortet, wenn die Antwort ein noch unangenehmeres Gefühl als das vorherige hervorruft. Hat sich dieses Gefühl dann stabilisiert, wird wieder dieselbe Frage gestellt.</p>
<p>Nach und nach steigt so jeder stufenweise im eigenen Rhythmus in seine ureigene Hölle ab, immer unangenehmeren Gefühlen und Zuständen entgegen. Dadurch, daß jede/r der Teilnehmer/innen die vorher eingeübten NLP-Techniken zur mentalen Kontrolle beherrscht, können sie diese Höllenfahrt jederzeit unterbrechen, sich ausruhen, neue Ressourcen mobilisieren und das innere Gleichgewicht wiederfinden. Ökologische Aspekte sind bei der Anwendung von NLP-Techniken durchweg unabdingbar; bei der Arbeit am Ur-Credo kann man ohne sie nicht ans Ziel, das heißt ans Ende des Prozesses gelangen. Für die meisten Teilnehmer/innen ist es das erste Mal, daß sie sich absichtlich negativen Gefühlen ausliefern, statt sie zu vermeiden. Die Übung wird so lange fortgesetzt, bis die Strukturen der Identität vorübergehend in sich zusammenbrechen und einen Einblick in das vermitteln, was ich <strong>vorsinnliche Wahrnehmung</strong> nenne.</p>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<h3><strong>2. Hier der Erfahrungsbericht eines Teilnehmers:</strong></h3>
<p>Mein Interesse am NLP hat es mit sich gebracht, daß ich mich für dieses NLP-Zusatzseminar, das &#8220;Der Ur-Credo-Prozeß&#8221; heißt, auf Empfehlung von Bekannten einschrieb. Sie waren bereits durch diesen Prozeß gegangen, der uns über unsere Glaubenssysteme hinaus bis an die Wurzeln unserer Identität führen sollte. Mehr als nur ein neues Wissen, mehr als nur eine neue Enthüllung, berichteten sie von einer unglaublichen Art und Weise des Sicherlebens, in dem sie sich gleichwohl sehr gut wiedererkennen konnten.</p>
<p>So fand ich mich dann als Teilnehmer an diesem Seminar wieder, bei dem es um mein &#8220;Ich&#8221; ging. Und insbesondere um das Ur-Credo, das ursprünglichste aller Glaubenssysteme, das sich in jedem menschlichen Wesen während der frühen Kindheit entwickelt. Es ist unabdingbare Voraussetzung für das Entstehen von Individualität, von Egobewußtsein, und wird zum harten Kern der <strong>trennenden Identität.</strong></p>
<p>Es schien zunächst nur um eine Erforschung meiner Persönlichkeitsstrukturen zu gehen. Daraus wurde jedoch ein &#8220;Abstieg in die Hölle&#8221;, der es mir ermöglichte, für immer verschüttet geglaubte Gedanken und Gefühle zu entdecken. Die während der NLP-Ausbildung erlernten mentalen Unterscheidungs- und Entschlüsselungsfähigkeiten kamen mir dabei sehr zu Hilfe. Ich kam in Kontakt mit emotionellen Kräften, die ich als neu und nie dagewesen erlebte; Pausen zum Auftanken und zum <strong>Ökologiecheck </strong>wurden schnell unabdingbar. Eine Art vierdimensionales Körperbewußtsein stellte sich ein, begleitet von einer erstaunlichen Tiefe der inneren Zustände sowie von einer Metabetrachtung, die es mit sich brachte, daß ich das Erlebte von einer immer feiner werdenden mentalen Dissoziation aus betrachtete. Und all dies erzeugte paradoxerweise in mir eine &#8220;heilige Wut&#8221;, doch bitte verstehen zu wollen, was hier eigentlich passiert. Als es bis an die Grenzen der emotionalen Belastbarkeit ging, schien mein Intellekt Schaden zu nehmen. Eine Art Kurzschluß im vernunftbestimmten Bereich meines Seins ließ zunächst Widerstände gegen das Fortführen der Übung in mir aufkommen, die dann zu regelrechten inneren Aufständen wurden. Der Eindruck entstand, daß die Grundlagen meiner Intelligenz, der inneren Logik meines Erlebens, die perfekt auf den Ablauf meines Lebens abgestimmten Erklärungen den Bach runtergingen.</p>
<p>Dann, nach zwei Tagen und einer Nacht, in der ich kaum geschlafen hatte, erreichte ich diesen &#8220;Wahrnehmungszustand, den der Leiter als &#8220;vorsinnliche Wahrnehmung bezeichnet. Ich war einfach nur da, auf einer kleinen Matratze sitzend, und staunte&#8230; über die Qualität meiner Wahrnehmung. Eigentlich unmöglich, es zu beschreiben: eine nicht ausmachbare Bewußtheit des Bewußtseins. Bewußtsein, außerhalb von Gedanken zu existieren.</p>
<p>Jedenfalls keine Gedanken mehr, kein innerer Dialog mehr, kein Nachdenken, kein Schlüsseziehen mehr, kein Auffüllen des Bewußtseins mit Worten. Und dies war ganz selbstverständlich und natürlich. Außer wenn ich denken wollte; dann erschienen Gedanken, aber sie waren reduziert auf ihre Funktion inneren Theoretisierens. Keinesfalls waren sie ein Erleben der Realität.</p>
<p>Es wurde sonnenklar: es gibt kein Erleben im Bereich der Gedanken. Nur die Idee des Erlebens. Der Durchbruch zu einem nichtintellektuellen Verstehen: Das &#8220;Lesen&#8221; dessen, was um uns und in uns passiert, findet in jedem Augenblick &#8220;life&#8221; statt, und zeitlich gesehen vor allem Lernen und vor der Anwendung von Gelerntem.</p>
<p>Die Identifikation mit einem Teil von mir, mit einer einzigen Funktion meines Seins, dem Denken also, erschien mir verrückt. Und gleichzeitig belanglos.</p>
<p>Ich verstand, worum es bei dieser besonderen Anwendung von NLP ging: um eine andere Dimension als die der persönlichen Bequemlichkeit. Eine Freiheit zu erleben, die sich jenseits von Glücklichsein befindet. Zu einem Seinszustand zu gelangen, der sich hinter den Identitätsstrukturen befindet. Oder zumindest die Mechanismen ans Tageslicht zu befördern, welche mein Ego, meine Identität aufrechterhalten, all das also, was es mir unmöglich macht, die &#8220;alles verbindende Struktur wahrzunehmen, von der Gregory Bateson, einer der Vorreiter von NLP, spricht. &#8220;Betrachten wir NLP aus der Perspektive der vorsinnlichen Wahrnehmung, so bietet es ideale Techniken, um die Mikrostrukturen dieses Syndroms zu erforschen, welches uns den anderen als von uns getrennt sehen läßt, und welches uns daran hindert, das Leben und alles Existierende als einen lebenden, beseelten Prozeß wahrzunehmen, in dem alles mit allem verbunden ist. (aus: Wolfgang BERNARD, In sich hinausgehen &#8211; Mit NLP zum Ur-Credo)</p>
<p>&#8220;Die Landkarte ist nicht die Landschaft; Begriffe sind nicht das, worüber wir sprechen. Hinter diesen einfachen Worten von Alfred Korzybski, Begründer der &#8220;General Semantics und ein weiterer Vorläufer von NLP, versteckt sich eine lebbare Evidenz, die sich unmittelbar auf das Nichtnennbare, auf das Nichtgetrenntsein bezieht. Wir &#8220;lesen die Geschehnisse des Moments mit unseren Sinnen, die weit davon entfernt sind, all das wahrzunehmen, was existiert, und die noch weniger dazu imstande sind, das wahrzunehmen, was nicht existiert. Unsere fünf Sinne &#8211; ebenso wie unsere Meinungen, unsere Urteile und unsere Überzeugungen &#8211; sind Wahrnehmungsfilter und erschaffen Vorwegannahmen und Vorurteile. Gleichzeitig glauben wir felsenfest, daß wir den anderen und die Umwelt so wahrnehmen, wie sie wirklich sind, nämlich so, als ob wir sie ungefiltert wahrnähmen. Diese von Grund auf irrige Vorannahme führt automatisch zu &#8220;Lesefehlern&#8221; und verhüllt uns vor allem eine &#8220;unerträgliche Wahrheit: Die Landschaft (die eigentliche Natur der Dinge und der Menschen) bleibt für immer unfaßbar. Unerträglich und unzugebbar, solange wir nicht die Grenzen unserer Identität gesprengt haben. Nur der existentielle Zugang (die Dimension jenseits von Repräsentationen, jenseits von Glaubenssystemen und frei von jeglicher Be-ur-teilung, d.h. ohne jegliche Filterung) zum Unnennbaren, zum Nichtverstehbaren, kann uns das Mysterium des Lebens enthüllen. Dies ist es, was Freiheit bedeutet, aber hier im Sinne von Befreiung von sich selbst: es akzeptieren, sich aufzugeben (im eigentlichen Sinne und nicht emotionell), alles loszulassen. Angefangen mit allem Wissen, allem Angehäuften, allen Repräsentationen. Vom Wissen &#8211; das nur allzuoft rein enzyklopädisch ist &#8211; überzugehen zum Hier und Jetzt, das sich voll bewußt in jedem Moment lebt. Das Erleben einer zweiten Geburt, der des &#8220;essentiellen Wertes&#8221; (*): der staunende und ungläubige Erforscher des unaufhörlichen Lebensspiels zu werden: des Lebens, wie es ist. Und nicht des Lebens, wie ich es gerne hätte.</p>
<p>Die Dimension der vorsinnlichen Wahrnehmung wird für den, der die Freiheit sucht, eine exemplarische Validierung dessen, was er schon seit jeher ahnte.</p>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<h3><strong>3. NLP-Techniken im Ur-Credo-Prozeß</strong></h3>
<p>Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Streben nach Glücklichsein und der Suche nach Sinn. Die meisten Menschen, die sich existentielle Fragen stellen, tun dies, weil sie sich nicht wohl in ihrer Haut fühlen. NLP bietet eine Menge praktisch-therapeutischer Möglichkeiten an, die Ordnung ins persönliche Leben bringen und geht noch darüber hinaus, indem es dem einzelnen eine hohe psychologische Lebensqualität ermöglicht. Was mich anbetrifft, so hatte ich seit meinem zwanzigsten Lebensjahr ein großes Verlangen danach, in die Mysterien des Lebens und des Todes einzudringen. NLP hatte mich dieser Suche ein großes Stück näher gebracht, weil es dazu beigetragen hatte, Ordnung in mein psychisches leben zu bringen, was es mir in der Folge ermöglichte, die Strukturen zu erforschen, die mir die Wahrnehmung der Seinsgeheimnisse unmöglich machten. Die Art und Weise, wie ich heute NLP lehre, trägt meinem eigenen Erleben Rechnung. Deshalb biete ich Ausbildungen an, in denen die Teilnehmer die Mechanismen erforschen können, die die alles vereinende Wahrnehmung verhindern, die ich &#8220;vorsinnliche Wahrnehmung nenne. Wir können nichts dafür tun, daß sie sich wieder einstellt, aber eine NLP-Ausbildung in der Perspektive der vorsinnlichen Wahrnehmung kann dazu beitragen, daß wir uns der Strukturen bewußt werden, die den Kern unserer Identität ausmachen und die ich zusammenfassend &#8220;Ur-Credo getauft habe. Es ist die Basis allen emotionalen und mentalen Erlebens.</p>
<p>Sich auf die Suche nach verschütteten Glaubenssystemen zu begeben ist Teil jeder NLP-Ausbildung. Wir finden dabei heraus, daß unser Leben von einer Vielzahl unbewußter Überzeugungen quasi ferngesteuert wird. Als ich die meisten von ihnen ausgegraben hatte, bin ich mir nach und nach bewußt geworden, daß sich hinter all diesen versteckten Glaubenssystemen noch ein weiteres Glaubenssystem ganz anderer Qualität befindet, welches dazu da ist, das, was wir unsere Identität nennen, aufrecht zu erhalten: das Ur-Credo. Es war eine regelrechte Detektivarbeit, wobei zu bemerken ist, daß das Ur-Credo alles daran setzt, unentdeckt zu bleiben. NLP-Methoden waren mir bei diesem Unterfangen von besonderer Hilfe.</p>
<p>Der Zugang zum Ur-Credo ist im Prinzip jedem zugänglich. Nur sollte man wissen, daß das Ausgraben des Ur-Credos ein Unterfangen ist, das man mit einer Expediton in völliges Neuland vergleichen kann. Es erfordert eine noch bessere Vorbereitung, einen noch größeren Einsatz, noch mehr Vorsicht und noch mehr zielgerichtetes Vorgehen als Expeditionen. Das Ziel ist unsere ureigenste innere Natur.</p>
<p>Sich auf den Weg zu seinem Ur-Credo zu machen erfordert insbesondere eine gewissenhafte mentale Vorbereitung, da wir den Sinn in Frage stellen, den wir bis dahin unserem Leben gegeben haben. Eine NLP-Ausbildung kommt diesen Anforderungen fast in allen Punkten nach, außer einer, der wichtigsten: die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Wenn wir die Fundamente unserer Identität offenlegen, erlauben wir uns gleichzeitig, uns einem unbeschreiblichen Schmerz auszuliefern. Die Intensität dieses Schmerzes geht über alle körperlichen und seelischen Schmerzen hinaus, die wir je in unserem Leben erfahren haben. Es kann sein, daß wir an einen Punkt kommen, an dem wir zugeben müssen, daß wir unserer ganzes Leben dahingehend eingerichtet haben, diesen alles durchtrennenden Schmerz nie mehr wieder zu fühlen; diesen Schmerz, den wir schon einmal in unserer Kindheit erlitten haben, und der es uns erst ermöglicht hat, uns eine (trennende) Identität zu schaffen. Nur eine immense Ehrlichkeit uns selbst gegenüber erlaubt es uns, immer weiter in den Abgrund einzudringen, der sich während dieses Unterfangens vor uns auftut. Folgende aus dem NLP-Repertoire stammenden Techniken zur mentalen Kontrolle haben sich als besonders hilfreich erwiesen:</p>
<ul>
<li>-      &#8220;So tun als ob&#8217;&#8221;: eine Art mentale Gymnastik, die es ermöglicht,      einen Gedankenablauf oder einen inneren Zustand augenblicklich zu unterbrechen      und durch einen anderen zu ersetzen;</li>
<li>- &#8216;sich      assoziieren&#8217; und &#8216;sich dissoziieren&#8217;: mentale Vorgehensweisen, die uns die      Wahl erlauben, entweder im Geschehen zu sein (assoziiert), oder die Rolle      eines Beobachters einzunehmen (dissoziiert);</li>
<li>- sich      jederzeit augenblicklich mit angenehmen inneren Zuständen assoziieren und      von unangenehmen inneren Zuständen dissoziieren können;</li>
<li>-      innere Zustände (angenehme und unangenehme) voneinander abschotten, um      willentlich vom einen zum anderen überwechseln zu können;</li>
<li>-      innere Vorgänge handhaben, ohne sich Schaden zuzufügen, das heißt: mit der      eigenen Psyche ökologisch umgehen;</li>
<li>- in      der Lage sein, mit den verschiedensten Unannehmlichkeiten und mit heftigen      Widerständen in sich selbst umzugehen, was insbesondere bei der      Konfrontation mit negativen unbewußten Überzeugungen eine Rolle spielt.      Dabei ist es besonders wichtig, jederzeit einen wenn nicht angenehmen, so      doch neutralen inneren Zustand herstellen zu können;</li>
<li>- in      der Lage sein, den schrittweise ablaufenden Prozeß des In-Frage-Stellens      seiner selbst autonom zu handhaben und eigenverantwortlich zu handeln. Die      Gruppenmitglieder, die am Ausgraben ihres jeweiligen Ur-Credos gemeinsam      arbeiten, helfen und begleiten sich gegenseitig, aber jeder einzelne      bestimmt für sich selbst, wie weit er dabei gehen will;</li>
<li>-      seinen essentiellen Wert erkennen.</li>
</ul>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<h3><strong>4. Nachbereitung</strong></h3>
<p>Das Ur-Credo im Rahmen eines Seminars aufgespürt zu haben ist ein guter Anfang. Danach gilt es, im täglichen Leben ganz besonders wachsam in bezug auf all seine Erscheinungsformen zu sein. Solange wir nicht dauerhaft in der vorsinnlichen Wahrnehmung leben, wirkt das Ur-Credo ständig unter der Oberfläche weiter. Wenn wir handeln oder denken, so tun wir das immer mit der Idee im Hintergrund, daß wir mit einer Identität ausgestattet sind, deren Wahrnehmung sich dadurch auszeichnet, daß sie alles in Du-Ich- oder in Ich-Umwelt-Kategorien einordnet. Das Ur-Credo ist wie ein Filter, der sich zwischen die vorsinnliche und die sinnliche Wahrnehmung schiebt. Gehen wir einmal davon aus, daß die sinnliche Wahrnehmung, die ja immer einen Unterschied macht zwischen dem Wahrnehmer und dem Wahrgenommenen, nicht die einzig mögliche ist. Wenn ich mich also aufmache, eine Wahrnehmungsweise zu finden, die diese Trennung nicht mehr in sich trägt, muß ich zunächst einmal erforschen, wie ich diese Trennung in mir schaffe. Dazu ist es notwendig, daß ich mich so oft wie möglich unter die Lupe nehme, und ganz besonders in schwierigen emotionalen sowie in Konfliktsituationen: Wie reagiere ich, wenn ich feststelle, daß ich betrogen worden bin? Wenn ich von jemandem angegriffen werde? Wenn die Dinge gar nicht so laufen wollen, wie ich es mir vorstelle? Wenn ein naher Verwandter gestorben ist oder schwer erkrankt ist? Wenn ich herausfinde, daß mein Lebenspartner mich seit drei Jahren betrügt? Welches sind die Ängste, die ich verdränge, damit ich mich nicht mit ihnen zu konfrontieren brauche? Die Beobachtung solcher emotionaler Reaktionen bringt das dauernde, unter der Oberfläche schwelende Unwohlsein nach und nach zum Vorschein: das Unwohlsein des Ur-Credos, aus dem alle anderen &#8220;Unwohlseine&#8221; entstehen. Sich seines Ur-Credos bewußt werden zu wollen bedeutet: es ohne Selbstmitleid aufzudecken, anstatt es immer wieder zu verdrängen.</p>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<h3><strong>5. Zusammenfassung</strong></h3>
<p>Diese Art der Arbeit an sich selbst hat nur Sinn, wenn sie in die Suche nach dem Lebenssinn eingebettet ist. Das Streben nach Glück befindet sich nicht auf derselben logischen Ebene wie die Suche nach dem Absoluten; dem Glück nachzulaufen ist eine der Eigenschaften der Identität auf der Suche &#8230; das Unwohlsein zu vermeiden. Sich mit dem Ur-Credo zu konfrontieren bedeutet nicht, sich mit einem temporären Mißgeschick auseinanderzusetzen. Es handelt sich um die Begegnung mit dem &#8220;Un-glück&#8221; der Trennung. Solange wir nach Glück streben, werden wir immer wieder von Gut nach Schlecht, von Angenehm nach Unangenehm und wieder zurück geworfen. Durch das Vermeidenwollen des einen und das Verlangen nach dem anderen vergeht uns die Aufmerksamkeit für die Fülle und den Reichtum jedes Augenblicks.</p>
<p>Zuletzt sei noch darauf hingewiesen, daß die Arbeit am Ur-Credo keinesfalls als therapeutisch einzustufen ist. Es geht nicht darum, die Identität zu reparieren, sondern sie aufzulösen.</p>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<h3><strong>6. Schlüsselbegriffe</strong></h3>
<p><strong>* Essentieller Wert</strong></p>
<p>Dieser Ausdruck weist auf die jedem von uns innewohnende Einzigartigkeit des persönlichen Seins sowie all seiner Ausdrucksformen hin. Ihn zu entdecken heißt, ein verborgenes, geheimes Heiligtum in sich zu berühren. Er ist nicht zu verwechseln mit Begriffen wie: Moral, Ethik, Tugend, deren Bedeutung je nach Kultur variiert.</p>
<p><strong>* Glaubenssyteme</strong></p>
<p>Glaubenssyteme sind konstituierende Elemente unseres Ich- oder Identitätsbewußtseins. Identität lebt davon, Überzeugungen, Meinungen und Ansichten über jemanden oder etwas zu haben, Personen oder Ereignisse zu beurteilen oder an etwas oder an jemanden zu glauben. (Meist unbewußte) Überzeugungen bestimmen über Erfolg oder Mißerfolg unserer Unternehmungen. Da Grundüberzeugungen unser Ichbewußtsein, und damit den Sinn, den wir unserem Leben geben, aufrechterhalten, sind wir im allgemeinen nicht gewillt, sie in Frage zu stellen.</p>
<p>Gesellschaftlich anerkannte, durch wissenschaftliche Erkenntnisse anscheinend &#8220;gesicherte&#8221; Postulate sind auch Glaubenssyteme. Sie kranken jedoch meist an dem Irrtum, daß die beobachteten Phänomene für die Wirklichkeit gehalten werden &#8211; ohne in Betracht zu ziehen, daß eine Veränderung im Prozeß des Beobachtens die zunächst gezogenen Schlußfolgerungen zunichte machen kann. (Wir glauben seit ein paar hundert Jahren, daß sich die Erde um die Sonne dreht. Aber wer sagt uns, daß nicht eines Tages eine andere Betrachtungsweise des Universums eine wiederum modifizierte Sichtweise, und damit auch wieder ein neues Glaubenssytem hervorbringt?)</p>
<p><strong>* Ökologiecheck</strong></p>
<p>Dieser besteht darin, sich vorab eventueller unerwünschter Nebenwirkungen bewußt zu werden, die durch Verhaltens-und Einstellungsänderungen bei sich selbst oder im eigenen Umfeld auftreten könnten. Die angestrebten Veränderungen werden dann gegebenenfalls modifiziert, bis keine negativen Konsequenzen mehr zu erwarten sind. Diese Vorgehensweise ist ein wichtiger Bestandteil jeder NLP-Ausbildung.</p>
<p><strong>* Trennende Identität</strong></p>
<p>In der frühen Kindheit erschaffenes, mentales Konstrukt, das bewirkt, daß sich der Mensch als vom anderen und von der Umwelt getrennt erlebt. Sie öffnet dem Kind den Zugang zur Fähigkeit der Repräsentation und zu all dem, was für ein Leben in der Gemeinschaft notwendig ist. Für den Erwachsenen hingegen wird sie das Haupthindernis, wenn er sich seiner Ursprünge erinnern will und seine Erfüllung anstrebt.</p>
<p><strong>* Ur-Credo</strong></p>
<p>Das Ur-Credo ist der Grundbaustein unseres (immer auf wackligen Fundamenten gebauten) Ichbewußtseins. Es entwickelt sich in der frühen Kindheit. Aus ihm erwächst das, was wir im allgemeinen als &#8220;Psyche&#8221; bezeichnen. Sein Vorhandensein ist Voraussetzung für die Fähigkeit zur Repräsentation (z. B. Worte und Zahlen, Zeit und Raum, Kriterien und Überzeugungen, Gedächtnis und Erinnerungsvermögen) sowie für all das, was &#8220;soziale Verhaltensstrategien&#8221; genannt wird. Im Erwachsenenalter, wenn das Ichbewußtsein seinen Reifezustand erlangt hat, wird das Ur-Credo zum Haupthindernis für eine weitere mögliche, über die trennende Identität hinausgehende Entwicklung.</p>
<p><strong>* Vorsinnliche Wahrnehmung</strong></p>
<p>Es handelt sich um die Wahrnehmung unseres Ursprungs und all dessen, was aus ihm in jedem Moment erwächst. &#8220;Vorsinnliche Wahrnehmung&#8221; ist ein Ausdruck für das Unausdrückbare: die Dimension der ungefilterten Wahrnehmung, die alle Phänomene, wahrgenommene und nicht-wahrgenommene, existierende und nichtexistierende, vereint. Wir sind mit ihr geboren worden und mußten sie vergessen, um unser Ichbewußtsein, unsere Identität, entwickeln zu können. Durch gezielte Vorgehensweisen können wir den Boden bereiten, diese in Vergessenheit geratene, alles miteinander versöhnende Wahrnehmung in uns wiederzuentdecken.</p>
<div>
<hr size="2" />
</div>
<p><strong>Literatur: </strong></p>
<ul>
<li>Wolfgang Bernard: In sich hinausgehen &#8211; Mit NLP zum Ur-Credo, Verlag VAK, 1996.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/der-ur-credo-prozes-im-nlp/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview with Robert Dilts</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/interview-with-robert-dilts/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/interview-with-robert-dilts/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2000 04:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=169</guid>
		<description><![CDATA[Aug. 30 1997, by Greta Mildenberg, Roger Vaisey, and Maren Franz © 1997 Greta Mildenberg, Roger Vaisey, and Maren Franz, Institut für Systemisches NLP Hamburg Question: What is your vision for the newly formed Global Trainers and Consultants Network? (GTC) Robert: The vision for GTC is to have a global network of people who are [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aug. 30 1997, </strong>by <strong>Greta Mildenberg, Roger Vaisey, </strong>and <strong>Maren Franz</strong></p>
<hr />
<table>
<tbody>
<tr>
<td></td>
<td></td>
<td>© 1997 Greta Mildenberg, Roger Vaisey, and Maren Franz, <a href="http://home.t-online.de/home/Dr.Maren.Franz/index.htm">Institut für Systemisches NLP Hamburg</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr />
<p><strong>Question</strong>: What is your vision for the newly formed <strong>Global Trainers and Consultants Network</strong>? (GTC)</p>
<p><strong>Robert</strong>: The vision for GTC is to have a global network of  people who are trainers but also consultants and also sponsors. I think a  lot of the emphasis in NLP has been on trainers and that has been great  but has lead to some of the problems in NLP where people go out and  train, but you can&#8217;t train without sponsors, without material to be  developed. Its a little like music. You can have musical performers yet  if there are no composers and organizations that promote or sponsor, it  doesn&#8217;t get out there. Some of these areas have been the blind spots or  weak links in the dissemination of NLP.</p>
<p>So the idea of the Global Training and Consultancy Community is  that beyond the Master Practitioner level, it&#8217;s not OK to just do more  and more NLP practitioner programs, and to get into competition with  people who used to be your friends. My belief and my experience is that  there is so much more for NLP to do than it has done and if we can have a  network and community of people who can share that, then the  opportunities to bring NLP to the world and to expand the applications  of it can increase exponentially. So one of the visions for it is, that  there is an expediential expansion of the ways that NLP is taught, used  and applied in the world.</p>
<hr />
<p><strong>Question</strong>: Would you say something on how you see NLP <strong>expanding more in the world</strong>?</p>
<p><strong>Robert</strong>: One of the things we do in the Advanced Training is  to have people not only work on presentation skills of what we already  know about NLP, but that they also work on developing their own  applications.</p>
<p>There is a little bit of history to that that comes from Todd  Epstein and I. In 1982 there was a lot of fallout when Bandler and  Grinder were splitting up and people were already at that time beginning  to bicker over Practitioner Training. So we set up the Dynamic Learning  Center as a way of applying other applications of NLP, in learning, in  business and in all kinds of areas. So what I envision is people  starting with 1 to 3 day programs or consulting applications that  explore or manifest a particular application of NLP, that could range  from team building to leadership development at a number of different  levels, to areas of healing, and spiritual healing. I mean there are  just so many different possibilities. I could go on for ever about how  many things could be done and have just not been done so far in NLP. If  we think that phobias and allergies are the epitome of what can be done  with NLP then that is pretty short sighted. There is the whole area of <strong>transcultural abilities</strong> and <strong>skills of creativity and innovation</strong> that is so important not only for people in companies but also for individuals.</p>
<p>So to me as I see it, there are applications that are as diverse,  as the different people that are attracted to NLP. I was just even  thinking about this as I was looking at the people in our Practitioner  group at NLP University. The difference in age, country and background  of a pretty small group of people in a way was quite remarkable, yet  what was obvious was that they shared something together. There was a 20  year old musician from New York, a 60 year old Japanese business man  and they are sharing the same kinds of language, the same kind of  frames, the same kinds of tools and I really think that these are same  of the things that NLP can bring to the world. So what the idea of the  GTC is to create an opportunity for that. and in terms of the background  of the GTC it is that to a certain degree we are attempting to model  the Health Community Training.</p>
<p>The idea of the GTC is that there would be a post Master training,  an investment that people put in, to really go deeply into work with  health and healing, that we should have a directory, a newsletter, a not  for profit organization and to do this in all sorts of different places  all over the world. And what happens is that although people are very  geographically spread out, they all share a similar mission, a similar  vocabulary, a similar set of tools and that allows us on the one hand to  be able to make referrals to people who call in, because I know I get  requests all the time that my schedule is too saturated to be able to  fulfill whether it before someone who needs health work, or for some  kind of training or for some kind of consulting with a company, so  that&#8217;s part if it.</p>
<p>There is another part that is a little bit difficult to describe in  words because its more of a sense that there is a solidity that comes  when you, for example, when we had these health certification trainings  that finished in Denmark, Germany, Brazil and the US, there was a  feeling, that there was a &#8220;We &#8220;around the world that was much more than  just here are some Brazilian people that have just finished some new  certification program. It&#8217;s rather &#8220;Now we are part of something and  that something has substance.&#8221; And that for me is what the GTC is all  about.</p>
<p>There are same other goals for the GTC. I think that a lot of the  existing NLP applications and models are very American in their approach  and I have the opportunity to travel around the world and see what  people do, in different parts of the world with NLP and how what unique  things are coming out of Germany or Brazil. I would like the opportunity  for these things to be able to be spread rapidly a kind of NLP  internet. But one of the things that bothers me about the internet is  the chatter, meaning the superficial is as much present as the  meaningful, the sustenance. So part of the idea of the GTC is to build  this <strong>NLP network</strong> starting on a foundation of people who have had a  real commitment to NLP and we have just finished as you well know, our  first group and the people who were in that group are people who have  been in NLP for literally years. Maybe there are a few people who  started and progressed very rapidly. I think the thing for me that was  very profound about many of the people is that they have made 5 or 6 or  even 10 year commitments and that is very important for me.</p>
<p>Its about building the community on a foundation of people around  those who have all shared, not only the tools if NLP etc, but also a  really strong commitment and that for me is where you get the quality  control. One of the things that all people who are trainers or have any  professional interest in NLP in the world, clamor for is something like  quality control, credibility, integrity. But the kind of things people  have done to accomplish that are sort of policing organizations or  arbitrary standards and as I think in true NLP fashion the best way to  do that is through role models is to have an opportunity and to have a  place, a network that is built and designed and cocreated by people who  share that commitment. And that&#8217;s what I dream and feel that we have the  opportunity to do with the GTC.</p>
<p>To wrap up at least the first answer, another part of that vision  is that we will have not only the people but also the instruments to  keep them together and events and structures that give people an  opportunity to contribute into this global network, so that somebody in  Singapore for example can create a vision program and get out to someone  in Brazil or Germany or Scandinavia or all over the US. So that it  doesn&#8217;t just come from one source. My strong belief and again my  experience, having been around NLP as long ashave, is that there is a  creativity that comes from that, that you will see innovations and  developments in NLP the likes of which have not been seem before,  because there will be that kind of cross fertilization. But in a strong  way it won&#8217;t be chaotic and just dispersed and diffused. It will be for  people who care about it, who have the ability to assess the depth of  something. That&#8217;s why a lot of the training we have been doing that goes  into that, has been focused on assessment and how do you really know  that something works. How can you tell that somebody has done something  with a particular thing?</p>
<hr />
<p><strong>Question: </strong>What benefits will there be for trainers in the  directory, and what benefits will there be for organizations that use  trainers in the directory?</p>
<p><strong>Robert</strong>: Well, certainly for trainers in the directory  firstly, the most important benefit is that they will be listed and  grouped together with people who have the highest level of training  reputation and quality in the field.So it&#8217;s a kind of &#8220;Who&#8217;s Who &#8221; of  NLP. So there is a credibility of reputation that will come from being  in the directory.</p>
<p>Also the kind of things we are asking of people to be in the  directory is going to relate to what kind of specialities they have so  that there is not just this homogeneous NLP trainer, or mythical NLP  Trainer, but people who have particular areas, who are doing projects,  who also have a history of working. They will get known to other people  in the field. I don&#8217;t know how many times for example it happens to me  that I am in let&#8217;s say Berlin or Paris and somebody goes &#8220;Oh you know we  are doing, my company is doing&#8221; they get a hit of NLP, and they get  enthusiastic and excited, and they say &#8221; Do you know someone who is  doing this? &#8221; and I go &#8221; Yeah, well yes I&#8217;m sure there&#8217;s somebody around  here, ummmm who is it Where do they live ? What was their last address?  There&#8217;s this perfect person, but what is there professional name&#8221; and  so on and so on. So that having that directory will start to crate the  possibility of the right person being linked to the right opportunity at  the right moment. Its like a resource guide. Also, the directory will  not only be an paper but also on disc and on the internet. So the other  thing is that in a few months it will be on the internet in a way that  people can access it from any part ton the world. And that is another  benefit. All the things we have been doing in this past year we have not  just thought of in in terms of a booklet, but something on the internet  and it will be updated regularly. And we are looking for ways that  people will be able to update their own addresses. You would have your  own password. I don&#8217;t know how that would work as yet.</p>
<p>The other benefit too is for people just knowing that they are part  of a community. We have finished this first training with about 40  people. There is one in the UK of about 60 people. There is going to be  one finishing in Berlin of between 60 or 70 people. So in a very short  order, say 6 months there will be 150 people. And that&#8217;s enough to make a  community, that&#8217;s all over the world, spread from Asia to South Africa.  People that are coming to these different programs of course there will  be fairly large concentration in Europe and the US. But that just  serves to build the community. And one of the things we know and this is  important, because it is one of the things we stress in the advanced  trainings and are part of the requirement of getting into the community,  is that these are people that are committed to networking, to working  together, to doing interesting projects and for creating things. So its  not just &#8221; Oh, I will have to look who my competitors are&#8221; but to really  use one and other as resources and there are people who are committed  to doing that and there are people in this GTC that are doing big  projects, that are already looking for different kinds of other people  to help them. And I think it will open the doorway for a new way of  people working together in the NLP field.</p>
<p>We need a place for there to be a community and it used to be and  still is for people to attend seminars. There was a while when there was  some conferences, but I think conferences and some of the associations  that did those conferences have changed or transformed and conferences  sort of came and went as an opportunity. So we are really looking for  something whose purpose is to create community, and not just where the  accidental byproduct is to create community. So I think that is another  benefit for being on the directory. Now the benefits for the  organisations or companies who use this are that again they will be able  to target people who have the background, expertise, interest or  mission in areas and skills, so it&#8217;s not just flipping a coin and saying  &#8221; Oh this person has a certificate, maybe they&#8217;ll do.&#8221; a sort of hit  and miss. But the idea of having a directory is that its going to give a  lot of information about the person and again the best analogy is how  the Health Directory has worked. We have a picture, a mission statement,  the background, the degree, languages you know, all that people have,  all the relevant information that you need and there have been times for  instance, I can remember a couple of months ago, somebody this is the  analogy to the health directory somebody called from Porto Alegre which  is in Brazil. They had just found that a close relative or somebody had  cancer and they wanted to know who could help. What we could then do was  to open this directory pick out a few pages of people who seemed to fit  the profile, faxed them of course on the GTC we will have it on email  and internet faxed them these pages and they could make a decision right  away. They were able to get help that could really make a difference in  a timely way to this person who needed help. That&#8217;s the kind of vision  of it. Its timely, its targeted and its with people who can be  guaranteed to have a degree of skill and commitment. That&#8217;s the idea,  not just that somebody has a little certificate on the wall . Its has a  picture. You can see them , it tells you something about their mission,  their history, something about their specialities. the kinds of things  we want to put in the directory are the sorts of things we need to know  in order to refer somebody into a job that we couldn&#8217;t do whether its a  training job or consulting job.</p>
<p><strong> </strong></p>
<hr />
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Question</strong>: These sort of jobs get more as people understand the benefits.</p>
<p><strong>Robert</strong>: Yes and I think there is the issue of fighting over a  particular slice of the pie, or making a bigger pie and certainly the  goal and vision of GTC is to create a bigger pie. One of my analogies is  the US stock market where it just keeps getting bigger and you jeep  getting a bigger pie because you&#8217;ve got a synergy you are actually  creating something more than it used to be. Its not like you are over  using a limited resource. You are actually creating more resources  rather than taking advantage of or using up a resource. And so ecology  is one of the really important values of this.</p>
<p><strong> </strong></p>
<hr />
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Question</strong>: What steps does someone who wants to become a GTC trainer have to take?</p>
<p><strong>Robert</strong>: The first steps are to complete their basic NLP  training and hopefully, by the way, as people who are members of the GTC  members and know that they have that quality. At this point as there  are a lot of good trainers who are not in the GTC or who don&#8217;t have that  opportunity, I wouldn&#8217;t want to say that people should limit themselves  to that. But part of one of the benefits of it is that people can get a  referral. I would say that people should complete their basic training  and then there is the GTC base courses. One in the UK, one in Berlin and  one here at NLPU, and I&#8217;m sure there will be more in the future. Part  of the idea of setting these up is like a setting up the health  community training. We have them in a enough places. People who are  committed can go there. So there&#8217;s NLP University 400A and B course&#8217;s  and thats part of getting into the GTC. Now there will be other courses  that will provide possibilities and we will be establishing these and  announcing these and I know we will be doing 400A and B next summer in  98. And then again I&#8217;m hoping there will be places around the world  which will make more opportunities.</p>
<hr />
<p><strong>Question</strong>: I would like to ask two questions not necessarily  related to GTC. One is that you are known as being at the cutting edge  of NLP. <strong>What is on that cutting edge right now?</strong></p>
<p><strong>Robert</strong>: Well I think there are some things that are obvious and somethings that are less known.</p>
<p>One thing that is on the cutting edge of NLP is the book that just came out called Tools of the Spirit, and I think that the <strong>integration of NLP and Spirituality</strong> is certainly at the cutting edge of NLP and a necessary growth of NLP.  For too many years it was absolutely dumbfounding to me that for so many  years people would say the NLP didn&#8217;t have anything to do with  spirituality and yet the title of NLP Vol.1 is &#8220;The study of the  structure of subjective experience,&#8221; saying&#8221; well if spiritual is a  subjective experience how could it not be part of NLP.&#8221;</p>
<p>Secondly for anybody who has a commitment with any sense of vision  or mission, they have something spiritual that goes to that level of  depth. Everybody that I know and admire in NLP and again whether they  call that spiritual or not, that is an element that attracts me to those  people.</p>
<p><strong> </strong></p>
<hr />
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Question</strong>: I don&#8217;t know, Robert if you know that in 1988  Ragini Micheals came to Poona to see Osho and he got to know NLP. He  said that he wanted his people trained in this. He clearly saw about the  understanding of subjective reality that it is not body and no mind,  it&#8217;s one.</p>
<p><strong>Robert</strong>: Yes. Its kind of a funny thing because it seems as  if it should be the most ancient thing and in a way it was the starting  point of NLP. But its taken this long to become the leading edge of it  again. I think that is how it is. Also other explanations of the so  called higher logical levels, Identity; I mean a lot of NLP techniques  are what we would call changes in behavior, changes in abilities and as  we move on to get into deeper levels of change, more pervasive, more  long lasting and ecological levels of change, there have to be changes  at the level of identity and spirit.</p>
<p>Some other things that are at the leading edge of NLP are some of  the things that we started this year the leadership conference which to  me has a very close interrelationship with GTC, you know the idea of  getting NLP trainers and leaders together and looking into the future  and building a vision that we follow together, in the spirit of  cooperation, in the spirit of community and of mutual development. To me  that is a leading edge that is so leading edge that I can&#8217;t yet see  where it is going. But again it is a funny thing to say that the leading  edge of NLP is at the area of cooperation and working together rather  than individualistic power and personal mastery which is all part on  NLP. But I think the leading edge is to create a &#8220;<strong>wespace</strong>&#8220;.</p>
<p>Sometimes I like to say that when I look at the development of NLP,  sometimes what I see is 2 renegades modelling 3 loners 2 outlaws  modelling 3 loners: Erickson worked by himself in his mysterious way and  even Perls who talked a lot about community pretty much was a loner  when it came to his work. And even Virginia Satir who did family therapy  her mission was as an individual helping families. So I think its just  coming around now that we are getting a sense of a modelling community,  bringing community cooperation, rather than the myth of the single  individual genius who goes out there and blazes the trail. And again I  think some of that comes from the American pioneer archetype. I think  that NLP is bigger than that archetype. It&#8217;s bigger than a whole lot of  archetypes.</p>
<p>Some of the other things that I am personally doing if I am  representative of leading edges some if it has to do with stretching out  into places where NLP hasn&#8217;t been before, like really on the edge of  spirituality of what I see is really exciting is happening among the  trainers here it&#8217;s not just spiritual but so many different dimensions  chakras, Zen, these other things all beginning to come together. So how  shall I put it it&#8217;s like <strong>a new unity</strong> they are all held in a  complementary way because that to me is the essence. I got into NLP  because it offered the promise of really being able to experience fully  the richness of being a human being in all areas and in all levels.  That&#8217;s what I want. Not about doing the right thing in one way and  setting standards and excluding all these other things, otherwise I  wouldn&#8217;t be interested in NLP. I was only interested in NLP because I  didn&#8217;t want to have to choose one thing over another and excluding  everything. It was a way to be able to accept everything, experience  everything but within a framework . Not in a chaotic schizophrenic  piecemeal way but in a way that could truly hold all of this richness.  That&#8217;s what characterized so many of the people who were here in this  first group to go through GTC. That&#8217;s one of the things that we all  share: a great richness of background, experience, interests, and an  openness to receive another model</p>
<p>And I think that along these lines, the other part of the leading  edge of NLP has to do with its history. As far as you reach into the  future you have to reach into the past and NLP came from modelling and  its going to modelling. NLP started from modelling and that will always  be its leading edge. What is new? <strong>Modelling</strong> is ultimately what  NLP is about. What is great is that as more and more people become  interested in applications of NLP they also become interested in  modelling. And I think that again modelling is a gateway to the future.  Its like to me a true NLP person, they see someone doing something  better than they do so instead of being jealous trying to screw that  person get rid of them, fighting them they model them. They go: &#8221; Great.  I can do that too. Then I grow then that person sees me doing something  then Hey, I am going to model what you do&#8221;. OK. its kind of like that  sense of growing together. I see that of all the people I&#8217;ve worked  with, like Judy, like Todd, Robert McDonald all of the people, we grow  by modelling things in each other and you know I&#8217;m not the same person  by any stretch of the imagination that I was 10 years ago. That&#8217;s  because we are the leading edge we keep pushing our own edge and when,  as people grow, the field cannot help but grow. And I think that that is  also what is exciting about GTC. So modelling is one and I think  interest in modelling is another I foresee in the very near future there  probably will be a whole group of books on modelling which I think is  finally time that happened.</p>
<p>Also as you know I and Judy are hoping to finish the <strong>encyclopedia of systemic NLP</strong>.  NLP is in a way too big of a field for any two people to be able to  encompass but our dream there, is that by starting together, together  creating something, it is an encyclopedia that is a container for the  great richness of NLP, past, present and future. This will stimulate  other people who will say, &#8220;Well this is not in there, that is not in  there&#8221;, and then it becomes like GTC, you collect enough things together  in one place, weave it together strongly enough and then people can  easily start adding bits. This encyclopedia of NLP is epic. Judy and I  look at it and we are awestruck. Its awesome. And this is just what our  little perspective has put together. I foresee the day when our  encyclopedia is on the internet. It grows and grows and as NLP grows,  this encyclopedia will also grow with all the cross links being updated.  Someone is interested in addictions, so they look it up on the internet  and they find this encyclopedia and as they begin to explore addictions  and NLP, there is suddenly a reference here to cybernetics and then  there is one over there for 12 steps which leads to spirituality, which  leads to and then suddenly someone is on a journey. One of the most  interesting things Judy and I have found is that just putting together  the encyclopedia, we have these journeys. We start an entry and that  leads to to think of something else and something else and it really  does show me that there are worlds within worlds. So its not just  creating a world and I think that is the problem with the statement &#8221;  Creating a world that everyone wants to belong.&#8221; Everyone is always  looking at the problem presupposition in that statement. I think that  the only issue is creating worlds within worlds.</p>
<hr />
<p><strong>Question</strong>: One last thing. There seems to be aconflicting  thing going on in the world, as far as I see it. On the one hand there  is the ever increasing <strong>globalization</strong> of businesses, bigger businesses world wide. And on the other hand <strong>nations tend to be breaking down into smaller units</strong>, Scotland, Palestine, the former Yugoslavia, and so on. So there is a double thing going on here. How can NLP address this?</p>
<p><strong>Robert</strong>: A spot on observation. And what I think is  responsible for the dual development is that it relates to the leading  edge of NLP question. What is on the leading edge of human  consciousness, human development, is how to create a <strong>global identity</strong> yet maintaining integrity in ones <strong>own identity</strong>.  The dangers of having this big global identity is that you have a  homogeny. There is no diversity, no richness, no color, no difference  everybody is the same eg. Microsoft, Mcdonald&#8217;s, back to 1984, the  horrific vision: everything is just a shade of gray. At the same time  the positive sense is of unity. And we even address this in Tools of the  Spirit because a lot of peoples experience of spirit is unity, but if  there is unity where is individuality, where is uniqueness, where is the  joy of meeting someone who is different than you and going &#8221; Oh Wow  that&#8217;s fascinating, that&#8217;s fantastic&#8221;.</p>
<p>And that in fact, to a certain degree, the view of spirituality as  simply unity is for many people, death. You die and everything is  phewww. So life comes from distinction, from difference. That&#8217;s where  you get integity. How do I have my personal integrity as an individual  being, if I am just absorbed into this mass of grey. I think that part  of it is being able to sort out well, certain logical levels. First  become clear ,what is identity and how to have <strong>selfreferenced identity</strong>?  I think that the big danger and the reason we have wars and genocide is  that people have an externally referenced identity. &#8221; Well we are not  them.&#8221; And yet paradoxically the worst thing to happen is to get rid of  that which you hate. By that I mean, I can remember those Americans how  were anticommunist. What happens when there is no more communism worth  speaking about any more. You are nobody now. If someone were to come up  to you and say, &#8221; I&#8217;m an anticommunist&#8221;, its laughable. There&#8217;s nobody  to be anti any more. It&#8217;s bizarre to have that sort of an external  reference. I think that what NLP has a chance to offer is to be able to  sort out these levels of spirit from identity and from beliefs. Most of  the world is at the level of not being able to sort out identity from  spirit.</p>
<p>One of the things NLP has to offer is obviously all of the presuppositions of NLP. I think my view of heaven would be <strong>a planet</strong> like ours, <strong>living from the presuppositions of NLP</strong>.  The map is not the territory people have positive intentions. Everybody  has all the capabilities they need. All of those things and having all  of the tools to be able to express them, to be able to solve problems in  their own ways. Part of my experience, I was even talking to Richard  Bandler a few months ago where he was saying ,&#8221; You know it&#8217;s funny that  years ago NLP used to view with Gestalt, Transactional Analysis, etc,  and now nobody wants these particularly. I mean people are clamouring  and fighting still over NLP, and NLP trainings, but not over Gestalt  etc.&#8221; It&#8217;s like what the world needs in certain ways is what NLP has  because NLP has the ability to grow. It&#8217;s the one thing that saves NLP  very much. It isn&#8217;t a thing. What it is now I mean what Gestalt was 25  years ago is very similar to what it is now. NLP is totally and  remarkably different. And what it will be like 20 years from now, I can  only dream about.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../bilder/c3.gif" alt="" /></td>
<td></td>
<td>Free-copy for private use! Requests for use in seminars,  handouts or publishing are welcome. © Greta Mildenberg, Roger Vaisey,  and Maren Franz 1997, <a href="http://home.t-online.de/home/Dr.Maren.Franz/index.htm">Institut für Systemisches NLP -Hamburg</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/interview-with-robert-dilts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Familiensystem im Sozialen Panorama</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/das-familiensystem-im-sozialen-panorama/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/das-familiensystem-im-sozialen-panorama/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2000 18:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=163</guid>
		<description><![CDATA[Lucas A. C. Derks Aus dem Niederländischen übersetzt von Hans Meyer, Steinstraße 15, D-47798 Krefeld, Tel.: 02151-778707, Fax.: 02151-778789.H.M. ist Psychologe und DVNLP-Lehrtrainer und als solcher Burgen-Seminare und Austrian Institute for NLP verbunden. Er lebt in den Niederlanden. 1. Einleitung In &#8220;Die Struktur der Magie 2&#8243; und in &#8220;Neue Wege der Kurzzeit-Therapie&#8221; haben Richard Bandler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lucas A. C. Derks </strong></p>
<hr size="2" />
<p><strong>Aus dem Niederländischen übersetzt von</strong> <strong>Hans Meyer</strong>,  Steinstraße 15, D-47798 Krefeld, Tel.: 02151-778707, Fax.:  02151-778789.H.M. ist Psychologe und DVNLP-Lehrtrainer und als solcher  Burgen-Seminare und Austrian Institute for NLP verbunden. Er lebt in den  Niederlanden.</p>
<hr size="2" />
<h3>1. Einleitung</h3>
<p>In &#8220;Die Struktur der Magie 2&#8243; und in &#8220;Neue Wege der  Kurzzeit-Therapie&#8221; haben Richard Bandler und John Grinder, inspiriert  von der Familientherapie von Verginia Satir, über &#8220;Systeme Therapie&#8221;  geschrieben. Historisch gesehen haben der systemische Ansatz in der  Familientherapie und das NLP einige gemeinsame Wurzeln. Bateson,  Weakland, Haley, Laing, Erickson, Jackson, Watzlawick und andere haben  den Boden gedüngt, auf dem systemische Therapie und NLP zu blühen  begannen.</p>
<p>&#8220;Die Familie als eine systemische Einheit zu akzeptieren,&#8221;  schreiben Grinder und Bandler, &#8220;heißt eine Overall-Strategie zu  benutzen, mit der Familie so zu arbeiten, als wäre sie ein lebendiger  Organismus, wobei jedes Mitglied ein essentieller Teil, eine Ressource  und deswegen entscheidend für ein befriedigendes Verhalten des ganzen  Organismus ist.&#8221; (S. 126)</p>
<hr size="2" />
<h3>2. Das Konzept: &#8220;Familiensystem&#8221;</h3>
<p>Die Familie als System zu betrachten, ermöglicht dem Therapeuten  die Kausalität hinter sich zu lassen und nach dysfunktionalen  Interaktionsmustern zu suchen. Konsequenterweise wird sich solch ein  Therapeut nicht so sehr auf den einzelnen zu heilenden Klienten  konzentrieren, sondern auf die Verbesserung der Interaktionen innerhalb  der Familie; das beinhaltet Veränderungen bei allen Familienmitgliedern.  Obwohl sich dieses Therapiekonzept als hilfreich erwiesen hat, kann es  sehr kompliziert sein, mit Familienmitgliedern als Gruppe zu arbeiten.  Oft zu kompliziert. Und diese Komplexität ist durch die Tatsache  verursacht, daß eine Familie mit einem Gespensterhaus zu vergleichen  ist. Denn es wäre ein Fehler, wenn der Therapeut denken würde, er hätte  die &#8220;echte&#8221; Familie vor sich, und daß er mit einer endlichen Anzahl von  Individuen zu tun hätte, die jeweils auf das wirkliche Verhalten der  anderen reagieren würden. Gut, die Familienmitglieder sind wirklich da,  aber das bedeutet noch gar nichts, weil sie nicht auf das reagieren, was  wirklich passiert, sondern auf das was sie glauben, phanatisieren und  sich einbilden. Sie reagieren auf ihre jeweiligen geistigen Bilder von  einander und es kann sein, daß diese Reaktionen nichts mit dem wirklich  gezeigten Verhalten der Familienmitglieder zu tun haben.</p>
<p>Neben den Reaktionen auf ihre Phantasien über die anwesenden  Personen, reagieren sie auch auf ihre Bilder von Leuten, die gar nicht  da sind, wie zum Beispiel auf verstorbene Grosseltern, Kollegen oder  sogar auf Gott. Und diese sozialen Bilder könnten alt, verkrüppelt oder  karikiert sein und lange, halbvergessene Geschichten darstellen, was die  Sache noch schlimmer macht. Dazu kann noch kommen, daß die  Familienmitglieder nur auf Teile (Subpersönlichkeiten) der anderen  reagieren, während ihre eigenen Persönlichkeitsanteile alle möglichen  Inkongruenzen verursachen können. Kein Therapeut kann den Überblick über  diese Geistbilder und Persönlichkeitsanteile behalten. Konfusion kann  ihn öfters dazu zwingen, einen Schritt zurückzutreten und die Familie zu  betrachten, als wäre sie eine einzelne Einheit, ein System, und also  lieber ausserhalb des Chaos von Mißverständnissen, Schuld, Anklage,  Mißtrauen, Mißgunst und Paradoxen, mit dem er konfrontiert wird,  bleiben. Aus dem Blickwinkel des NLP kann man sagen, daß das Konzept des  Familiensystems dem Therapeuten erlaubt, vom Chaos zu dissozzieren.  Aber die Frage bleibt, ob das uns mit dem besten Werkzeug für  Interventionen austattet?</p>
<p>Für die Therapeuten ist es ein Glück, daß die meisten Klienten  allein in die Praxis kommen und die anderen Familienmitglieder zu hause  lassen (eine Situation, die schon komplex genug ist).  Familientherapeuten sind nicht die einzigen Leute, die Familien wie  Einheiten betrachten. Die meisten Leute tun das und gebrauchen diese  praktische Konzeptualisierung in der Alltagssprache: &#8220;in meiner Familie  neigen wir eher dazu&#8230;&#8221;. und &#8220;Ich bin in einer Familie aufgewachsen,  die mich so und so beeinflußt hat&#8230;&#8221; Um über das Familienleben zu  reflektieren, gebrauchen Menschen nicht-wissenschaftliche mentale  Konstrukte, die für sie aus der Familie eine Realität machen. Und diese  alltäglichen Gedanken, über die unsichtbare soziale Realität des  Familienlebens nachzudenken, steht in diesem Artikel zentral. Es ist  also nicht das Bild des Therapeuten von einem Familiensystem, das  gebraucht wird als Grundlage für Interventionen, sondern die  Repräsentation des Klienten von seiner Familie. Wir repräsentieren  Menschen in unserem Geist und die Art, wie wir das tun, beeinflußt  unsere Beziehung zu ihnen. Das gilt sowohl für Familienmitglieder als  auch für Familienbeziehungen.</p>
<p>In diesem Artikel nehme ich an, daß Familien-Repräsentationen die  Interaktionsmuster bestimmen. Das heißt also, daß Interaktionsmuster  dominiert, ja sogar verursacht werden durch diese  Familienrepräsentationen. Wenn also die Repräsentation der Familie einer  Person verändert wird, dann verändern sich damit auch die  Interaktionsmuster.</p>
<p>Wenn das alles Sinn macht, so bedeutet es, daß Familientherapeuten  nicht mehr so viel Energie verwenden müssen, um Interaktionsmuster und  Kommunikationsstrukturen zu analysieren. Ebensowenig brauchen sie Zeit  damit zu verbringen herauszufinden, wie Generationen durch Loyalität und  Schuld miteinander verbunden sind. Sie sollten statt dessen die Art und  Weise analysieren und ändern, wie Familiemitglieder einander intern  repräsentieren</p>
<hr size="2" />
<h3>3. Die Repräsentation von Familienmitgliedern</h3>
<p>Mein Modeling hat ergeben, daß die meisten Menschen die Neigung  haben, Personen als solide, stehende Objekte im Raum zu repräsentieren.  Und die Art, wie diese Objekte im Raum angeordnet sind -in Relation zum  Selbst- ist der bestimmende Faktor für die Beziehung. Wenn wir über  Familiensysteme sprechen, dann bestehen die hauptsächlich aus den  Repräsentationen, die die Familienmitglieder voneinander haben. Die Art,  wie die Familienmitglieder einander in dem Raum lokalisieren, ist die  mentale Grundlage des Systems.</p>
<p>Im November 1995 stellte ich in NLP World das &#8220;Soziale Panorama&#8221;  als ein Werkzeug zum Analysieren und Verändern der Struktur des Modells  der sozialen Realität vor. Das soziale Panorama ist die Summe der  sozialen Repräsentationen einer Person. Bei den meisten Menschen ist es  einer panoramischen Landschaft ähnlich. Das Selbst befindet sich in der  Mitte; der Punkt, von dem aus wir uns umschauen. Das Selbst ist umgeben  von allen Individuen und Gruppen, die signifikant sind. Zu einigen muß  aufgeblickt werden, einige sind in Augenhöhe, zu anderen kann  hinuntergeschaut werden. Die Entfernung zu diesen sozialen  Repräsentationen, ihre Größe, Farbe und Helligkeit variieren.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 157px"><img src="../../bilder/sozpan1.gif" alt="" width="147" height="151" /><p class="wp-caption-text">Figur 1</p></div>
<p>Die Essenz dieses Modells des sozialen Panoramas kann in vier  Worten zusammengefaßt werden: <strong>Beziehung ist gleich Platz</strong> (<em>Relation  equals location</em>). Richtung und Entfernung scheinen im sozialen Erleben  der meisten Menschen die kritischen Submodalitäten zu sein.</p>
<p>Soziale Repräsentationen können sich nach der Ebene ihre  Abstraktion unterscheiden. Ein geistiges Bild von Deinem Bruder, der Ja  sagte und seine Verlobte heiratete, ist ziemlich konkret. Es ist wie ein  geistiges Photo. Auf der anderen Seite kannst Du auch eine  Repräsentation von Deinem Bruder haben, die nicht an Ort und Zeit  gebunden ist, das ist ein generalisierter Eindruck von Deinem Bruder im  Allgemeinen. Das Format, das in Figur 1 dargestellt ist, hilft den  meisten Leuten, ein nützliches Maß an Abstraktion zu erreichen, aber  manchmal ist das schwierig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<h3>Anleitung:</h3>
<p>Um Zugriff auf verläßliche Information über das soziale Panorama zu bekommen, kann folgendes Format angewendet werden.</p>
<ul>
<li>Laß die Person die Augen schließen.</li>
<li>Laß sie an &#8220;alle Menschen in der Welt um Dich herum&#8221; denken.</li>
<li>Bitte sie, sich auf einen bestimmten sozialen Kontext zu konzentrieren (Familie, Arbeit, Kindergarten).</li>
<li>Frage sie &#8220;Wo &#8211; links, rechts, oben, unten &#8211; siehst oder erfährst Du (Name der relevanten Person oder Gruppe).</li>
<li>Laß sie in die Richtung zeigen, bevor sie wieder die Augen öffnen.</li>
</ul>
<p>Andere Probleme beim Zugriff auf das soziale Panorama können durch Mißverständnisse kommen.</p>
<p>Zum Beispiel beginnen Menschen auf &#8220;geographische Orte zu zeigen;  sie zeigen Richtung Osten, weil der genannte Verwandte in einer Stadt  östlich der eigenen wohnt. Wenn man den Klienten dann um 180 Grad  herumdreht und ihn fragt, wo der Verwandte ist, wird deutlich, ob die  Frage verstanden wurde. In solchen Fällen kann es helfen, sie zunächst  in die Richtung des (Ehe-) Partners zeigen zu lassen und zu fragen: &#8220;Wo  erlebst Du (intuitiv und subjektiv) Deinen Partner? Links von Dir,  rechts von Dir, oder vor Dir?&#8221; Sobald diese Fragen zum richtigen  Abstraktionsgrad führen, wird es leicht sein, die anderen Personen zu  lokalisieren.</p>
<hr size="2" />
<p>Das soziale Panorama kann als grundsätzliche Repräsentation  sozialer Beziehungen angesehen werden. Mit anderen Worten repräsentieren  wir Beziehungen räumlich und haben keine direkteren oder besseren Arten  der Repräsentation; wir leben und verhalten uns in erster Linie auf der  Grundlage dieser Repräsentationen. Was immer Menschen also tun,  rationalisieren, sagen oder sonstwie über eine Beziehung ausdrücken  mögen, beeinflußt sie nicht so stark wie eine Veränderung des Platzes,  wo sie signifikante Andere in ihrem Sozialen Panorama sehen, hören und  fühlen.</p>
<hr size="2" />
<h3>4. Das Familienpanorama</h3>
<p>Eingedenk der Tatsache, daß &#8220;Beziehung gleich Platz&#8221; ist, und daß  das soziale Panorama die grundsätzliche Repräsentation sozialer  Beziehungen ist, können wir jetzt nochmals das Familiensystem  betrachten. Und da jedes Familiensystem aus Beziehungen besteht, müssen  diese Beziehungen grundsätzlich in einem imaginären Raum um diese Person  herum, dem Familienpanorama, ausgelegt sein. Hören wir auf die  räumliche Prädikate in einer spontanen Äußerung über Familienbande:  Nähe, Entfernung und Nebeneinander füllen die Luft.</p>
<ul>
<li>&#8220;Mein Vater war für mich nicht zu erreichen.&#8221;</li>
<li>&#8220;Meine Ex-Frau stand zwischen uns&#8221;</li>
<li>&#8220;Meine Schwester stand mir immer am nähesten&#8221;</li>
<li>&#8220;Meine Eltern schloßen die Reihen und standen hinter mir&#8221;</li>
</ul>
<p>Das begleitende nonverbale Verhalten wie Mimik und Gestik in  Kombination mit kinästhetischen Prädikaten der Wärme, Kälte, Lockerheit  und Angespanntheit bestätigen die Stichhaltigkeit dieser  Betrachtungsweise. Ergebnisse von Interventionen einiger anderer  Richtungen von Familientherapie unterstützen die entscheidende Rolle der  Submodalität Ort. Satir benutzte die Anordnung, wenn sie Familie  Familienbilder machen ließ, und wenn sie die sog. Skulpturtechnik (1972)  benutzte. Familienmitglieder wurden gebeten, ein tableau vivant (ein  lebendes Gemälde) ihrer Familie zu erstellen. Dieses erwies sich als  eine große diagnostische Hilfe. Und das Verändern von Positionen in  solch einem Bild oder Skulptur veränderte auch das System. In den  1960-ern wurden Team- und Familienanordnungen in Form von &#8220;Soziogrammen&#8221;  auf Papier gezeichnet. Dies wurde von Therapeuten praktiziert, die von  Kurt Lewins Theorie der Sozialen Felder 1952 inspiriert waren. In  Morenos Psychodrama und auch in Pessoís Psychomotorischer Therapie  begegnet man Interventionen, die räumliche Stellungen miteinbeziehen.  Aber keine von diesen ist auf der Annahme basiert, daß Anordnung die  grundsätzliche Art der Repräsentation von Beziehungen ist.</p>
<hr size="2" />
<h3>5. Hellingers Arbeit</h3>
<p>Ein Therapeut, der implizit diese Annahme gebraucht, ist Bert  Hellinger. Familienmitglieder im sozialen Panorama des Klienten  herumzubewegen, ist seine hauptsächliche Intervention. Er wendet das  nicht nur auf aktuelle Probleme in den Familienbeziehungen an, sondern  auch auf andere psychologische und gesundheitliche Probleme.</p>
<p>Die Stellungsveränderungen, die er seinen Klienten vorschlägt, sind  auf genealogischen Fakten und die Geschichte kritischer  Lebensereignisse, die in der Familie aufgetreten sind, gegründet.  Hellinger beginnt oft mit dem Sammeln von Informationen über den Aufbau  der Familie und über hervorstechende Ereignisse wie früher Tod,  Krankheit, Heirat, Trennung und Scheidung. Diese &#8220;historischen Fakten&#8221;  werden nur kurz diskutiert, gerade lang genug, um mögliche Auswirkungen  auf das System zu klären.</p>
<p>Als nächstes müssen Hellingers Klienten die sozialen Panoramas  ihrer Familien aufbauen, indem sie Stellvertreter (Mitglieder der  Therapiegruppe, die als Ersatz für die eigentlichen Familienmitglieder  aufgestellt werden) in die paßende räumliche Ordnung bringen. Um die  Stellvertreter auf eine Art aufstellen, die zu ihrer inneren  Repräsentation paßt, sollen die Klienten in einem &#8220;ernsthaften&#8221;,  konzentrierten Zustand sein. Hellinger beschreibt das wie folgt: &#8220;Also  Du nimmst jetzt nacheinander jede der gewählten Personen mit beiden  Händen und stellst ihn an seinen Platz in Beziehung zu den anderen, so  wie Du sie im Augenblick wahrnimmst. Wenn Du siehst, daß es stimmt,  hörst Du auf. Mache es ganz nach dem Gefühl, so wie Du es im Augenblick  spürst. Danach prüfe noch einmal, ob es so stimmt, und dann setze Dich  hin.&#8221; (S. 387)</p>
<p>Hellingers Klienten wählen außerdem einen Stellvertreter für sich  selbst, so daß sie in der Lage sind, die Familienaufstellung aus der 3.  Wahrnehmungsposition zu betrachten.</p>
<p>Hellingers Hauptinformationsquelle sind die Stellvertreter. Sowie  die Familienaufstellung gemacht wurde, beginnt Hellinger die  Stellvertreter zu befragen, was sie fühlen. Regelmäßig fragt er  nacheinander alle Stellvertreter nach ihren Gefühlen. Das ist ein  bemerkenswerter Eingriff. Indem er sich auf die Informationen der  Stellvertreter verläßt, unterstellt Hellinger, daß ihre Gefühle eine  Quelle unverfälschter Informationen sind. Während der Klient aus der 3.  Position zuschaut, macht Hellinger die ganze Arbeit, indem er die  Positionen der Stellvertreter verändert.</p>
<p>Durch dieses Herstellen einer veränderten Familienaufstellung  bekommt man &#8220;direktes Wissen&#8221;, wie Hellinger es nennt. Für mich ist das  synonym mit der Annahme, daß die räumliche Anordnung die grundsätzliche  Art der Repräsentation von Beziehungen ist. Mithilfe dieser Information  beginnt Hellinger eine verbesserte Familienaufstellung zu entwickeln.  Während er mit verschiedenen Positionen der Familienmitglieder  experimentiert, kontrolliert er ständig das Ergebnis, indem er die  Stellvertreter nach ihren Emotionen befragt. Dieser Gebrauch der  emotionalen Reaktionen der Stellvertreter als Kriterium wirft einige  grundsätzliche Fragen auf.</p>
<p>Bandler meint, daß wir Submodalitäten als ideosynkratisch  betrachten sollten; Menschen erfahren bestimmte Submodalitäten auf  jeweils verschiedene Weise. Hellingers Arbeit widerspricht dieser  Sichtweise, was die Submodalitäten im sozialen Bereich betrifft: sein  Vertrauen auf die Gefühle der Stellvertreter unterstellt, daß alle  Menschen ein ähnliche Submodalitätenverschlüsselung für soziale  Beziehung verwenden. Hellinger tut so als ob soziale Submodalitäten eine  universelle Sprache sind, in der bestimmte Plätze bestimmte Beziehungen  bedeuten. Meine eigenen Pilotstudien (Derks 1995 und 1997) zeigen  zwischen Individuen eine große bereinstimmung in der Bedeutung, die sie  bestimmten Plätzen im sozialen Panorama geben. Aber ob das das Vertrauen  auf die Stellvertreter rechtfertigt, muß noch genauer untersucht  werden. Wenn Menschen in dem Maße übereinstimmen, wie Hellingerís Arbeit  es impliziert, sind die Gefühle der Stellvertreter so gut wie die  Gefühle von wem auch immer, um die Qualität der Position in der  Familienaufstellung zu testen. Die Tatsache, daß Hellinger ein  erfolgreicher Therapeut ist, beweist noch nicht, daß die sozialen  Submodalitäten universelle Bedeutung haben. Es zeigt, daß die  bereinstimmung so ist, daß es oft funktioniert, so oft, daß Hellinger  auf seine Art weitermachen kann. Sein Erfolg demonstriert hauptsächlich  die Wirkung von Veränderungen der Positionen von Familienmitgliedern, ob  diese nun genau den Bedürfnissen des Klienten entsprechen oder nicht,  denn selbst zufällige Platzwechsel können wichtige Veränderungen des  Klienten in Gang bringen. Aber Hellingerís Interventionen sind nicht  zufällig, sondern folgen einer Reihe grundsätzlicher Muster, die wir  später betrachten werden.</p>
<p>Ein bemerkenswerter Aspekt von Helligers Ansatz ist, daß der Klient  fast nichts darüber zu sagen hat, wessen Position wie verändert wird.  Obwohl sich Hellinger erlaubt, sich von seiner Kalibrierung auf das  nonverbale Verhalten sowohl der Klienten als auch der Stellvertreter  leiten zu lassen, fordert er doch, daß die Entscheidung wer wohin bewegt  werden muß ausschließlich beim Therapeuten liegt.</p>
<p>Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist Hellingerís Kriterium für  Erfolg: dieser ist definiert als Veränderung der Repräsentation des  Familiensystems beim Klienten. Hierzu kommentiert Hellinger zum Fall  eines Klienten namens Bruno:</p>
<p>&#8220;Er hatte ein inneres Bild von den Beziehungen in seiner Familie.  Der Lösungsversuch der Familie war unheilvoll und hat zum Tod von seiner  Schwester und zum Tod seiner Mutter geführt. Bruno hat sein inneres  Bild nach außen gestellt, und wir konnten es sehen. Als es nun draußen  stand, konnte es verändert werden auf eine bessere Lösung hin. Damit  diese Lösung für Bruno wirksam wird, braucht sich in seiner Familie  überhaupt nichts zu verändern. Sein Vater braucht sich nicht zu ändern,  er braucht gar nichts davon zu wissen, was hier abgelaufen ist. Und die  Toten bleiben tot. Bruno aber kann jetzt dieses andere, bessere Bild in  seine Seele hineinnehmen, liebevoll, und dann wirkt es für ihn zum  Guten.&#8221; (S. 407)</p>
<p>Das Ziel dieses Prozesses ist, eine Familienaufstellung zu  erhalten, wo jeder auf der &#8220;richtigen&#8221; Stelle steht. Das ist was  Helliger die &#8220;Lösung&#8221; nennt. Dem Klienten wird die Lösung präsentiert  und er muß sie akzeptieren. Er kann die neue Aufstellung von innen  erkunden, indem er mit seinem Stellvertreter die Plätze tauscht. Dieses  Re-Imprinting in der 1. Position ist oft der letzte Test in dieser  therapeutischen Vorgehensweise.</p>
<hr size="2" />
<h3>6. Familien-Teile</h3>
<p>Hellinger behauptet, daß alle Mitglieder einer Familie zur Person  gehören. Mit anderen Worten internalisieren Menschen alle Mitglieder  ihrer Familie und die Internalisierungen werden zu Teilen der  Persönlichkeit. Erfolg in der Therapie kommt, wenn die Beziehung zu  allen internalisierten Familienmitgliedern emotional positiv ist.</p>
<p>Im Modell des Sozialen Panoramas werden alle sozialen  Repräsentationen als Teile der Person betrachtet. Was man im sozialen  Panorama sieht, sind visuelle Projektionen von Teilen der  Persönlichkeit, die mit dem Selbst, Anderen oder spirituellen Entitäten  im Zusammenhang stehen können. Der Ort, wo wir bestimmte soziale  Einheiten in unserem Sozialen Panorama sehen, zeigt die Beziehung, die  wir zu einem Teil von uns selbst haben. Dieser Teil kann mit oder ohne  die aktuelle Anwesenheit der repräsentierten Person aktiviert werden.  Das Verändern einer Beziehung ist ähnlich unabhängig von der Person.  Wenn ich mich dafür entscheide, dann kann ich jetzt beginnen, die  Jungens zu lieben, die mich in der Grundschule schikaniert haben. Sie  müssen dafür nicht da sein.</p>
<hr size="2" />
<h3>7. Die Herkunftsfamilie</h3>
<p>Mit dem Kindheits-Familiensystem einer Person zu arbeiten kann  einen enormen Einfluß auf eine Person haben. Das ist logischerweise  dadurch verursacht, daß die sozialen Einheiten im Sozialen Panorama des  Kindes (Alter 4 bis 7) die Grundlage der Persönlichkeit sind. Mit den  wesentlichen Teilen des Kindheits-Familiensystems identifiziert sich das  Kind in besonderem Maße. Auch wenn Dein Vater ein &#8220;Anderer&#8221; ist, so  hast Du doch eine Menge seiner geistigen Software in die Dateien  kopiert, von denen Du annimmst, daß sie &#8220;Dein Selbst&#8221; sind. Es gibt  keinen Grund noch mehr über die wichtige Rolle von Eltern und Sippe zu  erklären, da so viele Psychologen das schon so oft und so lange getan  haben.</p>
<p>Die Form des frühen Sozialen Panoramas einer Person hängt sehr von  denen ab, die schon da waren. Wenn ein Baby in eine Familie  hineingeboren wird, dann haben seine Eltern und älteren Geschwister  bereits Repräsentationen im Sozialen Panorama. Und die älteren  Familienmitglieder handeln entsprechend ihren Repräsentationen und  bestimmen einen Teil der Beziehung mit dem Neugeborenen. Auf diese Art  beeinflussen ältere Familienmitglieder sehr stark das Soziale Panorama  der jüngeren. Eltern können zum Beispiel ein neues Kind an eine Stelle  plazieren, die früher von einem verstorbenen Kind belegt war (und sie  geben ihm oft den selben Namen). Dies kann zu einer Verstrickung und  Identifikation mit dem toten Geschwister, oder sogar mit früheren  Geliebten der Eltern führen.</p>
<p>Eine &#8220;frivole Annahme&#8221; ist, daß durch die Veränderung unserer  mentalen Repräsentation einer Person und durch Veränderung unserer  Haltung ihr gegenüber auch ihre Haltung uns gegenüber beeinflußt wird.  Dies ist kein übernatürlicher Einfluß, sondern Ergebnis unbewußter  nonverbaler Interaktionen. Wenn ich meine Haltung jemandem gegenüber  verändere, wird diese Person unbewußt beginnen, auf meine nonverbalen  Hinweise zu reagieren und dadurch auch ihre Haltung mir gegenüber  verändern.</p>
<h3>
<hr size="2" />
</h3>
<h3>8. Veränderungen designen</h3>
<p>Wenn wir akzeptieren, daß das Soziale Panorama das ursprüngliche  Set von sozialen Repräsentationen ist, dann ist es ebenfalls die Stelle,  wo signifikante und dauerhafte Veränderung stattfindet. Eine soziale  Einheit von einer Seite zur anderen zu schieben kann für den Klienten  sehr leicht sein, genauso leicht wie sich vorzustellen, Möbelstücke in  der Wohnung hin- und her zu bewegen. Ein verheirateter Mann zum Beispiel  kann Einheiten in seinem derzeitigen Familiensystem bewegen, aber es  macht auch Sinn, Mütter, Väter, Großeltern, Fehlgeburten, Geister oder  welche Einheiten auch immer zu verschieben, die problematische Plätze in  der Vergangenheit einnahmen. Obwohl Klienten Einheiten leicht bewegen  können, ist die kritische Frage für den Therapeuten: Was muß wohin  bewegt werden?.</p>
<p>Hier kann das Bild von Möbeln, die gerückt werden, um das  Wohnzimmer zu verbessern Deutlichkeit schaffen. Wenn Du viele schöne  Wohnzimmer gesehen hast, hast Du vielleicht eine Idee, wo Du was  hinstellen möchtest. Aber im Fall von Familieanordnungen kennst Du nur  eine, Deine eigene. Klienten, so wie jeder andere haben nur ein  begrenztes Wissen darüber, was anders sein muß, da sie innerhalb ihres  Familiensystems ihr ganzes Leben gelebt haben, ohne etwas anderes  kennenzulernen. Wie löst Hellinger das? Nun, er hat eine Menge  Aufstellungen gesehen und kann aus dieser Erfahrung schöpfen.</p>
<p>Was besonders hervorsicht ist Hellingers Kriterium Respekt  (Wertung). Alle Einheiten müssen respektiert und wenn möglich geliebt  werden. Um dahin zu kommen, schafft Hellinger eine neue  Familienaufstellung und läßt sich leiten durch seine Intuition und  Einsicht und durch die Gefühle der Stellvertreter. Die Arten von  Bewegungen, die Familienmitglieder machen, um die Familienanordnung zu  verbessern, sind sehr begreiflicher Art: näher kommen, weiter weggehen,  herumdrehen, Plätze wechseln, etc. Die vertikale Dimension, die sich in  den Untersuchungen zum Sozialen Panorama als sehr signifikant erwiesen  hat, wird von Hellinger nicht erwähnt. Er scheint niemals Personen über-  oder untereinander anzuordnen, obwohl das &#8220;Verneigungsritual&#8221; in dieser  Hinsicht relevant sein könnte.</p>
<h3>
<hr size="2" />
</h3>
<h3>9. Das Verändern des Familienpanoramas mit NLP</h3>
<p>Im folgenden wird das Verändern von Familienpanoramas skizziert.  Hierbei beziehen wir uns zum Teil auf Modelle von Hellinger und zum Teil  auf existierende NLP-Techniken.</p>
<p>Wir weichen auf vier Arten von Hellingers Methoden ab:</p>
<p>Das Soziale Panorama wird in der Vorstellung des Klienten  visualisiert, ohne den Rückgriff auf Stellvertreter aber unterstützt von  Papier, Skizzen, Stühlen, Schuhen, Kissen oder was immer nützlich sein  mag.</p>
<p>Der Transfer von Ressourcen vom Selbst zu anderen Teilen ist die  grundsätzliche Methode zur Veränderung sozialer Einstellungen. Der  Transfer von Ressourcen kann das Verändern von Plätzen ersetzen, da sich  Plätze von selbst verändern, wenn Resourcen den Teil der Persönlichkeit  erreicht haben, der ein Familienmitglied repräsentiert, das diese  Ressource benötigt.</p>
<p>Gib dem Klienten folgende Instruktionen:</p>
<ul>
<li>Finde heraus, welche Ressource die Person nicht zur Verfügung hat.</li>
<li>Identifiziere und aktiviere diese Ressource in Dir selbst.</li>
<li>Schicke diese Ressource (geankert als Farbe) zur Repräsentation der Person.</li>
</ul>
<p>Der Klient selbst macht den Öko-Check für alle beteiligten sozialen  Einheiten, indem er die Wahrnehmungspositionen wechselt. Der Klient ist  bei der Umgestaltung des Familienpanoramas beteiligt.</p>
<p>Eine Checkliste dient als &#8220;Familienpanorama-Muster&#8221;. (siehe unten)</p>
<p>Wir arbeiten sowohl mit dem Kindheits-Familiensystem als auch mit  dem gegenwärtigen. Indem er die beiden vergleicht, kann der Therapeut  einschätzen, welches verändert werden soll.</p>
<p>Veränderungen im Kindheits-Familiensystem werden ähnlich behandelt  und konsolidiert wie in der Arbeit mit Glaubenssätzen. Der Klient wird  mit seinem neuen Familienpanorama über die Timeline geführt, oder  verändert seine persönliche Geschichte auf andere Art und Weise. Die  Vergangenheit wird also mit der Gegenwart und Zukunft verknüpft.</p>
<p>Unerledigtes wird erledigt. Wenn eine soziale Einheit etwas von  einer anderen möchte, dann wird es gegeben. Wenn &#8220;Mutter&#8221; zum Beispiel  will, daß die Tochter sagt: &#8220;Mutter, ich liebe Dich&#8221;, dann wird das  solange in der Vorstellung des Klienten inszeniert, bis der Mutter-Teil  völlig zufrieden ist. Dasselbe wird mit feindseligen Gefühlen gemacht:  diese werden mit &#8220;stiller Abreaktion&#8221; behandelt: der Klient stellt sich  dissoziiert vor, wie er seine Aggression auf eine andere Person auslebt  bis er zufrieden oder gelangweilt ist. Alles was noch gesagt oder getan  werden muß, selbst wenn der Tod es bis jetzt verhindert hat, wird in der  Vorstellung in Szene gesetzt.</p>
<p>Ein Öko-Check wird bei jeder Positionsveränderung gemacht. Nach der  Intervention und nochmals nach zwei oder drei Tagen wird das Resultat  der Behandlung auf unerwünschte Nebeneffekte geprüft. Diese Checks sind  notwendig, da manche der sehr verstrickten Konstellationen schwer für  den Klienten zu lösen sind. Mehr als im Falle der persönlichen  Zeitlinie, hat sich das Kindheits-Familiensystem der Person ohne die  Erfahrung einer Alternative entwickelt. Eine Person hat keine Ahnung,  wie die Familienstruktur auch noch sein könnte. Ihr System ist so wie es  ist. Das Kindheits-Familiensystem von jemandem zu restrukturieren kann  ein echtes Geduldsspiel werden.</p>
<hr size="2" />
<h3>Beispiel</h3>
<p>Die Abbildung unten zeigt das Familiensystem (im  Alter von fünf Jahren) einer 26-jährigen Klientin. Sie klagte über ein  zu hohes Maß an externer Referenz und wagte es nicht, Beziehungen mit  Männern zu beginnen. Sie hatte sehr große Angst davor, enttäuscht zu  werden. Sie konnte leicht in ihre Vergangenheit zurückgehen, um ihr  Kindheits-Familiesystem zu erkundschaften. Es fiel besonders auf, daß  die Klientin in der Mitte eines festen Systems war. Sie fühlte sich in  der Mitte sehr sicher. Ihr aktuelles soziales Panorama zeigte, daß sie  sich noch immer von ihren Eltern, Schwestern und Brüdern eingeschlossen  fühlte. Und es war klar, daß in dieser Konstellation kein Platz für  einen neuen Partner war.</p>
<h3>
<hr size="2" />
</h3>
<h3>10. Familienpanorama-Muster</h3>
<p>Nachdem man Informationen über das Kindheits- und das aktuelle  Familiensystem gesammelt hat, taucht die Frage auf: was soll man ändern?  Hier präsentieren wir einige Phänomene des Sozialen Panoramas in  Familienpanoraman, die sobald sie verändert sind, das Leben der Klienten  verbessern.</p>
<hr size="2" />
<p><strong>a) negative Haltungen</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/a.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Familienmitglieder, die gehaßt, nicht gemocht, gemieden, nicht  ernstgenommen oder nicht respektiert werden, usw. sind die ersten, die  die Ressourcen bekommen, die ihnen zu fehlen scheinen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>b) leere Plätze</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/b.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Die Köpfe und Gesichter von Familienmitgliedern können auf leere  Plätze gerichtet sein. Das ist oft ein Zeichen dafür, daß eine wichtige  Person fehlt. Finde heraus, wer das sein könnte und bringe die- oder  denjenigen an diesen Platz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>c) Bi-Lokation</strong></p>
<p><img class="alignnone" src="../../bilder/ld/c.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Wenn ein Familienmitglied an einer oder mehreren Stellen vorkommt,  dann deutet das auf eine konflikthaltige Beziehung. Die beiden oder  mehre beteiligte Teile des Klienten müssen integriert werden. Wenn sich  Klienten nach einer Verschiebung in ihrem Sozialen Panorama über eine  &#8220;Unruhe&#8221; beklagen, dann achte besonders darauf, ob doppelte  Repräsentationen einer Person aufgetreten sind. Das sollte gelöst  werden.</p>
<hr size="2" />
<p><strong>d) gemeinsame Orte</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/d.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Wenn Orte im momentanen Familienpanorama, die früher von  signifikanten Anderen in der Kindheitsfamilie (Eltern, Grosseltern,  Brüder, Schwestern) eingenommen wurden, jetzt von Neuen (Ehepartner oder  Kinder) eingenommen werden, findet Identifikation statt. Schicke die  Toten in den spirituellen Bereich und trenne sie von den Lebenden.  Hellinger behauptet, daß ernste psychologische Probleme verursacht  werden, wenn ein Mann eine Frau ersetzen muß oder umgekehrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>e) unveränderte Positionen </strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/e.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Eltern oder Verwandte, die dieselbe Position in der aktuellen und  in der Kindheitsfamilie haben, müssen verschoben werden. Dieses  Verschieben bringt sie aus der Mitte der Familienanordnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>f) Grenzüberschreitung (Selbst, Anderer, Geist)</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/f.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Einige Repräsentationen sind doppeldeutig; sind sie das Selbst oder  ein Anderer? Sind sie eine Person oder ein Geist? Selbstbilder, die  signifikanten Anderen ähneln, müssen geändert werden, so daß klar wird,  daß sie zum Selbst gehören. Die Repräsentation von derzeit lebenden  Familienmitgliedern, die so aussehen wie verstorbene Familienmitglieder,  können eine Verwirrung darüber anzeigen, ob der Person im sozialen oder  im spirituellen Bereich ein Platz gegeben werden soll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>g) schwaches Selbst</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/g.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Selbstbilder, die klein, undeutlich und sehr weit weg sind, müssen  Richtung Selbst gezogen werden. Mehrere Selbstbilder können innere  Konflikte anzeigen, die gelöst werden müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>h) fortgehende Familienmitglieder</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/h.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Die Blickrichtung kann auch darauf hinweisen, daß ein  Familienmitglied nicht mehr zum System gehören will. Prüfe mit dem  Klienten, ob dieses Mitglied der Familie frei gelassen werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>i) Der Platz des Ehepartners</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/i.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Ehepartner werden normalerweise im Bereich einer Armlänge  lokalisiert. Partner die sehr nah und genau vor dem Klienten sind,  müssen oft zur Seite bewegt werden. Wenn Partner weit weg wahrgenommen  werden, deutet das darauf hin, daß die Beziehung beendet ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>j) einsam</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/j.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Familienmitglieder, die weit von den anderen entfernt, einsam dastehen, müssen dichter herangebracht werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>k) Anordnung im Uhrzeigersinn von alt nach neu</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/k.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Hellinger orientiert sich an einfachen Mustern des  Familienpanoramas. Er gebraucht folgende Muster: der Mann steht rechts  von der Frau, die Kinder folgen einander in der Reihenfolge ihrer  Geburt, Neugeborene sind am Ende eines Halbkreises im Uhrzeigersinn. Das  Familiensystem in diese Ordnung zu bringen, verbessert es meistens  schon. Wenn Kinder das Elternhaus verlassen, drehen sie ihnen den Rücken  zu und schauen in den offenen Raum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>l) die Vertikale, Autoritätsprobleme</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="../../bilder/ld/l.gif" alt="" width="250" height="150" /></p>
<p>Wenn jemand die ganze Menschheit über sich sieht, muß das verändert  werden. Ebenso beim umgekehrten Fall-alle Menschen sind unter ihm-ist  eine Intervention nötig. Familienmitglieder, zu denen man aufblicken  muß, könnten zu einflußreich sein und sollten nach unten geschoben  werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p><strong>m) Schicksalshafte Beispiele</strong></p>
<p>Nahe Verwandte, die früh gestorben sind, können als unbewußte  Modelle dienen und dazu führen, daß der Klient auch den Tod sucht. Auch  wenn es völlig unbewußt passiert, kann es sein, daß der Klient die  mentale Software des Toten kopiert hat, die ihn zu dem tödlichen Ziel  geführt hat. Hellinger nennt das die Neigung, toten Verwandten in den  Tod &#8220;nachzufolgen&#8221;. Im NLP scheint es logisch, dem &#8220;internalisierten  toten Verwandten&#8221; die Ressourcen zu geben, die ihn vom Schritt in den  Tod zurückgehalten hätten. Der Klient sollte die Ressourcen in die frühe  Timeline des toten Verwandten bringen.</p>
<h3>
<hr size="2" />
</h3>
<h3>11. Future Pace für den Entwurf</h3>
<p>Hellinger ist dagegen, den therapeutischen Effekt mit dem Klienten  zu diskutieren. Für ihn ist die Arbeit getan, wenn der Klient die neue  Aufstellung aus der 1. Position erlebt hat. Er macht das deutlich, indem  er sagt: &#8220;Das war es.&#8221; Testen und diskutieren nimmt die Kraft weg  behauptet er.</p>
<p>Die Angewohnheit im NLP Ergebnisse zu testen, geht von der Annahme  aus, daß der Klient in der Lage ist, all das kreative Überlegen und  Nachdenken in den zeitlichen Grenzen der Therapiesitzung abzuschliessen.  NLPer schicken den Klienten idealerweise erst nach Hause, wenn alles  fertig und geklärt ist.</p>
<p>Den Klienten mit der verbesserten Aufstellung zu konfrontieren ist  der Beginn eines Prozesses, den der Klient allein abschliessen muß.  Hellinger meint, daß er der &#8220;Seele&#8221; des Klienten vertraut; NLPer würden  dem Unbewußten vertrauen. Meine eigene Erfahrung zeigt, daß der Klient  Tage zur Integration brauchen kann, wenn er lediglich mit dem neuen  Familienpanorama konfrontiert wird. Veränderungen in dem Panorama haben  einen starken Effekt und sei es nur wegen der Tatsache, daß niemals  vorher eine andere Sichtweise in Erwägung gezogen wurde. Das bedeutet,  daß wir manchmal einige Tage warten müssen, um den therapeutischen  Effekt einschätzen und den letzten Öko-Check und das Future pacing  machen zu können.</p>
<p>In einem Fall waren die Eltern von oben vorne nach hinten  verschoben worden und nach zwei Wochen wieder oben vorne aufgetaucht.  Die positive Absicht für ihr Wiederauftauchen war folgende: die Mutter  hatte einmal einen Herzanfall und es war nötig, daß auf sie aufgepaßt  wurde, um zu verhindern, daß es noch einmal geschehen würde. Als die  Klientin das verstanden hatte, konnte sie die Mutter wieder nach hinten  bringen und konnte nun mit Hilfe eines imaginierten Seitenspiegels auf  die Gesundheit ihrer Mutter achten.</p>
<p>Bei anderen Gelegenheiten war es möglich, die Arbeit in einer 2-  bis 3-stündigen Sitzung abzuschliessen. Die Ökologie zu checken, indem  der Klient sich mehrmals mit allen Einheiten identifiziert, scheint  narrensicher zu sein. Die Präzision und Zuverlässigkeit von NLP ist  möglich, wenn wir uns genügend Zeit lassen. Hier sei noch angemerkt, daß  die Sitzungen von Hellinger sehr kurz sind, und daß Ökologie in seiner  Arbeit keine wichtige Rolle spielt.</p>
<p>Bisher habe ich die ökologischsten Ergebnisse erreicht, indem ich folgende Herangehensweise gewählt habe:</p>
<p>Zunächst finde ich die gegenwärtige und die kindliche Familienkonstellation heraus.</p>
<p>Dann finde ich die Person, der bestimmte vitale Ressourcen fehlen,  wobei dieser Mangel die problematische Konfiguration des Klienten  scheinbar verursacht hat.</p>
<p>Oft ist es nötig, den Klienten auf der Timeline weit vor die Geburt  zurückzuführen, um dort Personen Ressourcen zukommen zu lassen, die sie  nicht zur Verfügung hatten: Eltern, Grosseltern, Lehrer von Lehrern,  etc.</p>
<p>Umfassendes Follow-up und Öko-Checks verdeutlichen, daß ein  befriedigendes und ausgewogenes Familienpanorama das automatische  Nebenprodukt der Integration der vitalen Ressourcen auf der Timeline  ist.</p>
<h3>
<hr size="2" />
</h3>
<h3>12. Diskussion und Schlussfolgerung</h3>
<p>Das Soziale Panorama hat es mir erlaubt, einige Grundzüge der  therapeutischen Methoden von Bert Hellinger zu modellieren. Das Resultat  könnte zu einer Verbesserung der Arbeit mit Familiensystemen führen.  Man benötigt Masterpractitioner Niveau, um diese Prozeduren umsetzen zu  können. Zu wissen welche Einheiten wohin bewegt werden müssen ist das  zentrale Problem dieser Herangehensweise. Die Familienpanorama-Muster  können sehr hilfreich sein. Aber die effektivste Art Einheiten hin- und  herzubewegen ist mit dem Transfer von Ressourcen in die Geschichte des  Systems gegeben. Sowie diese Teile mit den für sie nötigen Ressourcen  versorgt wurden, bewegen sie sich meistens spontan an andere Stellen.  Und es scheint sehr vielversprechend, daß diese Bewegungen den Gesetzen  des Unbewußten folgen, und daß sie einen hohen Ökologiestandard  aufweisen.</p>
<p>Ich muß hervorheben, daß Hellinger eine einzigartige Arbeitsweise  hat, die manchmal die Grundannahmen des NLP verletzt. Aber viele seiner  Interventionen können mit NLP-Begriffen verstanden werden. Einige seiner  Äusserungen sind zu kühn für NLPer und er lockt nicht gerade die  Kreativität des Klienten, Lösungen zu finden, heraus.</p>
<h3>
<hr size="2" />
</h3>
<h3>13. Literatur</h3>
<ul>
<li>Bandler, R., Grinder, J. &amp; Satir, V., &#8220;Changing with Families.&#8221; Palo Alto, Ca. Science and Behavior Books Inc., 1976.</li>
<li>Derks, L., &#8220;Exploring the Social Panorama.&#8221; NLP World, Vol. 2, No. 3, S.28-42, November 1995.</li>
<li>Derks, L., &#8220;The Social Significance of Inner Space: NLP meets Social  Psychology.&#8221; Noch nicht veröffentlichtes Manuskript beim: IEP,  Staringstraat 1, NL 6511 PC Nijmegen.</li>
<li>Derks, L.&amp;Hollander, J., &#8220;Essenties van NLP.&#8221; Utrecht: Servire, 1996.</li>
<li>Derks, L.&amp;Hollander,J., &#8220;Exploring the Spiritual Panorama.&#8221; NLP World, Vol. 3, No. 2, S. 55-69, Juli 1996.</li>
<li>Hellinger, B., &#8220;Ordnungen der Liebe.&#8221; Heidelberg: Carl Auer Verlag, 1995.</li>
<li>Grinder, J. &amp; Bandler, R., &#8220;The Structure of Magic, Vol.II, Palo Alto, Ca. Science and Behavior Books Inc., 1976.</li>
<li>Lewin, K., &#8220;Field Theory in Social Science.&#8221; New York: Harper &amp; Row, 1952.</li>
<li>Satir, V., &#8220;Peoplemaking.&#8221; , Palo Alto, Ca. Science and Behavior Books Inc., 1972.</li>
</ul>
<hr size="2" />
<p><strong>Lucas A.C. Derks</strong> ist Sozialpsychologe und Trainer am  Institut für Eklektische Psychology (IEP) in Nijmegen in den  Niederlanden. Adresse: Van den Boenhoffstraat 27, 6525 BZ Nijmegen,  Niederlande. Er ist Autor und Ko-Autor einiger Bücher und zahlreicher  Artikel, die sich zum größten Teil mit NLP und psychologischen Themen  beschäftigen. (&gt;&gt; <a href="http://www.socialpanorama.com/international/" target="_blank">Infos über das Soziale Panaorama Modell</a>)</p>
<hr size="2" />
<p><strong>Aus dem Niederländischen übersetzt von</strong> <strong>Hans Meyer</strong>,  Steinstraße 15, D-47798 Krefeld, Tel.: 02151-778707, Fax.:  02151-778789.H.M. ist Psychologe und DVNLP-Lehrtrainer und als solcher  Burgen-Seminare und Austrian Institute for NLP verbunden. Er lebt in den  Niederlanden.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../bilder/c3.gif" alt="" /></td>
<td>Copyright Lucas Derks 1997. Adresse: Van den Boenhoffstraat 27, 6525 BZ Nijmegen, Niederlande.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/das-familiensystem-im-sozialen-panorama/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Forschung über die Gestalt innerer Bilder</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/forschung-uber-die-gestalt-innerer-bilder/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/forschung-uber-die-gestalt-innerer-bilder/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2000 18:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=157</guid>
		<description><![CDATA[von Michael A. Kearsley, Übersetzung durch Axel Schlichte Der Aufsatz hat insgesamt 3 Teile. 1. Problemstellung Ich beendete vor kurzem eine Doktorarbeit, die die Abneigung professioneller Berater (Buchhalter, Steuermanager, Betriebsberater usw.), sich an Verkaufsschulungen zu beteiligen, erforschte. Sie entwuchs meiner Rolle als Trainer in der Geschäftsentwicklung für eine größere britische Buchhaltungs-und Beratungspraxis. Meine Studie begann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Michael A. Kearsley</strong>, Übersetzung durch <strong>Axel Schlichte</strong> <span style="color: #ff1717;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="color: #ff1717;"><strong>Der Aufsatz hat insgesamt 3 Teile.<br />
</strong></span></p>
<h3><strong>1. Problemstellung</strong></h3>
<p>Ich beendete vor kurzem eine <strong>Doktorarbeit</strong>, die die  Abneigung professioneller Berater (Buchhalter, Steuermanager,  Betriebsberater usw.), sich an Verkaufsschulungen zu beteiligen,  erforschte. Sie entwuchs meiner Rolle als Trainer in der  Geschäftsentwicklung für eine größere britische Buchhaltungs-und  Beratungspraxis.</p>
<p>Meine Studie begann damit, Mitarbeiter von vier der sechs großen <strong>Buchhaltungsfirmen</strong> in Großbritannien zu fragen, warum sie selbst meinten, daß sie Probleme  hätten. Es offenbarten sich organisatorische, Ausbildungs- und  persönliche Schwierigkeiten, die in einem <strong>Zeitraum von 2 Jahren</strong> durch persönliche <strong>Interviews</strong> gründlich erforscht wurden.</p>
<p>Innerhalb der Studie über die persönlichen Schwierigkeiten verwendete ich <strong>Rodger Baileys LAB</strong> ( Language and Behavour) Profil, um die Arbeits- und  Motivationsstruktur herauszukristallisieren; Daher bewegte sich die  Forschung in Richtung NLP. Ich bin sowohl in LAB als auch NLP  ausgebildet und ebenfalls ein geübter Hypno- und Psychotherapeut, und  daher mit den Arbeiten von Erickson, Bandler, Dilts usw. vertraut.</p>
<p>Der Anstoß, die <strong>inneren Bilder </strong>von Teilnehmern zu erkunden  und zu sehen, was geschah, als diese verändert wurden, ergab sich  während der Pilotstudie. Hunderte von Teilnehmern von vorherigen  Programmen und Kursen hatten ihre Abneigung gegen den Verkauf auf  ähnliche Weisen ausgedrückt:</p>
<ul>
<li> Ich fühle mich leichter bei meiner Arbeit.</li>
<li>Ich kann hören, wie schlecht ich bin.</li>
<li>Ich sehe, daß ich selbst nicht sehr gut bin.</li>
<li>Ich mag keine Handelsvertreter.</li>
<li>Ich denke an Poliertheit (double glazing).</li>
<li>Es ist schrecklich, ein Handelsvertreter zu sein.</li>
</ul>
<p>Diese Formulierungen enthalten Formen innerer Bilder, Geräusche  und Gefühle. Während diese Bilder nicht immer genau artikuliert wurden,  äusserten einige Teilnehmer starke Bilder, wenn sie gefragt wurden, was  das Wort &#8220;Verkauf&#8221; für sie bedeutete. Zum Beispiel:</p>
<p><strong>Mike, Berater </strong></p>
<p>&#8220;Oh ja, er hat einen hellen, großspurigen Anzug und eine  Aktentasche. Er sieht aufdringlich aus. Ich sehe, wie er die Türglocke  drückt. Es ist eine braune Holztür, und ich bin hinter ihm, etwa 3 Meter  entfernt. Er ist &#8211; na klar &#8211; männlich, jung, hat einen leichten grauen  Anzug. Ich kann die Türglocke hören. Er sagt „Guten Morgen, kann ich Sie  für etwas interessieren?„ Oh &#8211; jetzt bin ich hinter meiner alten Dame  an der Tür. Hah, er redet mit meiner Mutter. Jetzt wird er erreichen was  er will.!</p>
<p><strong>Graham, Berater bei Zahlungsunfähigkeit </strong></p>
<p>&#8220;Ich sehe es nicht. Oh ja, hier ist er. Kann ich Ihnen helfen ?&#8211;  lassen Sie mich allein, ich schaue mich nur um. Gott, er hat eine rote  Krawatte, weißes Hemd und die Kleidung, die Verkäufer tragen. Oh wir  sind draussen, ich bin nahe dran, er redet mit mir. Es wird unscharf.  Ich denke, daß ich das nicht mag. Ich wende mich ab.&#8221;</p>
<p><strong>David, Revisor </strong></p>
<p>&#8220;Er hat einen scharfen Anzug. Er ist groß, geschniegelt. Er hat  ein Paar goldene Ringe und farbigen Blätter, es sind Prospekte. Das  übliche Zeug. Er hat einen braunen Schaffellmantel, hellbraun. Er hat  glänzende Schuhe &#8212; schwarz. Was ist er? — Mitte 30? Ich kann ihn hören.  Er hat einen Liverpooler Akzent.&#8221;</p>
<p>Die anderen Antworten folgen <strong>demselben Muster</strong>: Ein junger Mann in einem Anzug, an der Tür oder in einem Laden, der Sprüche klopft (<em>doing all the talking</em>).</p>
<p>Die Antworten der Teilnehmer zeigten noch eine Anzahl <strong>anderer Themen</strong>:</p>
<ul>
<li>Verkauf wurde als minderwertige und möglicherweise verrufene Tätigkeit (Aufgeblasenheit, Zeitverschwendung) wahrgenommen.</li>
<li>Verkäufer sehen unzuverlässig aus (lange Haar, großspuriger Anzug, goldene Ringe).</li>
<li>Verkäufer klingen unzuverlässig (glatt, kriecherisch Liverpooler Akzent).</li>
<li>Verkäufer sind aggressiv ,( aufdringlich, rücken einem auf die Pelle).</li>
<li>Verkäufer sind nicht ehrlich (Es kostet nicht viel, raffiniert ).</li>
</ul>
<p>Es wurde klar, daß viele Teilnehmer gefühlsmäßig mit ihren Bildern  verbunden waren (ich bin ärgerlich; Ich mag es nicht; will ihn  loswerden, ich mag ihn nicht). Sie verwendeten auch emotionale Begriffe,  um die Persona dieses Persönlichkeitsbildes zu beschreiben, (  schrecklich, aufdringlich, kriecherisch, schlüpfrig ). Ich fragte mich,  ob die Frage tiefe Glaubenssätze (beliefs) über Verkauf und Verkäufer  hervorgerufen hatte, anstatt logische und gesicherte Repräsentationen  von wirklichen Verkaufssituationen. Kein Teilnehmer entwickelte zum  Beispiel das Bild eines professionellen Beraters in einer  Verkaufssituation. Kein Teilnehmer hatte ein Bild von sich selbst als  Verkäufer. Kein Teilnehmer hatte das Bild einer angenehmen und  erfolgreichen, professionellen Verkaufserfahrung.</p>
<p>Dennoch waren praktisch alle Teilnehmer dieser Kurse und Programme  erfolgreiche professionelle Berater, die ins Verkaufsgeschäft als Teil  ihres professionellen Lebens eingebunden waren.</p>
<p>Obwohl es nicht sicher war, ob diese Bilder auf subjektiver  Erfahrung basierten, konstruiert wurden oder stereotype Bilder waren,  fand ich, daß dies ein Bereich sei, der vollständiger erforscht werden  müße. Um festzulegen , welches die am besten anzuwendende Methode sei,  befaßte ich mich mit der Literatur über innere Bilder.<a href="../../theorie/mk/inbild1.htm#1"><strong> </strong></a></p>
<hr />
<h3><strong>2</strong>. <strong>Die Literatur über mentale Bilder</strong></h3>
<p>Das Studium der inneren Bilder hat eine sehr wechselvolle Vergangenheit (<strong>Richardson</strong> 1980) hinter sich. Während der <strong>60er Jahre</strong> wurde das Studium der inneren Bilder „nicht nur als ein empirisches  Phänomen von beträchtlichem Vorhersagekraft, sondern auch auf der  theoretischen Ebene als ein wichtiges Repräsentationssystem, welches dem  menschlichen Erkenntnisprozess (kognitive behaviour) zugrunde liegt„,  betrachtet wird (Richardson 1980, P.l).</p>
<p>In den <strong>70er Jahren</strong> jedoch „zeigte die Literatur eine  merkliche Desillusionierung„ (ebenda). Dies war das Ergebnis  experimenteller Forschung, die es versäumte, klare und eindeutige  Erfolge entsprechend theoretischer Voraussage zu zeigen und der  Schwierigkeit Alternativinterpretationen und Erkentnisse in einem  einzigen methodologischen Rahmen zu integrieren.</p>
<p><strong>Newell</strong> (1973) beschrieb seine Reaktion auf die allgemein  verbreitete Literatur über innere Bilder folgendermaßen: Sie  hinterliesse ihn „einerseits bekümmert und andererseits verwirrt„.  Paivio (1971) ließ das Interesse an inneren Bildern durch seine Arbeit  innerhalb eines klassischen behavioristischen Rahmens wiederaufleben.  Dieser Ansatz würde jedoch akzeptieren, daß es keine objektiven Beweise  für die Existenz von inneren Bildern gibt.</p>
<p>Ich fühlte mich von <strong>Polyshyn</strong> (1973) unterstützt, als er folgendermaßen argumentierte:</p>
<p>&#8220;<em>Die Existenz der Erfahrung von Bildern kann nicht bezweifelt  werden. Innere Bilder sind eine häufig eingesetzte Form der  Erfahrungssammlung, die eindeutig von äußerster Wichtigkeit für die  Menschen ist&#8230;. Diese Art von Erfahrungensammlung wird hier nicht  bezweifelt&#8230;. Die Hauptfrage ist, ob der Begriff „Bild„ als primitives  Hilfskonstrukt in psychologischen Wahrnehmungstheorien verwendet werden  kann.</em>&#8221;</p>
<p>Ich war ebenfalls davon fasziniert, die Erkenntnisse von <strong>Marks</strong> (1977) zu erforschen, die folgendes in Betracht ziehen:</p>
<p><strong>&#8220;<em>Selbstaussagen über innere Bilder</em></strong><em>, die durch bewußte  Beobachtung andauernder Prozesse gewonnen wurden, liefern systematische  Daten objektiver Natur, die gesetzmäßig und zuverlässig mit  entsprechenden Leistungsdaten verbunden sind. Obwohl Korrelation  (Wechselwirkung) nicht Kausation (Verursachung) ist, ist sie eine  nützliche Methode in der Entwicklung neuer Theorien</em>.&#8221;</p>
<p>Zu dieser Zeit verband man die Forschung an inneren Bildern mit Vorhersagen in <strong>Lernfähigkeits- und Gedächtnistests</strong>.  Es erwies sich als schwierig, ein externes Kriterium für dieses  subjektive Phänomen (Durndell und Wetherick, 1975) zu erhalten.  Versuche, zum Beispiel die Lebendigkeit der Bilder auf vorhergesagte  Leistung in Lernfähigkeits- und Gedächtnistests zu beziehen, haben  durchweg negative Ergebnisse (Calvano 1974, Janssen 1976, Richardson  1969) produziert. Es gibt auch Belege für die Vermutung, daß unter  bestimmten Umständen Ergebnisse dadurch verfälscht wurden, daß  Teilnehmer in einer sozial angepassten Art antworteten (Richardson  1980). Ich wurde auch davon beunruhigt, daß viele der Studien über  innere Bilder auf der Lebendigkeit und der Manipulierbarkeit von  geometrischen Mustern, Formen und Wörtern beruhten. Ich richtete den  Fokus meiner eigenen Forschung auf <strong>erinnerte Ereignisse</strong>, die auf dem Leben der Probanden basierten.</p>
<p>Seit den 70er Jahren hat es erneuertes Interesse an mentalen  Bildern besonders von jenen gegeben, die mit in therapeutischen Berufen  arbeiten. Die Zunahme von <strong>kognitiven Therapien</strong> wie  Gestalttherapie, Psychodrama, Personal Constructing, Guided Imagery,  Rational Emotional Therapy und NLP, die größeren Wert auf der  therapeutischen Verwendung von inneren Bildern legen, diese nicht nur  für die Veränderung anormalen Benehmens verwenden, sondern auch als  Mittel welches relativ intakte Personen nutzen können, um ihr  menschliches Potential zu vergrößern.</p>
<p>Für diese war es nicht wichtig, daß die Bilder selten perfekt genau waren, (Richardson 1969) oder erinnerte Bilder eher <strong>Prozesse der Rekonstruktion </strong>als der Wiederbelebung zur Folge hatten (ebenda).</p>
<p>In der akademischen Welt ist das Wachstum der Beliebtheit <strong>qualitativer, konstruktivistischer Paradigmen und Forschungsmethoden</strong> wie etwa das „Repertory Grid„ eng mit den Entwicklungen in der <strong>humanistischem Psychologie</strong> verbunden. Einige Forscher (z.B. Dennett 1979) empfahlen wieder, von  inneren Bildern wegzukommen, weil sie meinten, daß diese nicht  existierten. Andere (z.B. Fodor 1979) behauptete, daß innere Bilder noch  Gültigkeit hätten, weil sie zumindest psychologisch real seien. Nachdem  ich in meiner eigene Forschung an diesen Punkt gekommen war, wo  konstant klare Hinweise auf den Einfluß innerer Bilder gegeben wurden,  beschloß ich, weitere Versuche zu machen, sie zu erkunden.</p>
<hr />
<h3><strong>3. Die Beschreibung innerer Bilder </strong></h3>
<p>Autoren wie <strong>Glouberman</strong> (1989, P.64) nehmen an, daß „ein  inneres Bild, wenn es sehr intensiv erlebt wurde, sich nicht in Ihrem  Kopf, sondern in Ihrem ganzen Wesen befindet.“</p>
<p>Die <strong>Schwierigkeit</strong>, der alle Forscher begegnet sind, die im  Bereich der inneren Bilder arbeiten, ist jedoch, daß innere Bilder  möglicherweise so erfahren werden, wie Glouberman argumentiert, sie aber  in der Regel mit Worten beschrieben werden. Daher ist die Schwierigkeit  damit, geistige Abbildungen innerhalb der gegenwärtigen Forschung zu  beschreiben, eher noch als sie in der Therapie einzusetzen, daß sie  nicht so sind, wie (äussere) Bilder &#8211; zum Beispiel Malereien oder  Fotografien. Beim Begriff der inneren Abbildung muß „immer eine Vielfalt  von Möglichkeiten in Betracht gezogen werden: Innere Abbildungen  befinden sich in einem sehr eigenen Raum, haben keine Dimensionen, sind  subjektiv, verfolgen eine Absicht oder sind einfach nur Bilder„(Dennett  Kapitel 2, P.52 in Block 1981).</p>
<p>Vielleicht ist das unangenehmste Problem beim Sprechen über  Bilderphänomene, daß es schwer ist, zu sagen, worüber eigentlich  gesprochen wird. Innere Abbildungen können nicht ohne weiteres an die  Umwelt vermittelt werden und können im wahren Sinne des Wortes nicht  berührt, gehört, gerochen oder gesehen werden.</p>
<p>Block (1981) schlug vor, daß innere Bilder, „ symbolische  Funktionen erfüllen, indem sie semantische Verbindungen zu Dingen  enthalten; sie können eine Rolle bei der Beschreibung, Veranschaulichung  oder der Darstellung von Objekten, Beziehungen oder Zuständen spielen„.  Wenn dies so sein sollte, dann könnten die Teilnehmer der gegenwärtigen  Studie dazu gebracht werden, ihre Wahrnehmungen von tatsächlichen  Ereignissen und Situationen zu erinnern. Wenn vielleicht nicht  detailgenau, so doch zumindest in beschreibender Weise. Auch könnten sie  in der Lage sein, die Gefühle und Emotionen wiederzuerleben, die mit  früheren Verkaufsereignissen verbunden waren. Dies könnte die Basis für  eine tiefere Erkundung der Wahrnehmungen der Teilnehmer bilden.</p>
<hr />
<h3><strong>4. Der NLP Ansatz</strong></h3>
<p>Bandler und Grinder entwickelten therapeutische Methoden, die  stark von der Manipulation mentaler Bilder abhängen. Sie schlugen fünf <strong>Hauptrepräsentationssysteme</strong> vor ( visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch ),  aber die Modi, auf die man sich am häufigsten bezieht, sind die ersten  drei: visuell, auditiv, und kinästhetisch.</p>
<p>Bandler und Grinder arbeiteten an der Prämisse, daß Personen ein  bevorzugtes Hauptrepräsentationssystem haben, das durch Beobachtung der  Augenbewegungen und durch verbale Äusserungen, also an der Sprache  identifiziert werden kann. Ausserhalb von NLP ist diese These <strong>umstritten</strong>.  Die freie Forschung hat besonders aus der Perspektive der  experimentellen Psychologie versäumt, diese Behauptungen (Farmer, Rooney  und Cunningham 1985, Poffel und Cross 1985, Mongino und Lipman 1987,  Jupp 1989, Fromme und Daniell 1984) zu erhärten.</p>
<p>Die gegenwärtige Forschung versuchte nicht, dieser Debatte etwas  hinzuzufügen. Sicher verwendeten Teilnehmer wörtliche Aussagen in  Kommentaren (ich kann mich sehen, ich fühle, es klingt wie usw.). Es  wurde kein Versuch gemacht, diese zu klassifizieren. Ebenso zeigten  Teilnehmer Muster von Augenbewegungen während der Interviews, wie: in  bestimmte Richtungen (nach links oben, nach rechts seitwärts usw.)  schauen, offensichtliches defokussieren und die Augen verengen oder ganz  schließen. Dies alles trat auf, während Teilnehmer anscheinend während  ihrer gewöhnlichen Konversation auf innere Bilder zugriffen. Jedoch  wurde kein Versuch gemacht, diese aktiv zu erfassen oder sie auf  irgendeine Weise zu den Antworten der Teilnehmer in Beziehung zu setzen.  Dies geschah nicht nur, weil die grundlegende Literatur deren  Gültigkeit negierte, sondern auch wegen der reinen Schwierigkeit für  einen Einzelforscher, so viele Aufgaben in einem einzigen Interview  abzudecken.</p>
<p>Da dies wahrscheinlich das erste Mal war, daß meine  Forschungsteilnehmer versucht hatten, mit inneren Bildern arbeiten,  beschloß ich erstens, einige kurze <strong>Bilderübungen</strong> einzuführen, um  ihnen zu helfen, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren, und den Zugriff  und die Beschreiben ihrer inneren Bilder zu üben. Dieses Papier befaßt  sich deshalb mit der Reaktion der Teilnehmer auf die praktischen  Übungen. Ein <strong>zweites Papier</strong> betrachtet die Reaktionen der  Teilnehmer darauf, Verkaufserfahrungen mit Hilfe der Beschreibungen von  Submodalitäten zu erfassen, und ein drittes zeigt die Reaktionen der  Teilnehmer auf einen Teil der Erforschung ihres Verhaltens, indem es die  auftauchenden geistigen Bilder erfaßt, wenn sie darum gebeten werden,  einen Anruf ohne vorherigen Kontakt (cold call) zu machen.</p>
<p>Für die praktischen Übungen beschloß ich, den Diehl und England (1958) <strong>Bilddominanztest</strong> und den <strong>Bilderkontrolltest</strong> von Gordon (1949) zu benutzen, die beide eingehend in der Literatur über innere Bilder verwendet wurden.</p>
<hr />
<h3><strong>5. Der Bilddominanztest </strong></h3>
<p>Der Diehl und England Bilddominanztest ist aus einer Auswahl aus  früheren Tests von Griffiths (1927) und Robbins (1948) entstanden. Er  besteht aus zwanzig Wörtern, zu denen der Teilnehmer darum gebeten wird  „sich bezüglich dessen, was in Ihrem Inneren vorgeht, soweit als möglich  in der Rolle eines passiven Zuschauers zu verhalten.“</p>
<p>Die im Test verwendeten Worte lauten wie folgt:</p>
<p>Telefon, Fahrrad, Piano, Feuer, Ventilator, Hammer, Tennis, Uhr,  Pfeife, Schere, Musik, Dampf, Löschfahrzeug (aus Griffiths 1927)  Schreibmaschine, Auto, Ball, Rasenmäher, Glocke, Gewehr, Radio (aus  Robbins &amp; Robbins 1948).</p>
<p>Nachdem jedes Wort vorgelesen wurde, war jeder Teilnehmer gebeten,  aufzuzählen, in welchem Modus, er (falls überhaupt) etwas wahrgenommen  habe: als Bild (visuell), als Geräusch (auditiv) oder als Gefühl  (kinästhetisch). Sie wurden darum gebeten, die Sequenz von Bildern  niederzuschreiben und sie frei zu kommentieren. Es ist in jedem Fall  interessant, was aus dieser ersten Übung deutlich wurde (elizitiert  wurde).</p>
<p><strong>Ergebnisse der Untersuchung</strong></p>
<p>McKellar (1963) nahm an, daß 10% der Erwachsenen glaubt, daß sie  nicht über ein bildhaftes Gedächtnis verfügen. Die bestätigte sich  jedoch nicht. <strong>Alle Teilnehmer berichteten von inneren Bildern</strong>,  obwohl vier Teilnehmer bei einem oder mehreren Wörtern keine Bilder  wahrnahmen. Sie waren im allgemeinen in der Lage, zu sagen, welcher  Modus zuerst kam. Häufig gab es auch zweite und dritte Bilder.</p>
<p>Die Wörter sollten keine positiven oder negativen Emotionen (Euse  und Haney 1975) schaffen. Sie bezeichnen Altagsgegenstände, die ein  bessere und leichtere Erinnerung (Paivio 1971) ermöglichen sollten. Als  das stärkste Repräsentationssystem wurde das <strong>Gehör</strong> bezeichnet,  was im Widerspruch zur allgemeinen verbreiteten Ansicht steht, das der  visuelle Modus bei den meisten Menschen dominiert, ( O &#8216; Connor und  Seymour 1990 ).</p>
<p>Gelegentlich gewann der Intellekt einiger Teilnehmer die Oberhand  und die Teilnehmer schienen jedes innere Bild zu blockieren z.B.:</p>
<ul>
<li> “Ich hasse Gewehre, sie erschrecken mich, deshalb denke ich nicht über sie nach.“</li>
<li>“Ich habe nie Tennis gespielt und weiß daher nicht, was ich mir darunter vorstellen soll.“</li>
<li>“Musik? Das liegt mir fern. Ich bin überhaupt nicht musikalisch.“</li>
</ul>
<p>Diese Fähigkeit, zu blockieren was die Person nicht tun wollte,  trat in späteren Übungen deutlicher hervor. Sie bringt jedoch die  interessante Frage vom Wert der Arbeit mit inneren Bildern in  NLP-Sitzungen auf. Wieviel verschweigen Teilnehmer über das, was  wirklich mit ihren inneren Bildern geschieht? In wieweit äussern sich  Teilnehmer so, wie sie glauben, daß es zulässig sei? In wieweit äussern  Sie sich so, wie es andere NLPler von ihnen erwarten?</p>
<p>Es werden auch Fragen in Bezug auf die Bevölkerungsstatistik  aufgeworfen. Welche Bevölkerungsgruppe ist genau die, in der der  visuelle Modus dominiert? Wo sind die empirischen Daten? Oder ist dies  eine von der NLP-Gemeinde auf Wochenendtagungen zusammengetragene  Wahrnehmung? Wie können wir wirklich sicher sein, daß jemand ein  mentales Bild erinnert oder konstruiert, wenn die Theorie der  Augenbewegungsmuster unbewiesen ist? Wie können Sie irgend etwas  kontrollieren, wenn Teilnehmer ihre Augen geschlossen halten oder gerade  die Zusammenarbeit verweigern? Keines dieser Probleme schien in den  NLP-Filmen und Protokollen von Sitzungen über innere Bilder aufzutreten,  die ich studiert hatte.</p>
<p>Die weithin verbreitete Ansicht im NLP war, zu arbeiten, als ob  die inneren Bilder, von denen berichtet wurde, aufträten. Dies ist eine  unbefriedigende Einstellung zu jeder Art von Forschung, und es muß  gefragt werden, warum es im NLP nicht genauso akzeptanzfähig ist, so zu  arbeiten, als ob innere Bilder nicht auftreten? Vielleicht weil es dann  keine Basis für therapeutische Eingriff und/oder Manipulation gäbe?</p>
<hr />
<h3><strong>6. Der Gordon Imagery Control Test</strong></h3>
<p>Die Gordon-Test über die visuelle Kontrolle innerer Bilder versucht, die <strong>Leichtigkeit</strong> zu verdeutlichen, mit der Teilnehmer visuelle Abbildungen kontrollieren  oder manipulieren können. Teilnehmer werden darum gebeten, sich zwölf  rasch wechselnde Szenen vorzustellen, die sich auf ein Auto beziehen. Es  handelt sich um alltägliche Situationen (einen Hügel hinauffahren, eine  Straße entlangfahren), aber auch um ungewöhnliche Ereignisse: z.B. soll  der Wagen gesehen werden, wie er eine Brücke durchbricht, auf dem Dach  liegend oder auf einem Schrottplatz . Weiter müssen Teilnehmer  aufzeichnen, ob sie in der Lage sind, die Abbildung gut, überhaupt nicht  oder eventuell kaum (unsicher) zu sehen.</p>
<p><strong>Ergebnisse der Untersuchung </strong></p>
<p><strong>Alle Teilnehmer konnten innere Bilder sehen</strong>, hatten aber  Schwierigkeit bei ungewöhnlicheren Manipulationen (z.B. Farbe ändern,  das Auto verkehrt herum, mit einem Haus zusammenstoßen oder über eine  Brücke stürzen zu sehen). Ein Teilnehmer kommentierte „ich kann die  Veränderung sehen, wenn es Dinge tut, die es normalerweise tut , aber  nicht, was es nicht tun soll.„</p>
<p>Einige Teilnehmer mochten eindeutig die inneren Bilder nicht, die  man sie zu konstruieren bat. Sie zogen Gesichter, schlossen ihre Augen  und in einigen Fällen weigerten sie sich, dem gewünschten Bild zu  erlauben, sich zu bilden:</p>
<p>„Der Wagen stürzte nicht über die Brücke &#8212; er prallte an den Metallstreben ab.“<br />
„Es ist mein eigener Wagen, und ich weiß, daß er nicht verkehrt herum liegt.“</p>
<p>Noch einmal: die Teilnehmer entschieden, was sie visualisierten und was nicht.</p>
<p>Dane hebt die Wichtigkeit der <strong>Selbstbestimmung</strong> der  Teilnehmer in jeder Art von Forschung hervor; daß „Individuen das Recht  haben und man annehmen muß, daß sie auch die Fähigkeit haben,  Alternativen abzuwägen, Informationen zu beurteilen, und Entscheidungen  für sich zu treffen, &#8221; (Dane 1990, P.45).</p>
<p>Forschung durchzuführen, ohne das Selbstbestimmungsrecht der  Personen zu untergraben, schließt einen ethischen Balanceakt ein. Die  Behinderung der Wahrnehmung untergräbt die Selbstbestimmung durch  Behinderung der Teilnehmern daran, zu erkennen, daß eine Wahlmöglichkeit  besteht. Ebenso untergräbt die Einschränkung einer informierten  Zustimmung die Fähigkeit der Personen, Informationen zu beurteilen und  Alternativen abzuwägen. Patton (1990, P.353) bemerkt „Interviews sind  immer Eingriffe. Sie beeinflussen die Personen.“</p>
<p>Teilnehmer von NLP-Kursen sind, wie wir annehmen, Freiwillige,  aber auch sie sollten filtern, was sie zu enthüllen bereit sind. Sie  könnten möglicherweise Druck spüren, den Anweisungen der Trainer zu  entsprechen. Ich begann, mich zu fragen, wie stark die beschriebenen  NLP-Interventionen, die ich sah und über die ich gelesen habe,  tatsächlich so durchgeführt wurden.</p>
<p>In meiner Forschung gab es Schwankungen in der <strong>Zeit</strong>, die  von den Teilnehmern gebraucht wurde, um die inneren Bilder zu wechseln,  und die „ungewöhnlichen„ Situationen schienen im allgemeinen die meiste  Zeit zu benötigen. Dies wurden jedoch nicht genau gemessen. Bei den  ungewöhnlicheren Ereignissen, wie dem Wagen, der von einer Brücke fiel,  beachteten einige der Teilnehmer, daß die inneren Bilder zu Szenen aus  Filmen wurden, die sie gesehen hatten. In einem Fallbeispiel wurden die  Szenen zu einem Virtual Reality-Videospiel. Sie führten so erinnerte  Bilder in etwas ein, das im Grunde genommen eine künstliche Situation  war.</p>
<p>In der verfügbaren beschränkten Zeit war es nicht möglich oder  beabsichtigt, viel mehr Information zu erhalten. Die meisten Teilnehmer  boten spontan keine zusätzlichen Informationen an, aber viele deuteten  an, daß sie diese ungewöhnliche Übung genossen. Einige Teilnehmer  zeigten, daß sie dazu fähig waren, Bilder zu blockieren, die sie nicht  erfahren wollten, und es ist wichtig, zu betonen, daß es keinen Ansporn  gab, innere Bilder zu äussern. Tatsächlich wurden die zwei Übungen  eindeutig als Gelegenheit angesehen zu entspannen, zu fokussieren und  experimentieren. Vielleicht genossen sie die Erfahrung (Bilder zu  blockieren), weil sie ihnen ermöglichte, sich nicht bedroht zu fühlen.  Vielleicht war sie auch nur eine interessante Erfahrung.</p>
<p>In der Literatur über innere Bilder wird deutlich, daß einige  Autoren darüber besorgt sind, daß Teilnehmer eine Situation darstellen  könnten, die in der Realität nicht existiert und auch nicht existiert  hat. Man nimmt an, daß dies kein größeres Problem darstellt als bei  jeder anderen Forschungsaufgabe.</p>
<p>Auf quantitativen Fragebögen basierte Forschung kann leicht durch <strong>Fehlinformation</strong> von Teilnehmern oder <strong>Selbsttäuschung</strong> beeinflußt werden. Die Teilnehmer wurden danach gefragt und  versicherten dem Forscher, daß sie an die Übungen so ehrlich sie konnten  herangegangen seien (welches überhaupt keine Garantie ist). In jedem  Falle blieb mir das Gefühl, das meine Ergebnisse möglicherwiese durch  die Veranlagung einiger Teilnehmer beeinflusst wurden, sich in sozial  angepasster Weise zu äussern. (Richardson 1980). Mit „sozial angepasst„  meine ich in diesem Kontext die moralische Verpflichtung, die viele  Forschungsteilnehmer darin sehen können, daß sie dem Forscher die  gewünschten Daten liefern sollten. Dies wird noch verstärkt durch die  Ergebnisse eines umfangreicheren Bildertests, der im zweiten Teil dieses  Artikels erörtert wird.</p>
<p>Wieviel stärker wirkt dies noch, wenn Teilnehmer dafür bezahlt  werden, (welches hier nicht der Fall war) oder wenn die Teilnehmer das  Experiment selbst bezahlen (wie in einer NLP-Trainingssitzung). Ich fand  es ebenfalls schwierig darin den Beweisenzu sehen, der die Ansicht von  Marks (1977) stützt, das Selbstaussagen keine systematischen Daten  objektiver Natur liefern können. Es ist tatsächlich schwierig, zu sehen,  (kein Wortspiel beabsichtigt), wie ein mentales Bild jemals objektiv  sein kann.</p>
<p>Die Forschungsaufgabe beinhaltete auch, daß Teilnehmer eine von  drei angebotenen Möglichkeiten auswählten . Die Implikationen für  Forschung mit dieser entweder/oder Situation werden in meinem zweiten  Papier erörtert. Sie impliziert die Überlegung, daß eine der drei  Antworten die „richtige„ Antwort ist. Obwohl es die Möglichkeit für  „unrichtige„ Angaben gab, meinten viele Teilnehmer eindeutig, daß diese  die weniger zufriedenstellenden wären. Tatsächlich konnte eine negative  Antwort im Licht des moralischen Vertrags, den ich früher aufzeigte, als  gleichsam nicht befriedigend betrachtet werden.</p>
<p>Trotz allem, eine letzte Implikation ist, daß meine Teilnehmer  sich über ihre inneren Bilder in ihrem Sprachgebrauch äusserten, und  nicht in meinem. Sie stellten sich vor, was sie sich verstellen wollten  und beschrieben, was sie beschreiben wollten. Man könnte sich fragen,  ob, wie oft in einer NLP-Ausbildung oder Therapiesitzung, der wirkliche  Manipulator der Klient ist und nicht der Trainer.</p>
<ul>
<li>
<h4><a href="../../theorie/mk/kear1.htm"><strong> </strong></a><span style="color: #ff0000;"><strong>Es geht unten weiter mit dem 2. Teil!</strong></span><a href="../../theorie/mk/inbild2.htm#4"><span style="color: #ff0000;"><strong></strong></span></a></h4>
</li>
</ul>
<hr />
<h3><strong>7. Bibliographie</strong></h3>
<ul>
<li> Bandler R and Grinder J, 1979. Frogs into Princes. Eden Grove, California.</li>
<li> Bandler R and Grinder J, 1982. Rehaming: NLP and the transformation  of meaning. Real People Press, Moab, Utah. Block N (ed), 1981. Imagery.  MIT Press, Cambridge, Mass.</li>
<li> Calvano M, 1974. Predicting the Use of Imagery as a Mediation Strategy. AV Communication Reoiew, Vol 22, p.269 — 277.</li>
<li> Dane F, 1990. Research Methods. Brooks Cole, London.</li>
<li> Dennett C, 1979. Brainstorms. Bradford Books, Montgomery, California.</li>
<li> Diehl and England, 1958. Image Dominance Test, presented in Richardson 1969.</li>
<li> Durndell A and Wetherick N, 1975. Recorded Imagery and Social  Desirability. Perceptual and Motor SAills, Vol 41, p.987 — 992.</li>
<li> Euse F and Haney J, 1975. Clarity, Controlability and Emotional  Intensity of Image. Journal of Perceptual Motor Skills, Vol 40  p.443-447.</li>
<li> Farmer A, Rooney R and Cunningham J, 1985. Hypothesized Eye Movement  of Neurolinguistic Programming; A Statistical Artifact. Journal of  Perceptual Motor Skills, Vol 61 (3) p.717 — 718.</li>
<li> Fodor J A, 1979. The Language of Thought. Thomas Y Crowell, New York.</li>
<li> Fromme D and Daniell J, 1984. Neurolinguistic Programming Examined;  Imagery, Sensory Mode and Communication. Journal of Counselling  Psychology, Vol 31 (3) p.387-390.</li>
<li> Glouberman D, 1989. Life Choices and Life Changes Through Imagemork Aquarian Press, London.</li>
<li> Gordon, 1949. Image Control Test, presented in Richardson 1969.</li>
<li> Griffiths, 1927. Image Dominance Test, presented in Richardson 1969.</li>
<li> Janssen W, 1976. On the Nature of the Mental Image. Soesterberg Institute for Perception, TNO.</li>
<li> Jupp J, 1989. A Further Empirical Evaluation of Neurolinguistic  Primary Representational Systems. Counselling Psychology Quarterly, Vol 2  (4) p.441-450.</li>
<li> Marks D, 1977. Imagery and Consciousness. Journal of Mental Imagery, Vol 1 p.275-290.</li>
<li> McKellar P, 1963. Differences of Mental Imagery. The Mensa Correspond- ence, Vol 51 p. 1-5.</li>
<li> Mongino E and Lippman L, 1987. Image Formation as Related to Visual  Fixation Point. Journal of Mental Imagery, Vol 11 (1) p.87-96.</li>
<li> Newell A, 1973. You Can‘t Play Twenty Questions with Nature and Win  [in Chase W (ed)]. Visual Information Processing. Academic Press, New  York.</li>
<li> O‘Connor J and Seymour J, 1990. Introducing Neuro Linguistic Programming. Mandala, London.</li>
<li> Paivio A, 1971. Imagery and Verbal Processes. Holt Rinehart and Winston, New York.</li>
<li> Patton M, 1990. Qualitatiue Eualuation and Research Methods. Sage, Cali- fornia.</li>
<li> Poffel S and Cross H, 1985. Neurolinguistic Programming; A Test of  the Eye Movement Hypothesis. Journal of Perceptual and Motor Skills, Vol  61 (3) p.126-132.</li>
<li> Polyshyn Z W, 1973. What the mind‘s eye tells the mind‘s brain, a critique.</li>
<li> Richardson A, 1969. Mental Imager. Routledge and Kegan Paul, London. 1980.</li>
<li> Richardson 1980.Mental Imagery and Human Memory. Macmillan Lonclog.</li>
<li> Robbins, 1948. Image Dominance Test, presented in Richardson 1969.</li>
<li> Robbins &amp; Robbins, 1948. Image Dominance Test, presented in Richardson 1969.</li>
</ul>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<h2><span style="color: red; font-size: medium;"><strong><span style="color: #000000;">Teil 2: Eine Untersuchung über die Beschreibung der Realität:</span><br />
</strong></span></h2>
<p>Ursprünglich erschienen in NLP-World (März 1996). Mit Genehmigung von <a href="http://www.unil.ch/angl/docs/nlpworld/" target="_blank">NLP-World</a>.</p>
<hr size="2" />
<div>
<h3><strong>1. Problemstellung</strong></h3>
<p>In Teil I führte ich aus, daß mein Wunsch, mentale Bilder zu  studieren, aus der Frustration erwuchs, die ich als Business Development  Trainer bei einer der 6 größten britischen Steuerbüros/Beraterfirmen  erfahren hatte. Ich hatte das Verhalten der Mitarbeiter als &#8220;Abneigung  gegen den Verkauf&#8221; bezeichnet, und es schien, daß mentale Bilder  irgendwie daran beteiligt waren. Die Literatur über innere Bilder, die  ich vorlegte, offenbarte die Schwierigkeit, mittels Sprache die Unmenge  von Bildern, Gefühlen und Geräuschen zu beschreiben, die unsere innere  Erfahrung ausmachen.</p>
<p>Dieser Artikel führt dieses Thema weiter aus und verdeutlicht die <strong>Probleme</strong>, auf die ich stieß, als ich versuchte, mentale Bilder durch den etablierten NLP-Ansatz der Submodalitäten zu erkunden.</p>
<p>In einem Pilotprojekt hatte ich Teilnehmer darum gebeten, zu beschreiben, was das <strong>Wort &#8220;Verkauf&#8221;</strong> für sie bedeutete. Es folgt eine typische Antwort:</p>
<p><strong>Janet, Serviceberaterin: </strong></p>
<p>Ich kann einen Handelsvertreter für Doppelglasfenster sehen. Mann,  was für ein aalglatter Typ! Huh &#8230; Er hat einen dunklen Anzug und eine  Aktentasche. Er ist groß und dünn. &#8220;Kann ich hereinkommen?&#8221; sagt er.  Ich kann hören, wie er sagt: &#8220;Versäumen Sie die Gelegenheit nicht&#8221;. Ich  mag es nicht, bedrängt zu werden..</p>
<p>Die aus dieser Übung mit dreißig Teilnehmern elizitierten  Hauptthemen wurden im ersten Artikel erläutert. Es war deutlich, daß  viele Teilnehmer gefühlsmäßig von ihren inneren Bildern beeinflußt  wurden (ich stelle mich quer; Ich mag das nicht; Ich will ihn loswerden;  Ich mag ihn nicht), denn sie verwendeten emotionale Wörter, um ihr Bild  vom Charakter eines Handelsvertreters zu beschreiben (schrecklich,  aufdringlich, kriecherisch, geschniegelt). Ich fragte mich, ob die  Fragestellung das Echo tiefer innerer Überzeugungen über Verkäufe und  Verkäufer hervorgerufen hatte oder die verstandesmäßige und auf  Erfahrung beruhende Darstellung von wirklichen Verkaufssituationen.</p>
<hr />
<h3><strong>2. Die Submodalitäten</strong><span style="font-size: medium;"> </span></h3>
<p>Im 70er Jahren entwickelten <strong>Bandler</strong> und <strong>Grinder</strong>, neben vielen anderen, therapeutischen Methoden, die sich stark der <strong>Manipulation der inneren Bilde</strong>r bedienen. Sie schlugen fünf <strong>Hauptrepäsentationssysteme</strong> vor:</p>
<ul>
<li>das Sehen (V=Visuell),</li>
<li>Hören (A=Auditiv),</li>
<li>Fühlen (K=Kinästhetisch),</li>
<li>den Geruchs- (0=Olfaktorisch) und den</li>
<li>Geschmackssinn (G=Gustatorisch).</li>
</ul>
<p>Man bezieht sich am häufigsten auf die ersten drei: das Sehen, das Hören und Fühlen.</p>
<p>Ihre <strong>Submodalitäten</strong> werden unten folgenden Auflistung  gezeigt (nach O´ Connor und Seymour 1990, S. 57-58 / Seiten 79/80 i. d.  dt. Übersetzung VAK/Freiburg).</p>
<p><strong>Visuell</strong></p>
<ul>
<li>assoziiert (durch die eigenen Augen gesehen)</li>
<li>oder dissoziiert (sich selbst betrachtend)</li>
<li>Farbe oder Schwarz/Weiß</li>
<li>In einem Rahmen oder unbegrenzt</li>
<li>Tiefe (2- oder 3-dimensional)</li>
<li>Standort ( z.B. links oder rechts, oben oder unten )</li>
<li>Abstand der Person vom Bild</li>
<li>Helligkeit</li>
<li>Kontrast</li>
<li>Klarheit (verschwommen oder fokussiert)</li>
<li>Bewegung (wie in einer Film- oder Diavorführung)</li>
<li>Geschwindigkeit (schneller oder langsamer als üblich)</li>
<li>Anzahl (Geteilter Bildschirm oder mehrere Bilder)</li>
<li>Größe</li>
</ul>
<p><strong>Auditiv</strong></p>
<ul>
<li>Stereo oder Mono</li>
<li>Wörter oder Geräusche</li>
<li>Volumen (laut oder leise)</li>
<li>Ton (weich oder hart)</li>
<li>Timbre (Klangfarbe)</li>
<li>Klangquelle</li>
<li>Abstand zur Klangquelle</li>
<li>Dauer</li>
<li>anhaltend oder unterbrochen</li>
<li>Geschwindigkeit (schneller oder langsamer als normal)</li>
<li>Transparenz (klar oder getrübt )</li>
</ul>
<p><strong>Kinästhetisch</strong></p>
<ul>
<li>Standort</li>
<li>Intensität</li>
<li>Druck (hart oder weich)</li>
<li>Ausdehnung (Größe)</li>
<li>Konsistenz (rau oder glatt)</li>
<li>Gewicht (leicht oder schwer)</li>
<li>Temperatur</li>
<li>Dauer (wie lange es anhält)</li>
<li>Form</li>
</ul>
<p>Um den Teilnehmern zu helfen, die Bilder zu beschreiben, über die  sie berichteten, beschloß ich, die Beschreibungen auf die drei  wichtigeren Repräsentationssysteme zu beschränken und O´ Connors und  Seymours System von Submodalitäten zu verwenden.</p>
<p>Die Idee, Bilder durch Submodalitäten zu beschreiben, ist nicht neu. <strong>Aristoteles</strong> sprach zum Beispiel beinahe wörtlich über Submodalitäten , als er sich auf die &#8220;Qualitäten&#8221; der Sinne bezog.</p>
<p>Es wird deutlich, daß die Beschreibung von Submodalitäten <strong>nicht standardisiert</strong> sind. Einige Modalitäten sind diskontinuierlich &#8212; sie sind entweder  eine Erfahrung/ein Zustand oder das Gegenteil (z.B. assoziiert oder  dissoziiert). Andere Submodalitäten variieren stetig, wie Klarheit,  Helligkeit und Volumen, einige Modalitäten stehen mit anderen in  Verbindung, während manche allein für sich stehen.</p>
<p>O´ Connor und Seymour meinen:</p>
<p>&#8220;<em>daß der interessanteste Aspekt von Submodalitäten erkennbar ist an dem, was geschieht, <strong>wenn man diese verändert.</strong> Einige können ungestraft geändert werden, es ergibt keinen Unterschied.  Andere können für eine bestimmte Erinnerung entscheidend sein und wenn  sie verändert werden ändert sich die ganze Art, wie wir uns in Bezug auf  die Erfahrung fühlen&#8230; normalerweise ist die Wirkung und Bedeutung  einer Erinnerung oder eines Gedankens mehr auf die Wirkungsweise einiger  kritischer Submodalitäten, als auf die Bedeutung des Inhalts  zurückzuführen.</em>&#8221; (O´ Connor und Seymour, S. 59, S. 81 i. d. Übersetzung)</p>
<p>Dieses faszinierende Konzept impliziert, daß die Verschlüsselung oder die Qualität eines inneren <strong>Bildes</strong> irgendwie mit der Bedeutung oder der Intensität der <strong>Realität hinter dem Bild</strong> verbunden wird. Ein Jungscher Traumanalytiker wird keine Einwände gegen  diese Ansicht erheben wird und O&#8217;Connor und Seymour implizieren, daß es  möglich sei, die Bedeutung eines mentalen Bildes zu verändern, und  dadurch den Wert und die Bedeutung zu ändern, die dieses Bild für die  Person hat. Die Implikation ist die, daß dies <strong>mit nur einer einzigen Submodalität</strong> möglich sein kann.</p>
<p>Sie nehmen folgendes an:</p>
<p>&#8220;<em>Für die meisten Leute wird eine Erfahrung am intensivsten und am  unvergesslichsten sein, wenn sie groß, hell, farbig, nah und assoziiert  erfahren wird. Wenn dies für Sie so ist, dann vergewissern Sie sich, daß  Sie Ihre guten Erinnerungen auf diese Weise speichern. Im Gegensatz  dazu machen Sie Ihre unangenehmen Erinnerungen klein, dunkel,  schwarzweiß, weit entfernt und dissoziieren sich von ihnen.</em>&#8221; (S.60, S.  83 i. d. Übersetzung)</p>
<p>Wenn die <strong>Bedeutung von Bildern</strong> wirklich mit der <strong>Intensität der gespeicherten Erfahrung</strong> verbunden wird, dann könnte dies, wie NLP-Anhänger behaupten, ein  mächtiges Werkzeug sein, die Abneigung gegen die Verkaufstätigkeit zu  verändern.</p>
<p>Ich war deshalb daran interessiert, zu sehen, ob die intensiven  Erinnerungen der Teilnehmer wirklich als groß, nah, assoziiert usw.  beschrieben würden. Ebenso ob diese sich änderten, wenn es sich um  entweder sehr gute oder sehr schlechte Erfahrungen handelte. Die Bilder,  die Verkaufsaktivität erzeugen könnten, waren genauso von Interesse .  Erscheinen angenehme Erinnerungen möglicherweise hell und farbig,  während unangenehme Erinnerungen dunkel und schwarzweiß sind? Werden  umgekehrt Bilder aus Verkaufserinnerungen hell und assoziiert oder  dunkel und dissoziiert wahrgenommen?</p>
<p>NLP-Anhänger behaupten, daß es im Kern darum geht, welche Submodalität den <strong>signifikanten Unterschied</strong> für eine Person bewirkt.</p>
<p>Wie auch immer, die Videos und Texte, die sich mit der NLP-Arbeit  an mentalen Bildern befassen, zeigen, daß NLP-Trainer, wie Bandler  (1985) und Steve und Connirae Andreas (1987) nach dem Muster verfahren,  daß sie angenehme Erfahrungen mit Farbe und Helligkeit usw. verbinden  und deren Intensität bei unangenehmen Erinnerungen reduzieren. Oft  versuchen sie auch in therapeutischer Absicht, eine Gruppe von  Submodalitäten zu verändern, indem sie Bilder mit Klängen und Gefühlen  verbinden um die Wirkung zu verstärken oder abzuschwächen.</p>
<hr />
<h3><strong>3. Methodischer Forschungsansatz</strong></h3>
<p>Der Art, wie auf die Bilder <strong>zugegriffen</strong> wird, wird oft große Bedeutung beigemessen. NLP-Anhänger behaupten, daß der <strong>Bezug</strong> wichtiger ist als die äußeren Gegebenheiten, aber auch daß Konzentration und Ruhe erforderlich sind.</p>
<p>Ich entschied deshalb, daß meine Teilnehmer dazu gebracht werden  sollten, so entspannt als möglich zu sein, und daß ich mich ruhig  verhalten würde und meist das Reden dem Teilnehmer überließe.</p>
<p>Die Beleuchtung des verwendeten Zimmers sollte z.B. durch die  Verwendung von Jalousien gedämpft werden. Um die richtige Stimmung zu  erzeugen, sollten die Teilnehmer still sitzen, während ich ihnen das  Forschungsvorhaben erklärte. Nach den zwei im ersten Artikel  beschriebenen <strong>Bildertests</strong> wurden die Teilnehmer darum gebeten, sich zwei Situationen &#8211; möglichst aus der letzten Zeit &#8211; <strong>ins Gedächtnis zu rufen</strong>. Eine jener Situationen sollte eine Begebenheit sein, von der die Person annahm, daß er eine wichtige <strong>gute</strong> Erfahrung sei. Die andere, ein Ereignis, das deutlich <strong>negativer</strong> war. Es sollten Anlässe sein, an denen die Teilnehmer persönlich  beteiligt waren und welche nach ihrem Empfinden eine starke Wirkung auf  sie hatten.</p>
<p>Sie wurden darüber informiert, daß sie darum gebeten würden, die entstehenden Bilder mit Hilfe bestimmter <strong>Wörter aus drei Repräsentationssystemen</strong> zu beschreiben. Die Teilnehmer wählten aus, welches Bild sie zuerst  beschreiben wollten und für jedes Bild wurden sie gebeten, die  Submodalitäten in der zuvor gezeigten Reihenfolge zu beschreiben.</p>
<p>Die Fragen im<strong> visuellen Kanal:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;Sind Sie im Bild oder sehen Sie sich selbst?&#8221;</li>
<li>&#8220;Ist das Bild farbig oder schwarzweiß?&#8221;</li>
<li>&#8220;Ist das Bild in hellem oder gedämpftem Licht?&#8221;</li>
</ul>
<p>Oft waren umfangreiche Erklärungen notwendig. Zum Beispiel , wenn  die vorgestellte Szene sich in Kunstlicht ereignete; war sie dann  dunkler, heller oder unter diesen Umständen normal?</p>
<hr />
<h3><strong>4. Unterschiede zwischen positiven und negativen Bildern</strong></h3>
<div>Die 19 Teilnehmer wurden darum gebeten, 33 Submodalitäten für  jedes Bild zu beschreiben, ( 13 visuell, 11 auditiv und 9  kinästhetisch). Diese sind manchmal mit einander verknüpft.</div>
<p>Wenn ein Teilnehmer z. B. berichtete, daß er das Bild assoziiert  erlebte (daß er es mit eigenen Augen sah), war das Bild meist ungerahmt,  dreidimensional, und der Teilnehmer vermerkte, daß er keine Distanz zum  Bild habe. Es kam vor, daß jemand die Geschwindigkeit einer Bewegung  nicht beschreiben konnte, da anfänglich keine Bewegung wahrgenommen  wurde.</p>
<p>Ich war in erster Linie daran interessiert, zu sehen, ob es  Unterschiede zwischen den Submodalitäten von guten und schlechten  Erfahrungen gab. Die Daten ergaben in der Tat, daß Unterschiede zwischen  guten und schlechten Bildern bei 3 bis 25 Submodalitäten auftraten.  Dies besagt auch, daß einige Teilnehmer praktisch keinen Unterschied  zwischen guten und schlechten Bildern wahrnahmen, während bei einer  Person 25 von 33 Submodalitäten unterschiedlich waren. Es sollte in  Erinnerung behalten werden, daß einige Submodalitäten miteinander in  Verbindung stehen.</p>
<p>Die NLP-Literatur weist nicht darauf hin, daß <strong>deutliche Unterschiede</strong> zwischen positiven und negativen Bildern zu erwarten sind und es  schien, daß NLP-Anwender deutlich so verfuhren, daß sie mentale Bilder  reduzierten, abdunkelten und verkleinerten, um ihre Wirkung zu dämpfen.  Aus dem selben Grund dissoziierten sie sich auch häufig von assoziierten  Bildern. In einigen Fällen konnte <strong>ein ganzes Repräsentationssystem</strong> nicht genutzt werden. Dies war immer das auditive System &#8211; eine  Überraschung, angesichts der starken Hinweise auf den auditiven Modus in  meinen früheren Tests. Ich war mir nicht sicher, ob dieser Unterschied  bedeutsam ist, da es keine andere Studie gab, mit der man hätte  vergleichen können. Es deckt sich nicht mit der NLP-Literatur, daß als  eindeutig gut bewertete Erlebnisse distanziert (9 Beispiele), als  verblasst, verschwommen oder mit schwachem Kontrast (12 Fälle) und keine  wie auch immer gearteten Klänge (5 Fälle) wahrgenommen wurden.</p>
<p>Im <strong>kinästhetischen Kanal </strong>tendierten Teilnehmer dazu,  ziemlich intensive Gefühle mit sowohl guten als auch schlechten  Erfahrungen zu verbinden. Jedoch hatten sie Schwierigkeiten, das Zentrum  des Gefühls ausfindig zu machen; Schlechte Gefühle schienen sich auf  den Magen zu konzentrieren, gute Gefühle sich über den ganzen Körper zu  verteilen. Viele der allgemeinen Beschreibungen der Teilnehmer waren  ebenfalls <strong>vage oder nuanciert</strong>. Sie äusserten etwa Begriffe wie  &#8220;etwas dunkler&#8221;, &#8220;leicht verwischt&#8221;, &#8220;ein wenig größer&#8221; usw.. Oft war  den Teilnehmern nicht wirklich klar, was sie erlebten, oder sie  berichteten mehrere, manchmal sich widersprechende Erfahrungen.  Insgesamt äusserten sie keine übereinstimmenden Unterschiede zwischen  guten und schlechten Bildern. Einer der Gründe hierfür wurde klar, als  eine Anzahl von Teilnehmern nachher berichtete, daß die Erfahrungen, auf  die sie zugriffen, nicht wirklich bedeutende Erlebnisse waren:</p>
<ul>
<li> &#8220;Es war eine angenehme Situation &#8212; , aber nicht die beste.&#8221;</li>
<li>&#8220;Es war eine unangenehme Situation, aber keine grauenvolle.&#8221;</li>
<li>&#8220;Es waren eine enttäuschende Zeit, aber keine schlechte.&#8221;</li>
<li>&#8220;Ich vermute, daß ich es negativ eingefärbt habe.&#8221;</li>
</ul>
<p>Einige Teilnehmer hatten nach ihrem Einverständnis mit den  &#8220;Forschungsregeln&#8221; (z.B. &#8220;bedeutsame&#8221; Ereignisse zu wählen) dann  anscheinend ignoriert, womit sie sich vorher einverstanden erklärt  hatten.</p>
<p>Ein zweites Problem war, daß einige Teilnehmer Ereignisse wählten,  die viele Jahre zuvor geschehen waren. Ein Teilnehmer (um die 40 J.)  erinnerte sich daran, wie er seinen Eltern sagte, daß er Universität vor  mindestens fünfundzwanzig Jahren an der aufgenommen worden war. Ein  anderer erinnerte sich an seinen Hochzeitstag vor dreizehn Jahren. Es  überrascht kaum, daß sie Schwierigkeiten hatten, in allen drei  Repräsentationssystemen auf erinnerte Bilder zuzugreifen. Diese  Teilnehmer hatten die Vereinbarung ignoriert, Ereignisse aus der letzten  Zeit zu wählen.</p>
<p>Verfechter des NLP würden behaupten, daß zeitlicher Abstand nicht  unbedingt so bedeutsam ist, wie bestimmte Submodalitäten. Und wenn  einige Teilnehmer versuchten, auf eine &#8220;tatsächliche&#8221; Erinnerung  zurückzugreifen, die mit der Zeit verblasst sein könnte, hätten sie  dennoch eine Wahrnehmung dieser Erinnerung gespeichert, die durch ihre  Submodalitäten beschrieben werden kann. Meine Teilnehmer waren nicht  einmal annähernd so deutlich in ihrer Wahrnehmung oder in ihrer  Fähigkeit, diese zu beschreiben.</p>
<p>Der eigentliche Punkt war für mich nun der, herausfinden, warum  die Teilnehmer keine &#8220;frischen&#8221; und &#8220;bedeutenden&#8221; Ereignisse gewählt  haben, dem sie ja zugestimmt hatten. Es blieb die Vermutung, daß sie  vielleicht einfach keine bedeutsamen Ereignisse gehabt hatten. Das Wort &#8220;<strong>bedeutend</strong>&#8221;  wurde in diesem Kontext neutral gebraucht &#8211; es konnte bedeuten, was  immer die Teilnehmer wollten und so überraschte es, daß wir hier auf  Schwierigkeiten stießen. In einer kleinen Zahl von Fällen konnten keine  inneren Bilder gesehen werden oder sie wurden von den Teilnehmern  unterdrückt.</p>
<p>Ein weiteres Problem war, daß viele Teilnehmer Schwierigkeiten  hatten, ein Bild über eine längeren Zeitraum zu behalten. Andere Dinge  kamen ihnen in den Sinn oder das Bild <strong>veränderte</strong> sich ständig.  Daß die Bilder anfänglich nicht sehr stark waren, wurde ebenfalls als  Hindernis empfunden. Meist räumten sie dies nur ein wenn ich sie danach  fragte.</p>
<p>Eine Anzahl von Teilnehmern hatte Schwierigkeiten mit den  Submodalitäten selbst. Die Unterscheidung zwischen Helligkeit, Klarheit  und Kontrast fiel ihnen nicht immer leicht. Das gleiche betrifft den  Ton, die Klangfarbe und die Lautstärke eines Geräusches. Ebenfalls  wurden einige Teilnehmer durch Wörter für die Beschreibung von  Empfindungen wie: fest, weich, grob, glatt, leicht oder schwer verwirrt.  Ich hatte manchmal das Gefühl, das die Teilnehmer sich in einer  &#8220;entweder/oder&#8221; Situation manchmal willkürlich entschieden, nur um  weitermachen zu können und ihren Teil des Forschungsvertrags zu  erfüllen.</p>
<p>Obwohl ich einen teilnehmerzentrierten Ansatz gewählt hatte,  wandelte sich dieser in dem Versuch, durch die Checkliste möglicher  Antworten Klarheit zu schaffen, unbeabsichtigt in einen  forschungszentrierten Ansatz. Dies hebt die Schwierigkeit hervor, die  beim Versuch entsteht, mentale Bilder mit Worten zu beschreiben, und die  Schwächen inhärent jeder Forschungsarbeit, die versucht, dies zu tun.  Dieser &#8220;entweder/oder&#8221;-Ansatz scheint sich oft in den Tonbändern und  Protokollen von NLP-Sessions widerzuspiegeln, die ich überprüft hatte,  und die Validität von einigen dieser Materialien ist daher zu  bezweifeln.</p>
<p>Einige Teilnehmer sprachen ausführlich über ihre Bilder und  standen deutlich unter ihrem Einfluß. Zum Beispiel reagierte eine  Teilnehmerin stark, als sie darum gebeten wurde, sich an den Klang der  vorgestellten Ereignisses zu erinnern, und berichtete, daß ein  bestimmtes Geräusch sie durcheinander gebracht hätte, und alle Geräusche  jetzt verstummt seien. Ein anderer Teilnehmer erinnerte sich an sein  negatives Ereignis mit geschlossenen Augen und kommentierte nachher, daß  er immer noch über das Ereignis nachgrübelte. Eine andere Person, die  ihre Augen sowohl bei angenehmen wie auch unangenehmen Ereignissen  geschlossen hatte, fand, daß ihr Bewußtsein von einem unangenehmen  Vorfall zu der anschließenden Beziehung zu einer Person, die in der  Situation anwesend war, wanderte. Sie räumte am Ende ein, daß ihre  Beschreibung von Submodalitäten sich eher auf spätere Ereignisse als auf  das erste Bild mit dem negativen Ereignis bezog.</p>
<p>Bei mir blieb die Ansicht, daß der <strong>Zugriff der Teilnehmer auf mentale Bilder keineswegs so klar oder einfach war</strong>,  wie einige Texte es implizieren. NLP-Trainingsvideos reflektieren vor  allem die Arbeit mit NLP-Anhängern in NLP-Kursen; Sie kennen den  Prozess, die Terminologie und, was vielleicht noch wichtiger ist, sie  sind vertraut mit Konzepten und Grundhaltungen, die andere  möglicherweise in Frage stellen. Es war vielleicht naiv von mir,  versucht zu haben, dieses mit meinen Forschungsteilnehmern zu  replizieren. Und doch implizieren die NLP-Texte, daß dies für eine  geübte Person kein Problem sein sollte. Ich glaube, daß ich kompetent  genug war, und das Argument, daß meine Arbeit über mentale Bilder  fehlschlug, weil der Ausführende nicht geübt genug sei, ist mir kaum  entgegenzuhalten. Ich frage mich deshalb, ob die Geübtesten und  Qualifiziertesten ständig Fehler oder schlechte Ergebnisse erzielen  können?</p>
</div>
<div>
<hr />
<h3><strong>5. Mentale Bilder in der Verkaufserfahrung </strong></h3>
<p>Ich fragte mich immer noch, wie sich die <strong>Submodalitäten von Verkaufserfahrungen </strong>der Teilnehmer mit den <strong>Submodalitäten der bedeutsamen negativen oder positiven Erfahrung</strong> vergleichen lassen. Dies würde ja bedeuten, daß durch Austausch der  Submodalitäten, z.B. einer negativen Verkaufserfahrung mit denen einer  angenehmen Erfahrung, die Reaktion der Person sich änderte. Wenn  Teilnehmer in ihrer Abneigung gegen Verkaufssituationen auf die in einer  bestimmten Weise abgespeicherten Bilder reagierten, dann könnten sie  ganz unterschiedlich reagieren, wenn jene Bilder geändert würden. Dies  ist die Basis eines großen Teils der NLP-Therapie.</p>
<p>Die Teilnehmer wurden deshalb darum gebeten, mit Hilfe von  Submodalitäten eine &#8221; wichtige&#8221; Verkaufserfahrung &#8220;aus der letzten Zeit&#8221;  zu beschreiben, in der sie mit ihren Fähigkeiten als professionelle  Berater beteiligt waren. Sie sollten mir nicht sagen, ob es eine  angenehme oder eine unangenehme Erfahrung war, so daß ich sie in keiner  Richtung beeinflussen konnte.</p>
<p><strong>Die Ergebnisse waren nicht schlüssig</strong>. Die Submodalitäten  schienen kein eindeutiges Muster zu haben, das mir ermöglichen würde, zu  erahnen, ob es Bilder einer guten oder schlechten Verkaufserfahrung  waren. In drei Fällen fehlten ganze Primärsysteme.</p>
<p>NLP-Adepten würden wahrscheinlich behaupten, daß ich versuchte,  eine Verbindung zu untersuchen, die nicht existiert. So wurden die  Aufzeichnungen nach jeder Sitzung jedem Teilnehmer gezeigt um ihre  Ansicht zu erfahren und Verdeutlichung zu bekommen. In vielen Fällen  erklärten die Teilnehmer, daß sie auf alte Verkaufserfahrungen  zugegriffen hatten, die nicht besonders bedeutsam waren:</p>
<ul>
<li>&#8220;Die Verkaufssituation war nicht mit besonders starken Gefühlen verbunden.&#8221;</li>
<li> &#8220;Es war schon vor langer Zeit.&#8221;</li>
</ul>
<p>Einer der Teilnehmer, ein Teilhaber, sprach ausführlich von einer<strong> inneren Stimme</strong>,  die immer in all seinen Bildern existierte, etwa wie die Kommentare in  einem Film, die zu ihm sprachen und ihn in dem, was zu tun sei,  leiteten:</p>
<ul>
<li>&#8220;Meine innere Stimme verhält sich logisch und ordnet die Tatsachen  für mich. Sie ist wie die Stimme der Älteren. Sie will meine guten  Absichten, aber nicht meine Schwächen ausdrücken.&#8221;</li>
</ul>
<p>Die Verkaufssituation war eine mit &#8220;sehr beschränkten Zielen.&#8221;.. &#8220;die wir erreichten.&#8221;</p>
</div>
<div>
<p>Noch einmal, die Verkaufssituation schien wieder nicht wirklich  wichtig gewesen zu sein, und es gab vielleicht eine Implikation, daß  dieser Teilnehmer absichtlich gewollt hatte, daß es eine minder wichtige  Erfahrung war, um es zu vermeiden, Schwäche zu zeigen. Dies war ein  weiterer Hinweis darauf, daß mein Interviewprozeß möglicherweise  unerwartete Daten lieferte. Früher innerhalb dieser Forschungsarbeit  wurde schon einmal ausgeführt, daß die Teilnehmer als professionelle  Berater zögerten, Schwächen oder Misserfolge zu zeigen (siehe Argyris  1991). In der Arbeit mit dem LAB-Profil (Bailey1991), ihrer Tendenz zu  &#8220;von weg&#8221; (Problemvermeidung)&#8221;, &#8220;Selbst-Bezogenheit&#8221; (mangelndes  Interesse an anderen ), waren diese und andere Schutzmechanismen  herausgestellt worden.</p>
<p>Vielleicht hatte ich die Teilnehmer auch vor eine Situation  gestellt, die, während sie mir vertraut war, für sie fremd und  möglicherweise bedrohlich (oder eventuell einfach uninteressant)  erschien. Es ist möglich, daß sie so geantwortet hatten um die  Intensität ihrer Reaktion zu vermindern.</p>
<hr />
<h3><strong>6. Die Beschreibung mentaler Bilder &#8211; Schlüsse</strong></h3>
<p>Keiner der Teilnehmer kritisierte oder bezweifelte diese  Forschungsarbeit, und mehrere bestätigten, daß sie sie sehr interessant  fanden. In einem Forschungsprojekt gibt es jedoch oft den Wunsch, ein  Ergebnis zu erreichen, dass die Hypothese beweist oder zu widerlegt und  wichtige Fakten zu veröffentlichen. Es gibt ebenfalls die Gefahr, daß  Forscher den Teilnehmern das Gefühl geben, daß was sie liefern, nicht  substantiell genug sei &#8211; kurzum, daß sie obstruktiv zu den  erforderlichen Ergebnissen der Forschung sind. Dies könnte gleichermaßen  für eine Therapiesitzung oder ein NLP-Seminar gelten, besonders wenn  der Teilnehmer erhebliche Beträge für eine sachkundige Ausbildung  bezahlt haben. Meine Teilnehmer waren nicht in dieser Situation.</p>
<p>In der Pilotstudie zeigten sich einige sehr starke Reaktionen  gerade auf ein einfaches Wort wie &#8220;Verkauf&#8221;. Ich hatte naiverweise bei  dieser Arbeit eine ähnliche Reaktion nicht im mindesten erwartet und  habe eine heilsame Lektion bekommen.</p>
<p>Frühere Arbeiten in diesem Bereich hatten impliziert, daß die  Teilnehmer als Gruppe ein strukturiertes, organisiertes und möglichst  voraussagbares Leben anstrebten. Es kann sein, daß sie, wie einige  kommentiert haben, sich ungern Erfahrungen aussetzen, die nicht  strukturiert und voraussagbar sind. Deshalb konnten sie keine entweder  sehr positiven oder sehr negativen Verkaufserfahrungen erinnern. Die  Tatsache, daß so viele Verkaufserfahrungen alte Erinnerungen waren,  verleiht dieser Ansicht Glaubwürdigkeit. Während der Interviews spürte  ich jedoch zunehmend, daß sich mein Ziel, die mentalen Bilder der  Teilnehmer durch die Anwendung von Submodalitäten zu erforschen, sich  nicht als so erfolgreich erwies, wie ich gehofft hatte.</p>
<p>Der <strong>Mangel an empirischen Daten</strong>, die die Theorie der primären Repräsentationssysteme unterstützen und das beträchtliche Maß an <strong>Forschung, das diese negiert</strong>,  (siehe meinen ersten Artikel) ist ein weiterer Streitpunkt. Als  Forscher bin ich mir sehr wohl der Gefahr bewußt, zu hören, was man  hören will, und zu sehen, was man sehen will. Ich war mir auch des  Mangels an empirischen Daten bewußt, als ich mit den Modalitäten  arbeitete, um Langzeitveränderungen des Verhaltens zu elizitieren. Die  Bänder, Videos, Bücher und Protokolle scheinen erfolgreiche  Therapiearbeit zu reflektieren, innerhalb einiger Minuten oder sogar  Sekunden wirkende Interventionen. Ich suchte bei kommerziellen  Organisationen vergeblich nach empirischen Daten über Change Management  Initiativen. Ich stieß auf zwei multinationale Firmen, die sich in Folge  ihrer Erfahrungen jetzt weigern, intern NLP-Interventionen zu  gestatten. Trotz dringender Nachfrage sträubten sie sich, ihre  offensichtliche Unzufriedenheit mit diesem Ansatz ausführlich  darzustellen.</p>
<p>Meine eigene Forschung deutet auf weit mehr <strong>Misserfolge</strong> hin, als von Teilnehmern selbst zugegeben wird.</p>
<p>In der Tat gab ich die Arbeit an der Beschreibungen durch Submodalitäten auf zugunsten eines alternativen &#8220;<strong>Real World&#8221;</strong>- Ansatzes, der einige spannende Beispiele für die Verbindung zwischen Bildern, Gefühlen und Verhalten hervorbrachte.<br />
Ich werde sie in meinem <span style="color: #ff0000;"><strong>dritten und letzten Teil</strong></span> beschreiben.</p>
<hr />
<h3><strong>7.</strong> <strong>Literatur</strong></h3>
<ul>
<li>Andreas S and C, 1987. Change your Mind and Keep the Change. Real People Press, Utah.</li>
<li>Argyris C, 1991. &#8220;Teaching Smart People How to Learn.&#8221; Harvard Business Review, Vol. 69 (3) pp.99 – 109.</li>
<li>Bailey R, 1991. The Language and Behaviour Profile. Learning and Behavioral Institute, West Park, New York.</li>
<li>Bandler R, 1985. Using your Brain for a Change. Real People Press, Utah.</li>
<li>Bandler R, 1989. Language Patterns of Milton Erickson. Two 3-hour tapes, Southern Lands NLP, Australia.</li>
<li>O’Connor J and Seymour J, 1990. Introducing Neuro Linguistic Programming. Mandala, London.</li>
</ul>
</div>
<hr />
<h2><span style="color: red; font-size: medium;"><strong><span style="color: #000000;">Teil 3: Eine Untersuchung über die Änderung der Realität</span><br />
</strong></span></h2>
<p>Ursprünglich erschienen in NLP-World (Juli 1997). Mit Genehmigung von <a href="http://www.unil.ch/angl/docs/nlpworld/" target="_blank">NLP-World</a>.</p>
<hr size="2" />
<div>
<h3>1. <strong>Einführung </strong></h3>
<p>In zwei vorhergehenden Artikeln beschrieb ich, wie meine  Untersuchung über mentale Bilder sich aus dem umfangreichen Material für  meine Doktorarbeit entwickelt hatte. Es ging um die Abneigung  professioneller Berater, wie z.B. Buchhalter, Steuer- und Firmenberater,  Verkaufsgespräche zu führen. Hiermit meine ich ihre Abneigung, sich in  eine Verkaufssituation zu begeben, selbst dann, wenn es unbedingt  erforderlich ist. Mentale Bilder schienen in diesem Zusammenhang eine  Rolle zu spielen. In meinem ersten Artikel untersuchte ich die <strong>Literatur über innere Bilder,</strong> genauso wie die Fähigkeit der Teilnehmer, diese zu beschreiben. Im  zweiten Papier betrachtete ich besonders die Fähigkeit, die Bilder,  welche mit positiven und negativen Erlebnissen und mit den  Verkaufssituationen einhergingen, mit Hilfe der <strong>Submodalitäten</strong> zu beschreiben.</p>
<p>Die Ergebnisse waren nur wenig aussagekräftig, besonders die  Resultate der Arbeit mit den Submodalitäten. Dieser letzte Artikel zeigt  nun die <strong>hochinteressanten Ergebnisse einer Untersuchung im Bereich der Wirkungforschung</strong>.</p>
<hr />
<h3><strong>2. Die Simulation </strong></h3>
<p>Zehn Teilnehmer, die nicht an den Interviews über mentale Bilder  beteiligt waren, standen mir später dafür zur Verfügung, ihre inneren  Bilder während einer simulierten Verkaufssituation zu untersuchen.</p>
<p>Situationen, in denen der Forscher versucht, die Realität zu  beeinflussen, oder er die Teilnehmer direkt mit in die Forschungsarbeit  einbezieht, werden oft als &#8220;<strong>Wirkungsforschung&#8221;</strong> (action research)  (Whyte 1984) bezeichnet. Sie unterscheidet sich von einem Experiment  durch die Implikation einer spontanen, situationsbedingten Antwort  anstelle eines wohlüberlegt und systematisch geplanten Ansatzes.</p>
<p>Patton war der Meinung, daß solch kreative Ansätze  situationsbedingt aufschlußreich, angemessen, glaubwürdig und nützlich  sind (Patton 1990, S. 346). Mir ist jedoch bewußt, das jede Einflußnahme  zu Mißbrauch und Verfälschung benutzt werden kann, wenn man die  gesammelten Daten interpretiert, ohne die Art ihres Zustandekommens zu  beachten.</p>
<p>Ich schlug deshalb vor, eine auf einem Telefongespräch basierende <strong>Verkaufssituation zu simulieren.</strong> Jeder Teilnehmer wurde gefragt, ob er bereit sei, sich in dieser Form  an der Arbeit zu beteiligen. Niemand lehnte dies ab. Daraufhin wurden  alle instruiert, daß ich sie bald darum bitten würde, aus einer Gruppe  von Karten, die zuvor vorbereitet worden war, eine zu wählen.</p>
<p>Auf jeder Karte stand der Name und die Telefonnummer einer Firma,  die nicht Kunde der Firma des Teilnehmers war. Nach der Wahl einer Karte  sollten sie die Nummer anrufen und sich erkundigen, an wen man sich  wenden müsse um die Dienstleistungen ihrer Firma zu präsentieren.</p>
<p>Im Verkäuferjargon wird soetwas ein &#8220;<strong>cold call</strong>&#8221; genannt.  Die Teilnehmer wurden einfach nur darum gebeten, herauszufinden, an wen  sie sich wenden sollten, ohne tatsächlich mit der Person zu reden. Dies  ist bei den meisten &#8220;cold calls&#8221; der Fall. Eigentlich sollte dieses  Experiment für intelligente, geschulte Personen, die häufig Arbeit per  Telefon erledigen, kein Problem darstellen. Die Ergebnisse jedoch  belegten das genaue <strong>Gegenteil</strong> dieser Annahme.</p>
<p>Als den Teilnehmern die Anweisungen gegeben wurde, veränderten sie plötzlich ihr Verhalten. In den meisten Fällen zeigten sie <strong>extreme Furcht</strong>.  Wegen dieser Reaktionen wurden niemand gedrängt, den Anruf zu tätigen.  Stattdessen wurden sie gebeten, sich an alles zu erinnern, was ihnen  durch den Sinn ging, während die Anweisungen gegeben wurden. Als erstes  möchte ich hier die Protokolle von vier der sechs heftigsten Reaktionen  anführen.</p>
<hr />
<h3><strong>3. Teilnehmerantworten</strong></h3>
<p><strong></strong><strong>Teilnehmer 1: </strong></p>
<p><em>Ich fühlte die Angst überall. Ein kaltes starkes Ziehen in  meiner Brust und mein Magen drehte sich. Eine Stimme sagte: &#8220;Ich tue das  nicht.&#8221; Es war meine eigene Stimme. Sie war kräftig, tief und streng.  Die Stimme sagte:&#8221;Es ist vielleicht ein Test&#8221;, aber ich fühlte immer  noch dasselbe. Ich sah das Bild einer der Karten. Sie war weiß und  angsterregend. Ich konnte das Gefühl nicht ertragen, daß Sie dort sitzen  und beobachten, wie ich einen Narren aus mir mache. Ich konnte es  sehen, und die Stimme sagte: &#8220;Oh nein, nein, nein!&#8221;</em></p>
<p>Die Aussage dieses Teilnehmers verdeutlicht klar eine Reihe von  Punkten. Die Vorstellung, dabei beobachtet zu werden, wie er einen  Fehler macht, (&#8220;&#8230;wie ich einen Narren aus mir mache&#8221;) war ziemlich  deutlich. Der Gedanke, daß es ein Test sei, der die Möglichkeit  implizierte, daß ein Mißerfolg aufgezeichnet und untersucht werden  könnte, wurde abgeschwächt durch die Vorstellung, daß dies keine reale  Situation ist (&#8220;aber ich fühlte immer noch dasselbe&#8221;). Der Teilnehmer  verdeutlicht, daß simulierende Übungen in einer Ausbildungssequenz und  beobachtete Verkaufshandlungen in einer realen Situation deutlich anders  wahrgenommen werden.</p>
<p>Von Interesse war die Folge von Bildern, die dieser Teilnehmer  äusserte. Wenn V = visuell, A = auditiv, und K = kinästhetisch ist, war  die Reaktionskette dieses Teilnehmers: K &gt; A &gt; K &gt; V &gt; K  &gt; V &gt; A.</p>
<p>Die anderen Reaktionen verliefen wie folgt:</p>
<p><strong>Teilnehmer 2: </strong></p>
<p><em>Ich fühlte, wie ich mich verspannte. Ich hörte mich sagen: &#8220;Oh  nein, muß ich das wirklich tun?&#8221; Meine Magenmuskulatur verfestigte sich  und die Stimme sagte: &#8220;Kann ich mich weigern es zu tun? Wie fange ich  das an?&#8221; Ich denke nicht, daß ich irgend etwas sah</em>.</p>
<p>Die Reaktionskette dieser Testperson war die folgende: K &gt; A &gt; K &gt; A.</p>
<p><strong>Teilnehmer 3: </strong></p>
<p><em>Ich war geschockt und fühlte einen Druck in meinem Magen. Ich  spürte Nadeln in meinem Arm und mir wurde heiß. Eine Stimme sagte:  &#8220;Scheiße, ich habe keine Zeit gehabt, mich vorzubereiten.&#8221; Ich sah  nichts. Eine Stimme sagte: &#8220;Wie hat er das gemacht?&#8221; Ich begann Worte  einzuüben und mich ein bißchen besser zu fühlen. </em></p>
<p>Die Reaktion dieses Teilnehmers verlief folgendermaßen: K &gt; A &gt; A &gt; K.</p>
<p><strong>Teilnehmer 4: </strong></p>
<p><em>Ich habe gespürt, wie ich errötete. Ich fühlte ein schwarzes  Loch, eine Leere. Ich hörte zuerst Ihre Stimme und dann sagte meine  Stimme: &#8220;Das kann er nicht ernst meinen.&#8221; Meine Stimme war sehr  verkrampft. Ich sah wieder ein schwarzes Loch. </em></p>
<p>Die Reaktionskette dieses Teilnehmers verlief so: K &gt; A &gt; A &gt; V.</p>
<p>Die Antworten weisen auf einen gewissen Bedarf an Vorbereitung hin (&#8220;<em>Ich hatte keine Zeit; ich bin nicht vorbereitet&#8221;.</em>). Ebenso auf das Bedürfnis nach einer offiziellen Freigabe (&#8220;<em>Wir haben das nicht geklärt; ich war nicht vorgewarnt.&#8221;</em>) und die Möglichkeit, daß die Handlung nicht sanktioniert werden kann (<em>&#8220;Kann ich mich weigern es zu tun? Wie hat er das gemacht?&#8221;</em>)  Von großer Wichtigkeit ist hier die Verzweiflung, die diese Übung  verursachte. Es war nicht meine Absicht, mit den Gefühlen der Teilnehmer  zu spielen oder sie zu demütigen.</p>
<p>Deshalb habe ich ja einen einfachen Telefonanruf für das  Experiment gewählt und deshalb setzte ich sie auch nicht unter Druck,  weiterzumachen.</p>
<p>Salisbury (1992) hat behauptet, daß Verkäufer oftmals gedrängt  werden müßten, regelmäßig zu üben. Dies lässt vermuten, daß er auch auf  diese heftige Abneigung gestoßen sein kann. Sein Mittel war ähnlich dem  eines Schwimmlehrers, der seine widerspenstigen Schüler ins kalte Wasser  wirft, in der Überzeugung, daß sie, einmal im Wasser, bald die  Erfahrung genießen, und sich zu besseren Schwimmern entwickeln.</p>
<p>Jeder dieser 6 Teilnehmer berichtete, daß er zuerst auf  kinästhetische Vorstellungen zugegriffen hatte. Um die Analogie  weiterzuführen, standen sie am Beckenrand und stellten sich vor bzw.  fühlten, wie furchtbar es im Wasser sein würde. Die vier anderen  Teilnehmer bekundeten deutlich weniger dramatische Reaktionen. In allen  Fällen <strong>begann</strong> ihr Prozeß mit einer <strong>visuellen Vorstellung</strong>.</p>
<p><strong>Zwei Beispiele:</strong></p>
<p><strong>Teilnehmer 7:</strong></p>
<p><em>Ich sah das Telefon und Sie mit einer Karte. Ich hörte die  Stimme einer anderen Person. Die Empfindung war neutral. Ich fühlte mich  ein wenig herausgefordert, aber ich fühlte mich nicht unter  Verkaufsdruck. </em></p>
<p>Die Reaktionskette dieses Teilnehmers verlief auf diese Art V &gt; A &gt; K.</p>
<p><strong>Teilnehmer 8:</strong></p>
<p><em>Ich sah mich selbst als liebenswürdige Person am Telefon. Ich  hörte die Konversation am Telefon und hörte ebenfalls, wie ich selbst  sagte, daß ich gern mehr Zeit hätte, darüber und über unsere ethischen  Standards nachzudenken. Ich fühlte eine leichte Verspannung, und ich  wollte es nicht vermasseln. </em></p>
<p>Die Reaktion dieses Teilnehmers verlief also: V &gt; A &gt; K.</p>
<p>Diese Teilnehmer beantworten die Herausforderung mit Präparation  (&#8220;Ich hätte gern mehr Zeit, darüber nachzudenken&#8221;) und mit ethischen  Standards der Firma; ebenso mit dem Wunsch, keinen Fehler zu machen,  (&#8220;ich wollte es nicht vermasseln&#8221;), aber sie fühlten sich eindeutig  weniger gefordert (&#8220;Ich fühlte mich ein wenig herausgefordert, aber ich  fühlte mich nicht unter Druck.&#8221;).</p>
<p>Beide Teilnehmer gaben an, daß sie sich mehrmals in der Woche in  Verkaufssituationen befinden und oftmals direkt mit Kunden konfrontiert  sind. Als sie zuvor gefragt wurden, was sie über sich selbst als  Verkäufer dachten, äusserten sie keine besonders starken Gefühle.</p>
<p><em>&#8220;Es ist ein wesentlicher Teil des Jobs. Ich habe Spaß daran,  neue Leute zu treffen. Ich will nicht mein ganzes Leben damit  verbringen, so etwas zu tun, aber ich fürchte mich auch nicht davor.&#8221; </em></p>
<p><em>&#8220;Ich fühle mich wohl und bin sogar ganz aufgeregt, wenn ich  darin gut bin. Ich fühle mich nur vor Probleme gestellt, wenn mein  Wissen lückenhaft ist.&#8221;</em></p>
<p>Die obengenannten Antworten der vier Teilnehmer standen im  Kontrast mit denen der anderen, die berichteten, daß sie allgemein  seltener in Verkaufsverhandlungen standen, und noch seltener in direkten  Kontakt mit Kunden kamen.</p>
<p><em>&#8220;Ich würde es vermeiden, wenn ich könnte.&#8221; </em></p>
<p><em>&#8220;Was ich nicht mag, ist Klinkenputzen.&#8221; </em></p>
<p><em>&#8220;Ich leiste nicht das, was ich könnte&#8221;</em> (was sich in diesem Falle mehr auf die Aktivität als auf die Fähigkeiten bezieht).</p>
<p>Man könnte annehmen, daß die vier Teilnehmer, welche sich von  ihren Kollegen unterschieden, selbstsicherer waren, weil sie häufiger im  Verkauf standen. Es könnte mit der gleichen Berechtigung behauptet  werden, daß ihre Selbstsicherheit es ihnen ermöglichte, sich öfter in  Verkaufssituationen zu begeben. Eindeutig unterschieden sich ihre  Einstellung und ihre Reaktion auf eine Verkaufssituation von denen ihrer  Kollegen.</p>
<hr />
<h3><strong>4. Eine anderes Reaktionsmuster </strong></h3>
<p><strong></strong>Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, daß das Reaktionsmuster  dieser vier Teilnehmer auf die Verkaufssituation anders als das der  übrigen war. Sie griffen alle auf <strong>visuelle und auditive Bilder vor der Wahrnehmung von Gefühlen</strong> zurück. Die Bilder wurden nicht erinnert, sondern durch die Situation  hervorgerufen. Diese Teilnehmer hatten ein Bild ihrer selbst, häufig  begleitet von den Worten, die sie benutzen würden. Um die  Schwimmanalogie weiter beizubehalten, sahen und hörten sie sich im  Wasser. Dann nahmen sie die Gefühle war, die ihre Handlung begleiteten.  Die anderen Teilnehmer griffen im Gegensatz dazu zuerst auf Gefühle zu  über das, was man von ihnen verlangte, ohne sich in der Situation zu  sehen oder zu hören.</p>
<p>Dies verweist auf eine <strong>Grundsatzdebatte</strong> <strong>über menschliches Angstverhalten</strong>:</p>
<p><strong>Bestimmen unsere Emotionen unsere Gedanken oder bestimmen unsere Gedanken unsere Emotionen? </strong></p>
<p>In dieser Forschungsarbeit tauchen beide Muster auf, jedoch mit dramatisch unterschiedlichen Konsequenzen.</p>
<p>Die größte Angst zeigten jene Teilnehmer, die zuerst negative  Gefühle hatten und diese durch die darauf folgenden Bilder verstärkten.  Es ist nachvollziehbar, daß diese Angst stärker wird, wenn die Person im  Begriff ist, sich auf etwas ungewohntes einzulassen.</p>
<hr />
<p><strong>Über den Autor:</strong></p>
</div>
<p>Dr. <strong>Michael Kearsley</strong> MA, PhD, FIPD, MIMC ist ein  unabhängiger Unternehmensberater, spezialisiert in Businessplanung,  Forschung und allgemein Persönlichkeits- und Geschäftsentwicklung. Er  war früher für das gesammte interne Verkaufs- und  Geschäftsentwicklungstraining bei Böttchern &amp; Lybrand  verantwortlich. Er hat ausgiebig mit anderen professionellen Gruppen  überall in der Welt gearbeitet. Er war einer der oberster IBM-Vertreter  und Manager, Marketingdirektor für die internationale Versicherung  Bowring Marsh McLennan, tätigt, und Geschäftsführer seines eigenen  Geschäftes, das eine IBM Dealership und einen  Versand/Geschäftsentwicklungsberatung umfaßte. Er hat eine europäische  Leitungsentwicklungsorganisation für die Quotient AG gegründet und  entwickelt und hat für eine Anzahl von internationalen Firmen Trainings  und Businessplanung durchgeführt. Er hat Vorträge über Verkauf,  Geschäftsplanung und Entwicklung für das Institute of Management  gehalten und ist ein Mitglied der Professional Affairs Panel des  Institute of Management Consultants. Er ist der Autor einer Reihe von  Veröffentlichungen im Bereich Geschäftsentwicklung und Lernende Systeme.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../bilder/c3.gif" alt="" /></td>
<td></td>
<td>Copyright Michael A. Kearsley 1997. Mit Genehmigung von <a href="http://www.unil.ch/angl/docs/nlpworld/">NLP-World</a>.Übersetzung von Axel Schlichte (<a href="http://www.ad-m.net/" target="_blank">Homepage: advanced-media</a><a href="mailto:adm@ruhr-net.de">)</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Über</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/forschung-uber-die-gestalt-innerer-bilder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Konzept &#8220;Widerstand&#8221; in der Psychotherapie Milton Ericksons, in der Kommunikationstherapie und im Neurolinguistischen Programmieren</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/das-konzept-widerstand-in-der-psychotherapie-milton-ericksons-in-der-kommunikationstherapie-und-im-neurolinguistischen-programmieren/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/das-konzept-widerstand-in-der-psychotherapie-milton-ericksons-in-der-kommunikationstherapie-und-im-neurolinguistischen-programmieren/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2000 17:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=139</guid>
		<description><![CDATA[Von Thies Stahl Der Umgang mit dem Phänomen &#8220;Widerstand&#8221; in der therapeutischen Situation und &#8211; soweit vorhanden &#8211; in der Theoriebildung kann für die in diesem Beitrag zusammengefaßten psychotherapeutischen Ansätze in befriedigender Weise nur auf dem Hintergrund ihrer Abweichungen von den eher traditionellen Ansätzen psychotherapeutischen Handelns und Denkens dargestellt werden. Diese Abweichungen sollen im folgenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von <strong>Thies Stahl</strong></p>
<p>Der Umgang mit dem Phänomen &#8220;Widerstand&#8221; in der therapeutischen  Situation und &#8211; soweit vorhanden &#8211; in der Theoriebildung kann für die in  diesem Beitrag zusammengefaßten psychotherapeutischen Ansätze in  befriedigender Weise nur auf dem Hintergrund ihrer Abweichungen von den  eher traditionellen Ansätzen psychotherapeutischen Handelns und Denkens  dargestellt werden. Diese Abweichungen sollen im folgenden für den  psychotherapeutischen Ansatz Ericksons ausführlich behandelt werden, da  sich die ihm zugrundeliegende Epistemologie in wesentlichen Zügen mit  der des kommunikationstherapeutischen Ansatzes (Watzlawick, Beavin und  Jackson 1969; Watzlawick, Weakland und Fisch 1974; Haley 1977) und der  des Neurolinguistischen Programmierens (Bandler und Grinder 1979; Dilts,  Grinder, Bandler, Cameron-Bandler, DeLozier 1980; Lankton 1980) deckt.  Die innere Verwandtschaft der Ansätze kommt nicht von ungefähr, denn  Erickson hatte einen maßgeblichen Einfluß sowohl auf die Entwicklung des  kommunikationstherapeutischen Denk- und Handlungsansatzes im  &#8220;doublebind&#8221;-Forschungsprojekt Batesons (Bateson, Jackson, Haley und  Weakland 1956; Haley 1980b) und im Mental Research Institute (Watzlawick  1980b), als auch auf die Entwicklung des familientherapeutischen  Ansatzes Jay Haleys (Haley 1977, 1978a, b, 1980b) und des  Neurolinguistischen Programmierens (Bandler und Grinder 1975b, 1977,  1976, 1979).</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>1. Die epistemologischen Implikate der Psychotherapie Ericksons</strong></h3>
<p>Liest man Ericksons Fallgeschichten (Erickson 1980; Haley 1978)  &#8211; zumindest ist es mir so gegangen -, so wird, nachdem die erste  Spannung und Heiterkeit des unmittelbaren Genießens abgeklungen ist,  irgendwann später eines ihrer durchgehenden Merkmale Vordergrund der  kritischen Reflexion seines Vorgehens: Erickson beschrieb nicht nur die  augenblickliche Situation seiner Patienten, ihre Symptomatik, ihre  Geschichte und die Entwicklung der therapeutischen Fortschritte, sondern  immer auch, was er selbst in der unmittelbaren Begegnung mit seinen  Patienten tat. Diese Beschreibungen sind meist sehr detailliert und  konkret, ebenso die Beschreibungen der Reaktionen seiner Patienten auf  seine meist ungewöhnlichen und überraschenden Interventionen. Dadurch  bekommen seine Fallgeschichten den Charakter von Anekdoten &#8211; es werden  lebendige Interaktionen beschrieben.</p>
<p>Ericksons Interventionen waren als gezielt eingesetzte  Verhaltensweisen in der therapeutischen Begegnung von höchst komplexer  und inkonsistenter Art: Je nach individueller Eigenart seiner Patienten,  den Erfordernissen ihrer Lebenssituation, des Therapieprozesses und der  therapeutischen Zielsetzung intervenierte er mit direkten, autoritären  Befehlen oder überzeugend gespielter Hilflosigkeit, mit offener oder  verdeckter Hypnoseinduktion, mit gröbsten Beleidigungen oder sanfter  Einfühlung, mit unverblümt-provozierender, direkter Benennung peinlicher  Inhalte oder mit subtilst ausgefeilten Metaphern, um eine direkte  Benennung zu vermeiden &#8211; verbunden mit geschickten Ablenkungs- und  Konfusionsmanövern, um den Patienten nicht zu früh die Isomorphie der  Metaphern und ihrer Problemsituation bewußt werden zu lassen. Zum  Repertoire seiner therapeutischen Fertigkeiten &#8211; in diesem Rahmen kann  eine Aufzählung nur lückenhaft sein (vgl. Erickson 1980; Erickson, Rossi  und Rossi 1978; Erickson, Rossi 1979; Zeig 1980; Bandler, Grinder  1975b, 1977; Gordon 1978; Haley 1978a, b) gehörte ferner: unzählige  Variationen willkürlich gesteuerter analogischer Kommunikationen zur  speziellen Qualifizierung (Haley 1978a) verbaler Botschaften, wie z.B.  Tempo- und Intonationswechsel in seinen verbalen Äußerungen, gezielt  eingesetzte minimale Körperbewegungen und Haltungsveränderungen und ein  reichhaltiges Arsenal spezieller, meist sehr subtil und indirekt  eingesetzter hypnotischer Techniken, die er durch die Jahrzehnte  hindurch in unzähligen klinischen und experimentellen hypnotischen  Sitzungen entwickelt und verfeinert hat.</p>
<p>Vergleicht man diesen enormen Verhaltensspielraum, den sich  Erickson in seinen Therapien zugestand, mit den eher ritualistischen,  standardisiert-routinemäßigen Interventionsformen traditioneller  Psychotherapie, wie der Psychoanalyse und ihrer Derivate  (Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie etc., so werden wichtige  Unterschiede in ihren jeweils zugrunde liegenden Epistemologien  deutlich.</p>
<p>Während sich der Therapeut traditioneller Orientierungen in  seiner Beziehung zum Patienten eher als mehr oder weniger teilnehmender  Beobachter und Katalysator ohne direkten Einfluß definiert &#8211; sei es auf  folgenschwere Entscheidungen in der Lebenssituation des Patienten oder  darauf, worüber in den nächsten Minuten der Sitzung gesprochen werden  soll -, war die &#8220;Manipulation&#8221; für Erickson nicht suspekt oder  verwerflich, sondern im Gegenteil ein wünschenswerter, sogar  unvermeidlicher Bestandteil therapeutischen Handelns. Er hielt es für  völlig abwegig zu glauben, man könne sich über Monate oder Jahre hinweg  mit einem Patienten treffen, ohne ihn irgendwie zu beeinflussen, und  definierte die Psychotherapie ganz eindeutig als Kunst der Manipulation.  Hinsichtlich der Fertigkeiten, die zu dieser Kunst gehören, hatte er an  sich selbst und an seine Schüler hohe Erwartungen. Sie bezogen sich in  erster Linie auf zwei Bereiche von Fertigkeiten und Fähigkeiten, die  seiner Meinung nach das Repertoire eines guten Therapeuten ausmachen:  zum einen soll der Therapeut genauestens beobachten können und zum  anderen über eine möglichst breite Skala von Möglichkeiten verfügen,  sich dem Patienten gegenüber zu präsentieren.</p>
<p>Erickson beobachtet seine Patienten, Schüler, hypnotischen  Versuchspersonen und überhaupt jeden (Haley 1980b) peinlichst genau. Ihm  entgingen weder kleinste, unwillkürliche körpersprachlich-analoge  Bewegungen seines Gegenüber, wie z. B. das eine verbale Ja-Antwort  qualifizierende, nur ganz eben angedeutete ideomotorische Kopfschütteln,  noch minimale Hinweise auf physiologische Veränderungen (Hautfärbung,  Muskeltonus, Atem- und Pulsfrequenz) &#8211; Informationen, die er niemals per  Meta-Kommunikation in das Bewußtsein der Patienten hob, sondern in  seinen Interventionen und Strategien als Möglichkeit der direkten  Kommunikation mit dem Unbewußten utilisierte (siehe unten). Wie Haley  berichtet (1980b), sagte Erickson einmal einer Frau, die er unterwegs  traf, auf den Kopf zu: &#8220;Sie sind schwanger, nicht wahr?&#8221; &#8220;Ja,&#8221; sagte die  Frau total verdutzt, denn sie selbst wußte es erst seit einigen  Minuten. &#8220;Woher wissen Sie&#8217;s?&#8221; &#8220;Die Färbung ihrer Stirn hat sich  verändert.&#8221; &#8211; Wäre es eine Patientin gewesen, hätte Erickson dieses  Wissen für sich behalten und es in eine Veränderungsstrategie eingebaut.</p>
<p>Zusätzlich zu dieser eher auf die Merkmale von Individuen  bezogenen Beobachtungsgabe verfügte Erickson, der in seinem Denken und  Handeln wohl einer der ersten Systemtherapeuten war (Haley 1980b;  Watzlawick 1980b), über einen ausgesprochen diagnostischen Scharfblick  in bezug auf Interaktionsmerkmale und Systemeigenschaften in ihrer  Relevanz sowohl für die Ausformung individueller Symptome als auch für  die Induktion von Trancezuständen und therapeutischen Veränderungen.</p>
<p>Der zweite Bereich therapeutischer Fertigkeiten und  Fähigkeiten, die Erickson seinen Schülern und sich selbst abverlangte,  betraf das Handeln des Therapeuten, sein aktives Eingreifen und  Eintreten in das Leben seiner Patienten. Die oben skizzierte  Variationsbreite seiner Interventionen soll im Anschluß an diese eher  grundlegenden Betrachtungen mit Hilfe einiger Fallgeschichten  exemplifiziert werden, die Ericksons Umgang mit Patienten im Widerstand  demonstrieren.</p>
<p>Erickson hat stets &#8220;geübt&#8221; (Haley 1980b), um seine Fähigkeiten  zu erhalten und zu vervollkommnen, mit denen er Menschen unter Umgehung  ihres Bewußtseins (und demzufolge ihres bewußten Widerstandes) in ihrem  Verhalten beeinflußte. So stellte er sich als &#8220;Freizeitbeschäftigung&#8221;  bestimmte Aufgaben und wandte dann seinen ganzen Ehrgeiz auf, um sie zu  erfüllen. Zum Beispiel konnte er auf einer langweiligen Party Stunden  damit verbringen, jemanden zu veranlassen, sich von einem Stuhl auf  einen anderen zu setzen, ohne ihn direkt, d. h. explizit-verbal darum zu  bitten.</p>
<p>Das Zusammenwirken dieser beiden Aspekte der Psychotherapie  Ericksons, die exakte Beobachtung und der enorm breite Spielraum  manipulierender Interventionen, veranlassen Haley, seinen  psychotherapeutischen Ansatz einen experimentellen zu nennen: &#8220;Wenn ich  dies tue, wie wird sich die Person verhalten &#8211; und verhält sich eine  andere Person anders?&#8221; (Haley 1967a).</p>
<p>Die Bereitschaft Ericksons, sein eigenes Verhalten &#8211; sein  therapeutisches Procedere &#8211; immer wieder, entsprechend den individuellen  Eigenarten seiner Patienten, dem Therapieprozeß und den jeweiligen  kurz-, mittel- oder langfristig angesteuerten Therapiezielen drastisch  zu verändern, korrespondiert in ihrem Kontrast zu der eher  rigidisierend-einschränkenden traditionellen Behandlungsmethodik mit  einer weiteren Besonderheit seines Vorgehens: Erickson übernahm  eindeutig &#8211; vor sich selbst und vor den Patienten &#8211; die Verantwortung  für das Stattfinden der erwünschten Veränderungen. Während viele seiner  Berufskollegen, auf dem Hintergrund ihrer traditionellen Orientierung,  lange ausbleibende Veränderungen als klaren Beweis dafür ansahen, daß  der Patient noch viel &#8220;durchzuarbeiten&#8221; habe oder daß &#8220;seine  Vergangenheit noch nicht ausreichend durchleuchtet und tiefergehende  Therapie noch vonnöten ist&#8221; (Watzlawick 1980b), fühlte sich Erickson für  die Veränderungen des Patienten ebenso verantwortlich wie für ihr  Ausbleiben.</p>
<p>Im Falle des letzteren sagte Erickson, wie Haley (1980b) sich  erinnert, häufig und mit grimmigem Unterton: &#8220;This case is still  defeating me&#8221; (&#8220;dieser Fall besiegt mich immer noch&#8221;) &#8211; eine Bemerkung,  die nicht zufällig sehr viel Ähnlichkeit mit der entpersönlichten  &#8220;Spiel-gegen-das-System&#8221;-Metapher Selvinis (1978) hat, denn ausbleibende  Veränderungen werden nicht dem Patienten angelastet, sondern dem  Therapeuten: &#8220;Was habe ich nicht wahrgenommen und was war infolgedessen  die falsche Intervention?&#8221;</p>
<p>Die bis hierher dargestellten epistemologischen Abweichungen  des Erickson&#8217;schen von den traditionellen psychotherapeutischen Ansätzen  erhalten ihre Logik erst durch eine weitere Abweichung: Erickson hat  die Hauptprämisse traditioneller Veränderungsbemühungen als Grundlage  für sein therapeutisches Handeln in ihr Gegenteil verkehrt, nämlich die,  daß Veränderungen dann eintreten, wenn dem Patienten zu ausreichender  Einsicht in die Genese seiner Probleme und Symptome in der Vergangenheit  und in seine gegenwärtige internale Dynamik verholfen worden ist. (Die  Klärung, inwieweit die Psychoanalysederivate Gesprächspsychotherapie und  Gestalttherapie in ihren theoretischen Grundlagen und vor allem in der  täglichen Praxis ihrer Veränderungsarbeit ebenfalls auf dieser Prämisse  beruhen, muß einer gesonderten und meiner Meinung nach vor allem  empirischen Untersuchung vorbehalten bleiben. Die Arbeitshypothese im  Rahmen dieses Beitrages soll sein: Trotz gravierender  Akzentverschiebungen in ihren theoretischen Grundlagen und ihrer  Interventionspraxis sind diese Therapieformen im Sinne der in Frage  stehenden Prämisse den Einsichtstherapien zuzuordnen.)</p>
<p>In keiner einzigen der mündlich oder schriftlich überlieferten  &#8220;Fallanekdoten&#8221; Ericksons sind &#8211; im weitesten Sinne &#8211;  bewußtseinserhellende Interventionen zu finden, wie etwa: &#8220;Ist Ihnen  aufgefallen, daß Sie Ihren Ehemann häufig dann erwähnen, wenn Sie vorher  von Ihrem Vater gesprochen haben?&#8221; oder: &#8220;Mir fällt auf, daß Sie mit  dem Kopf schütteln, wenn Sie über Ihre positive Einstellung zu Ihrer  Frau sprechen.&#8221; Nach Haleys Einschätzung (1980b) hat sich Erickson schon  in den 40er Jahren, nachdem er ausgiebig mit Phänomenen wie  &#8220;Es-liegt-mir-auf-der-Zunge&#8221;, Träume, Verdrängungen, Anamnese und  anderen Manifestationen unbewußter Dynamik experimentiert hatte, von der  Vorstellung distanziert, daß die Gewinnung von Einsicht in irgendeiner  Form relevant für Veränderungen sei. Erickson vertrat nicht nur die  Auffassung, daß einsichtsfördernde Interventionen keine Veränderungen  hervorbringen, sondern daß z. B. Interpretationen der internalen Dynamik  Veränderungen sogar verhindern können. Er zog es vor, seine Patienten  außerhalb ihres Bewußtseins zu verändern, d. h. er strebte Veränderungen  sowohl in der Erlebens- und Verhaltensstruktur seiner Patienten an, als  auch einen Strukturwandel in ihren Interaktionsmustern mit  Beziehungspartnern (Systemveränderungen in ihrem sozialen Atom) und  Veränderungen in ihrem beruflichen und gesellschaftlichen Dasein. Dabei  ist es für den Prozeß der Veränderung irrelevant, ob es dem Patienten  überhaupt oder, wenn ja, wann es ihm im nachherein klar wird, wie es  dazu gekommen ist, daß er sich verändert hat, und aufgrund welcher  zwingenden Betrachtungsweise und folgerichtigen Deduktion sich seine  überwundenen Schwierigkeiten aus der Struktur seiner Lebensgeschichte  herleiten lassen. Watzlawick (1980b) bringt diese grundlegende und für  die Kommunikationstherapie ebenso geltende Prämisse des Erickson&#8217;schen  Ansatzes auf den kurzen Nenner: &#8220;Action precedes understanding&#8221; (&#8220;die  Handlung geht dem Verstehen voraus&#8221;).</p>
<p>Der mit der Psychotherapie Ericksons und der Komplexheit und  Vielschichtigkeit seiner Kommunikation nicht so vertraute Leser muß an  dieser Stelle auf die im Anhang aufgeführte Literatur verwiesen werden.  Nur an einem Fallbeispiel sei stellvertretend die Logik des  Erickson&#8217;schen Vorgehens verdeutlicht. Es ist besonders deshalb  geeignet, weil es nicht nur seinen Verzicht auf einsichts- und  bewußtseinsfördernde Interventionen belegt, sondern Erickson hier im  Gegenteil Amnesie induziert und damit verhindert, daß sich der Patient  sein Problemverhalten bewußt macht &#8211; zumindest nicht, bevor er es  ändert: Bei Patienten, die in einem sich periodisch wiederholenden  Interaktionsmuster mit einer oder mehreren Personen gefangen sind,  unternimmt Erickson nicht den Versuch, dem Patienten die Ursprünge und  die Dynamik seiner Inszenierung bewußt zu machen, sondern leitet  Schritte ein, um das rigide Interaktionsmuster zu verändern. Abhängend  von der Individualität des Patienten, den Erfordernissen seiner  Lebenssituation und der übergreifenden therapeutischen Strategie kann  ein solcher Schritt darin bestehen, für eine oder mehrere  Verhaltensweisen des sich wiederholenden Ablaufes eine Amnesie zu  induzieren, so daß der Patient etwas Bestimmtes tut und es dann vergißt  und es deshalb noch einmal macht. Diese Wiederholung zwingt den oder die  Interaktionspartner, anders auf den Patienten zu reagieren: das rigide  Verhaltensmuster fängt an, sich zu verändern.</p>
<p>Eine weitere, für unser Thema wichtige Abweichung  Erickson&#8217;schen Vorgehens von den eher traditionellen Orientierungen  betrifft sowohl die Technik seiner Interventionen als auch seine innere  Haltung zum Patienten, seine Art, ihn zu akzeptieren. Erickson verwendet  häufig den Begriff &#8220;Utilisation&#8221; (Verwertung, Nutzbarmachung) für ein  in seinen Therapien durchgängig auffindbares Bauprinzip seiner  Interventionen und Strategien. Vereinfacht und als Imperativ ausgedrückt  sagt er: &#8220;Nimm, was der Patient dir bringt.&#8221;</p>
<p>Die &#8220;Utilisation&#8221; bezog sich auf ganz unterschiedlich komplexe  Verhaltensweisen seiner Patienten und hypnotischen Versuchspersonen. So  konnte er eine Tranceinduktion auf dem Zwang eines Patienten aufbauen,  im Zimmer umherzublicken und das Gesehene zu kommentieren, oder er  verwendete die Symptome der Patienten als integralen Teil der Therapie,  indem er z. B. den &#8220;Wortsalat&#8221;, den ein schizophrener Patient sprach,  nicht, wie seine gescheiterten Vorgänger, zu entschlüsseln versuchte,  sondern sich zuerst selbst diese &#8220;Sprache&#8221; aneignete und dann mit Hilfe  einer mehrstündigen &#8220;Wortsalatkonversation&#8221; mit dem Patienten den für  eine weitere Therapie notwendigen Kontakt zu ihm herstellte.</p>
<p>Dieses letzte Beispiel kann durchaus als Metapher für das für  Erickson typische Vorgehen dienen, die Sprache des Patienten zu lernen  und zu sprechen, anstatt von ihm zu verlangen, daß er die Sprache des  Therapeuten lernt, bzw. den speziellen &#8220;Dialekt&#8221; und die speziellen  Denkkategorien seiner Schulorientierung &#8211; wie es in der traditionellen  Behandlungsmethode und -praxis offensichtlich nicht zu vermeiden ist.  Innerhalb des Bezugsrahmens, der durch die Sprache und die  Wirklichkeitsauffassung (Watzlawick 1976, 1977) des Patienten gegeben  ist, und sein Modell der Welt darstellt (Bandler, Grinder 1975, 1979),  führt er dann neue Ideen und Impulse ein, die zu verändertem Verhalten  und Erleben führen. Diese Verknüpfung von Akzeptanz und Utilisation  findet sich bei Erickson sowohl im &#8220;Mikrokosmos&#8221; einer einzelnen, auf  einen bestimmten Patienten in einer bestimmten Situation zugeschnittenen  Tranceinduktion, wie auch im &#8220;Makrokosmos&#8221; einer ebenfalls auf einen  bestimmten Patienten in einer bestimmten Situation zugeschnittenen,  längerfristigen, nicht-hypnotischen therapeutischen Strategie. Erickson  entwickelte seinen Utilisationsansatz (1980) als hypnotische Technik, um  den Widerstand der Patienten gegen die ritualistisch-standardisierten  Techniken der Hypnoseinduktion zu umgehen.</p>
<p>Zusammen mit seinem Ansatz der indirekten Suggestionsarbeit  (siehe unten) stellt das Utilisationsprinzip Ericksons innovativen  Beitrag nicht nur zur Hypnosetherapie dar, sondern bildet als  Konstruktionsprinzip seiner strategisch-direktiven Psychotherapie die  Grundlage für die Kommunikationstherapie und für die  familientherapeutischen Ansätze Haleys und Selvinis, die als  strategische Ansätze vor allem mit Direktiven (mit &#8220;injunktiven&#8221;  Interventionsformen &#8211; Watzlawick 1977, 1980b) arbeiten. In diesem Sinne  läßt sich die hypnotische Beziehung als generelles Paradigma einer  therapeutischen Beziehung betrachten (Haley 1978a) &#8211; gilt doch als  Bedingung für die bestmögliche Annahme einer Suggestion als einer auf  eine Verhaltens- und Erlebensänderung hinauslaufende Direktive ihre  bestmögliche Angleichung in Formulierung und Implikation, an die Sprache  und Wirklichkeitsauffassung, Bedürfnisse und Potentiale des Patienten.  Im Gegensatz zu den Behandlungsmethoden der traditionellen  psychotherapeutischen Schulen, die durch die Applikation höchst  standardisierter und zum Teil in rigider Weise stereotypisierter  Techniken auf in ihren individuellen Bedürfnissen und Lebenssituationen  sehr unterschiedliche Patienten gekennzeichnet ist, richtete Erickson  seine Strategien, Interventionen und &#8220;Manöver&#8221; (Haley 1978a) ganz nach  dem individuellen Patienten und den Erfordernissen der Situation aus. Er  sagte: &#8220;Jede Person ist ein einzigartiges Individuum. Daher sollte die  Psychotherapie so beschaffen sein, daß sie der Einzigartigkeit der  Bedürfnislage des Individuums gerecht wird und die Person nicht soweit  zurechtstutzt, bis sie sich dem Prokrustesbett hypothetischer Theorien  über menschliches Verhalten anpaßt&#8221; (Erickson 1980b).</p>
<p>Drei wesentliche Aspekte des Erickson&#8217;schen Vorgehens sollen  hier noch wegen ihrer innovativen Epistemologie erörtert werden: Der  Umgang mit den Symptomen des Patienten, die Einbeziehung seines sozialen  Kontextes und die Verwendung analog-metaphorischer Kommunikation.</p>
<p>Während die Therapeuten traditioneller Orientierung es  vermeiden, sich in ihren Interventionen direkt auf das Symptom der  Patienten zu beziehen, baute Erickson seine Interventionen und  Strategien häufig direkt auf das zu verändernde symptomatische Verhalten  des Patienten auf. Er hielt es für falsch, die Symptome zu ignorieren,  und bemühte sich stattdessen, das symptomatische Verhalten in seiner  Komplexität zu erfassen und in all seinen Einzelheiten und seiner  Verwobenheit mit anderen Verhaltens- und Erlebensbereichen des Patienten  zu erforschen. Für seine Art des Umgangs mit Symptomen gebrauchte er  die Metapher: &#8220;Ein Symptom ist wie der Henkel eines Topfes &#8211; hat man den  Henkel gut im Griff, kann man mit dem Topf eine Menge anstellen&#8221; (Haley  1980b).</p>
<p>Im Gegensatz zu den traditionellen Psychotherapieformen, die  ein Symptom als Ausdruck einer internalen Dynamik des Individuums  behandeln, baute Ericksons Vorgehen eher auf der Prämisse auf, daß ein  Symptom &#8220;ein Vertrag zwischen Beziehungspersonen&#8221; ist (Haley 1980b).  Entsprechend dieser epistemologischen Akzentverschiebung auf den  interpersonalen Charakter symptomatischen Verhaltens war in der Regel  nicht der individuelle Patient die &#8220;Behandlungseinheit&#8221; (Watzlawick  1980b) der Erickson&#8217;schen Psychotherapie, sondern immer gehörte auch der  soziale Kontext des Patienten, das interpersonale System, dem er als  ein Element zugehört, zum Bezugsrahmen seines therapeutischen Denkens  und Handelns.</p>
<p>Während Therapeuten, die ihr Denken und Handeln nach den  traditionellen psychotherapeutischen Modellen organisieren, auf das  &#8220;leibhaftige&#8221; Eintreten von Beziehungspersonen ihrer Patienten in die  dyadische Konstellation einer individuellen Einzeltherapie leicht  panisch reagieren oder sich zumindestens ausgesprochen hilflos fühlen  (Haley 1978b), hat Erickson als &#8220;ausgesprochener Systemdenker&#8221;  (Watzlawick 1980b) schon lange vor dem Aufkommen des kommunikations-.  und familientherapeutischen Ansatzes mit Beziehungssystemen gearbeitet.  Er hat es nicht nur befürwortet und begrüßt, wenn Beziehungspartner am  Therapieprozeß teilnehmen wollten, sondern sogar ausgesprochen subtile  Techniken entwickelt, um sie im Falle einer Weigerung zur Teilnahme zu  bewegen.</p>
<p>Im Gegensatz zur Behandlungsmethodik der überwiegenden Mehrheit  praktizierender Paar- und Familientherapeuten war Erickson in der  Definition des Settings sehr flexibel und arbeitete je nach den  Erfordernissen der Therapiesituation und seines Behandlungsplanes mit  dem ganzen System, mit Teilsystemen und sogar mit einzelnen Individuen  des Systems, sowohl in verschiedener Reihenfolge als auch in  unterschiedlichen Kombinationen. Dennoch war durchgängig der  Bezugsrahmen seiner Interventionen und Strategien &#8211; selbst im Falle des  ausschließlichen &#8220;direktiven&#8221; Kontaktes mit nur einem Individuum eines  Systems &#8211; durch das Mitbedenken der Interaktionsstruktur des ganzen  Systems gegeben. (Möglicherweise wird das &#8220;Ganzheitspostulat&#8221; in der  Behandlung von Familien- und anderen Systemen zukünftig wieder wenig  stringent eingehalten. Watzlawick und Weakland (1980a) schreiben: &#8220;Wir  sind heute der Ansicht, daß Denken in Begriffen der Interaktion selbst  im Falle von Einzelpersonen die Durchführung von vollgültigen  Familientherapien ermöglicht.&#8221; Meine eigenen Erfahrungen als Familien-  und &#8220;Teamfamilien&#8221;-Therapeut bestätigen diese Ansicht.)</p>
<p>Die Auswahl der für das Thema dieses Beitrages relevanten  Abweichungen des Erickson&#8217;schen Ansatzes von den traditionellen Ansätzen  soll mit der Erwähnung des wohl wichtigsten Aspektes seiner  therapeutischen Kommunikation abgeschlossen werden: der Gebrauch  analog-metaphorischer Kommunikationsformen. Im Rahmen traditioneller  therapeutischer Beziehungen fällt die &#8220;Produktion&#8221; von Analogien und  Metaphern infolge der epistemologischen Grundlagen der  &#8220;Therapeut-Patient-Arbeitsteilung&#8221; nahezu ausschließlich in den  Zuständigkeitsbereich des Patienten. Er berichtet Szenen und Ereignisse,  Geschehnisse und Begebenheiten, Geschichten und Anekdoten aus ganz  unterschiedlichen Realitätsbereichen seines gegenwärtigen und  vergangenen Lebens (&#8220;szenisches Material&#8221;, Lorenzer 1972; Petzold 1981),  und der Therapeut strebt in seinen Interventionen, wenn auch mit  unterschiedlicher Methodologie und Akzentsetzung, ein Erkennen und  Erleben der isomorphen Strukturen der von Patienten kommunizierten  Metaphern an.</p>
<p>Der Begriff &#8220;Metapher&#8221; wird hier, ganz im Sinne von Bandler und  Grinder, synonym mit dem Begriff &#8220;szenisches Material&#8221; gebraucht. Sie  betrachten die vom Patienten in den traditionellen Psychotherapien  &#8220;wiedererkannten&#8221; und &#8220;-erlebten&#8221; Szenen seiner Vergangenheit eher als  metaphorische Darstellungen gegenwärtiger und weniger als naturgetreue  Repräsentationen tatsächlich vorgefallener Szenen. Diese  epistemologische Kehrtwendung im Verhältnis zur Epistemologie der  traditionellen Behandlungsmethodik legitimiert im Neurolinguistischen  Programmieren die Adoption des Erickson&#8217;schen Metaphergebrauchs  (Bandler, Grinder 1979; Watzlawick 1979; zur erkenntnistheoretischen  Relevanz des Metapher-Begriffes siehe auch: Jaynes 1976).</p>
<p>Im scharfen Kontrast zu dieser herkömmlichen &#8220;Arbeitsteilung&#8221;  in der therapeutischen Begegnung sah Erickson seine Aufgabe nicht darin,  seinem Patienten die Isomorphie seiner metaphorischen Mitteilungen, (zu  denen auch seine Träume, Tranceerlebnisse, Phantasien, bevorzugten  Witze etc. gehören) nacherlebbar, erkennbar und/oder bewußt zu machen,  sondern darin, selber Metaphern zu produzieren. Diese sind in ihrer  Struktur isomorph mit der Struktur der vom Patienten produzierten  Metaphern zu seiner gegenwärtigen Problemsituation und enthalten doch  bestimmte strukturelle Abweichungen. Sie sind so konstruiert, daß sie im  Patienten auf unbewußter Ebene Veränderungsprozesse in Gang setzen, als  deren Folge &#8220;spontane&#8221; Erweiterungen von Erlebens- und  Verhaltensmöglichkeiten (&#8220;Wahlmöglichkeiten&#8221;, Bandler, Grinder 1979) des  Patienten in seiner Problemsituation stattfinden (zur Konstruktion  therapeutischer Metaphern siehe: Gordon 1978).</p>
<p>Das epistemologische Implikat des Erickson&#8217;schen  Metaphergebrauchs wurde eben schon benannt: &#8220;Action precedes  understanding&#8221; (das Handeln im Sinne veränderten Verhaltens geht der  Einsicht voraus, Watzlawick 1980b; zum Verhältnis von Sein und  Beschreiben siehe auch: Shands 1971). Im günstigsten Falle identifiziert  sich der Patient auf einer unbewußten Ebene und in der geplanten Weise  mit dem Geschehen in der Metapher, er verhält sich im Sinne dieser  Identifikation anders und kommt dann zu wichtigen Einsichten in bezug  auf das überwundene Problemverhalten &#8211; und vor allem, er produziert  andere Metaphern, z. B. andere Träume, da ihm die neuen  Verhaltensmöglichkeiten andere Aspekte der &#8220;Welt eröffnen&#8221; (vgl. Boss  1975a,b).</p>
<p>Haley (1980b) verweist auf Ericksons Meisterschaft im Gebrauch  metaphorischer Kommunikationsformen, für die er als Grundmaterial  hauptsächlich Fallgeschichten und Anekdoten aus seinem Familienleben  benutzte. Seine Metaphern waren häufig in ihrer inneren Struktur  mehrdimensional angelegt, so daß es ihm möglich war, mit Hilfe von  Metaphern mit kunstvoll verschachtelten Strukturen und Implikationen,  begleitet von subtil eingesetzten nonverbalem Verhalten, auf vielen  Ebenen gleichzeitig zu kommunizieren: So konnte er während einer  Demonstration hypnotischer Techniken gleichzeitig eine hypnotische  Technik demonstrieren, die VP gezielt therapeutisch beeinflussen, einem  Kollegen einen bestimmten Punkt illustrieren und die Zuschauer  unterhalten.</p>
<p>Erickson vermied isomorphieaufklärende Interpretationen und  ähnliche, auf unmittelbare oder durch kurzfristige kognitive Integration  angelegte therapeutische Interventionen, da seiner Meinung nach diese  die gelebte, erlebte und mitgeteilte Wirklichkeit des Patienten in ihrer  Komplexität zu stark und zu einseitig reduzieren. Mit Hilfe von  komplexen Metaphern als analoger Kommunikationsform (Jaynes 1976; Skands  1977; Watzlawick 1977) entging Erickson diesem letztlich sprachlichen  Problem der digitalisierten Abbildung komplexen zwischenmenschlichen  Geschehens, mit dem die isomorphieaufklärenden, bewußtseinserhellenden  traditionellen Ansätze zu kämpfen haben. Dieses Problem stellt sich in  der interpretativen Psychoanalyse, in der Therapeutenvariable  &#8220;Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte&#8221; der Gesprächspsychotherapie  (Tausch 1968; Biermann-Ratjen, Eckert, Schwartz 1979) und auch in der  integrativen Gestalttherapie, mit unterschiedlichem Gewicht, in den  Behandlungsphasen des &#8220;Tetradischen Systems&#8221; (Petzold 1974).</p>
<p>Erickson hat durch seinen elaborierten Gebrauch  metaphorisch-analoger Kommunikationsformen nicht nur &#8211; in  widerstandsprophylaktischer Weise &#8211; die Integrität seiner Patienten  geschützt, indem er ihre metaphorisch-ganzheitlichen Mitteilungen vor  grob vereinfachenden Digitalisierungen bewahrte, sondern im gleichen  Sinne auch die komplexe zwischenmenschliche Wirklichkeit seiner  therapeutischen Begegnungen:</p>
<p>Von Schülern oder Kollegen nach dem &#8220;Warum&#8221; dieser oder jener  Intervention befragt, erzählte Erickson ihnen in der Regel in  metaphorisch-anekdotischer Weise, wie er in einem ähnlichen Fall  vorgegangen war, brachte die meist authentische Fallgeschichte durch  bestimmte erzählerische Kunstgriffe in eine Form, die nicht nur die  strukturelle Isomorphie zum ursprünglichen Fall deutlich machte, sondern  auch eine Isomorphie zur persönlichen und beruflichen Situation des  Fragers beinhaltete. Mit einem der vielen zusätzlichen Bezüge seiner  metaphorischen Antworten war mit Sicherheit zu rechnen: Erickson  formulierte und akzentuierte seine Fallgeschichten-Metaphern so, daß sie  den Frager nicht nur in dessen theoretischem Verständnis abholten,  sondern auch einen erweiternden und verändernden Einfluß auf sein durch  theoretische Konzepte und Lehrmeinungen eingeengtes Welt- und  Menschenbild hatten. So kam es häufig vor, daß Therapeuten  unterschiedlichster Schulen und Orientierungen nach einem Besuch bei  Erickson den sicheren Eindruck hatten, sie hätten ihn und er hätte sie  besonders gut verstanden. (Dieser Umstand erschwert, wie Haley [1980b]  ausführt, die theoretische Erfassung des Erickson&#8217;schen Vorgehens, die  erhebliche sprachliche Probleme aufwirft: es gibt noch keine ausreichend  entwickelte interaktionsbezogene Sprache, mit der sich die Komplexität  und Verwobenheit der interpersonalen Wirklichkeit und Einflußnahme auch  nur annähernd korrekt erfassen und beschreiben ließe).</p>
<p>Dieser, in der Geschichte der modernen psychotherapeutischen  Behandlungsmethodik ungewöhnliche, bewußt und konsistent eingesetzte  Gebrauch metaphorisch-ganzheitlicher Abbildungsmodi (Watzlawick [1977]  spricht von &#8220;rechtshemisphärischen&#8221; Sprachformen im Gegensatz zu den  &#8220;linkshemisphärischen&#8221;, &#8220;digitalisierenden&#8221; Sprachformen der  Interpretationen &#8211; bzw. in der oben benützten Terminologie: zu den  isomorphieaufklärenden und komplexitätsreduzierenden  Interventionsformen) findet sich im Aufbau der Erickson&#8217;schen  Publikationen wieder: Sie bestehen hauptsächlich aus Fallbeschreibungen,  die in episch-anekdotischer, ganzheitlich-metaphorischer Form das  spezielle &#8220;Aroma&#8221; einzigartiger und komplexer  Interaktions-Kontext-Konstellationen abbilden, und aus eher &#8220;bündigen&#8221;  theoretischen &#8220;Randbemerkungen&#8221;.</p>
<hr size="2" />
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>2. Das Konzept &#8220;Widerstand&#8221; in der Psychotherapie M. H. Ericksons</strong></h3>
<h4><strong>2.a. Widerstand als interpersonaler Begriff (Theorie)</strong></h4>
<p>Für die Darstellung des Erickson&#8217;schen Therapieansatzes kommen  im wesentlichen fünf Bezugsebenen in Frage: 1. die von ihm selbst  mitgeteilten Fallanekdoten, 2. seine theoretischen Randbemerkungen in  der Form &#8220;bündiger&#8221; Imperative, 3. die epistemologischen Implikate  seines Ansatzes auf dem Hintergrund der traditionellen Epistemologie, 4.  kommunikationstheoretische Gesichtspunkte und 5. die rückbezügliche  Einordnung in die von Bandler und Grinder (1975a, b, 1976, 1977, 1979)  mit Hilfe ihrer Modellmethode (vgl. Wunderlich 1980) extrahierten,  schulenübergreifenden therapeutischen Interventionsmuster.</p>
<p>Während sich die allgemeine Darstellung des Erickson&#8217;schen  Vorgehens, die hier aus Platzgründen sehr komprimiert ausfallen mußte,  eher entlang der dritten Ebene orientierte, werden sich in der folgenden  speziellen Darstellung seines Umganges mit dem Phänomen &#8220;Widerstand&#8221;  die Ebenen mischen. Entsprechend der starken inneren Verwandtschaft der  Ansätze habe ich die Fallbeispiele Ericksons so gewählt, daß sie nicht  nur das spezielle Erickson&#8217;sche Vorgehen exemplifizieren, sondern auch  das Widerstandskonzept der Kommunikationstherapie und des  Neurolinguistischen Programmierens. Dieser Aufbau erfordert jedoch noch  einige grundlegende Bemerkungen zur Epistemologie des Konzeptes  &#8220;Widerstand&#8221; im Kontext des Erickson&#8217;schen Denkens und Handelns.</p>
<p>Erickson benutzte in seinem Sprachgebrauch sehr viele Termini,  die im Rahmen der traditionellen Orientierungen entwickelt und dort, im  Sinne von Theorien intrapsychischen Funktionierens, immer weiter  verfeinert wurden. Diese Termini verwendete Erickson in eher einfachen  Formen als diagnostische Orientierungspunkte für die Konstruktion seiner  Interventionsstrategien, d. h. im Sinne seines Utilisationsansatzes: Er  nahm ein bestimmtes Verhalten des Patienten in einem bestimmten Kontext  wahr, organisierte diese Wahrnehmungen häufig mit Hilfe traditioneller  psychodynamischer Denkschemata und Kategorien, wie z. B. &#8220;Widerstand&#8221;,  &#8220;bewußte und unbewußte Prozesse&#8221;, &#8220;psychische Mechanismen&#8221;, &#8220;Projektion&#8221;  und &#8220;unbewußte Gewinne&#8221; (entspricht dem psychoanalytischen Konzept  &#8220;Krankheitsgewinn&#8221;), benutzte dann aber seine in dieser Weise  organisierten Wahrnehmungen weder als Hintergrund für die Konstruktion  isomorphieaufklärender Interventionen, noch als Hintergrund für eine  weitere Differenzierung dieser Kategorien im Sinne eines  individuenübergreifenden und von ihnen losgelösten Komplexes  theoretischer Metaphern, sondern nahm diese sprachlichen Etiketten als  Orientierungspunkte für seine Strategien, um das mit ihrer Hilfe  bezeichnete konkrete, in seiner individuellen Eigenart einmalige  Verhalten und Erleben des Patienten zu beeinflussen, zu formen, neu zu  organisieren und zu transformieren.</p>
<p>Während Erickson psychoanalytische Denkschemata als wertvolle  Hilfe zum Erfassen der Situation des Patienten in ihrer historischen  Bedingtheit und gegenwärtigen Dynamik ansah, benutzte er sie in ihrer  ursprünglichen, unkomplizierten Form und kam in seinem Denken mit einem  Minimum an hypostasierten intrapsychischen Gegebenheiten aus. Dadurch  vereinfacht sich die Definition des Begriffes &#8220;Widerstand&#8221; in seinem  Sprachgebrauch erheblich, denn er konnte den intrapsychischen  Geltungsbereich weitgehend vernachlässigen und sich eher mit dem  Widerstand als interpersonalem Phänomen befassen.</p>
<p>Erickson unterschied, genau wie die traditionellen Ansätze,  unbewußte und bewußte psychische Prozesse, doch er nahm diese  Unterscheidung nicht zum Anlaß, diese beiden Ebenen psychischen  Funktionierens im Hier und Jetzt der Behandlungssituation zu  integrieren. Es gab für ihn, abgesehen von Ausnahmen mit ganz  spezifischen Indikationen, keine unmittelbaren Therapieziele, wie etwa  &#8220;das Unbewußte dem Bewußtsein zugänglich zu machen&#8221; (Freud 1942), die  Integration von &#8220;vor dem Bewußtsein geleugneten Erfahrungen in die  Selbst-Struktur (Rogers 1972) oder die erhöhte &#8220;Selbstexploration&#8221;  (Tausch 1968), die Steigerung der &#8220;Awareness&#8221;, das Benennen und Zulassen  &#8220;vermiedener Gefühle&#8221; und das Schließen &#8220;Offener Gestalten&#8221; im  halluzinatorisch-regressiven Wiedererleben &#8220;unerledigter Situationen&#8221;  (Perls 1976) als Vorbereitung für die Gewinnung &#8220;rationaler Einsicht&#8221; in  der &#8220;Integrationsphase im Tetradischen System der Integrativen  Therapie&#8221; (Petzold 1974).</p>
<p>Erickson (1948) sagt in diesem Zusammenhang: &#8220;&#8230;die  Integration (des Bewußten und Unbewußten) ist das angestrebte Ziel der  Psychotherapie. Das muß jedoch nicht zwangsläufig bedeuten, daß die  Integration in gleichförmiger Weise mit dem Fortschritt der Therapie  Schritt halten muß. Einer der größten Vorteile der Hypnotherapie ist,  daß sie die Möglichkeit bietet, unabhängig mit dem Unbewußten zu  arbeiten und ohne Behinderungen durch die Abneigung des Bewußten  (entspricht hier: Widerstand) &#8211; manchmal auch seiner tatsächlichen  Unfähigkeit &#8211; therapeutische Verbesserungen zu akzeptieren. Eine  Patientin z. B. verfügte über die volle unbewußte Einsicht in den  inzestuösen Charakter ihrer wiederkehrenden Alpträume, unter denen sie  litt, aber &#8211; wie sie im Trancezustand spontan erklärte: &#8216;Ich verstehe  diese schrecklichen Träume, aber bewußt könnte ich wahrscheinlich ein  solches Verständnis nicht tolerieren.&#8217; Mit dieser ußerung demonstrierte  die Patientin die Schutzfunktion des Unbewußten für das Bewußte. Die  Utilisation dieser Schutzfunktion als einer motivierenden Kraft  befähigte sie später, ihre unterbewußten Einsichten bewußt zu  akzeptieren. Experimente (mit Hypnose) haben wiederholt gezeigt, daß  klare unbewußte Einsichten, wenn ihnen der Weg ins Bewußtsein  freigegeben ist, bevor dort eine Bereitschaft für sie vorhanden ist, zu  bewußtem Widerstand, zur Zurückweisung, Verdrängung und sogar &#8211; via  Verdrängung &#8211; zum Verlust unbewußter Gewinne führen. Die separate Arbeit  mit dem Unbewußten bietet also die Möglichkeit, die Fortschrittsrate  des Patienten so zu mäßigen und zu kontrollieren, daß die Reintegration  in einer Weise stattfindet, die für das Bewußte akzeptierbar ist.&#8221;</p>
<p>Diese auf den ersten Blick intrapsychische  Widerstandsdefinition ist nur auf dem Hintergrund einer Erfahrung  verständlich, die jedem Hypnotherapeuten sehr vertraut ist: Ein Patient  in tiefer Trance kann sehr klare und nachprüfbare Einsichten in den  Ursprung und die Genese seiner Symptome äußern, über ihre dynamische  Funktion in der Vergangenheit und in der Gegenwart, und diese  &#8220;unbewußten Einsichten&#8221; später, werden sie ihm im Wachzustand als  Interpretationen oder Rückmeldungen angeboten, mehr oder weniger  entschieden und nachdrücklich als nicht angemessen zurückweisen:  Manifestationen seines Widerstandes (vgl. Freud 1941/1).</p>
<p>An anderer Stelle betont Erickson (1977; in 1980 vol. 111) den  interpersonalen Charakter des Phänomens &#8220;Widerstand&#8221;, wenn er fragt: Wie  oft ist der Widerstand das Resultat des Eindringens des Therapeuten in  intime Erinnerungen und Vorstellungen, ja seines &#8216;sich-aufdrängens&#8217; ?&#8221;  Zuvor hatte er von einer Frau berichtet, die physisch in seinem  Behandlungszimmer saß, die er psychisch jedoch in ihr Schlafzimmer  geführt hatte. Scherzhaft hatte er gefragt, wie er diesen Sachverhalt  ihr gegenüber hätte entschuldigen können.</p>
<p>Obwohl Erickson sich hier auf eine &#8220;hypnotische&#8221;  Altersregression bezog, in der sich die Patientin gleichzeitig mit ihm  im Behandlungszimmer und in ihrem Schlafzimmer aufhielt, ist der gleiche  interpersonale Aspekt doch in jeder traditionell-therapeutischen  Situation gegeben, in der sich der Patient immer auch mit &#8220;Szenen&#8221;  (Lorenzer 1972; Petzold 1981) seiner Vergangenheit befaßt. Unabhängig  von der Behandlungsmethodik und der theoretischen Grundlegung der  speziellen Therapieform (Gesprächs-, Gestalt-, Schrei- oder  Körpertherapie) geht es in der traditionellen Behandlungsmethodik  zuallererst um die Mitteilung und Benennung des &#8220;exkommunizierten  szenischen Materials&#8221; und um dessen Rückführung in die durch  kommunikativen Austausch geschaffene gemeinsame Realität von Therapeut  und Patient. Das Ziel einer &#8220;szenischen Teilhabe&#8221; (Lorenzer 1972) des  Therapeuten als durchgängiges Merkmal traditioneller Behandlungsmethodik  erfordert als interpersonales Phänomen &#8211; immer auch ein  Eintrittgewähren in intime vergangene und gegenwärtige Lebens- und  Phantasieräume des Patienten durch den Patienten.</p>
<p>Die Interventionsformen aller traditionellen Ansätze,  unabhängig, wie weit sie &#8220;tiefen&#8221; (Petzold 1974) oder wie  &#8220;klienten-zentriert&#8221; (Rogers 1972) sie sind, oder wie sehr sie eine  Förderung der &#8220;Awareness&#8221; (Perls 1976) oder eine &#8221; Bewußtwerdung  verdrängter Inhalte&#8221; (Freud 1941) anstreben, implizieren als  Basisprinzip eine Aufforderung zum Benennen und Mitteilen bestimmter  Szenen oder Szenenelemente, die der Patient aus seinen Lebens- und  Phantasieräumen mitbringt. Immer geht es in der traditionellen  Behandlungsmethodik zuallererst darum, den Patienten zum Mitteilen  innerer Prozesse und Wahrnehmungen zu bewegen die als partielle  &#8220;Repräsentationen von Erfahrungen&#8221; (Bandler und Grinder 1975a, 1976,  1979) &#8211; metaphorisch gesprochen &#8211; für den Patienten und den Therapeuten  Eingangstüren zu privaten Räumen darstellen. In diesen Räumen spielen  sich &#8211; in der intimen Zeitlosigkeit des Unbewußten &#8211; &#8220;exkommunizierte&#8221;  (Lorenzer 1972) Szenen aus der unmittelbaren oder länger zurückliegenden  Vergangenheit des Patienten ab, in die er selbst, als mehr oder weniger  involvierter Teilnehmer oder Beobachter, in jedem Fall mit einbezogen  ist.</p>
<p>Dementsprechend findet der Therapieprozeß in der Logik  traditionellen Vorgehens &#8211; weiterhin in dieser Metapher gesprochen &#8211;  über weite Strecken an diesen Eingangstüren statt: der Patient innen,  die Tür zuhaltend und der Therapeut als Vertreter der Öffentlichkeit  außen, ebenfalls &#8211; aber in entgegengesetzter Richtung &#8211; an der Klinke  ziehend. Mit jeder Mitteilung gibt der Patient nach, woraufhin der  Therapeut seinen Fuß ein Stück weiter zwischen Tür und Rahmen schiebt  und etwas mehr von dem bis dahin sorgsam gehüteten &#8220;exkommunizierten  szenischen Material&#8221; des Patienten sieht.</p>
<p>Wenn diese Metapher auch das komplexe Geschehen der  traditionellen therapeutischen Begegnung zu sehr zu vereinfachen  scheint, so verweist sie doch deutlich auf den interpersonalen Charakter  des Phänomens &#8220;Widerstand&#8221; als unvermeidbares &#8220;Nebenprodukt&#8221;  traditioneller Behandlungsmethodik. Kohut (1979) spricht in einem  ähnlichen Zusammenhang von dem intrapsychisch konzipierten &#8220;Widerstand&#8221;  des Patienten als einem &#8220;Artefakt&#8221; psychoanalytischen Vorgehens.</p>
<p>Eine Rückbesinnung auf die Anfänge der psychoanalytischen  Behandlungsmethodik soll die für das Verständnis des Erickson&#8217;schen  Vorgehens notwendige Unterscheidung des traditionellen intrapsychischen  Widerstandskonzeptes von der interpersonalen Widerstandskonzeption  Ericksons und der Kommunikationstherapie erleichtern: Auf dem  Hintergrund seiner Erfahrungen mit der hypnotischen Altersregression  schreibt Freud (1941/I): &#8220;Ich beschloß, von der Voraussetzung  auszugehen, daß meine Patienten alles, was irgend von pathogener  Bedeutung war, auch wußten und daß es sich nur darum handelt, sie zum  Mitteilen zu nötigen&#8221; (Hervorhebung von mir). Im weiteren beschreibt  Freud den Weg von der Arbeit mit Hilfe des hypnotischen Somnambulismus,  dem &#8220;scheinbaren&#8221; Fallenlassen der Hypnose und der &#8220;Verordnung&#8221; von  Rückenlage und willkürlichem Verschluß der Augen, zur psychoanalytischen  Behandlungsmethodik.</p>
<p>Ein Zwischenschritt war die &#8220;Ausübung von Druck&#8221; mit einer oder  zwei Händen auf den Kopf oder die Stirn des Patienten als methodisches  Hilfsmittel seiner &#8220;Ausforschung&#8221;. Häufig fielen die Einfälle, die sich  unter dieser Prozedur einstellten, etwa auf Fragen wie &#8220;Seit wann haben  Sie dieses Symptom?&#8221; oder &#8220;Woher rührt es?&#8221; der &#8220;nicht ruhenden Kritik&#8221;  des Patienten zum Opfer. Doch Freud wurde in der Anwendung seiner  &#8220;Druckmethode&#8221; &#8220;allmählich so kühn&#8221;, daß er gelegentlich erst die  Antwort bekam, nachdem er &#8220;die Mitteilung nach dem dritten oder vierten  Druck erzwungen hatte&#8221; (Hervorhebung von mir).</p>
<p>Freud reflektiert in dieser Darstellung der Anfänge der  psychoanalytischen Behandlungstechnik nur die intrapsychischen Aspekte &#8211;  wie etwa die Bewertung von Einfällen durch das &#8220;angeblich verengte  Bewußtsein&#8221; der Patienten, oder daß ihm dieses Verfahren der &#8220;Ausübung  von Druck&#8221; Einsicht in die Motive des Patienten gestattete, die für das  Vergessen von Erinnerungen ausschlaggebend sind &#8211; und legte damit den  Grundstein für sein intrapsychisches Widerstands-Verdrängungs-Konzept.  Für die interaktionellen Aspekte dieser Art von Behandlung hingegen  schien er völlig blind zu sein. So legt schon sein Sprachgebrauch eine  interpersonale Konzeption von Widerstand gegen die durch &#8220;erzwungene  Mitteilungen&#8221; erzwungene Begleitung in private Räume mehr als nahe.</p>
<p>Ebenfalls in den &#8220;Studien über Hysterie&#8221; berichtet Freud  (1942/1) über &#8220;das Benehmen seiner Kranken&#8221; und ihr &#8220;volles Mitarbeiten  und (ihre) willige Aufmerksamkeit&#8221; in den Perioden der Behandlung, in  der sie sich &#8220;auch zeitweilig so verhielt, wie ich es nur wünschen  konnte.&#8221; In diesen Phasen stellten sich &#8220;prompt und unfehlbar,  chronologisch geordnet die einzelnen Szenen, die zu einem Thema  gehörten&#8221; ein. Doch dann wieder: &#8221; Wenn ich meinen Druck ausübte,  behauptete sie, es sei ihr nichts eingefallen. Ich wiederholte meinen  Druck&#8230;&#8221; (Hervorhebung von mir). Hier bezieht sich Freud natürlich auf  den &#8220;wörtlichen&#8221; Druck seiner Hände &#8211; eine schöne Metapher für &#8220;Druck&#8221;  als interaktionelles Phänomen.</p>
<p>Wegen der &#8220;Widerspenstigkeit&#8221; seiner Kranken, die sich in ihrem  Schweigen manifestierte, hatte er zunächst seine Arbeit mit der  Druckausübungsmethode aufgeben wollen. Als Motive für ein solches  &#8220;Verschweigen&#8221; konnte er sich vorstellen, daß die Kranke an ihrem  Einfall Kritik übte, &#8220;zu der sie nicht berechtigt war&#8230; oder sie  scheute sich, ihn anzugeben, weil&#8230; ihr solche Mitteilung zu unangenehm  war. Ich ging also so vor, als wäre ich von der Verläßlichkeit meiner  Technik vollkommen überzeugt. Ich ließ es nicht mehr gelten, wenn sie  behauptete, es sei ihr nichts eingefallen, und versicherte ihr, es müsse  ihr etwas eingefallen sein, sie sei vielleicht nicht aufmerksam genug,  dann wolle ich den Druck gerne wiederholen &#8230; Sie sei verpflichtet, &#8230;  zu sagen, was ihr in den Sinn gekommen sei &#8230; ich wisse genau, es sei  ihr etwas eingefallen, sie verheimliche es mir, sie werde aber ihre  Schmerzen nie loswerden, solange sie etwas verheimliche. Durch solches  Drängen erreichte ich, daß wirklich kein Druck mehr erfolglos blieb&#8221;  (Hervorhebung von mir). Schließlich taucht der Begriff Widerstand auf,  doch auf die intrapsychische Gegebenheit der Reproduktion von  Erinnerungen bezogen: &#8220;Ich fing während dieser schweren Arbeit an, dem  Widerstande, den die Kranke bei der Reproduktion ihrer Erinnerungen  zeigte, eine tiefere Bedeutung beizulegen&#8221;.</p>
<p>Insofern, als es der traditionellen Behandlungsmethodik der  Psychoanalyse und ihrer Derivate durchgängig um das Benennen,  Wiedererleben und Bewußtmachen vergangener Szenen in ihrer strukturellen  Isomorphie zu gegenwärtigen Szenen geht, ist das folgende  Erickson-Zitat (1944, in: Erickson 1980/III, S. 218) für die heute  praktizierten &#8220;traditionellen&#8221; Therapieformen von grundsätzlicher  Bedeutung: &#8220;Die hypnotische Technik (hier synonym mit seinem  psychotherapeutischen Ansatz) fordert vom Patienten nicht, daß er  primitive oder infantile, unbewußte, dem bewußten Ich-Ideal fremde  Strebungen und Konflikte mitteilt (als konstituierende Elemente  vergangener Szenen &#8211; Stahl) oder sich ihrer überhaupt bewußt wird.  Konsequenterweise wird der Patient in der Hypnosetherapie  (Erickson&#8217;schen Ansatzes) nicht so weit gebracht, Widerstände und  feindselige Haltungen aufzubauen, denn es gehört nicht zu den  Erfordernissen des Therapieprozesses, daß das Unbewußte bewußt gemacht  wird.&#8221; (In der hier benutzten Terminologie: &#8230; daß der Patient, in der  durch den sanften Druck zum Mitteilen sanft aufgedrängten Begleitung des  Therapeuten, noch einmal in die vergangene, exkommuniziert-intimen  Szenen hineingeht.)</p>
<p>Während mir nicht bekannt ist, ob Erickson diese mit Hilfe der  &#8220;Eingangstür&#8221;-Metapher charakterisierte Austauschbarkeit der intra- und  interpersonalen Widerstandskonzeptionen explizit dargestellt hat, so ist  sie doch in seinem Denken und in den Eigendarstellungen seines  Vorgehens und seiner Erfahrungen implizit enthalten. Das wird deutlich,  wenn man Ericksons Untersuchungen zur Natur der hypnotischen Beziehung  und Realität liest.</p>
<p>Wiederholt beschreibt Erickson ein Phänomen, das ich hier die  &#8220;Depersonalisation des Hypnotiseurs durch den altersregredierten  Hypnotisierten&#8221; nennen will. So beschreibt er zum Beispiel (Erickson  1980/1) ein Erlebnis, in dem eine im Trancezustand spontan  altersregredierte Frau seine Person in die Person ihres Cousins  transformierte. Aus dem Zimmer, in dem die Hypnosesitzung stattfand,  wurde der Vorgarten ihres Hauses, und Erickson verlor &#8211; in der  Wahrnehmung der plötzlich Siebenjährigen &#8211; alle Merkmale seiner  persönlichen und sozialen Identität: er verwandelte sich in einen  Teilnehmer der in allen Einzelheiten wieder durchlebten vergangenen  Szene. Erickson, nachdem er die spontane und ausagierte Regression unter  großen Schwierigkeiten rückgängig machen konnte, kam in erneute  Schwierigkeiten, als er die auf dem Boden sitzende Frau aufweckte &#8211;  gerade hatte sie dort noch &#8220;mit den Blumen gespielt&#8221;: Sie hatte im  Wachzustand keine Erinnerung mehr an die eben durchlebte Szene und  &#8220;bestand nachdrücklich auf einer Erklärung der Situation.&#8221;</p>
<p>Ein anderes Beispiel einer spontanen &#8220;Depersonalisation&#8221; in der  hypnotischen Beziehung findet sich in Ericksons Darstellung seiner  Hypnoseerfahrungen mit Aldous Huxley. In tiefster Trance hatte Huxley  ein äußerst bedrängendes Erlebnis und mußte Erickson um Hilfe rufen, den  er von unten am oberen Rand einer tiefen Schlucht sitzen sah und der  für ihn &#8220;irgendeine undefinierte Bedeutung&#8221; hatte: &#8220;Komm&#8217; Milton, wer  immer du bist.&#8221; Von allen persönlichen und sozialen  Identifikationsmöglichkeiten, die in der freundschaftlich-kollegialen  und intellektuell äußerst fruchtbaren Beziehung möglich waren, war  Huxley nur der Vorname Ericksons geblieben.</p>
<p>Die therapeutische Nutzung dieses Phänomens findet sich bei  Erickson zum einen in der Tranceinduktion: &#8220;Und meine Stimme begleitet  dich überall hin und verändert sich in die Stimme deiner Eltern, deiner  Lehrer, deiner Spielkameraden und in die Stimme des Windes und des  Regens&#8230;&#8221; (Zeig 1980).</p>
<p>Eine weitere Utilisation dieses Phänomens findet sich in der  Fallgeschichte unter dem Stichwort &#8220;Februar-Mann&#8221; (Haley 1978b), in der  Erickson einer im Trancezustand regredierten Frau in wichtigen  Abschnitten ihrer Kindheit als ein freundlich gesonnener fremder Mann  erscheint, der sich mit ihr unterhält und als wichtige, &#8220;implantierte&#8221;  Bezugsperson ihre lieblose Kindheit bereichert. Durch sein wiederholtes  &#8220;depersonalisiertes&#8221; Erscheinen als emotional-nährender &#8220;Februar Mann&#8221;  hat Erickson buchstäblich die Kindheit dieser Frau verändert.</p>
<p>Das Phänomen der &#8220;Depersonalisation des Therapeuten&#8221; findet  sich nicht nur in der hypnotischen Altersregression, sondern nach meinen  Erfahrungen als Gestalttherapeut und &#8220;Ausbildungsklient&#8221; auch in der  Regression &#8220;tiefender&#8221; Einzelarbeiten. Nach der Auflösung der  visuell-kinästhetischen Dissoziation in der &#8220;zweiten Ebene der  therapeutischen Tiefung&#8221; regrediert der Klient in der &#8220;Aktionsphase des  Tetradischen Systems&#8221; (Petzold 1974) in die betreffende Szene seiner  Vergangenheit. In der Wahrnehmung des regredierten Klienten &#8220;verliert&#8221;  der Therapeut nahezu alle Merkmale seiner persönlichen und sozialen  Identität, die im Wachbewußtsein des Klienten repräsentiert sind. Der  Klient integriert ihn &#8211; meist auf einer un- bzw. vorbewußten Ebene in  seine Szene, die der Therapeut in der jetzt wiedererlebten Form  tatsächlich um seine Anwesenheit bereichert.</p>
<p>Als systematischer behandlungspunktmethodischer Schritt kann  eine in der Entspannung der &#8220;Integrationsphase&#8221; oder in der &#8220;Phase der  Neuorientierung&#8221; induzierte leichte oder mittlere Trance für die Frage  genutzt werden: &#8220;Wer bin ich für dich in der eben durchlebten Szene?  Vergegenwärtige dir noch einmal meine Stimme und meine Anwesenheit, wie  du sie eben gehört und empfunden hast.&#8221;</p>
<p>Dieser ergänzende Schritt verbindet den Klienten nach einer  tiefenden Arbeit sofort mit den Ressourcen seiner Lebensgeschichte, denn  möglicherweise hat er den Therapeuten in den peripher stehenden,  potentiell-hilfreichen Elternteil des &#8220;perversen Dreiecks&#8221; (Haley, in:  Watzlawick, Weakland, 1980) oder in einen anderen potentiell-stützenden  Erwachsenen transformiert, in die wichtige Präsenz seines damals noch zu  ihm sprechenden Teddybären oder auch in den plötzlich doch zur Hilfe  kommenden Gott seiner Kindergebete. Dieser Schritt verringert wirksam  die Gefahr einer prolongierten, &#8220;inzestuösen&#8221; Abhängigkeitsbeziehung zur  Person des Therapeuten, denn dieser macht dem Klienten auch seine, in  seiner Geschichte vorhandenen Ressourcen bewußt und gibt sie an ihn  zurück. Die Relevanz dieses Schrittes als Widerstandsprophylaxe soll an  anderer Stelle untersucht werden.</p>
<p>Die Bedeutung der &#8220;Depersonalisation des Therapeuten&#8221; konnte  hier für die &#8220;tiefende&#8221; und isomorphieaufklärend arbeitenden,  traditionellen Psychotherapien nur kurz gestreift werden. Dieses  Phänomen hat als Erickson&#8217;scher Befund über die Natur der hypnotischen  Beziehung auf die Entwicklung seiner Behandlungsmethodik als Kunst der  Umgehung von Widerständen eine große Rolle gespielt.</p>
<p>Während Freud (1941/I) die Hypnose &#8211; definiert als Zustand des  Patienten &#8211; &#8220;scheinbar&#8221; fallen ließ, da &#8220;meinen Kräften&#8230;&#8221; in bezug auf  die &#8220;Kunst&#8221; des Hypnotisierens und des erfolgreichen Umgangs mit dem  Widerstand seiner Patienten gegen die ritualistisch-standardisierten  hypnotischen Techniken und Sprachformen &#8220;&#8230;enge Schranken gezogen&#8221;  waren und er sie nur als &#8220;gegen die ußerung der Symptome gerichtet&#8221;  (Freud 1941/XI) und als hypnotisches Verfahren als &#8220;wenig kompliziert&#8221;  (Freud 1941/V) denken konnte, zog Erickson aus dem Phänomen des  Widerstandes gegen die so praktizierte Hypnose und gegen den Versuch des  Therapeuten, die sprachlichen ußerungen des Patienten im Trance- und im  Wachzustand zu vermitteln, grundsätzlich andere behandlungsmethodische  Konsequenzen.</p>
<p>Einerseits trennte er sich nicht von der Hypnose, sondern  lediglich von der traditionellen Epistemologie, sie in monadischer Sicht  ausschließlich als einen intrapsychischen Zustand zu erfassen und ihre  interaktionellen Dimensionen nahezu vollständig zu vernachlässigen  (Haley 1978a). Er erforschte, definierte und praktizierte die Hypnose  als spezielle Art einer zwischenmenschlichen Beziehung und entwickelte  ein reichhaltiges Repertoire an Techniken indirekter Suggestions- und  Trancearbeit, um angestrebte Erlebens- und Verhaltensweisen seiner  Patienten zu erreichen und ihren Widerstand (hier in seiner  interaktionellen Bedeutung als das Gegenteil von  Kooperationsbereitschaft) zu umgehen oder auszuschalten. Das heißt, im  Gegensatz zu Freud, der die Hypnose &#8220;praktisch&#8221; aufgab, aber die ihr  zugrundeliegende monadisch-hypostasierende Zustands-Epistemologie  &#8220;theoretisch&#8221; beibehielt und in seinem intrapsychische Gegebenheiten  abbildenden Theoriegebäude konservierte (sie hält sich bis in die heute  praktizierten Psychoanalysederivate hinein frisch), behielt Erickson die  Hypnose &#8220;praktisch&#8221; bei und veränderte ihre theoretische Konzeption in  Richtung auf eine Konzeptualisierung von Interaktionen.</p>
<p>Andererseits, und als direkte epistemologische Entsprechung,  versuchte Erickson nicht &#8220;die sprachlichen Manifestationen des  intrapsychisch konzipierten Bewußten und Unbewußten&#8221; (entspricht etwa:  des Trance- bzw. des Regressionszustandes und des Wachzustandes) zu  integrieren, sondern entwickelte eine Behandlungspraxis, deren  Grundprämisse nicht die Annahme unterscheidbarer intrapsychischer  Zustände (wie etwa: &#8220;Widerstand&#8221;, &#8220;Sackgasse&#8221; etc.) ist, sondern die  Annahme unterscheidbarer Beziehungsformen, wie auch die Annahme bewußter  und unbewußter Kommunikationsebenen als auf Interaktionen bezogene  Konzepte.</p>
<p>Somit ist die wesentliche behandlungsmethodische Konsequenz  dieser interaktionellen Hypnosekonzeption (wie auch der interaktionellen  Konzeption &#8220;des Unbewußten&#8221;, &#8220;des Bewußten&#8221; und des &#8220;Widerstandes&#8221;),  daß sie dem Therapeuten nicht nur den &#8220;Empfang&#8221; bewußter und unbewußter  Botschaften ermöglichen, sondern auch das von einander unabhängige und  sogar parallele &#8220;Senden&#8221; von bewußten und (für den Patienten) unbewußten  Botschaften: Der Therapeut kann sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig,  unabhängig und gezielt im kommunikativen Austausch mit dem Patienten  befinden, um dessen Erleben und Verhalten unter Umgehung seines  Bewußtseins &#8211; und damit seines Widerstandes &#8211; in Richtung auf  angestrebte Therapieziele zu verändern.</p>
<p>Das so beschriebene therapeutische Vorgehen ist  charakteristisch für die Erickson&#8217;sche Hypnosearbeit und allgemein für  seine therapeutische Veränderungsarbeit &#8211; in diesem Sinne bezeichnet  Haley (1978a) die hypnotische Beziehung als Paradigma einer  therapeutischen Beziehung, denn die Versuche des Hypnotiseurs, einen  Probanden zu beeinflussen, können auf essentiell die gleichen  Widerstände stoßen wie jene, die der Patient dem Therapeuten  entgegensetzt.</p>
<p>Nach diesem Versuch, den Begriff &#8220;Widerstand&#8221; von seinen lange  gepflegten intrapsychischen Konnotationen zu befreien und wieder seine  interpersonale Bedeutung sichtbar zu machen, sollen einige Beispiele aus  verschiedenen Fallgeschichten Ericksons seinen Umgang mit dem Phänomen  &#8220;Widerstand&#8221; verdeutlichen.</p>
<p>Alle Techniken, die Erickson als Innovationen in die  Hypnosetherapie eingebracht hat und die unter den Bezeichnungen  &#8220;indirekte Ansätze zur hypnotischen Suggestion&#8221; und &#8220;Utilisationsansatz&#8221;  zusammengefaßt werden können, sind ihrem Wesen und ihrer  Entstehungsgeschichte nach Kommunikationsstrategien für den Umgang mit  Patienten im Widerstand. Sie sollen hier unterteilt werden in Techniken  a) zur Vermeidung von Widerstand, b) zur Utilisation von Widerstand und  c) Provokation und Utilisation von Widerstand.</p>
<p><strong>a) Techniken zur Vermeidung von Widerstand </strong></p>
<p>Therapeutische Bindungen und Doppelbindungen sind als  Kommunikationsstrategien indirekte Formen der Suggestion (bzw. auch  therapeutischer Direktiven), &#8220;die den Patienten die Möglichkeit bieten,  ihr Verhalten in eine therapeutische Richtung zu strukturieren&#8221;  (Erickson, Rossi und Rossi 1978). Eine Bindung ist zum Beispiel die  Frage: &#8220;Möchten Sie sitzend oder liegend in Trance gehen?&#8221; Es werden  zwei oder mehr vergleichbare Alternativen angeboten, die in die  gewünschte Richtung führen. Beantwortet der Patient die Frage innerhalb  des in ihr angelegten Rahmens, also ohne Meta-Kommunikation, so nimmt er  die als Implikat übermittelte Suggestion an, nämlich die, daß er in  jedem Fall in Trance gehen wird. Ob eine bestimmte, so geartete  therapeutische Intervention eine Bindung oder eine Doppelbindung ist,  läßt sich jeweils nur im nachherein anhand der Reaktion des Patienten  entscheiden. Eine Doppelbindung liegt dann vor, wenn die Reaktion auf  sie &#8220;außerhalb der gewöhnlichen Reichweite der bewußten Wahl und  Kontrolle des Patienten&#8221; liegt (Erickson, Rossi und Rossi 1978). So  könnte der Patient je nach persönlicher Vorerfahrung und abhängig von  den speziellen Eigenheiten der kommunikativen Situation, in der die  (Doppel-) Bindung verhängt wird, (d. h. zusätzliche qualifizierende  Botschaften des Therapeuten, aufbauende Ausnutzung vorher &#8220;gesäter&#8221;  Suggestionen und vorher etablierter Kontextqualifikationen durch den  Therapeuten), auf sie z. B. entweder mit einer bewußten  Erwartungshaltung reagieren, er werde gleich in Trance gehen (Bindung),  oder er entwickelt einen Trancezustand mit allen dazugehörigen  autonom-somatischen Veränderungen (Doppelbindung). Der wichtigste  Unterschied zur schizophrenen Doppelbindung (Bateson, Jackson, Haley und  Weakland 1969) liegt bei aller strukturellen hnlichkeit darin, daß die  implizierte Suggestion (entspricht dem Befehl auf dem Meta-Niveau) eine  positive Verhaltenserweiterung anstrebt, statt ein rigide stereotypes  Verhalten dauerhaft festzulegen.</p>
<p>Wie eben schon deutlich wurde, ist es auch möglich, Bindungen  und Doppelbindungen als indirekte Suggestion per Implikat zu betrachten,  als deren Wirkung &#8221; der implizierte Gedanke oder die implizierte  Reaktion&#8230; im Patienten auf autonome Weise hochzukommen scheint&#8221;  (Erickson, Rossi und Rossi 1978). Diesem &#8220;Prinzip der Vorannahme&#8221; als  für Ericksons Sprachgebrauch sehr typischem Sprachmuster der in direkten  Suggestion entsprechen Fragen wie &#8220;Sind Sie tief in Trance?&#8221;, &#8220;Glauben  Sie wirklich, daß Sie wach sind?&#8221; oder Fragestellungen wie  &#8220;Offensichtlich werden Sie nicht jetzt in Trance gehen!&#8221; Würden diese  Suggestionen direkt und daher potentiell widerstandserzeugend gegeben,  hießen sie etwa: &#8220;Sie erleben sich jetzt in einem veränderten Zustand!&#8221;,  &#8220;Sie sind sich nicht sicher, daß Sie wach sind&#8221;, &#8220;Sie werden in Trance  gehen!&#8221; (Eine ausführliche Darstellung dieser und weiterer  widerstandsvermeidender Sprachmuster findet sich bei Bandler, Grinder  1975b.)</p>
<p>Das Implikat kann als indirekte Suggestion angestrebter  Erlebnis und Verhaltensweisen sehr komplex sein (unter Ausnutzung vorher  suggerierter, sorgfältig gesäter und aufeinander aufbauender  Vorstellungen und Empfindungen): Erickson sagt zu einer Frau im  Trancezustand (Erickson, Rossi und Rossi 1978): &#8220;Ich will, daß Sie sich  nackt von der Taille aufwärts fühlen, obwohl sie wissen, daß Sie von der  Taille aufwärts angezogen sind. Ich will, daß Sie sich nackt fühlen  (Pause)&#8221;. Dann stellt er eine Frage, die die Autoren &#8220;implizite  Direktive nennen: &#8220;Wollen Sie, daß R. Sie anschaut?&#8221; (R. = Rossi, der in  der Sitzung anwesende Koautor). Die Frau beantwortete diese Frage  (&#8220;Nein&#8221;), bestätigte sie damit als sinnvoll und akzeptierte so die als  Implikat (per Anspielung auf ein normengerechtes Verhalten in einer  bestimmten sozialen Konstellation) übermittelte Direktive (Suggestion):  Sie sind nackt!&#8221; &#8211; sie bedeckt ihre Brüste mit verschränkten Armen. Eine  direkte Suggestion wäre möglicherweise nicht angenommen worden &#8211; sie  hätte Widerstand erzeugt.</p>
<p>Die indirekte Suggestion (oder Direktive) per Implikat führt zu  einer unbewußten, unwillkürlichen und scheinbar autonom-spontanen  Realisation der angestrebten Erlebnis- und Verhaltensweise oder  Einstellung &#8211; wenn sie nicht erkannt und hinterfragt wird, was Erickson  durch geschickte und subtile Verschachtelungen von &#8220;gesäten Ideen&#8221; und  durch gut plazierte Ablenkungs- und Konfusionsmanöver zur Vermeidung von  Einsicht und Meta-Kommunikation im Sinne von kritischen Analysen des  Patienten meisterhaft zu verhindern wußte.</p>
<p>Die Nutzung dieses Prinzips für eine therapeutische Strategie  ohne formale Hypnoseinduktion findet sich im Fall eines Mädchens (Haley  1978b), das sich wegen ihrer irgendwie zustandegekommenen berzeugung,  ihre Füße seien zu groß, immer mehr isolierte. Jedem Versuch, mit ihr  über ihre Füße zu reden, setzte sie einen massiven Widerstand entgegen.  Da sie sich zudem weigerte, einen Arzt aufzusuchen, arrangierte Erickson  für ihre Behandlung eine Situation, in der er als der ihre Mutter  behandelnde Arzt auftrat. Der kurze direkte therapeutische Kontakt zu  dem Mädchen bestand darin, daß er ihr scheinbar ohne Absicht mit aller  Kraft auf den Fuß trat, sie vor Schmerz schrie, und er sie sofort  anherrschte: &#8220;Wenn Deine Dinger lang genug gewachsen wären, daß ein Mann  sie sehen könnte, wäre das nicht passiert.&#8221; Er wandte sich sofort  wieder seinen &#8220;ärztlichen Verpflichtungen&#8221; zu und gab ihr &#8211; sie sah ihn  verständnislos an &#8211; damit keine Gelegenheit, die Situation zu  kommentieren oder mit ihm zusammen zu reflektieren. Sie blieb, genau wie  ihre Mutter, auf ihrer Verständnislosigkeit gegenüber seiner  &#8220;Unhöflichkeit&#8221; sitzen, und somit war es beiden unmöglich, die  implizierte Direktive bewußt zu erfassen: &#8220;Deine Füße sind eher zu klein  als zu groß.&#8221; Diese Suggestion realisierte sich auf unbewußter Ebene:  Am selben Abend bat das Mädchen um Erlaubnis, eine Veranstaltung in der  Stadt besuchen zu dürfen.</p>
<p>Die Vermeidung von Widerstand, durch dieses Vorgehen möglich  gemacht, beschreibt Erickson so: &#8220;Das Mädchen hatte keine Möglichkeit,  das Kompliment, ihre Füße betreffend, zurückzuweisen oder es zu  bestreiten&#8230; Sie konnte mir nicht gut sagen, ich sei ein Trottel, in  Anbetracht der Tatsache, daß ich der behandelnde Arzt ihrer Mutter war.  Sie hatte keinerlei Möglichkeit, sich zu rächen. Es blieb ihr nichts  anderes übrig, als den Beweis zu akzeptieren, daß ihre Füße zu klein  gewachsen waren&#8221; (Haley 1978b).</p>
<p>Oft ging Erickson einen Widerstand indirekt an, indem er  Strukturmerkmale des natürlichen Beziehungssystems zu ihrer eigenen  Veränderung benutzte. Haley (1978b) führt einige Fallgeschichten an, in  denen Erickson die Strukturen im &#8220;perversen Dreieck&#8221; (Haley, in:  Watzlawick, Weakland 1980a) utilisiert, um sie zu verändern, indem er  durch genau geplante und systematisch angelegte Interventionen die  übermäßige Bindung des kindlichen Symptomträgers an den einen Elternteil  lockerte und die kaum vorhandene Beziehung zum peripheren Elternteil  intensivierte. So konnte er eine langwierige individuelle  &#8220;Widerstandsarbeit&#8221; mit den Kindern vermeiden, wie sie z. B. bei der  individuellen Behandlung des Mädchens im obigen Beispiel mit Sicherheit  zu erwarten gewesen wäre. Obwohl hier die Familienkonstellation nicht  deutlich wird, hat Erickson zumindest die Mutter-Tochter-Interaktion  utilisiert, indem er auch die Mutter nicht über die therapeutische  Notwendigkeit aufgeklärt hat, der Tochter gegenüber so ausfallend zu  werden: Gemeinsam hatten sie in ihrem Unverständnis und ihrem  verhinderten Groll ein unerledigtes Geschäft mit Erickson, wodurch die  indirekt übermittelte Suggestion um so sicherer wirkte: Beide ahnten  nicht den Zusammenhang zwischen Ericksons Unhöflichkeit und der  Veränderung des Mädchens.</p>
<p>Eine spezielle Technik zur Hypnoseinduktion bei resistenten  Patienten (nicht kooperationsbereiten oder kooperationsunfähigen  Patienten) (Erickson 1980/I) beruht auf einer sorgsam elaborierten  Doppelbindung des Typus: &#8220;Wenn sich deine linke Hand hebt, ist dein  Unbewußtes bereit, in Trance zu gehen. Wenn sich deine rechte hebt, ist  es noch nicht bereit &#8220;, wobei beide Alternativen spontane  Trancephänomene voraussetzen, nämlich ideomotorische Aktivitäten. Diese  direkte, den bewußten Widerstand ausschaltende Kommunikationsmöglichkeit  mit dem Unbewußten findet sich (siehe unten) in einer speziellen  Interventionsform des Neurolinguistischen Programmierens wieder.</p>
<p>Auf zahlreiche weitere Techniken, die Erickson im Kontext der  Hypnosetherapie für den Umgang mit resistenten Patienten entwickelt hat  (z. B. Konfusionstechniken, Einstreutechniken, pantomimische und  berraschungstechniken) kann hier aus Platzgründen nicht eingegangen  werden. Hier kann der Leser nur auf die sehr unterhaltsame Lektüre der  Originalliteratur verwiesen werden (Erickson 1980).</p>
<p>Ericksons Vorliebe und Meisterschaft, auf mehreren Ebenen  gleichzeitig und unabhängig und in Metaphern, Analogien, Wortspielen,  Witzen, Rätseln als &#8220;rechtshemisphärischen Sprachformen&#8221; (Watzlawick  1977) zu kommunizieren, wurde oben schon erwähnt. Die  widerstandsprophylaktische und -ausschaltende Potenz der metaphorischen  Kommunikationsform beschreibt Haley schmunzelnd (1980b): Wenn Erickson  ein Paar dahingehend beeinflussen wollte, daß sie in ihrem Sexualleben  genußfähiger werden und weniger gehemmt sind, so sprach er  typischerweise in metaphorisch-analogischer Form mit ihnen, z. B. über  ihre Essensgewohnheiten: So kann es vielleicht so sein, daß sie einen  Appetitanreger bevorzugt, um den Magen zu öffnen, während er sich gleich  lieber auf die Kartoffeln stürzt.</p>
<p>Erickson hat sorgfältig darauf acht gegeben, daß dem Paar die  Parallele zwischen ihrem Sexualleben und seinen Ausführungen über  bestimmte Essensgewohnheiten bewußt wurde. Er sagte aber auch, sobald  sie anfingen, sich diese Parallele bewußt zu machen, sollte man schnell  das Thema wechseln (- damit sie, als Abneigung des Bewußten, keinen  Widerstand gegen die auf Analogieebene vermittelten genußfördernden  Suggestionen und Belehrungen entwickeln können &#8211; Ergänzung von mir).</p>
<h4><strong>b) Techniken zur Utilisation von Widerstand</strong></h4>
<p>Erickson (1980/IV) und Rossi schreiben: &#8220;Die  Utilisationstheorie betont, daß die besondere Spannweite der Fähigkeiten  und Persönlichkeitseigenschaften eines jeden Individuums überprüft  werden muß, um zu bestimmen, welche bevorzugten Funktionsmodi für  therapeutische Zwecke hervorgerufen und utilisiert werden können. Die  Utilisation der Haltungen und Einstellungen des Patienten wird so zu  einem grundlegenden Ansatz zur Vermeidung dessen, was die meisten  anderen Therapeuten Widerstand nennen&#8221; (bersetzung von mir).</p>
<p>Das für kurzfristige oder langfristige therapeutische Ziele  utilisierte Patientenverhalten kann einen ganz unterschiedlichen  Komplexitätsgrad haben, wie z. B. Zwänge und andere Symptome:  &#8220;Wortsalat&#8221; als Privatsprache, bestimmte eingeschränkte  &#8220;Wirklichkeitsauffassungen&#8221; (Watzlawick 1976) bzw. &#8220;Modelle der Welt&#8221;  (Bandler, Grinder 1975a) oder auch antagonistische Einstellungen, bzw.  mangelnde Kooperationsbereitschaft oder -unfähigkeit, d. h.  Widerstandsphänomene.</p>
<p>Erickson (1980/IV) beschreibt eine elegante Tranceinduktion  durch Utilisation von Widerstand: Er bestellte einen 12jährigen Jungen  in seine Praxis, der von den Eltern unter anderem als rebellischer,  trotziger, dickköpfiger, unkooperativer, eigensinniger, fauler und  chronischer Bettnässer beschrieben wurde. &#8220;Er machte keinen Hehl aus  seiner Abneigung gegen das Interview und eröffnete mit der Aussage, er  sei müde genug, um auf der Stelle einschlafen zu können und daß er  lieber nach Hause gehen würde. Ihm wurde die Antwort gegeben, er könne  das Interview in der Praxis dadurch sabotieren, indem er absichtlich  einschlafe und nicht zuhöre, was ich (Erickson) ihm zu sagen hätte. Er  nahm die Herausforderung an und erwies sich als ausgezeichnet  hypnotisierbar &#8211; als Folge einer einfachen Testsuggestion: &#8216;Schlaf  einfach ein und hör&#8217; mir einfach nicht mehr zu; du kannst ruhig und tief  schlafen, sogar wenn ich rede&#8217; und ähnlicher Suggestionen, die ihm  gegeben wurden, solange, bis eine tiefe Trance gesichert war&#8221;  (bersetzung von mir).</p>
<p>Ein weiteres Fallbeispiel zeigt, wie Erickson das, was der  Patient ihm brachte, akzeptierte und utilisierte &#8211; unter anderem eine  Haltung gegenüber der Therapie und dem Therapeuten, die ihm ein eher  traditioneller Therapeut mit Sicherheit in irgendeiner Form als  &#8220;Widerstand&#8221; rückgemeldet hätte. Erickson schreibt (1980/1): &#8220;Der  Patient betrat den Behandlungsraum ausgesprochen energiegeladen und  erklärte sofort, er wüßte nicht, ob er hypnotisierbar wäre. Er wäre  bereit, in Trance zu gehen, vorausgesetzt, so etwas gäbe es überhaupt,  und auch nur dann, wenn der Autor bereit wäre, die ganze Angelegenheit  auf eine eher intellektuell-vernünftige Weise als in einer mystischen  und ritualistischen Form anzugehen. Weitere Erklärungen folgten: er  bräuchte eine psychotherapeutische Behandlung aus einer Reihe von  Gründen; er hätte es schon mit verschiedenen Therapieformen ausgiebig  und ohne Erfolg versucht; Versuche, ihn zu hypnotisieren, wären schon  verschiedentlich unternommen worden, und jedesmal fehlgeschlagen &#8211; es  wäre zu mystisch vorgegangen worden, der &#8216;intellektuell-vernünftige&#8217;  Ansatz wäre zu wenig berücksichtigt worden.</p>
<p>Nachfragen ergaben, daß nach seinem Gefühl ein ,vernünftiger&#8217;  Ansatz nicht darin bestünde, daß ihm Vorstellungen suggeriert würden,  sondern darin, daß ihm Fragen gestellt würden, die sein eigenes Denken  und seine eigenen Gefühle in bezug auf die Realität beträfen. Zum  Beispiel müsse der Autor anerkennen, so erklärte er, daß er auf einem  Sessel sitze, der Sessel vor einem Tisch stünde und daß damit absolute  Tatsachen in bezug auf die Realität gegeben wären, die als solche weder  übersehen, vergessen, geleugnet oder ignoriert werden könnten. Um diesen  Sachverhalt noch weiter deutlich zu machen, führte er aus, daß er  offensichtlich angespannt und ängstlich und darüber hinaus besorgt wäre &#8211;  wegen des Zitterns seiner angespannten Hände, die auf den Armlehnen des  Sessels lägen. Weiterhin wäre er im höchsten Maße ablenkbar und würde  alles um ihn herum genauestens mitbekommen.</p>
<p>Auf diese letzte Ausführung wurde sofort zurückgegriffen &#8211; als  Grundlage einer ersten Kooperation mit ihm -, und ihm wurde gesagt:  &#8216;Bitte fahren Sie fort mit der Darstellung Ihrer Vorstellungen und Ihres  Verständnisses. Erlauben Sie mir nur so viele Unterbrechungen, wie ich  sie brauche, um sicher zu gehen, daß ich Sie richtig verstehe, und um  Ihnen folgen zu können. Sie erwähnten zum Beispiel den Sessel, aber  sicher haben Sie auch schon meinen Schreibtisch gesehen und sind  abgelenkt worden von den Dingen, die darauf liegen. Bitte erklären Sie  weiter!&#8217;</p>
<p>Darauf reagierte er in einem Wortschwall mit einer Fülle von  mehr oder weniger zusammenhängenden Kommentaren über alles, was sich in  Sichtweite befand, jedoch in jeder kleinen Pause warf der Autor ein Wort  oder eine Bemerkung ein, um seine Aufmerksamkeit neu zu richten. In  zunehmender Häufigkeit kamen solche Unterbrechungen in dieser Abfolge:  und der Briefbeschwerer dort; Ihr Fuß auf dem Teppich; die Lampe an der  Decke; die Vorhänge; Ihre rechte Hand auf der Armlehne des Sessels; die  Bilder an der Wand; der sich ändernde Fokus Ihrer Augen, während Sie  umherblicken; das Interesse an den Buchtiteln; die Spannung in Ihren  Schultern; das Gefühl des Sessels; die störenden Geräusche; störende  Gedanken; das Gewicht der Probleme; das Gewicht des Schreibtisches; der  Aktenschrank, die Akten vieler Patienten; das Auf und Ab des Lebens; die  Phänomene der Krankheit, des Gefühlslebens, des Körperlichen und des  Geistigen; der Friede der Entspannung; die Notwendigkeit, auf die  eigenen Bedürfnisse zu achten; die Notwendigkeit, auf die eigenen  Spannungen zu achten, während man den Schreibtisch ansieht, oder den  Briefbeschwerer, oder den Aktenschrank; das Wohlgefühl, sich aus der  Umwelt zurückzuziehen; die Müdigkeit und ihr Entstehen; die  Unveränderlichkeit des Schreibtisches; die Monotonie des Aktenschrankes;  das Bedürfnis, sich auszuruhen; das Wohlgefühl, wenn man die Augen  schließt, die Empfindung der Entspannung bei einem tiefen Atemzug; die  Freude, etwas passiv zu lernen&#8230; Verschiedene, andere, ähnlich kurze  Einwürfe wurden angeboten, zuerst mit geringerer und dann mit  zunehmender Häufigkeit.</p>
<p>Anfänglich hatten diese Einwürfe nur ergänzenden Charakter in  bezug auf die eigenen Gedankenketten und ußerungssequenzen des  Patienten. Das Ziel war zunächst einfach, ihn zu weiterer Anstrengung zu  stimulieren. Sobald das geschehen war, konnte sein Akzeptieren der  Tatsache utilisiert werden, daß sein Verhalten durch eine Prozedur des  Pausierens und der verzögerten Vervollständigung der Einwürfe gelenkt  wurde. Diese Prozedur ermöglichte es, in ihm eine auf den Autor gezielte  Erwartungshaltung im Hinblick auf eine weitere und vollständigere  Lenkung zu erzeugen.</p>
<p>Im Verlauf dieses Vorgehens wurde, allmählich und für den  Patienten nicht erkennbar, seine Aufmerksamkeit zunehmend auf innere,  subjektive Erlebnisweisen gelenkt. Dadurch wurde es möglich, mit Hilfe  einer einfachen, auf progressiver Entspannung beruhender  Tranceinduktionstechnik eine leichte bis mittlere Trance zu sichern&#8221;  (bersetzung von mir).</p>
<p><strong>c) Techniken zur Provokation und Utilisation von Widerstand</strong></p>
<p>Den gezielten Aufbau einer Widerstandshaltung und ihre Nutzung  für therapeutische Zwecke beschrieb Erickson in der Fallgeschichte eines  Mannes in den Fünfzigern, der nach einem Schlaganfall seit einem Jahr  gelähmt war und hilflos in einem Krankenhausbett liegen mußte, unfähig  zu sprechen oder sich zu bewegen. Von der Frau des Mannes wußte  Erickson, daß er seine Lage als tiefe Kränkung empfand und mit einem  unmäßigen, hilflosen Zorn auf sie reagierte. Außerdem sei er ein Preuße  und von Natur aus ein äußerst stolzer Mensch, der sich aus eigener  Initiative ein Geschäft aufgebaut hatte.</p>
<p>Diese Information benutzte Erickson für seine therapeutische  Strategie: Er baute auf den einjährigen Zorn des Mannes, dessen  lebenslange kämpferische Haltung und seinen Stolz, indem er ihm eine  Serie von gröbsten Beleidigungen an den Kopf warf, gegen die sich der  Mann nur mit einem nachdrücklich-aktiven Widerstand wehren konnte, der  dann aufgrund der in seiner Äußerung enthaltenen Ressourcen und  Potentiale im Verlaufe der weiteren Therapie utilisiert werden konnte.  Unter anderem setzte Erickson ihn mit den &#8220;blöden, verdammten Nazis&#8221; auf  eine Stufe und sagte: &#8220;Was sind doch die Preußen für idiotische,  eingebildete, unwissende, tierische Wesen.&#8221; Dann sprach er ihm das Recht  ab, &#8220;auf Kosten der öffentlichen Hand gefüttert und gepflegt zu werden&#8221;  und unterstellte ihm schließlich: &#8220;Sie sind so verdammt faul, daß Sie  noch einen Gefallen daran finden, in einem karitativen Bett zu liegen.&#8221;  Dann, unter Ankündigung weiterer Schimpfworte, sagte Erickson: &#8220;Morgen  sind Sie wieder da, ist Ihnen das klar?&#8221; Woraufhin wie eine Eruption ein  &#8220;Nein&#8221; aus ihm herausbrach. Daraufhin sagte Erickson: &#8220;Ein Jahr lang  haben Sie kein Wort gesprochen, und nun genügt es, daß ich Sie ein  dreckiges Nazi-Schwein nenne, damit Sie den Mund auftun. Sie kommen  morgen wieder und hören sich meine wahre Meinung über Sie an.&#8221; &#8211; &#8220;Nein,  nein, nein&#8221; rief er empört aus und brachte es irgendwie fertig,  aufzustehen und aus dem Zimmer zum Wagen zu wanken. Damit hat Erickson  Widerstand in einer Form provoziert, die für weitere therapeutische  Fortschritte utilisiert werden konnte (detaillierte Darstellung in Haley  1978b).</p>
<hr size="2" />
<p><strong> </strong></p>
<h3>3. Das Konzept &#8220;Widerstand&#8221; in der Kommunikationstherapie</h3>
<p>Die Kommunikationstherapie (interactional psychotherapy) soll hier mit  Watzlawick (1980b) definiert werden als eine Behandlungsmethode, deren  Grundlage nicht hypostasierte intrapsychische Prozesse sind, sondern  beobachtbare Muster von Interaktionen, also Muster der Kommunikation  zwischen Menschen. Diese Behandlungsmethode, deren theoretische  Grundlagen der Kybernetik, der Systemtheorie, der Semiotik, der  Formallogik, der Mathematik und der &#8220;double-bind&#8221;-Konzeption des  Paradoxie-Forschungsprojekts von Bateson (Bateson, Jackson, Haley und  Weakland 1969; Bateson 1972) entlehnt sind (Watzlawick, Beavin und  Jackson 1969), kommt in der Paar- und Familientherapie genauso zum  Tragen wie in der Therapie anderer zwischenmenschlicher Systeme, z.B.  Wohngemeinschaften, Arbeitsteams, Therapiegruppen etc..</p>
<p>Die Kommunikationstherapie wurde in den 50er und 60er Jahren von  der sogenannten Palo-Alto-Gruppe entwickelt, die eigentlich aus zwei  Gruppen bestand, welche zu unterschiedlichen Zeiten tätig waren (Haley  1975). Zwischen 1952 und 1962 befaßte sich das von Gregory Bateson  geleitete &#8220;double-bind&#8221;-Projekt mit der Kommunikationsforschung, vor  allem auf den Gebieten der Schizophrenie, Hypnose und Therapie. Für  dieses Projekt war Erickson eine wichtige Hintergrundperson: Jay Haley  und John Weakland beforschten seine hypnotischen  Kommunikationsstrategien und sein psychotherapeutisches Vorgehen über  Jahre hinweg sehr intensiv. Mit Bateson stand Erickson zu der Zeit schon  seit langem in einem fruchtbaren Austausch, genauso mit Jackson, der,  wie Erickson zeitweilig auch, dem Projekt als versierter Berater zur  Seite stand.</p>
<p>Als dieses Projekt zu Ende ging, gründete Jackson das Mental  Research Institute in Palo Alto, in dem Paul Watzlawick und zunächst  auch Virginia Satir mitarbeiteten. John Weakland und Richard Fisch kamen  hinzu. Virginia Satir, die schon am Anfang der 50er Jahre ihren eigenen  familientherapeutischen Stil entwickelt hatte (vgl. Satir 1973, 1977)  und auch mit Erickson bekannt war (Satir 1979), ging wieder ihre eigenen  Wege, ebenfalls Jay Haley, der als Kommunikationsforscher zahlreiche  Bücher veröffentlichte und heute in Washington ein eigenes  Ausbildungsinstitut für Familientherapie leitet.</p>
<p>Wie Watzlawick (1980b) ausführt, offenbart sich im  kommunikationstherapeutischen Umgang mit den Widerstandsphänomen am  deutlichsten der starke Einfluß, den Erickson auf die Entwicklung der  Kommunikationstherapie hatte.</p>
<p>Das oben beschriebene Kommunikationsmuster der Bindung und  Doppelbindung beschreibt Watzlawick (1969, 1974) mit einem Ausdruck von  Weakland und Jackson als &#8220;Illusion der Alternativen&#8221;. Es läßt sich  ausgezeichnet verwenden, um einen Widerstand gegen eine Direktive oder  eine Suggestion zu umgehen. Watzlawick (1980b) referiert zur  Veranschaulichung dieses Musters eine Kindheitserinnerung von Erickson:  Sein Vater hatte den Widerstand des kleinen Milton gegen die notwendige  Mitarbeit auf der Farm dadurch umgangen, daß er ihn vor die illusionäre  Wahl stellte: &#8220;Willst du erst die Hühner füttern oder zuerst die Gänse?&#8221;</p>
<p>Die &#8220;therapeutische Doppelbindung als paradoxe  Kommunikationsform&#8221; (Watzlawick 1961) und als Spiegelbild der  &#8220;pathogenen Doppelbindung&#8221; (Bateson, Jackson, Haley und Weakland 1969)  entspricht im wesentlichen der oben beschriebenen Doppelbindung.</p>
<p>Als therapeutische Strategie ist sie komplexer als in ihrer  widerstandsumgehenden Verwendung in der Hypnoseinduktion (Erickson,  Rossi und Rossi 1978). Das paradoxe Element in der Kommunikationsform  der therapeutischen Doppelbindung liegt immer in der Verschreibung eines  bestimmten Verhaltens oder Erlebens, das sich dadurch nicht mehr  spontan äußern kann und so in der zwischenmenschlichen Situation eine  andere Qualität bekommt. Dieses Verhalten oder Erleben kann z. B. ein  Symptom sein oder, eine bestimmte Einstellung oder auch eine Haltung des  Widerstandes.</p>
<p>Die Technik der therapeutischen Doppelbindung, auf den Umgang  mit Patienten im Widerstand bezogen, setzt jeweils eine Verwendung  (Utilisation) des Widerstandes voraus. Sie besteht darin, daß das  konkrete, den &#8220;Widerstand&#8221; konstituierende Verhalten in irgendeiner Form  verschrieben, d. h. nahegelegt und gefördert wird. Die dadurch  eintretende Veränderung sowohl des Verhaltens des Patienten als auch der  zwischenmenschlichen Beziehung, in der es eine bestimmte Funktion  hatte, wird im weiteren therapeutischen Vorgehen utilisiert und  ausgebaut.</p>
<p>In der oben zitierten Fallgeschichte des Jungen, dessen  Widerstand sich als provozierend-ostentative Müdigkeit manifestierte,  änderte sich nach der entsprechenden Verschreibung durch Erickson sowohl  das konkrete Verhalten (Tranceentwicklung) als auch die Natur ihrer  Beziehung. Betrachtet man mit Haley (1978a) den Widerstand des Jungen  (sein Symptom &#8220;Müdigkeit&#8221;) als einen Versuch seinerseits, die Beziehung  zu kontrollieren, kann man Ericksons Intervention als ein Manöver  bezeichnen, mit dem er wieder die Kontrolle über die Beziehung  erreichte. Haley schreibt: &#8220;Das zentrale Problem bei der Induktion der  Hypnose ist die berwindung des Widerstandes der Versuchsperson (hier  besser des Patienten). In Kommunikationsbegriffen besteht der Widerstand  aus Manövern des Patienten, um die Beziehung als symmetrisch zu  definieren.&#8221; Sowohl das veränderte Verhalten des Jungen (Trance) als  auch die wiedergewonnene Kontrolle über die Beziehung sind dann  Elemente, auf dem der weitere Therapieprozeß aufbaut (durch deren  Utilisation).</p>
<p>Die Anwendung der Begriffe &#8220;therapeutische Doppelbindung&#8221;,  &#8220;Verwendung und Verschreibung des Widerstandes&#8221;, &#8220;Manöver zur Definition  einer symmetrischen Beziehung&#8221; auf das oben zitierte Erickson&#8217;sche  Fallbeispiel des &#8220;intellektualisierend-widerstandsleistenden&#8221; Patienten  sei dem Leser überlassen.</p>
<p>Sowohl der familientherapeutische Ansatz Haleys (1977) als auch  der kommunikationstherapeutische Ansatz des MRI, d.h. Mental Research  Institute, (Watzlawick, Weakland 1980) und der familientherapeutische  Ansatz Mara Selvinis (1978) ähneln dem psychotherapeutischen Ansatz  Ericksons in zwei wesentlichen Punkten. Für alle gelten diese Prämissen:  a) Einsicht (und das Benennen und Ausdrücken von Gefühlen &#8211; im  Gegensatz zum wachstumsbezogenen Ansatz Virginia Satirs, 1973/1977) &#8211;  ist nicht relevant für Veränderungen, und b) Handlungs- und  Verhaltensänderungen gehen der Einsicht voraus. Entsprechend ist die  Behandlungsmethodik dieser Ansätze strategisch-direktiv ausgerichtet.  Sie beruht auf imperativen, &#8220;injunktivischen&#8221; Interventionsformen. Ein  Beispiel für solche Interventionsformen ist: Um jemandem den Geschmack  eines bestimmten Kuchens zu vermitteln, beschreibt man ihn nicht,  sondern übermittelt eine Reihe von &#8220;Injunktionen&#8221;: Man nehme&#8230; (vgl.  Watzlawick 1977, 1980b).</p>
<p>Diese &#8220;injunktivischen&#8221; Sprachformen stoßen in den Therapien  umso weniger auf Widerstand, je genauer sie die Sprache, die  Wirklichkeitsauffassung und Persönlichkeitseigenschaften des Patienten  treffen (d. h. je vollständiger diese utilisiert werden können), bzw. je  genauer sie die strukturellen Merkmale des behandelten Systems  berücksichtigen. Werden bei der Abfassung der Direktiven wichtige  Systemmerkmale übersehen oder &#8220;versäumt es der Therapeut, zu jedem  einzelnen Systemmitglied einen guten Kontakt aufzubauen, geht das System  in den Widerstand&#8221; (Gammer 1980).</p>
<hr size="2" />
<p><strong> </strong></p>
<h3>4. Das Konzept &#8220;Widerstand&#8221; im Neurolingustischem Programmieren</h3>
<p>Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) entwickelten Richard  Bandler und John Grinder (1979) in Zusammenarbeit mit Robert Dilts,  Leslie Cameron-Bandler und Judith DeLozier (1980) und Steve Lankton  (1980a) als eigenständige Therapieform auf der Basis ihrer Bemühungen,  aus dem praktischen Können berühmter therapeutischer &#8220;Zauberer&#8221;  explizite, lern- und lehrbare Handlungsmodelle zu destillieren. Sie  untersuchten die Arbeit von Fritz Perls, Virginia Satir und Milton  Erickson (Bandler, Grinder 1975a, b/1976/1977/1978) unter weitgehender  Vernachlässigung ihrer &#8220;theoretischen Metaphern&#8221; (Bandler, Grinder 1979)  &#8211; als Aussagen darüber, was sie mein(t)en zu tun &#8211; in ihren konkreten  therapeutischen Handlungen.</p>
<p>Die Grundprämisse ihres Ansatzes war dabei die Annahme, daß die  häufig eher intuitiv-unbewußt effektiven Interventionen eine ebenso  explizierbare Regelhaftigkeit aufweisen, wie die intuitiven  Sprachbildungsprozesse, deren Beherrschung nicht voraussetzt, daß ihre  Regelhaftigkeit (Grammatik) bewußt-explizit angegeben werden kann &#8211;  Grinder ist Linguist, Bandler Mathematiker und Psychologe.</p>
<p>Die durch dieses Vorgehen extrahierten und unter Rückgriff auf  neuere systemtheoretische kybernetische, erkenntnistheoretische und  psychophysiologische Grundpositionen (Wunderlich 1981) verdichteten  Interventionsmuster bilden die Grundsubstanz des NLP.</p>
<p>Der Erickson&#8217;schen Behandlungsmethodik, die im NLP am  deutlichsten wieder aufscheint, entspricht die Aussage von  Bandler/Grinder (1979): &#8220;,Der Klient ist im Widerstand&#8217; ist eher ein  Kommentar über den Therapeuten als über den Klienten.&#8221; Sie weisen darauf  hin, daß der Begriff &#8220;Widerstand&#8221; eine Nominalisierung darstellt, die  einen Prozeß wie ein Ding beschreibt, ohne daß angegeben wird, wie er  abläuft. Konsequenterweise erinnern Bandler und Grinder die Teilnehmer  ihrer Seminare immer wieder an die Meta-Regel (1979): &#8220;Wenn das, was ihr  gerade macht, nicht funktioniert, verändert es. Tut etwas anderes!&#8221; &#8211;  und ändert damit den Prozeß &#8220;Widerstand&#8221;, die Art der Interaktion  (Ergänzung von mir).</p>
<p>Mit dieser Meta-Regel stehen Bandler und Grinder nicht nur in  der Tradition Erickson&#8217;scher Behandlungsmethodik als &#8220;experimenteller  Therapie&#8221; (Haley 1967a), die dem Therapeuten eine geradezu  schauspielermäßige Beherrschung von Verhaltensweisen in großer  Variationsbreite abverlangt, sondern auch in der Tradition von Don D.  Jackson, der sein Hauptziel in der Therapie darin sah, seine eigene  Freiheit zu maximieren, mit den Patienten zu manövrieren (Haley 1967a).  In der Behandlungsmethodik des NLP ist diese Tradition untermauert mit  dem kybernetischen &#8220;Gesetz der erforderlichen Vielfalt&#8221; (Bandler,  Grinder 1979, vgl. auch Ashby 1974), demzufolge dasjenige Element eines  Systems die Kontrolle innehat, welches über die größte Variabilität in  seinem Verhalten verfügt.</p>
<p>Bandler und Grinder bringen ein Beispiel für eine solche  Veränderung des eigenen Verhaltens angesichts eines Widerstandes, das  zwar aus keiner Therapiesituation stammt, aber doch wegen seines  speziellen Ericksonischen Sprachgebrauches sehr interessant ist:</p>
<p>Sie gingen in ein Restaurant und sagten: &#8220;Also, wir hätten  gerne ein paar Flaschen Champagner zum Mitnehmen.&#8221; Und der Typ sagte:  &#8220;Oh, das dürfen wir nicht, es verstößt gegen das Gesetz.&#8221; Daraufhin  Bandler: &#8220;Nun, wir haben gerade eine Party und wir essen hier sehr oft  und&#8230; Können Sie nicht doch irgend etwas für uns tun Sie was!&#8221; Nach  kurzem Zögern fand er einen Weg, das Gesetz zu umgehen (Bandler, Grinder  1979).</p>
<p>Ebenfalls in erster Linie aus der Behandlungsmethodik Ericksons  leiteten Bandler und Grinder ein Meta-Prinzip für die therapeutische  Kommunikation ab: das Zusammenspiel von &#8220;pacing&#8221; und &#8220;leading&#8221; (im  deutschen etwa: im Gleichschritt mitgehen, spiegeln bzw. pacen und  führen). Dieses Prinzip entspricht weitgehend dem Utilisationsansatz als  Tranceinduktionsprinzip und als generelle Bauanleitung für  therapeutische Strategien in der Psychotherapie Ericksons.</p>
<p>Das &#8220;Pacen&#8221; und &#8220;Leaden&#8221; kann sich sowohl auf die Atemfrequenz  des Patienten beziehen, als auch auf die komplexe Wahnwelt eines  Psychotikers: Immer geht es darum, den Patient zunächst in seinem  So-Sein abzuholen (und synonym dazu: zu akzeptieren) und ihn dann in  einen anderen Seinszustand zu führen.</p>
<p>Sehr deutlich wird dieses Prinzip in der oben zitierten  Tranceinduktion Ericksons mit dem &#8220;intellektualisierenden&#8221; Mann. Die  Elemente sind hier: Pacen der &#8220;One-up-Position&#8221; (Haley 1969) des Mannes  durch das Einnehmen einer scheinbar inferioren Position: &#8220;Erlauben Sie  mir nur so viele Unterbrechungen&#8230; Sie erwähnten z. B. den Sessel (=  pacen), aber Sie haben sicher schon meinen Schreibtisch gesehen und die  Dinge (= leaden: Erickson dirigiert seine Aufmerksamkeit)&#8230; Bitte  erklären Sie weiter (= leaden: Erickson geht in die One-up-Position und  stellt so eine für die Therapie notwendige komplementäre Beziehung her &#8211;  eine Beziehungsdefinition, die der Patient annimmt, da er mit seinem  Wortschwall der Anweisung Ericksons folgt; (vgl. auch Haley 1978a).</p>
<p>Nicht nur auf der Ebene von Beziehungsdefinitionen findet sich  dieses Meta-Prinzip, sondern auch im Rahmen einer bereits etablierten  komplementären Beziehung: Nachdem Erickson die Aufmerksamkeit des Mannes  auf dessen visuellen Input dirigiert hat (leading), begleitet er ihn  über einige Interaktionen in dieser Sinnesmodalität (pacing) und führt  (leading) ihn dann mit Hilfe der Technik der berlappung (Bandler,  Grinder 1979) in die Kinästhetik: &#8220;der sich ändernde Fokus ihrer  Augen&#8230;&#8221;, um ihn darin weiter zu begleiten (pacing). Dann führt er ihn  in die auditive Sinnesmodalität und in den internalen Dialog (leading).  Auf einer höheren Abstraktionsebene &#8220;paced&#8221; Erickson die fortlaufende  Erfahrung des Patienten in den wichtigsten Sinnesmodalitäten und führt  ihn dann in ein neues Erleben und Verhalten: &#8220;das Wohlgefühl, sich aus  der Umwelt zurückzuziehen&#8221;, &#8220;&#8230;,wenn man die Augen schließt&#8221; etc.</p>
<p>Im Neurolinguistischen Programmieren gilt die Regel: Wenn der  Therapeut einen guten Gleichschritt (pace) mit dem Patienten etabliert  hat, kann er ihn nahezu in jedes veränderte Erleben und Verhalten  führen, ohne dabei Widerstand zu erzeugen.</p>
<p>Bandler und Grinder (1979) schildern eine typische  Widerstandskonstellation, wie sie in den Therapieformen besonders häufig  auftritt, die den kinästhetischen Anteil der Erfahrung des Patienten  stark betonen (z. B. die Gestalttherapie, die Körpertherapien und die  Gesprächspsychotherapie). Der Patient benennt ausschließlich den  visuellen Anteil seiner Erfahrung, erkennbar an den Prädikaten und  Redewendungen seiner ußerungen &#8211; er spricht von einem Berg von  Problemen, den er vor sich sieht, oder davon, etwas einzusehen,  Durchblick zu haben etc. Sein bevorzugtes Repräsentationssystem zu  diesem Zeitpunkt ist visuell. Nach jeder Intervention des Therapeuten,  die die (bewußte benennbare) Repräsentation des kinästhetischen Anteiles  der Erfahrung des Patienten voraussetzt, wie etwa &#8220;Was spüren Sie  gerade?&#8221; oder &#8220;ist es so, daß Sie sich&#8230; fühlen?&#8221;, antwortet der  Patient immer nachdrücklicher und ausgiebiger in Bildern &#8211; bis der  Therapeut heimlich die Faust in der Tasche hallt, sich Supervision holt  oder aufgibt: Dieser Patient &#8220;ist im Widerstand&#8221;, &#8220;in der Sackgasse&#8221;,  &#8220;blockiert&#8221; etc. &#8211; und bekommt in der Regel die Schuld für diesen  Umstand zugesprochen.</p>
<p>Widerstandsarbeit im Vorgehen von Bandler und Grinder besteht  in diesem Fall in der Technik der &#8220;Angleichung im Repräsentationssystem&#8221;  (matching representational systems) in Kombination mit der &#8220;Technik der  berlappung&#8221; (Bandler, Grinder 1979): Zunächst gleicht sich der  Therapeut sprachlich in seinen Interventionen dem vom Patienten  bevorzugten &#8220;Repräsentationssystem&#8221; an, er &#8220;paced&#8221; und ..leaded&#8221; ihn in  bezug auf die von ihm benannten visuellen Anteile seiner Erfahrung  .(indem er z. B. den Patienten anleitet, Details in dem von ihm  benannten Bild zu fokussieren, den eventuell nicht mitbenannten Kontext  zu betrachten oder ein stehendes in ein bewegtes Bild zu verwandeln, und  überlappt dann in ein anderes Repräsentationssystem (etwa: &#8220;Und während  du es dir weiter ansiehst, hör&#8217; auch mal genau hin.&#8221; Dieser &#8220;Umweg&#8221;  über akustische Repräsentationen empfiehlt sich meiner  gestalttherapeutischen Erfahrung nach im Umgang mit sehr  &#8220;widerspenstig-visuellen&#8221; Patienten in der zweiten Ebene der  &#8220;therapeutischen Tiefung&#8221; (Petzold 1974) besonders, da der meist nicht  bewußt repräsentierte akustische Erfahrungsanteil den Patienten häufig  sehr schnell mit dem entsprechenden kinästhetischen Anteil verbindet.)  Zum zweiten Mal überlappt der Therapeut dann in ein weiteres  Repräsentationssystem (etwa: &#8220;Während du weiter hinschaust und genau  zuhörst&#8230; was spürst du in deinem Körper?&#8221;).</p>
<p>Diejenige Sinnesmodalität, mit deren Hilfe Menschen vergangene  Erfahrungen aus dem Gedächtnis abrufen (sich einen entsprechenden Zugang  verschaffen), ihr &#8220;Leitsystem&#8221;, kann, muß aber nicht, mit derjenigen  identisch sein, die sie in bezug auf die abgerufene Erfahrung in ihrem  Bewußtsein repräsentieren, ihrem &#8220;Repräsentationssystem&#8221;. In  Konfliktsituationen mit anderen Menschen, also auch in deren  Reproduktion in der Therapiesitzung, sind beide Systeme meist nicht  identisch. Welches Leitsystem oder welche Sequenz von Systemen jemand  benutzt, um in eine vergangene Erfahrung &#8220;einzusteigen&#8221;, ist an seinen  Augenbewegungen während des Nachdenkens erkennbar, den sogenannten  &#8220;visuellen Zugangshinweisen&#8221; (Bandler, Grinder 1979).</p>
<p>Kennt der Therapeut die bevorzugte innere Sequenz des Patienten  (seine Strategie), so kann er dieses Wissen ausgesprochen  widerstandsprophylaktisch einsetzen. Arbeitet er  tiefend-isomorphieaufklärend, also im Sinne dieses Beitrags  traditionell, so kann er es benutzen, um widerstandsvermeidend zu  tiefen. So geht z. B. der oben angesprochene &#8220;Umweg&#8221; häufig über die  nicht bewußt repräsentierten Inhalte des Leitsystems &#8211; im hier  beschriebenen speziellen Fall einer Strategie sind es bestimmte  akustische Eindrücke, die den Patienten in der Regel sofort in die  entsprechende Szene regredieren lassen, wenn der Therapeut ihn mit Hilfe  der berlappungstechnik mit diesem unbewußten Erfahrungsanteil  verbindet.</p>
<p>Geht es dem Therapeuten hingegen eher darum, daß der Patient,  ohne in den Widerstand zu gehen, eine bestimmte Suggestion oder  Direktive annimmt, so kann er die entsprechende Anweisung so  &#8220;verpacken&#8221;, daß sie die Strategie des Patienten optimal abbildet (vgl.  Bandler, Grinder 1979).</p>
<p>Der Hinweis auf eine Integrationsmöglichkeit  gestalttherapeutischer Behandlungsmethodik mit Elementen des NLP  verträgt sich in keiner Weise mit grundlegenden Prämissen von Bandler  und Grinder in bezug auf die Logik therapeutischer Veränderungsarbeit im  NLP. In direkter Anlehnung an Erickson und die Kommunikationstherapie  gehen sie davon aus, daß weder Einsicht (in die Isomorphie von  Szenenfolgen) noch das Wiedererleben alter Schmerzen relevant für  Veränderungen sind.</p>
<p>Sie lehnen karthartisch-regressiv arbeitende Therapieformen  (wie die tiefende Gestalttherapie, Körper- und Schreitherapien und  ähnliche Verfahren) kategorisch ab, da sie davon ausgehen, daß das  einfache Wiedererleben alter Schmerzen genau so veränderungsunwirksam  ist wie z. B. das einfache Wiedererleben phobischer Panikgefühle: &#8220;Sie  (die Patienten) zurückgehen und die Erfahrung noch einmal erleben zu  lassen, würde nur bedeuten, diese Gefühle durch Verstärkung zu  stabilisieren. So ein Vorgehen ist lächerlich. Das Unbewußte der Leute  sagt dazu: &#8216;Blöder Mist! Wir müssen nicht dahin zurück &#8211; das tut weh!&#8217;  Man nennt sie &#8216;resistente Klienten&#8217;, stimmt&#8217;s? Respektiert diesen  Widerstand als eine Aussage wie etwa: Sieh&#8217; mal, laß&#8217; dir doch was  anderes einfallen, damit wir nicht wieder durch diesen ganzen Schmerz  hin durch müssen.&#8221; (Bandler, Grinder 1979).</p>
<p>Im direkten Anschluß an dieses Zitat führen Bandler und Grinder  das NLP-Interventionsmuster der zweistufigen visuell/kinästhetischen  Dissoziation ein. Es arbeitet in enger Anlehnung an eine Erickson&#8217;sche  Hypnosetechnik mit einer doppelten Dissoziation, die es ermöglicht, daß  der Patient eine traumatisierende Szene der Vergangenheit noch einmal  sehen und hören kann, jedoch in doppelt gesicherter Distanz als  Betrachter von außen, gut gegründet und im Kontakt mit allen inneren  Kraftquellen (allen Ressourcen aus seiner Lebensgeschichte), die er in  der vergangenen Szene nicht zur Verfügung hatte. Dadurch kann er alle  Stimuli der traumatisierenden Szene (z. B. einer phobischen  Originalszene oder einer traumatisierenden Vergewaltigung) sehen und  hören, ohne in die alten Gefühle abzukippen (detaillierte Beschreibung  in Bandler, Grinder 1979).</p>
<p>Aus Platzgründen kann hier nur noch auf ein  NLP-Interventionsmuster in seiner Relevanz zum Konzept &#8220;Widerstand&#8221;  eingegangen wer den: Das &#8220;Umdeuten&#8221; (reframing).</p>
<p>Leider haben Bandler und Grinder diesen in der  Kommunikationstherapie bereits verwendeten Begriff (Watzlawick, Weakland  und Fisch 1974) benutzt, obwohl sich das NLP-Muster &#8220;Umdeuten&#8221; in  wichtigen Punkten von der Technik des Umdeutens in der  Kommunikationstherapie unterscheidet &#8211; nämlich genau in den Punkten, die  erst die Komplexität und die Effektivität dieser  NLP-Interventionsstrategie ausmachen: ihre Anlehnung an das Konzept  &#8220;Kontinuum der Awareness&#8221; (Perls 1976; Petzold 1973) und an drei  grundlegende Prinzipien aus der Psychotherapie Ericksons. Das &#8220;Umdeuten&#8221;  ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe ein bestimmtes unerwünschtes  Verhaltensmuster eines Patienten von der Absicht seines unbewußten  (Persönlichkeitsan-)Teils, der für dieses Muster verantwortlich ist,  differenziert werden kann. Es verbindet das Awareness-Konzept mit der  hypnotherapeutischen Erfahrung Ericksons, daß Patienten therapeutische  Trancezustände zur Veränderungsarbeit nutzen können, ohne daß der  Therapeut auch nur ahnt, welche Integrationsarbeit sie in der Trance  zustande bringen (Erickson 1980/III, S. 207 ff). Zum anderen weist das  Muster &#8220;Umdeuten&#8221; starke strukturelle hnlichkeiten mit der oben  zitierten speziellen &#8220;Technik zur Hypnoseinduktion bei resistenten  Patienten&#8221; (Erickson 1980/1) auf, in der als Kommunikationskanal zum  Unbewußten des Patienten ideomotorische Fingersignale benutzt werden.</p>
<p>Ist schon durch diesen letzten Hinweis der Bezug zum Konzept  &#8220;Widerstand&#8221; deutlich geworden, so gibt es noch einen weiteren, der an  dieser Stelle erschlossen werden soll.</p>
<p>Den Prozeß der &#8220;Umdeutung&#8221; kann der Patient durchlaufen, ohne  daß ihm bewußt werden muß, welche Absicht sein entsprechender unbewußter  Teil mit dem unerwünschten und von seinem Bewußtsein bekämpften  Verhalten verfolgt. Im Verlaufe des Prozesses geht der Patient jeweils  nach innen, um entweder mit diesem Teil oder mit seinem &#8220;kreativen Teil&#8221;  zu kommunizieren, und kommt mit einem &#8220;Signal&#8221; als Antwort zurück.  Dieses Signal kann irgendein internales Ereignis sein, etwa ein Bild,  ein Gehörseindruck oder ein Gefühl, dessen &#8220;Ja-Nein&#8221;-Bedeutung vorher  erarbeitet wurde. Akzeptiert der unbewußte Teil drei alternative  Verhaltensweisen (die der kreative Teil generiert hat und die dem  Patienten ebenfalls nicht bewußt werden müssen) als Möglichkeiten, das  unerwünschte Verhalten zu ersetzen (Ja-Signal), und kommuniziert seine  Bereitschaft (Ja-Signal), die Verantwortung dafür zu übernehmen, daß die  neuen Verhaltensweisen im entsprechenden Kontext auftreten werden,  folgt der ganzen Prozedur als wichtiger Schritt noch die &#8220;ökologische  berprüfung&#8221;. Es wird festgestellt, ob irgendein anderer Teil der Person  des Patienten Einspruch gegen die neuen Verhaltensweisen erhebt. Ist das  der Fall, so wird die ganze Prozedur nochmals durchlaufen, diesmal  ausgerichtet auf den einsprucherhebenden Teil.</p>
<p>Gibt es diesen anderen Teil, so heißt das in psychoanalytischer  Terminologie: Der Patient hat sich mit seinem unerwünschten (sprich  neurotischen) Verhalten einen sekundären Krankheitsgewinn verschafft.</p>
<p>Im Erickson&#8217;schen Denken ist der sekundäre Gewinn eine  Ressource des Patienten, die für die therapeutische Veränderung genutzt  werden kann und genutzt werden muß &#8211; als etwas Positives, auf das es  aufzubauen gilt. Entsprechend sagen Bandler und Grinder über ihr  Interventionsmuster &#8220;Umdeuten&#8221;: &#8220;Wir machen das, damit wir herausfinden  können, worin der sekundäre Gewinn der jeweiligen Verhaltensweise  besteht, denn wir beziehen ihn als integralen Teil in den Prozeß der  Einleitung von Veränderungen in dem betreffenden Bereich des Verhaltens  ein&#8221; (1979).</p>
<p>Rufen wir uns noch einmal das oben angeführte Erickson-Zitat  ins Gedächtnis zurück: &#8220;&#8230;daß gute unbewußte Einsichten, wenn ihnen der  Weg ins Bewußtsein freigegeben wird, bevor dort eine Bereitschaft für  sie vorhanden ist, zu bewußtem Widerstand &#8230; und sogar zum Verlust  unbewußter (entspr.: sekundärer) Gewinne&#8230; führen kann&#8221; (Erickson  1980/IV, S. 41ff). Wenn diese Gewinne positive Ressourcen des Patienten  darstellen, hat dann der Patient der traditionellen Behandlungsmethodik  manchmal einen guten Grund, in den Widerstand zu gehen? Und was passiert  mit ihm in der &#8220;Sackgasse&#8221;, in der &#8220;Blockierung&#8221;? Was hat er verloren?  Und gilt das letzte, für die drei in diesem Beitrag behandelten  therapeutischen Ansätze grundlegende Zitat auch für die  Psychoanalsederivate? Erickson (1980/III, S. 217ff): &#8220;Das  psychoanalytische &#8216;Durcharbeiten&#8217; beruht im wesentlichen auf der  Tatsache, daß ein bestimmter Punkt, wenn er erst einmal begriffen worden  ist, nicht mehr nutzbringend verwendet (utilisiert) werden kann, es sei  denn, unzählige andere Assoziationen sind auch bewußt geworden.&#8221;</p>
<hr size="2" />
<p><strong> </strong></p>
<h3>5. Literatur</h3>
<ul>
<li> Ashby, W. R., Einführung in die Kybernetik, Suhrkamp, Frankfurt 1974.</li>
<li>Bateson, G., Jackson, D. D., Haley, 1., Weakland, 1.1 Auf dem Weg zu einer Schizophrenie-Theorie, in: (1956)</li>
<li>Bateson, G., Jackson, D., Laing, R., Lidz, Th., Wynne, D., et al., Schizophrenie und Familie, Suhrkamp, Frankfurt 1969.</li>
<li>Bateson, G., Steps to an Ecology of Mind, Ballantine, New York 1972.</li>
<li>Bandler, R., Grinder, 1., Structure of Magic I, Palo Alto  1975a; dt.: Metasprache und Psychotherapie (Die Struktur der Magie 1),  Junfermann, Paderborn 1981.</li>
<li>Bandler, R., Grinder, I.&#8217; Patterns of the Hypnotic Techniques  of Milton H. Erickson, M. D., volume 1, Meta Publ., Cupertino 1975 b.</li>
<li>Bandler, R., Grinder, 1. Satir, V., Mit Familien reden, Pfeiffer, München 1978.</li>
<li>Bandler, R., Grinder, 1., Frogs into Princes, Real People  Press, Moab 1979; dt.: Neue Wege der Kurzzeit-Therapie.  Neurolinguistische Programme, Junfermann, Paderborn, 1981.</li>
<li>Biermann-Ratjen, E. et al., Verändern durch Verstehen, Kohlhammer 1979.</li>
<li>Boss, M., Es träumte mir vergangene Nacht&#8230;, Huber, Bern 1975a.</li>
<li>Boss, M., Der Traum und seine Auslegung, Kindler, München 1975b.</li>
<li>Cameron-Bandler, L., They lived Happily Ever After, Meta Publ., Cupertino 1978; dt.: Junfermann 1982.</li>
<li>Dilts, R., Grinder, 1., Bandler, R., C. Bandler, L., DeLozier,  1., Neuro-Lingustic Programming, Vol. 1, Meta Publications, Cupertino  1980.</li>
<li>Erickson, M. H., The Collected Papers of Milton H. Erickson on  Hypnosis, Edited by Rossi, E. L., Irvington Publishers, New York 1980;  Vol. I: The Nature of Hypnosis and Suggestion; Vol. II: Hypnotic  Alteration of Sensory, Perceptual and Psychophysical Processes; Vol.  III: Hypnotic Invertigations of Psychodynamic Processes; Vol. IV:  Innovative Hypnotherapy.</li>
<li>Erickson, M. H., Rossi, E. L., Rossi, S. L., Hypnose, Pfeiffer, München 1978.</li>
<li>Erickson, M. H., Rossi, E. L., Hypnotherapy, Irvington Publishers, New York 1979.</li>
<li>Erickson, M. H., Erickson-Zitat als Leitmotiv des:  International congress on Ericksonian Approaches to Hypnosis and  Psychotherapy, December 4-8 1980, Phoenix, Arizona 1980a.</li>
<li>Freud, S., Studien über Hysterie, Ges. Werke Bd. 1, Imago, London 1942.</li>
<li>Freud, S., Die Freudsche psychoanalytische Methode, Ges. W. Bd. V, dito.</li>
<li>Freud, S., Vorles. zur Einfg. in die Psychoanalyse, Ges. W., Bd. XI, dito.</li>
<li>Gammer C., in einem Gespräch über den Widerstand von Systemen, 1980.</li>
<li>Grinder, 1., Bandler, R., Structure of Magic 11, Science and  Behav., Palo Alto 1976; dt.: Kommunikation und Veränderung (Die Struktur  der Magie 11), Junfermann, Paderborn 1981.</li>
<li>Grinder, 1.1 DeLozier, 1., Bandler, R., Patterns of the  Hypnotic Techniques of Milton H. Erickson, M. D., Vol. II, Meta  Publications, Cupertino 1977.</li>
<li>Gordon, D., Therapeutic Metaphors, Meta Public., Cupertino 1978.</li>
<li>Haley, 1., Ed., Advanced Techniques of Hypnosis and Therapy,  Selected Papers of Milton H. Erickson, M. D., Grune and Stratton, New  York, London 1967.</li>
<li>Haley, 1., Direktive Familientherapie, Pfeiffer, München 1977.</li>
<li>-, Gemeinsamer Nenner Interaktion, Pfeiffer, München 1978a.</li>
<li>-, Die Psychotherapie Milton H. Ericksons, Pfeiffer, München 1978b.</li>
<li>-, Ansätze zu einer Theorie pathologischer Systeme, in: Watzlawick, Weakland 1980.</li>
<li>-, Leaving Home, McGraw-Hill Book Comp., New York, Hamburg 1980a.</li>
<li>-, Ericksons Contribution to Psychotherapy, Vortrag, intern. congr. on Ericksonian Approaches, Phoenix, Arizona 1980b.</li>
<li>-, The Art of Psychoanalysis, in: The Power Tactics of Jesus Christ, Discus-Avon, New York 1969.</li>
<li>Jaynes, 1.1 The Origin of Consciousness in the Breakdown of the Bicameral Mind, Houghton Mifflin Comp., Boston 1976.</li>
<li>Kohut, H., Die Heilung des Selbst, Suhrkamp, Frankfurt 1979.</li>
<li>Lankton, S., Practical Magic, Meta Publications, Cupertino  1980. Lorenzer, A., Sprachzerstörung und Rekonstruktion, Suhrkamp,  Frankfurt 1972.</li>
<li>Perls, F., Grundlagen der Gestalttherapie, Pfeiffer, München 1976.</li>
<li>Petzold, H., Integrative Bewegungstherapie, in: Petzold, H.  (Hrsg.), Psychotherapie und Körperdynamik, Junfermann, Paderborn 1974,  3. Aufl. 1979.</li>
<li>Petzold, H., Gestalttherapie und Psychodrama, Nicol, Kassel 1973.</li>
<li>Petzold, H., Integrative Dramatherapie, Integrative Therapie; (1981).</li>
<li>Petzold, H., Dramatische Therapie, Hippokrates, Stuttgart 1981.</li>
<li>Rogers, C. R., Die klient-bezogene Gesprächspsychotherapie, Kindler, München 1972.</li>
<li>Satir, V., Familienbehandlung, Lambertus, Freiburg 1973.</li>
<li>-, Selbstwert und Kommunikation, Pfeiffer, München 1977.</li>
<li>-, in einem Gespräch über Erickson, Dorfweil im Taunus 1979.</li>
<li>Selvini-Palazzoli, M. et al., Paradoxen und Gegenparadoxon, Klett-Cotta, Stuttgart 1978.</li>
<li>Shands, H. C., The War with Words, Mouton, The Hague, Paris 1971.</li>
<li>Tausch, R., Gesprächspsychotherapie, Hogrefe, Göttingen 1968.</li>
<li>Watzlawick, P. Beavin, I. H., Jackson, D. D. Menschliche Kommunikation, Huber, Bern 1969.</li>
<li>Watzlawick, P., Weakland, J. H. Fisch, R., Lösungen, Huber, Bern 1974.</li>
<li>Watzlawick, P., Wie wirklich ist die Wirklichkeit, München 1976.</li>
<li>-, Die Möglichkeit des Andersseins, Huber, Bern 1977.</li>
<li>Watzlawick, P., Weakland, 1. H. (Hrsg.), Interaktion, Huber, Bern 1980a.</li>
<li>Watzlawick, P., Ericksons Contributions to the Interactional  View of Psychotherapy, Vortrag, intern. congr. on Ericksonian  Approaches, Phoenix, Arizona 1980b.</li>
<li>Wunderlich, S., Die expliziten Modelle Bandlers und Grinders  von den Strukturen therapeutischen Handelns, unveröffentl. Diplomarbeit  am Psychologischen Institut 111 der Univ. Hamburg 1981.</li>
<li>Zeig, 1. K., A Teachingseminar with Milton H. Erickson, Bruner/Mazel, N. Y. 1980.</li>
</ul>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../bilder/c3.gif" alt="" /></td>
<td>Quellenangabe: Thies Stahl, Das Konzept &#8220;Widerstand&#8221; in der  Psychotherapie Milton Ericksons, in der Kommunikationstherapie und im  Neurolinguistischen Programmieren, aus: Multimind 2/ 3 und 4/ 1994.  Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des <a href="http://www.nlp.de/junfermann/welcome.htm">Junfermann-Verlages</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/das-konzept-widerstand-in-der-psychotherapie-milton-ericksons-in-der-kommunikationstherapie-und-im-neurolinguistischen-programmieren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alfred Korzybski und das Neurolinguistische Training</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/alfred-korzybski-und-das-neurolinguistische-training/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/alfred-korzybski-und-das-neurolinguistische-training/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2000 17:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=131</guid>
		<description><![CDATA[von Inke Jochims 1. Alfred Korzybski Alfred Graf Korzybski war Mathematiker, Ingenieur, einer der ersten analytischen Philosophen und ein anerkannter Sprachwissenschaftler. Er gilt als einer der ersten Kybernetiker, auch wenn der Begriff &#8220;Kybernetik&#8221; für seine Art zu denken damals noch nicht verwendet wurde. Er schrieb 1933 sein Hauptwerk &#8220;Science and Sanity&#8221;, in welchem er wesentliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">von <strong>Inke Jochims</strong></span></p>
<h3><strong>1. Alfred Korzybski</strong></h3>
<p>Alfred Graf Korzybski war Mathematiker, Ingenieur, einer der ersten  analytischen Philosophen und ein anerkannter Sprachwissenschaftler. Er  gilt als einer der ersten Kybernetiker, auch wenn der Begriff  &#8220;Kybernetik&#8221; für seine Art zu denken damals noch nicht verwendet wurde.</p>
<p>Er schrieb 1933 sein Hauptwerk &#8220;Science and Sanity&#8221;, in welchem er  wesentliche sprachwissenschaftliche Erkenntnisse seiner Zeit, Ansichten  der analytischen Philosophie sowie die damals bekannten biologischen,  neurobiologischen und evolutionsbiologischen Kenntnisse zu einem  therapeutischen Modell integrierte. Auch wenn das Buch 1933 erschien und  heute nicht mehr dem Stand der neurobiologischen Forschung entspricht,  seine theoretischen Überlegungen stehen mit dem, was die moderne  Hirnforschung an Erkenntnissen liefert, nicht im Widerspruch. Das  therapeutische Modell, das auf seinen Forschungen basierte, nannte er  &#8220;Neurolinguistisches Training&#8221; und es ist das Vorläufermodell des  heutigen &#8220;Neurolinguistischen Programmierens&#8221;.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>2. Eine Übersicht</strong></h3>
<p>Korzybskis Ziel war, eine &#8220;Theorie der Gesundheit&#8221; zu entwickeln.  Damit meinte er sowohl die psychische als auch physische menschliche  Gesundheit.</p>
<p>Der Ausgangspunkt Korzybskis Überlegungen besteht aus zwei Teilen,  die beide in dem Landkartensatz zusammengefaßt wurden. Er lautet:</p>
<p>&#8220;<em>Eine Landkarte ist nicht das Gebiet, das sie repräsentiert,  aber wenn sie korrekt ist, ist sie in ihrer Struktur der Struktur des  Gebietes gleich (oder ähnlich), worin ihre Brauchbarkeit begründet ist</em>&#8221;  (Korzybski 1933).</p>
<p>Der erste Teil des Satzes besagt, daß eine Abbildung nicht mit  dem identisch ist, was es abbildet. Der zweite Teil besagt, unter  welchen Bedingungen eine Abbildung, eine Landkarte gut ist, d.h. zu  funktionellen Handlungsentwürfen und damit Ergebnissen führt.</p>
<p>Der erste Teil basiert auf einer ausgiebigen Kritik an der  Vorstellung, es gäbe so etwas wie Identität zweier Ereignisse, zweier  Menschen usw. Zu dieser Kritik gelangte Korzybski über eine sprachliche  Analyse des allgemeinen Gebrauchs des Verbs &#8220;sein&#8221;. Die Folge der  Vorstellung, es gäbe so etwas wie &#8220;Identität&#8221;, ist nach Korzybski ein  bestimmtes mentales Vorgehen, nämlich &#8220;Identifikation&#8221;, das zu  inadäquaten Modellen und Handlungsentwürfen führt.</p>
<p>Der zweite Teil der Analyse Korzybskis beschäftigt sich damit,  wie eine Abbildung in Relation zum Abgebildeten aussehen muß. Alle  Abbildungen müssen den empirisch bekannten Daten entsprechen, d.h.  Theorien, die von den empirisch bekannten Daten eines Bereichs abgelöst  wurden, sind schlecht. Das gilt sowohl für individuelle Theorien  (Glaubenssätze) wie auch für wissenschaftliche Theorien.</p>
<p>Korzybski analysierte hier vor allem sprachliche &#8220;Abbildungen&#8221;  dahingehend, ob sie dem abgebildeten entsprechen. Also, wenn die Sprache  suggeriert, daß etwas statisch und andauernd ist, tatsächlich aber  handelt es sich um einen Prozeß, der mit einem &#8220;Statik&#8221; suggerierenden  Begriff beschrieben wird, ist die Abbildung falsch. Um diese Kritik und  Analyse leisten zu können, entwickelte er Kriterien für gute  &#8220;Landkarten&#8221; und analysierte die Art der Begriffsbildung.</p>
<p>Dabei stellte er fest, daß das menschliche Nervensystem in  verschiedenen Arbeitsschritten immer mehr abstrahiert, es legt bei jedem  Schritt eine Landkarte der vorherigen Landkarte an, die weniger Details  umfaßt, als die vorige. Jeder Abstraktionsschritt ist eine Meta-Karte  zur vorherigen Karte. Das gleiche gilt auch für psycho-physiologische  Zustände: Wenn über einen Zustand in einen Meta-Zustand gegangen wird,  produziert dies einen neuen Zustand.</p>
<p>Korzybski wandte seine Analyse auch auf das menschliche Gehirn  an. Seine Argumentation lautet im wesentlichen: Die Art der  (sprachlichen) Landkartenbildung muß der Art und Weise entsprechen, wie  das Gehirn tatsächlich arbeitet. Wenn man Modelle hat, die dem Gehirn  entsprechen, wird Therapie funktionell. Mit Hilfe von Sprache kann man  auf das Gehirn einwirken, da das Gehirn alle sprachlichen Ausdrücke  verarbeiten muß. Wenn man das Gehirn trainiert, &#8220;falsche&#8221; Landkarten zu  produzieren, kommt es zu inadäquaten Handlungsentwürfen. Aber auch die  Reihenfolge, in der Informationen verarbeitet werden, vom Sinneseindruck  bis zur sprachlichen Beschreibung desselben, ist entscheidend und muß  trainiert werden.</p>
<p>Es muß sowohl ein Modell gefunden werden, das der Arbeitsweise  des menschlichen Gehirnes entspricht, als auch eines, mit dem man  Sprache beschreiben kann und das das Problem der Identifikation  vermeidet.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>3. Neurolinguistisches Training &#8211; das Gehirn und seine Arbeitsweise</strong></h3>
<p>Alle Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen des Menschen dienen primär  dem Überleben in einer biologischen und sozialen Umwelt.</p>
<p>Das bedeutet nicht, daß der Mensch nicht auch Erkenntnisleistungen  erbringen kann, die nicht dem primären Überleben dienen. Dies tut er  aber erst, wenn das biologische und soziale Überleben gesichert ist. Das  Nervensystem und das Gehirn sind dazu da, dem Organismus die  Informationen zu liefern, die er braucht, damit er sich in seiner  biologischen und sozialen Umwelt wirkungsvoll orientieren und  entsprechend verhalten kann. Das Gehirn integriert die von den  Sinnesorganen gelieferten Daten zu Modellen. Auf der Basis dieser  Modelle plant es Handlungen und befiehlt dem Nerven- und Muskelsystem,  diese Handlungen auszuführen.</p>
<p>Korzybski ging von einer Parallelität von Mentalem und  Neuronalem, also von einer Parallelität zwischen Hirnprozessen und  kognitiven Prozessen aus. Alle kognitiven Leistungen basieren auf der  Arbeitsweise des Gehirns. Es gibt kein &#8220;Denken&#8221;, das unabhängig vom  Gehirn und Nervensystem möglich wäre. Jeder Form von &#8220;denken&#8221; oder  &#8220;fühlen&#8221; liegen neuronale Prozesse zugrunde.</p>
<p>&#8220;Körper&#8221; und &#8220;Geist&#8221; arbeiten zusammen und stehen in einer  zyklischen Verbindung miteinander. Der Organismus arbeitet als &#8220;ganzes&#8221;.  Jeder &#8220;Gedanke&#8221; wirkt auf den &#8220;Körper&#8221; ein und der &#8220;Körper&#8221; auf die  Art, wie und was man denkt. Also wird die Art der Modelle, die man zur  Verfügung hat, von der Arbeitsweise des Gehirns und des Nervensystems  bestimmt.</p>
<p>Das Gehirn erbringt die Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen,  die der Mensch braucht, um sich verläßlich in seiner Umwelt zu  orientieren und überlebensförderndes Verhalten zu zeigen. Das Gehirn  arbeitet dazu nicht mit einer direkten &#8220;Abbildung&#8221; der Realität, sondern  mit Modellen oder &#8220;Landkarten&#8221;.</p>
<p>Trotzdem nehmen die meisten Menschen, so Korzybski, häufig  bewußt oder unbewußt an, daß das Gehirn ein treues Abbild der Realität  produziert. Darüber hinaus empfindet man es subjektiv so, daß dieses  Abbild, das das Gehirn liefert, mit der Welt &#8220;identisch&#8221; ist.</p>
<p>Um zu wissen, welche Informationen das Gehirn tatsächlich  liefern kann und um zu Modellen oder Vorstellungen der Welt zu kommen,  die dem entsprechen, muß man das Gehirn und das Nervensystem empirisch  untersuchen. Zudem muß man nach Strukturen forschen, die die  Arbeitsweise des Gehirns angemessen beschreiben. Drittens muß man sich  selbst trainieren, solche mentalen Modelle zu bilden, die der  Arbeitsweise des Gehirns entsprechen. Wenn das gelingt, so Korzybski,  entsteht &#8220;Gesundheit&#8221;, Gesundheit im physiologischen und  psycho-logischen Sinne.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>4. Eigenschaften von (guten) Modellen</strong></h3>
<p>Korzybski erarbeitete eine Reihe von Merkmalen, die Modelle aufweisen müssen, damit sie funktionieren.</p>
<p>Er argumentierte: Alles, was existiert, steht in irgendeiner  Beziehung zu allem anderen, und diese Beziehung läßt sich beobachten und  beschreiben. Um Strukturen beschreiben zu können, braucht man eine  Sprache, eine zweite Struktur, mit deren Hilfe man die bekannten  empirischen Daten sinnvoll ordnen kann. So wird die Beziehung  &#8220;Entfernung&#8221; zwischen zwei Städten mit den Begriffen &#8220;Meter&#8221; oder  &#8220;Kilometer&#8221; beschrieben. Nun kann man aber Beziehungen innerhalb einer  Menge (z.B. der Menge der Städte) nicht sehen, bevor man keine zweite  Struktur oder kein Konzept hat, um sie zu beschreiben. Gegebenheiten wie  einzelne Städte kann man sehen, aber um die Beziehungen zwischen  verschiedenen Städten erkennen zu können, muß man von den konkreten  Daten abstrahieren und auf das gesehene Konzepte wie &#8220;Entfernung&#8221;  anwenden. Daher muß man erst eine neue Struktur entwickeln und dann  testen, ob diese Struktur die tatsächlich vorhandenen empirischen  Gegebenheiten angemessen ordnet und beschreibt. Aus diesem Grunde ist  für Korzybski die Forschung und Erkenntnis neuer Strukturen, mit deren  Hilfe man die empirisch bekannte Welt angemessen und nützlich  interpretieren kann, Grundlage allen Wissens. &#8220;Wissen&#8221;, so Korzybski,  ist niemals Wissen darüber, wie das Gebiet wirklich ist, sondern nur die  Erkenntnis neuer, gut funktionierender Strukturen. Alles menschliche  Wissen ist daher ein Wissen über Strukturen.</p>
<p>Eine Landkarte kann also eine Struktur haben, die dem Gebiet ähnlich oder unähnlich ist.</p>
<p>Zwei gleiche Strukturen haben ähnliche bzw. ungefähr gleiche  logische Eigenschaften. Wenn Dresden auf der Landkarte zwischen Paris  und Warschau eingezeichnet ist, handelt es sich um eine korrekte Karte,  weil Dresden auch auf dem tatsächlichen Territorium zwischen Paris und  Warschau liegt. Das Ordnungsprinzip ist &#8220;Reihenfolge&#8221;. In beiden Fällen,  Landkarte und Gebiet, ist die Reihenfolge der Städte die gleiche. Die  Elemente sind auf der Landkarte so angeordnet wie auf dem Gebiet. Die  Landkarte korrespondiert mit dem Gebiet.</p>
<p>Die drei Städte müssen auf der Landkarte in der richtigen  Reihenfolge (strukturell adäquat) abgebildet sein, damit die Landkarte  als Landkarte ihren Dienst tut.</p>
<p>Damit ein Modell funktioniert, muß es, so Korzybski, dem, was es abbildet, strukturell ähnlich sein.</p>
<p>Wenn eine Landkarte gut ist, kann sie empirisch überprüft und daher notfalls korrigiert werden.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>5. Sprache als Modell</strong></h3>
<p>Sprache ist eine Landkarte, ein Modell, und teilt die oben genannten  Eigenschaften mit allen Modellen. Sprache ist nicht nur ein fertiges  Modell, sondern auch ein Modellbildungsinstrument, mit dessen Hilfe neue  Erfahrungen zu Modellen geordnet werden. Als Modell bringt es  Strukturvorgaben mit, z.B. ist der korrekte Satzbau bereits eine  Strukturvorgabe, die die Wahrnehmung der Welt in gewisser Hinsicht  ordnet, nämlich in einen handelnden, aktiven Teil (Subjekt) und einen  erleidenden, passiven Teil (Objekt). Je mehr man sich bewußt ist, welche  Strukturvorgaben das Modell &#8220;Sprache&#8221; macht, desto eher kann man  überprüfen, ob diese Strukturvorgaben der empirisch bekannten Welt  entsprechen oder auch nicht.</p>
<p>Sprache hat Struktur, also kann sie eine ähnliche oder unähnliche  Struktur haben, wie das Gebiet, das sie abbildet. Die Struktur einer  Sprache kann &#8220;nicht-elementaristisch&#8221; sein, dann hat sie eine ähnliche  Struktur. Oder sie kann &#8220;elementaristisch&#8221; sein, dann ist sie in ihrer  Struktur dem Gebiet unähnlich. &#8220;Elementaristisch&#8221; ist eine Denkweise,  die die Realität so wahrnimmt, als bestünde sie aus einfachen,  isolierbaren Tatsachen. Diese Denkweise nimmt an, daß Sprache aus  einzelnen, isolierbaren Ausdrücken besteht, die diesen Fakten  entspricht. In diesem Denkmodell stehen Sprache und Realität in einem  eins-zu-eins Verhältnis zueinander. Die Folge einer solchen Denkweise  ist, daß die als isoliert voneinander wahrgenommenen und beschriebenen  Tatsachen auch isoliert voneinander untersucht werden. Damit liegt der  Fokus der Aufmerksamkeit auf der einzelnen Tatsache und nicht auf der  Beziehung zwischen den Tatsachen.</p>
<p>Ein Beispiel: Man kann den Organismus begrifflich in zwei Teile  zerlegen, in &#8220;Körper&#8221; und &#8220;Geist&#8221;. Man kann daraufhin &#8220;Körper&#8221; und  &#8220;Geist&#8221; so untersuchen, als hätten sie nichts miteinander zu tun und  würden isoliert voneinander bestehen, als getrennt existierende und  empirisch vorhandene Objekte. Die begriffliche Spaltung von &#8220;Körper&#8221; und  &#8220;Geist&#8221; hat zu der Entwicklung einer Medizin geführt, die sich um den  Körper kümmert, ohne den &#8220;Geist&#8221; oder die &#8220;Seele&#8221; zu beachten, und es  entstand eine Psychologie, die die &#8220;Psyche&#8221;, also die &#8220;Seele&#8221; im  Gegensatz zum &#8220;Körper&#8221; (Soma) untersucht und behandelt.</p>
<p>Weitere begriffliche Trennungen, die keinen empirischen  Tatsachen entsprechen sind: &#8220;Beobachter&#8221; und &#8220;Beobachtetes&#8221;, &#8220;Sinne&#8221; und  &#8220;Geist&#8221;, &#8220;Denken&#8221; und &#8220;Fühlen&#8221;.</p>
<p>Eine &#8220;nicht-elementaristische&#8221; Denkweise und Sprache spaltet  Dinge, die zusammengehören, nicht begrifflich in scheinbar voneinander  isolierbare Gegenstände auf. &#8220;Sinne&#8221; und &#8220;Geist&#8221;, &#8220;Gefühle&#8221; und  &#8220;Intellekt&#8221; sind keine voneinander isolierbaren Einzeltatsachen, sondern  gehören zusammen. Korzybski ersetzte die oben genannten Begriffe durch  den Begriff des &#8220;Organismus-als-ganzes&#8221; und sprach von &#8220;Körper&#8221; und  &#8220;Geist&#8221; immer nur in Anführungszeichen, um die fehlerhafte Struktur  dieser Begriffe kenntlich zu machen. Eine nicht-elementaristische  Denkweise (heute würden wir von systemischem Denken sprechen) fokussiert  auf die Beziehungen zwischen Sachverhalten und beschreibt diese  Relationen mit Hilfe von Strukturmodellen. Korzybskis Kriterium für  nicht-elementaristisch ist also, daß Dinge so beschrieben werden, daß  die Richtigkeit der Beschreibung durch Beobachtung überprüft werden  kann. Alles andere führt nach Korzybski zu reinen Spekulationen mit  Worten, einer Spekulation unabhängig von jeder Erfahrung. Eine solche  Spekulation nannte er &#8220;pathologische Manifestation&#8221;.</p>
<p>Die Struktur unserer Sprache muß der Arbeitsweise des  Nervensystems entsprechen und der Struktur der empirischen Welt.  Einerseits muß man also wissen, welche Art von Modellen das menschliche  Nervensystem überhaupt herstellen kann und andererseits die empirische  Welt kennen. Drittens muß man überprüfen, ob die mit Hilfe von Sprache  gebildeten Modelle diesen Erkenntnissen entsprechen.</p>
<p>Sprache kann mit Hilfe von Sprache beschrieben werden. Man kann  Sprache benutzen, um über Sprache zu sprechen (man kann mit der Karte  eine Karte der Karte erstellen). Sprache hat also selbstbezügliche  Charakteristika. Die Linguistik benutzt Sprache, um die  Sprache-Welt-Beziehung zu untersuchen. Für dieses Sprechen über Sprache  ist es unbedingt erforderlich, stets zu unterscheiden, ob ein  sprachlicher Gegenstand (ein Wort, ein Satz) benutzt oder erwähnt wird.  Diese Unterscheidung wird dadurch unterstützt, daß man die untersuchte  Sprache als Objektsprache, die bei der Untersuchung benutzte Sprache als  Metasprache bezeichnet. Wie in einer chemischen Aussage über eine  Substanz nicht diese Substanz, sondern ein Zeichen für sie benutzt wird,  wird in einer linguistischen Aussage über ein Wort nicht dieses Wort,  sondern ein Zeichen für dieses Wort benutzt. Wichtig ist die  Unterscheidung zwischen Benutzung und Erwähnung eines Wortes. je  nachdem, ob ein Wort &#8220;benutzt&#8221; oder &#8220;erwähnt&#8221; wird, bedeutet es etwas  Verschiedenes. Wenn man diese Unterscheidung nicht sehr sorgfältig  vornimmt, verwickelt man sich in Paradoxien.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>6. Semantische Reaktion</strong></h3>
<p>Wenn diese Bedeutungen nicht voneinander unterschieden werden,  trainiert sich das Gehirn selbst darauf, inadäquate Modelle der Welt zu  bilden. Die Wechselwirkung zwischen Sprache, Gehirn und Körper erklärt  Korzybski mit dem Begriff der &#8220;semantischen Reaktion&#8221;.</p>
<p>Worte repräsentieren nicht Gegenstände und Ereignisse, sondern  durch ein menschliches Nervensystem wahrgenommene Gegenstände und  Ereignisse. Das bedeutet, das Nervensystem hat auf einen Reiz der  Außenwelt reagiert. Diese Reaktion nannte Korzybski eine &#8220;semantische  Reaktion&#8221;.</p>
<p>Die &#8220;Semantische Reaktion&#8221; definiert Korzybski als die  psychologische Reaktion eines bestimmten Individuums auf Wörter,  Zeichen, Symbole im Zusammenhang mit der Bedeutung, die diese Wörter,  Zeichen, Symbole für dieses Individuum haben. Wenn ein Symbol für einen  Menschen irgend etwas &#8220;bedeutet&#8221;, löst der Anblick dieses Symbols eine  semantische Reaktion aus.</p>
<p>&#8220;Ein Stimulus war gegenwärtig und eine Reaktion erfolgte, so  daß wir per Definition von einer Reaktion sprechen sollten. Da der  aktive Faktor in dem Stimulus die individuellen Bedeutungen der  gegebenen Person waren und seine Reaktion für ihn Bedeutungen hatte als  vorsprachlichen Effekt, müssen wir die Reaktion eine semantische  Reaktion nennen&#8221; (Korzybski 1933).</p>
<p>Semantische Reaktionen korrespondieren mit dazugehörigen  psychologischen Zuständen. Wenn eine semantische Reaktion ausgelöst  wurde, hat das einen bestimmten Zustand zur Folge. Der Begriff  &#8220;semantische Reaktion&#8221; umfaßt sowohl die Reaktion, als auch den  entsprechend dazugehörigen psychologischen Zustand. Wenn ein Ereignis  die Aufmerksamkeit eines Individuums auf sich zieht oder Assoziationen  weckt oder rger, Angst, Wut auslöst, spricht Korzybski von  psychologischen Reaktionen als semantischen Reaktionen. Aus einem  psychophysiologischen Zustand heraus entsteht ein bestimmtes Verhalten.</p>
<p>Daraus folgt, daß man mit Worten gewünschte Zustände auslösen kann.</p>
<p>Mit falschen Worten und unangemessenen Strukturen, kann man  sich immer wieder auf ein inadäquates Modell der Welt konditionieren.  Ein solches Wort ist das Verb &#8220;sein&#8221;, das immer wieder die Vorstellung  von &#8220;Identität&#8221; auslöst.</p>
<p>Der Gebrauch des Verbs &#8220;sein&#8221; hat zu Vorstellungen geführt, die  strukturell in der Aristotelischen Logik niedergelegt wurden und bis  heute unser gesamtes Denken bestimmen. Korzybskis Kritik war hier im  wesentlichen folgende Überlegung: Weil Identität eine unangemessene  &#8220;Landkarte&#8221; ist und weil die Aristotelische Logik und der alltägliche  Sprachgebrauch uns auf die unangemessene Vorstellung von Identität  konditionieren, ist das System der Aristotelischen Logik inadäquat und  muß durch neue Logiksysteme (unter anderem das was wir heute  Systemtheorie nennen) ersetzt werden.</p>
<p>Im folgenden gebe ich ausschließlich Korzybskis Kritik an der  Vorstellung der Identität und dem daraus folgenden mentalen Vorgang der  Identifikation wieder.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>7. Identifikation und Identität</strong></h3>
<h3><strong>7.1. Identität</strong></h3>
<p>Ganz allgemein bedeutet &#8220;Identität&#8221; einfach &#8220;Übereinstimmung&#8221; oder  &#8220;vollkommene Gleichheit&#8221;. in der Logik ist im Unterschied zur Gleichheit  ein Gegenstand mit sich selbst und nur mit sich selbst identisch, das  gilt absolut. Als &#8220;identisch&#8221; werden in der Logik zwei Phänomene  bezeichnet, wenn man sie mit Hilfe derselben Methode räumlich und  zeitlich ineinander überführen oder ansonsten ihre  Nichtunterscheidbarkeit demonstrieren kann. Wenn man beispielsweise  sagt: &#8220;Der Morgenstern ist der Abendstern&#8221;, dann läßt sich nachweisen,  daß die Begriffe &#8220;Morgenstern&#8221; und &#8220;Abendstern&#8221; sich auf ein und  denselben Stern beziehen. Man kann die räumliche und zeitliche  Ununterscheidbarkeit der Phänomene &#8220;Morgenstern&#8221; und &#8220;Abendstern&#8221;  nachweisen, indem man die Bahnen beider Gestirne berechnet oder indem  man dem Morgenstern mit einer Rakete hinterherfliegt und dann  feststellt, daß beide &#8220;Sterne&#8221; in Wirklichkeit &#8220;ein Stern&#8221;, nämlich der  Planet Venus sind. &#8220;identisch&#8221; im Sinne der Logik kann ein Gegenstand  also nur mit sich selbst sein. Zwei Dinge, die sich in ihren  Eigenschaften völlig gleichen, sind deshalb noch nicht miteinander  identisch. Beispiel: Zwei Fotos, die vom selben Negativ auf die gleiche  Art und Weise (mit der gleichen Belichtungszeit etc.) abgezogen wurden,  können sich in allen ihren Eigenschaften gleichen. Sie sind aber nicht  miteinander identisch, denn sie sind räumlich und zeitlich voneinander  getrennt.</p>
<p>Der &#8220;Satz der Identität&#8221; ist ein Prinzip der klassischen Logik, das  folgendes besagt: Jeder Gegenstand ist mit sich und nur mit sich  identisch. Sind zwei Gegenstände identisch, so unterscheiden sie sich in  keiner Hinsicht. Oder anders gesagt: Dasjenige ist als identisch  anzusehen, was sich nicht durch irgendein Prädikat (irgendeine  Eigenschaft) unterscheiden läßt.</p>
<p>Identifikation bedeutet in der Psychologie eine bewußte oder  unbewußte Übernahme von Eigenschaften, Denk- und Verhaltensweisen  anderer Personen in das eigene ich durch Verinnerlichung. Identifikation  bedeutet auch ein Sich-gleich-setzen mit anderen Personen.</p>
<p>Korzybski meint, daß uns die Annahme, es gäbe so etwas wie  &#8220;Identität&#8221; lehrt, Modell und Realität miteinander zu identifizieren.  Korzybski gesamtes Modell basiert auf der Ablehnung dieser Vorstellung.  Warum?</p>
<p>Die Zeit verläuft asymmetrisch, es ist niemals möglich, zu  irgendeinem früheren Zeitpunkt zurückzukehren. Daher ist die Welt in  einem permanenten Veränderungsprozeß begriffen, der unwiederholbar ist  und auch nicht stehen bleiben kann. in diesem Prozeß geschehen ständig  irgendwelche Veränderungen. Ein Zustand wie &#8220;Identität&#8221;, der Gleichheit  in allen Aspekten, besonders aber eine zeitliche und räumliche  Gleichheit voraussetzt, ist daher eine Illusion oder höchstens eine  Hilfsvorstellung.</p>
<p>In einer solchen Welt gibt es keine zwei Ereignisse, die  miteinander identisch sind und es gibt auch keine zwei Individuen, die  miteinander identisch sind und auch keine zwei Modelle von Welt, die  miteinander identisch sind. Es kann natürlich sein, daß sich Ereignisse,  Menschen oder Dinge in wesentlichen Eigenschaften gleichen, es kann  sogar nützlich sein, daß man sie gleich behandelt, aber sie sind niemals  miteinander identisch.</p>
<p>Wenn zwei Menschen nicht miteinander identisch sein können,  können sie auch nie die gleiche Erfahrung von der Welt haben. Daher  können die Worte, die diese Erfahrungen repräsentieren, auch nie für  zwei Menschen das gleiche bedeuten. Ein Wort hat daher immer so viele  Bedeutungen, wie es Menschen gibt, auch wenn sich diese Bedeutungen sehr  ähnlich sein können und auch müssen, wenn sich zwei Menschen mit Hilfe  von Sprache verständigen wollen. Die Identifikation eines Wortes mit  seiner Bedeutung kann nur die Identifikation eines Wortes mit einer  individuellen Bedeutung sein. Diese Form der Identifikation führt zu  starrer und unflexibler Kommunikation.</p>
<p>Der Versuch, zwei Dinge einander gleichzusetzen, fokussiert die  Aufmerksamkeit des menschlichen Gehirnes auf hnlichkeiten, es läßt  Unterschiede zugunsten von hnlichkeiten weg. Da sich aber die Modelle  der Welt anpassen müssen, um zu funktionieren und da die Welt sich  ständig ändert, liegen die entscheidenden nderungen gerade im Detail, im  Unterschied. Der mentale Versuch, Dinge miteinander zu identifizieren,  führt dazu, daß diese Details weggelassen werden, damit die  Gleichsetzung funktioniert. Das ist häufig nützlich &#8211; solange man sich  bewußt ist, daß Details weggelassen wurden. Wenn man identifiziert, ist  man sich dessen nicht bewußt und kann dann nicht verstehen, warum gerade  das ausgelassene und übersehene Detail so wichtig wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="2" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>7.2. Formen der Identifikation</strong></p>
<p>Die wichtigsten Formen der Identifikation sind:</p>
<p>Die Identifikation eines Wortes mit dem was es repräsentiert. Hier gibt es zwei Varianten:</p>
<p>Erstens die Annahme, das, was man selbst mit einem Wort  verbindet, wäre das, was alle mit diesem Wort verbinden. Das kann nicht  sein, weil ein Wort allenfalls die individuelle Erfahrung von einem  Gegenstand repräsentiert, nämlich das, was man von einem Gegenstand  gesehen, gehört oder gefühlt hat. Eine etwas allgemeinere Form dieser  Art von Identifikation ist die Identifikation von einem Symbol mit dem,  was es (für einen selbst oder für andere) symbolisiert.</p>
<p>Die zweite wichtige Form ist die der Identifikation von Gefühl  oder Idee und dem Wort, das dieses Gefühl oder diese Idee bezeichnet.  Das führt dazu, daß man glaubt, das Gefühl existiere als objektiver  Gegenstand, außerhalb der eigenen Wahrnehmung. Diese Form der  Identifikation nannte Korzybski &#8220;Objektifikation&#8221;, weil das Gefühl oder  die Idee behandelt wird, als wäre es ein konkretes Objekt, das man haben  und verkaufen kann.</p>
<p>Die Identifikation von mehreren Bedeutungen eines Wortes zu  einer einzigen Bedeutung. Wörter bedeuten je nach Kontext, in dem sie  gebraucht werden, etwas sehr Verschiedenes. Wenn man annimmt, daß Wörter  nur eine einzige Bedeutung haben, betrachtet man den bedeutungsgebenden  Kontext als nicht relevant. Das erschwert die Kommunikation ganz  erheblich, weil man dann nicht auf die Idee kommt, jemand anderes könnte  einen falsch verstehen.</p>
<p>Die Identifikation von Beschreibung und Schlußfolgerung. Hier  nimmt man unbewußt an, daß wenn eine Beschreibung wahr ist, auch die  Schlußfolgerung, die auf dieser Beschreibung basiert, ebenfalls wahr  ist. Beschreibung und Schlußfolgerung gelten als miteinander identisch.  Diese Form der Identifikation führt dazu, daß man alle Aussagen so  behandelt, als wären sie verifizierbar oder falsifizierbar.</p>
<p>Die Identifikation von zwei Ereignissen zu einem Ereignis, von  zwei Menschen zu einem Menschen, von zwei Symbolen zu einem Symbol usw.  Bei dieser Form der Identifikation werden aus psychischen oder sonstigen  Gründen sehr verschiedene Entitäten mental und/oder gefühlsmäßig  einander gleichgesetzt und sie werden so behandelt, als wären sie gleich  oder identisch.</p>
<p>Die Identifikation eines Elementes mit der Klasse, zu der  dieses Element gehört. Eine solche Identifikation bedeutet, daß man  annimmt, daß die Elemente einer Klasse oder Menge die gleichen  Eigenschaften haben wie die Klasse, zu der sie gehören.</p>
<p>Eine weitere Form von Identifikation nannte Korzybski: Kopieren  von neuronalen Reaktionen. Damit meinte er, daß man den  psychophysiologischen Zustand eines anderen Menschen kopiert, sich also  in den gleichen neuronalen Zustand versetzt. Diese Form der  Identifikation wird in der Psychologie beschrieben. Man glaubt, daß man  fühlt, was der andere fühlt und denkt, was der andere denkt. Nach  Korzybski ist die Fähigkeit dazu, neuronale Zustände nachzuahmen oder zu  &#8220;kopieren&#8221;, Voraussetzung dafür, daß Menschen voneinander lernen  können. Heute nennen wir diesen Vorgang &#8220;modellieren&#8221; eines Menschen,  indem wir seine Physiologie bei einer bestimmten (erfolgreichen)  Tätigkeit nachvollziehen. Korzybski sah diesen Mechanismus als  gefährlich an, solange er unbewußt und unreflektiert angewendet wird.  Ein Beispiel für eine unkritische Verwendung dieser Form der  Identifikation ist die Identifikation mit einem Aggressor.</p>
<p>Nach Korzybski benutzen wir Identifikation als ständiges  Verfahren, um unsere Erfahrung von der Welt zu Modellen zu ordnen. Das  tun wir, weil die Aristotelische Logik uns darauf trainiert, an  &#8220;Identität&#8221; zu glauben und dementsprechend das Verfahren der  Identifikation permanent unbewußt anzuwenden. Diese Logik durchzieht  unsere gesamte Wahrnehmung von der Welt. Die Art, wie wir denken, ist  grundsätzlich von den in dieser Logik formulierten Vorannahmen oder  Sätzen geprägt. Sollten sich diese Vorannahmen als teilweise ungültig  oder inadäquat erweisen, sind sehr viele Modelle, die auf der Basis  dieser Vorannahmen gebildet wurden, nicht angemessen.</p>
<p><strong> </strong><img src="../../bilder/pfkl_li.gif." alt="" /></p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<h3><strong>8. Die Theorie der logischen Typen</strong></h3>
<p>Das Alternativmodell zum System der Aristotelischen Logik sah Korzybski  in dem mathematischen Modell der logischen Typen. Es ist ein Modell,  das der Arbeitsweise des menschlichen Nervensystems näher kommt als das  Aristotelische Modell.</p>
<p>Die Theorie der Typen unterscheidet zwischen Individuen, die keine  Mengen sind, Mengen von Individuen, Mengen von Mengen von Individuen  usf. Jede Menge enthält nur Objekte eines Typs und ist immer von höherem  Typ als ihre Elemente. Die Menge der Individuen schließt die Individuen  ein, die Menge der Menge von Individuen schließt die Menge der  Individuen und die Individuen ein usw. Eine Menge muß stets auf einer  höheren Stufe stehen als die Elemente oder Objekte, die in der Menge  enthalten sind. Das gleiche gilt für Aussagen: eine Aussage über eine  Aussage ist von einem höheren logischen Typus als die Aussage.</p>
<p>Wichtig ist, daß innerhalb dieses Modells jede höhere Ebene die  tiefere Ebene einschließt. Die tiefere Ebene ist die Voraussetzung  dafür, daß die nächsthöhere Ebene entstehen kann. Diese Überlegung ist  sehr wichtig, wenn man sie auf die Arbeit des menschlichen Nervensystems  anwendet. Daß etwas gesehen, gehört oder gefühlt wurde, ist  Voraussetzung dafür daß es auch interpretiert werden kann. Es wäre nach  diesem Modell falsch, die höhere Ebene, z.B. eine Interpretation, zur  Voraussetzung für die tiefere Ebene zu machen, also das, was gesehen,  gehört oder gefühlt wird. Wenn dies geschieht, kommt es nach Korzybski  zu dem, was man &#8220;Halluzinationen&#8221; nennt.</p>
<p>Eine Menge darf nicht Element ihrer selbst sein, sonst kommt es  zu Paradoxien. Die Menge der pfel darf sich nicht selbst als Element  enthalten. Wenn man diese Theorie auf Aussagen anwendet, bedeutet das:  Eine Aussage darf sich nie selbst einschließen. Beispiel: Wenn ich sage:  &#8220;Alle Aussagen sind wahr oder falsch&#8221; dann mache ich eine Aussage, die  sich auf eine Menge von Aussagen bezieht. Die Aussage: &#8220;Alle Aussagen  sind entweder wahr oder falsch&#8221; enthält sich selbst als Element der  Menge aller Aussagen, denn da sie selbst eine Aussage ist, ist sie  entweder &#8220;wahr&#8221; oder &#8220;falsch&#8221;. Da es aber eine Aussage über eine Menge  von Aussagen ist, darf sie sich nicht selbst als Element enthalten. Um  dieser Art von Paradoxien zu entgehen, muß der Gegenstandsbereich, auf  den sich eine Aussage bezieht, eingegrenzt werden. Beispiel: &#8220;Alle  Aussagen, die sich auf das menschliche Nervensystem beziehen, sind  entweder wahr oder falsch.&#8221; Die Aussage über die Aussage enthält sich in  diesem Beispiel nicht mehr selbst.</p>
<p>Dieses Modell lehrt nicht Identifikation, sondern dadurch, daß  man immer zwischen den Elementen und der Menge von Elementen  unterscheiden muß, das ständige Wissen, daß die Landkarte nicht das  Gebiet ist, daß ein Wort nicht mit dem identisch ist, was es  repräsentiert, daß ein Ereignis A nicht identisch ist mit Ereignis B.  Weil es in &#8220;Nicht-Identität&#8221; trainiert, fokussiert es die Aufmerksamkeit  ständig neu auf das jeweilige &#8220;Gebiet&#8221; und ermöglicht so, daß immer  wieder neue und adäquatere Modelle gebildet werden.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>9. Die verschiedenen Ebenen der Verarbeitung</strong></h3>
<p>Das Modell der verschiedenen Ebenen der Verarbeitung entspricht seinem  hierarchischen Aufbau der Arbeitsweise des menschlichen Nervensystems  und Gehirns. Die Verarbeitung von Sinneseindrücken, die über die  Sinnesorgane vermittelt werden, erfolgt nach Korzybski in einem  mehrstufigen, hierarchischen Prozeß. Die Sinnesrezeptoren empfangen  Reize aus der Umwelt. Es liegen dem Nervensystem dann sensorische  Elementarereignisse vor, die an sich noch keinerlei Bedeutung haben. Sie  werden dann durch unbewußt ablaufende Prozesse zu einfachen und  schließlich komplexen Wahrnehmungsinhalten zusammengefügt.</p>
<p>Sinneseindrücke werden also über ein mehrstufiges, hierarchisches  Modell verarbeitet, vom Umweltreiz bis hin zu abstrakten Symbolen. In  diesem hierarchischen Modell ist jede Ebene die Voraussetzung für die  nächste und damit schließt die nächste immer die vorangegangene ein. Die  Verarbeitung geschieht in einer festgelegten Reihenfolge mit endlicher  Geschwindigkeit. Das Ergebnis eines Verarbeitungsschrittes ist nie mit  dem folgenden Ergebnis identisch.</p>
<p>Die Verarbeitung erfolgt vom konkreten zum allgemeinen, dabei  werden immer mehr Details weggelassen, so wie auch eine Menge (z.B. die  Menge der Früchte) nur gebildet werden kann, indem von sehr vielen  Details der einzelnen Früchte (Bananen, Weintrauben, pfel) abstrahiert  wird.</p>
<p>Die Verarbeitungshierarchie von Sinneseindrücken zu abstrakten  Symbolen kann man sich als eine Stimulus-Response-Kette vorstellen. In  dieser Kette ist jeder Stimulus Voraussetzung für eine Reaktion und  diese Reaktion ist dann der Stimulus für die nächste Reaktion. Signale  werden im Nervensystem mit einer sehr hohen, prinzipiell aber endlichen  Geschwindigkeit weitergeleitet. Das heißt, zwischen jeder  Verarbeitungsstufe besteht ein zeitlicher und ein räumlicher  Unterschied.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>10. Begriffe und Abstraktion</strong></h3>
<p>Bei jedem Verarbeitungsschritt des Nervensystems werden immer mehr  Eigenschaften des ursprünglichen Objektes, Ereignisses oder  Sachverhaltes weggelassen. Sie werden in der nächsthöheren Ebene nicht  mehr repräsentiert. Daher sind die Informationen um so reichhaltiger, je  tiefer die Verarbeitungsebene ist. Je sinnesspezifisch-konkret die  Beschreibung, desto mehr Informationen enthält sie.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>11. Die verbalen Ebenen</strong></h3>
<p>Aus dem, was über die verschiedenen Ebenen der Verarbeitung gesagt  wurde, folgt, daß man die Ebene des Namens oder des &#8220;Begriffes&#8221; auch die  beschreibende Ebene nennen kann. Jede Aussage über einen Gegenstand ist  dann eine schlußfolgernde Aussage.</p>
<p>Daher ist eine Aussage über eine beschreibende Aussage eine Aussage  höherer Ordnung. Korzybski nannte eine Aussage über eine Aussage eine  Schlußfolgerung.</p>
<p>Wenn man die beschreibende Aussage eine Abstraktion 1. Ordnung  nennt, ist die Aussage über eine Aussage eine Abstraktion 2. Ordnung.</p>
<p>Sowie diese Aussage produziert worden ist, stellt sie einen  Stimulus für eine neue Abstraktion dar, eine Abstraktion 3. Ordnung.  Auch aus einer Schlußfolgerung kann man eine erneute Schlußfolgerung  ziehen. Eine Abstraktion höherer Ordnung, also n+1. Ordnung, ist die  Reaktion auf einen Stimulus der n-ten Ordnung.</p>
<p>Auch die verbalen Ebenen sind nach einer bestimmten Hierarchie  angeordnet. Die beschreibende Ebene ist Voraussetzung für die  schlußfolgernde Ebene, die erste Schlußfolgerung die Voraussetzung für  die nächste usw.</p>
<p>Daher sind schlußfolgernde Begriffe wesentlich abstrakter als  beschreibende Begriffe. Schlußfolgernde Begriffe sind eine Aussage über  Beschreibungen. Schlußfolgernde Begriffe sagen etwas über beschreibende  Begriffe aus, aber nicht über etwas, was man sehen, hören oder fühlen  kann. Beschreibende Begriffe sind Aussagen über etwas, was man sehen,  hören oder fühlen kann. Diese verschiedenen Typen von Aussagen müssen  streng unterschieden und dürfen nicht miteinander identifiziert werden,  d.h. man sollte sich ihres völlig unterschiedlichen Informationsgehaltes  bewußt sein. Im NLP ist das Meta-Modell ein Instrument, das genau  dieser Forderung entspricht.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>12. Therapeutische Konsequenzen</strong></h3>
<p>Das Neurolinguistische Training nahm für sich in Anspruch, ein Modell  zu sein, das &#8220;Gesundheit&#8221; trainiert. Der Begriff, mit dem Korzybski  einen gesunden Zustand beschrieb, ist der des &#8220;Bewußtseins für  Abstraktion&#8221;. Sein NLT sollte semantische Reaktionen von  &#8220;Nicht-Identität&#8221; trainieren.</p>
<p>Der Begriff &#8220;Bewußtsein&#8221; ist insofern undefiniert, als er nichts  darüber aussagt, wessen man sich bewußt ist. Daher wählte Korzybski den  Begriff &#8220;Bewußtsein für Abstraktion&#8221;. Heute sagt man dazu, jemand  filtert und ist sich dessen bewußt, daß er filtert.</p>
<p>Das Bewußtsein für Abstraktion ist das Wissen um die  Charakteristika, die Eigenschaften eines Objektes oder eines Prozesses,  die bei einer Beschreibung oder einer Schlußfolgerung, also bei der  Bildung höherer Abstraktionen ausgelassen wurden im Verhältnis zum  ursprünglichen &#8220;Ereignis außerhalb unserer Haut&#8221;.</p>
<p>Bewußtsein für Abstraktion bedeutet die ständige Wahrnehmung,  daß bei dem Übergang von einer Ebene zur nächsten Charakteristika  ausgelassen wurden. Dieses &#8220;Wissen&#8221; ist keinesfalls nur verbal und wird  auch nicht verstanden, wenn es nur verbal verarbeitet wird.</p>
<p>Wenn es durch langes Training und therapeutische Techniken  erworben wird, bedeutet das, daß man auf sehr viele Ereignisse in dieser  Welt, sprachliche wie nichtsprachliche, flexibler reagieren kann und  daher adäquatere Informationen über die Welt hat. Das Nervensystem und  das Gehirn können dann ihre Aufgabe, funktionelle Modelle von Welt zu  bilden, besser erfüllen. Nur ein Bewußtsein, welches weiß, welche  Informationen es eigentlich hat und welche nicht und welcher Natur diese  Informationen eigentlich sind, kann sich angemessen verhalten.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>13. Reihenfolge</strong></h3>
<p>Das Nervensystem verarbeitet sinnesspezifische Impulse in einer  bestimmten Reihenfolge. Das heißt, es nimmt erst wahr und beschreibt  dann, schließlich zieht es aus den Beschreibungen Schlußfolgerungen.  Wenn es in dieser Reihenfolge vorgeht, ist sichergestellt, daß das  Nervensystem auf externale Stimuli reagiert, die tatsächlich vorhanden  sind. In dem Prozeß der Informationsverarbeitung werden externale und  internale Stimuli zunehmend zu einem Modell integriert. Eine angemessene  Integration von externen und internen Stimuli ist überlebensnotwendig,  damit man seine Bedürfnisse befriedigen kann. Beispielsweise braucht  man, um nicht zu verhungern, den realen Apfel und nicht das  wahrgenommene Objekt &#8220;Apfel&#8221;. Um den realen Apfel zu organisieren, muß  das Gehirn erst auf externe Umweltreize reagieren und dann erst  bestimmte Schlußfolgerungen ziehen. Diese Reihenfolge der Verarbeitung  nennt Korzybski die &#8220;natürliche Reihenfolge der Verarbeitung&#8221;.</p>
<p>Angenommen, man könnte das Gehirn trainieren, erst den Schluß zu  ziehen: &#8220;Mir schmecken pfel&#8221;, und dann die Beschreibung anzufertigen:  &#8220;Dort liegt ein Apfel&#8221;, und dann die Wahrnehmung: &#8220;ich sehe einen Apfel&#8221;  zu produzieren. Dann käme das heraus, was man Halluzinationen nennt, es  sei denn, man hat zufällig Glück und da liegt wirklich ein Apfel.  Halluzinationen sind also strukturell als eine Umdrehung der natürlichen  Reihenfolge der Verarbeitung von Daten zu beschreiben. Tatsächlich kann  man das Gehirn trainieren, so zu arbeiten.</p>
<p>Die meisten Menschen kennen aus der Praxis ein &#8220;mentales Bild&#8221;  oder eine &#8220;Idee&#8221;. Sinneseindrücke werden mit früheren mentalen Bildern  oder Ideen verglichen, kombiniert, weiterverarbeitet. Diesen Vorgang  nennt man Intelligenz. Experimente zeigen, daß natürlicherweise der  &#8220;Sinneseindruck&#8221; zuerst kommt und dann die &#8220;Idee&#8221; oder das vorgestellte  Bild. Einige Individuen haben nun Ideen zuerst und dann den dazu  Passenden Sinneseindruck, sie sehen, wo es nichts zu sehen gibt, hören,  wo es keinen externalen Stimulus gibt usw. Wenn solche Menschen nicht  beschützt werden, können sie nicht überleben. Das zeigt, daß die  natürliche Reihenfolge der Interpretation lebenswichtig ist. Die  Umdrehung dieser natürlichen Reihenfolge findet auch in der  Identifikation oder Verwechslung logischer Ebenen statt. Diese führt zu  einer Verwirrung des Nervensystems, da die natürliche Reihenfolge in der  Aktivität des Nervensystems verletzt wurde. Diese Umdrehung  transformiert die externale Welt in eine fiktive Einheit. Wenn man das  Nervensystem auf eine Art und Weise nutzt, die gegen seine natürliche  und überlebensnotwendige Reihenfolge arbeitet, muß man  nicht-überlebensfähige Verhaltensweisen erwarten.</p>
<p>Der tägliche Gebrauch unserer Sprache trainiert darauf, weil  er, wie gezeigt, zur Identifikation zweier verschiedener Ebenen der  Verarbeitung einlädt. Der natürlichen Reihenfolge der Verarbeitung von  Reizen zu Informationen stehen die beiden wichtigsten Formen der  Identifikation im Wege: Zum einen die Objektifikation, bei der höhere  Ebenen der Verarbeitung mit tieferen verwechselt werden. Hier werden  Wörter mit Ideen, Gefühlen usw. identifiziert. (&#8220;Objektifikation&#8221;, weil  &#8220;Gefühlen&#8221;, &#8220;Ideen&#8221; eine tatsächliche, objektive Existenz außerhalb des  eigenen Nervensystems zugeschrieben wird.) Die zweite wichtige Form ist  die Identifikation von Schlußfolgerung, schlußfolgernden Begriffen und  Beschreibungen und beschreibenden Begriffen.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>14. Übersetzung</strong></h3>
<p>Es wurde schon gesagt, daß die verschiedenen Ebenen der Verarbeitung  sehr verschiedene Eigenschaften haben. Es gibt zwei wesentliche  Unterschiede zwischen den tieferen Verarbeitungsebenen (erste  Wahrnehmungen) und den höheren Abstraktionen (Symbole). &#8220;Ideen&#8221;,  &#8220;Gefühle&#8221;, &#8220;Intuitionen&#8221;, &#8220;Instinkte&#8221; werden durch die Sinnesorgane und  tieferen Verarbeitungsebenen von Rückenmark und Gehirn produziert. Die  Sinnesorgane sind den aktuellen Erfahrungen des Lebens näher als der  Neocortex, der nur stark gefilterte Eindrücke erhält. Die Erfahrungen  der tieferen Nervenzentren sind nicht-dauernd, verschiebbar, vage und  vor-sprachlich, aber oft sehr intensiv. Sie spielen in unserem Leben die  wichtigste Rolle. Diese Erfahrungen können anderen Menschen nicht  wirklich übermittelt werden, sie sind völlig individuell und haben daher  einen privaten Charakter. Alle Sinneseindrücke, &#8220;Gefühle&#8221;, &#8220;Stimmungen&#8221;  sind Repräsentationen der allerersten Wahrnehmungen.</p>
<p>Die höheren Nervenzentren, wie der Cortex, sind fähig, abstrakte  Symbole zu produzieren. Diese Symbole sind Repräsentationen dessen, was  die tieferen Nervenzentren an Informationen geliefert haben. Die  wichtigste Eigenschaft dieser Symbole ist, daß sie in extra-neuronaler  Form weitergegeben werden können.</p>
<p>Nun sind Neocortex und tiefere Hirnzentren sowie die  Sinnesorgane nicht völlig voneinander getrennt. Sie sind zyklisch durch  Nervenbahnen miteinander verbunden. In einer zyklischen Nervenkette muß  man immer die Ergebnisse einer Ebene in eine andere übersetzen. Symbole  müssen in Erfahrungen (sehen, hören, fühlen) übersetzt werden und  Gesehenes, Gehörtes, Gefühltes in Symbole.</p>
<p>Für die optimale Arbeit des menschlichen Nervensystems muß man  Mittel entwickeln, das Dynamische in das Statische und das Statische in  das Dynamische zu übersetzen. Man muß die abstrakten Symbole mit  privater Erfahrung verbinden, damit man sie verstehen kann.</p>
<p>Die meisten psychologischen Schwierigkeiten entstehen auf der  dynamischen effektiven Ebene. &#8220;Denken&#8221; und &#8220;Fühlen&#8221; kann nicht so genau  getrennt werden, wie die Sprache das tut. Man weiß, wie &#8220;Denken&#8221; durch  &#8220;Fühlen&#8221; beeinflußt wird, aber weniger, wie &#8220;Fühlen&#8221; von &#8220;Denken&#8221;  beeinflußt wird.</p>
<p>Alle Psychotherapie dreht sich darum, &#8220;Fühlen&#8221; durch &#8220;Denken&#8221;  zu beeinflussen. Theorien müssen mit den niedrigeren Nervenzentren in  Verbindung gebracht werden. Theorien müssen &#8220;visualisiert&#8221; werden,  &#8220;Intuition&#8221; und &#8220;Gefühl&#8221; erreichen.</p>
<p>Die Verarbeitungsformen, die die tieferen Nervenzentren  wirkungsvoll beeinflussen, nennt man &#8220;Visualisierung&#8221;, &#8220;Intuition&#8221;,  &#8220;Gefühl&#8221;. Wenn höhere Ebenen der Verarbeitung, also sprachliche oder  andere Symbole auf diese Weise &#8220;verdaut&#8221; werden, hat der Mensch eine  enorme Menge von Daten zur Verfügung. Er hat dann seine eigenen  persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen des aktuellen Lebens und auch  die persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen vergangener  Generationen. Wenn es jemandem gelingt, Erfahrungen, die als Symbole  gespeichert waren, in Erfahrungen zurückzuübersetzen, dann wurde sein  Nervensystem durch die Symbole wirklich berührt. Sie wurden  zurückübersetzt in die Erfahrungen der tieferen Ebenen, sie wurden  &#8220;bedeutsam&#8221;.</p>
<p>Dann kann er diese Daten neu interpretieren, sie neu &#8220;sehen&#8221;.  Aus alten Erfahrungen werden durch Neuinterpretation neue Theorien, die  diesen Erfahrungen besser entsprechen. Diese neuen Theorien werden dann  ähnliche semantische Effekte auf andere Individuen ausüben wie die  Theorien, die zuvor genutzt wurden.</p>
<p>Die Übersetzung ist notwendig, weil die Reaktionen beider Ebenen auf das gleiche Material sehr verschieden sind.</p>
<p>Diese Prozesse (die Art, wie das Nervensystem effizient  arbeitet) sind noch nicht unter dem Aspekt der Reihenfolge untersucht  worden. Man benutzt sie oft, ist sich aber häufig nicht bewußt wie sie  funktionieren. Daher hat man keine Möglichkeit, unsere semantischen  Reaktionen zu trainieren.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>15. Übereinstimmung</strong></h3>
<p>Ein weiteres Problem ist die Übereinstimmung der Ergebnisse von  höheren und tieferen Ebenen der Verarbeitung. Nun kann der Fall  eintreten &#8211; und das geschieht sehr häufig -, daß die verbale  Repräsentation der vorsprachlichen, die sie abbildet, in keiner Weise  entspricht oder daß die Schlußfolgerungen den Beschreibungen nicht  entsprechen. Jede Ebene ist nämlich ein Modell der vorigen Ebene und  damit gilt für jede Ebene das, was für Modelle überhaupt gilt: Die  Landkarte ist nützlich, wenn sie dem Gebiet strukturell ähnlich ist.  Jedes Modell ist das Gebiet, das durch eine neue Landkarte repräsentiert  wird. Wenn diese Landkarte strukturell dem Gebiet nicht entspricht,  dann ist der Organismus, der über inadäquate Landkarten verfügt, in  einer Art Spannung, die er durch alle Mittel zu verändern versucht. Der  optimale Fall ist der, daß die Repräsentationen einander entsprechen.  Das ist der für den Organismus gesündeste Fall. Der Organismus fühlt  sich dann wohl und ist gut orientiert. Ein Beispiel dafür, wie wichtig  es für den Menschen ist, daß Erfahrung und Interpretation einander  entsprechen, ist die Situation in einem Raum oder in einer Gemeinschaft,  wo sehr lange etwas Wahres nicht laut ausgesprochen werden durfte, wo  irgend etwas &#8220;in der Luft&#8221; hängt. Jeder &#8220;fühlt&#8221; es, jeder sieht oder  hört etwas, aber es gibt noch keine angemessene verbale Repräsentation  für das, was los ist. Jeder kennt das angenehme Gefühl, das in einem  Raum entsteht, wo plötzlich jemand eine Wahrheit ausspricht, die lange  &#8220;in der Luft&#8221; hing. Das angenehme Gefühl entsteht laut Korzybski  dadurch, daß die höheren Abstraktionen (Beschreibung oder  Schlußfolgerung) den tieferen (&#8220;Intuition&#8221;, &#8220;Gefühl&#8221;) entsprechen.</p>
<p>In der Wissenschaft gibt es das gleiche Problem. Man sammelt  verschiedene Abstraktionen tieferer Ordnung (Daten) und macht höhere  Abstraktionen daraus, man interpretiert diese Daten. Wenn diese zwei  verschiedenen Ebenen der Verarbeitung Strukturen einigermaßen zueinander  passen, ist man zufrieden und genießt die daraus resultierende  Harmonie. Wissenschaftler brauchen oft Jahre, um Theorien oder Modelle  zu formulieren, die nicht strukturell mit den vorhandenen Daten in  Konflikt geraten. Wenn sie das geschafft haben, dann fühlen sie sich  zufrieden. Wissenschaftler kennen die Gefühle von &#8220;mentalem&#8221; Schmerz und  Unbehagen, wenn Sinneseindrücke und Theorien einander nicht  entsprechen. Kreative Arbeit wird geleistet, um diesem Unbehagen zu  entgehen. Menschen, die nicht kreativ sind, mögen diese Spannung nicht  erfahren, sie produzieren aber auch keine wichtigen Arbeiten.</p>
<p>Das gleiche gilt in der Therapie. Die erlernten Arten,  Sinneseindrücke zu beschreiben und zu interpretieren, können so falsch  sein, daß ein permanent unglücklicher Zustand entsteht. Jene, die keine  Konflikte fühlen, können trotzdem so involviert in diese Konflikte sein,  daß sie keine neuronale Energie übrig haben, um sie zu lösen. Solch ein  Versuch wird in semantischer Therapie gemacht: Der Psychiater versucht  die semantischen Konflikte zu finden und zu eliminieren, so daß neue und  freie neuronale Energie übrig ist, die dann für nützliche Arbeit  verwendet werden kann.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>16. Blockade</strong></h3>
<p>Eine andere Form der Nichtübereinstimmung ist die Blockade. Korzybski  nannte Blockaden semantische Blockade. Es gibt Schlußfolgerungen, die  die Verarbeitung neuer Erfahrungen der tieferen Nervenzentren  grundsätzlich ausschließen.</p>
<p>Eine Theorie der Gesundheit muß sich daher auch mit Dingen wie  &#8220;Wahrheit&#8221;, &#8220;Unwahrheit&#8221;, &#8220;Verdrängung&#8221; beschäftigen. Weil es das Ziel  dieser Theorie ist, die effiziente Arbeit des Nervensystems durch die  Entfernung von störenden semantischen Faktoren wie &#8220;Haltungen&#8221; oder  &#8220;Glaubenssätzen&#8221; zu gewährleisten, muß man die Effekte betrachten, die  falsche oder unterdrückte Aussagen auf das Nervensystem haben.</p>
<p>Da ein Impuls, ein &#8220;Gefühl&#8221;, die &#8220;Idee&#8221; nicht einfach aus dem  Gehirn und Nervensystem verschwinden kann &#8211; schließlich hat der  Organismus irgend etwas gesehen, gehört oder gefühlt was wichtig ist -,  stören die nicht verarbeiteten Impulse die Verarbeitung anderer  Informationen.</p>
<p>Wenn man sieht, daß Ereignisse &#8220;A, B und C&#8221; in einer gegebenen  Reihenfolge &#8220;A, B, C&#8221; erscheinen, dann haben die Sinnesorgane etwas  wahrgenommen. Diese starten die zyklischen neuronalen Strömungen, die  mit der gesehenen Reihenfolge übereinstimmen. &#8220;ABC&#8221; ist gesehen worden,  &#8220;ABC&#8221; wird als &#8220;ABC&#8221; erkannt und in dieser Reihenfolge auch als &#8220;ABC&#8221;  bezeichnet.</p>
<p>Sieht man die Reihenfolge A,B,C und sagt unwahrheitsgemäß, daß  einem die Reihenfolge als C,B,A erscheint, basiert auch diese Aussage  auf einigen zyklischen neuronalen Strömungen und zwar desselben  Nervensystems. Man hat also einen Konflikt und eine Störung in der  Arbeit des Systems. Wenn man einen Fehler macht, ist die Situation nicht  die gleiche, wie wenn man absichtlich etwas Falsches sagt, sei es  bewußt oder unbewußt.</p>
<p>Nehmen wir an, eine Reihe von Beobachtern stellen A,B,C fest.  Ein neuer Beobachter macht den Fehler und sieht C,B,A. Die neuronalen  Strömungen, auf denen seine Aussage basiert, entsprechen diesem Fehler.  Zwischen dem, was er gesehen hat und dem, was er sagt, besteht eine  Übereinstimmung, auch wenn beides falsch ist. Dementsprechend besteht  kein Konflikt und keine Störung zwischen den verschiedenen neuronalen  Strömungen. Das Gesehene und das Gesagte stimmen miteinander überein.  Daraus folgt, daß Fehler und absichtliche Unwahrheit auf verschiedenen  neuronalen Mechanismen beruhen. Ein Fehler, der zu einer subjektiven  Wahrheit führt, aber zu einer objektiv falschen Aussage, hat keinen  störenden Einfluß auf das Nervensystem. Aber absichtlich falsche  Aussagen über Fakten beinhalten semantische Konflikte und Störungen in  der Funktion des Nervensystems. Das gleiche gilt für &#8220;unterdrücktes&#8221;  Material. Damit sind permanent neuronale Strömungen, die miteinander im  Konflikt liegen, verbunden. Die neuronale Energie wird für Konflikte und  Kämpfe verwendet, während sie eigentlich für konstruktive Zwecke  benutzt werden könnte. Wenn man also annimmt, daß zwischen Gehirn und  Geist eine Parallele besteht, kann man alles, was man als &#8220;Blockade&#8221;,  &#8220;Verdrängung&#8221;, &#8220;Lüge&#8221; etc. beschreiben kann, auch auf der Ebene des  Nervensystems als neuronale Prozesse beschreiben. Damit man verdrängen  kann, muß das Nervensystem in gewisser Hinsicht gegen seine eigenen  Interessen arbeiten. Das Gehirn hat die Aufgabe, die für das Überleben  wichtigen Umweltmerkmale zu erfassen und zu verarbeiten. Wenn das Gehirn  zwar Umweltmerkmale erfassen, dann aber nicht zu Modellen integrieren  &#8220;darf&#8221;, die angemessene Handlungen erlauben wurden, ist der Organismus  nach Korzybski in einem Zustand voller Angst und Sorge, denn irgendwie  &#8220;weiß&#8221; das Gehirn, daß es nicht so arbeitet wie es sollte. In einem  solchen Falle arbeiten die verschiedenen Zentren im Nervensystem und  Gehirn gegeneinander anstatt miteinander. Das manifestiert sich in einem  Verhalten, das von einem Beobachter als inkonsistent beschrieben wird.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>17. Zusammenfassung</strong></h3>
<p>Kein Mensch reagiert direkt auf der Realität, sondern immer nur auf  der Basis von Modellen. Je mehr diese Modelle strukturell mit der  Realität übereinstimmen, desto besser funktionieren die auf der Basis  dieser Modelle geplanten Handlungen. Damit man zu adäquaten Modellen  kommt, braucht man a) Informationen über die Realität, diese liefern  beim Menschen die Sinnesorgane, und b) Informationen über die Art und  Weise, wie vorhandene Modelle, wie z.B. Sprache, diese Daten zu Modellen  strukturieren. Wenn die vorhandenen Modelle den Daten nicht oder nur  teilweise entsprechen, kommt es zu Konflikten. Jede Intervention sollte  also dafür sorgen, daß neue Daten zu gut funktionierenden Modellen  verarbeitet werden. Modelle müssen überprüfbar sein, damit zwischen dem  Ergebnis und dem Modell Oberhaupt ein Zusammenhang hergestellt werden  kann. Nur dann kann das vorhandene Modell den neuen Daten entsprechend  verändert werden oder es können neue Modelle konstruiert werden, sollten  die alten Modelle keine guten Ergebnisse bringen.</p>
<p>Identifikation ist eine Art, Modelle zu bilden, die der Realität  auf keinen Fall strukturell entsprechen. Die auf der Basis von  Identifikation entstandenen Modelle sind immer dem Gebiet und der  Arbeitsweise des Nervensystems strukturell unangemessen. Daher erscheint  die Rolle, die die Identifikation in einem gegebenen Individuum spielt,  immer als entscheidender Faktor in seiner Fähigkeit, mit der Umwelt  sinnvoll zu interagieren.<strong> </strong><img src="../../bilder/pfkl_li.gif." alt="" /></p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../bilder/c3.gif" alt="" /></td>
<td>Copyright Inke Jochims 1996. Berlin<a href="mailto:ijochims@aol.com"> </a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/alfred-korzybski-und-das-neurolinguistische-training/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ethik und Ökologie praktisch und konkret</title>
		<link>http://www.nlp.at/wp/ethik-und-okologie-praktisch-und-konkret/</link>
		<comments>http://www.nlp.at/wp/ethik-und-okologie-praktisch-und-konkret/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2000 17:34:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nlp.at/wp/?p=128</guid>
		<description><![CDATA[von Annegret Hallanzy 1. Einleitung Der bekannte NLP-Autor Joseph O&#8217;Connor hat auf dem DVNLP-Kongreß sowie im letzten NLP-World (4/3, S. 69) die Befürchtung geäußert, daß es NLP genauso wie Apple Computer gehen könne: Die besten Anteile und Erkenntnisse des NLP könnten von anderen Richtungen verwendet und assimiliert werden, so daß NLP binnen kurzem kaum mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #ff0000;"> </span></strong>von <strong>Annegret Hallanzy</strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"> </span></p>
<hr size="2" />
<p><span style="color: #ff0000;"> </span></p>
<h3><strong>1. Einleitung</strong></h3>
<p>Der bekannte NLP-Autor Joseph O&#8217;Connor hat auf dem DVNLP-Kongreß  sowie im letzten NLP-World (4/3, S. 69) die Befürchtung geäußert, daß es  NLP genauso wie Apple Computer gehen könne: Die besten Anteile und  Erkenntnisse des NLP könnten von anderen Richtungen verwendet und  assimiliert werden, so daß NLP binnen kurzem kaum mehr als solches  bekannt wäre.</p>
<p>Man könnte nun kontern: NLP hat modelliert und wird modelliert &#8211;  warum eigentlich nicht? Worum bangen wir? Was macht die erhaltenswerte  NLP-Identität aus, wo doch gerade die Stärke des völlig  prozeßorientierten NLP darin liegt, kein endgültig &#8220;wahres&#8221;  Anwendungsrezept und damit kein fertiges Gesamtkonzept zu liefern?</p>
<hr />
<h3><strong>2. NLP-Ethik kann nicht als Prinzip festgeschrieben werden</strong></h3>
<p>Ohne ein <strong>Gesamtkonzept</strong>, wie genau NLP in welchem Fall warum was genau bewirkt, gibt es auch kein <strong>Gesamtversprechen</strong>.  Man konnte/wollte bisher nicht festschreiben, was NLP leistet, sobald  der Anwender nur die richtigen Voraussetzungen mitbringt. Das  herkömmliche <strong>Wirkungsversprechen</strong> läßt sich so zusammenfassen: NLP  wirkt eben. Der Anwender muß nur flexibel sein und sich auf die  Landkarte des Kunden/Klienten wohlwollend einstellen, wobei er dem  Kunden/Klienten seine &#8220;Selbstbestimmtheit&#8221; lassen sollte &#8211; eine in  Ethik-Gremien der beiden NLP-Vereine häufig verwendete Nominalisierung  und Abstrahierung. Gibt es etwa einen nicht selbstbestimmten Klienten?</p>
<p>Das fehlende konkrete Gesamtversprechen führte schon immer in der  Öffentlichkeit zu Mißtrauen bei der Einschätzung von NLP, zumal die  Inhalte (also die Techniken) nicht als das Wesen von NLP ausgegeben  werden. Also ist NLP ohne ein Gesamtversprechen geradezu eine Einladung,  es entweder woandershin zu assimilieren oder mißzuverstehen! Da helfen  auch keine Versuche, zumindest die Ethik mal festzuschreiben. Eine Ethik  ohne ein Gesamtversprechen, was für wen unter welchen Umständen  geleistet wird, gibt es nicht: Jede Berufung auf das humanistische Erbe  von NLP aufgrund der von Bandler und anderen modellierten  Persönlichkeiten endet in hohlen Nominalisierungen, wenn diese Ethik  nicht auf ein praktisches und damit überprüfbares Wirkungsversprechen  zurückgeführt werden kann. Die unter NLP-Anwendern oft unausgesprochen  vertretene Ethik: &#8220;Solange der Klient die NLP-Beratung nicht abbricht,  wird er wohl was nützliches für sich daran gefunden haben.&#8221; ist keine  Ethik, sondern eine Enthaltung, Ethik zu definieren.</p>
<p>Man könnte sogar soweit gehen, zu behaupten, daß die Festschreibung  der Ethik gar nicht zu NLP paßt und seinem Wesen widerspricht. Damit  wird NLP-Ethik eine nicht definierbare Summenmoral der Werte seiner  Anwender. Das ist zumindest ehrlicher gegenüber der Öffentlichkeit als  der Versuch, mit irgendwelchen Nominalisierungen so zu tun, als gäbe es  umsetzbare, überprüfbare und auch in Vereinen tatsächlich überprüfte  Richtlinien für NLP-Veränderungsarbeit. Diese kann es nicht geben,  solange NLP-Ethik nicht in ein konkretes Verfahren, also in einen  lebendigen Prozeß übersetzt ist, wann NLP wem mit welcher Wirkung  angeboten werden sollte, also inwiefern NLP nützlich ist. Solange der  Klient zahlt? Oder solange er sich nicht beschwert? Oder solange er  aussieht wie K+? Also so ressourcevoll, daß die Anwendung von NLP für  ihn in jeder Hinsicht langfristig segensreich gewesen sein muß? Eine  gewagte und dennoch verbreitete Grundannahme!</p>
<p>Wenn NLP seine Wirkung spezifiziert, in bezug auf sein(e)  Versprechen überprüfbar wird und damit als psychologischer Ansatz eine  eigene Identität erhält, muß NLP genormt werden, was jedoch für NLPler  nie als erstrebenswert galt. Wo ist der Ausweg aus dem Dilemma zwischen  der bedenklichen Enthaltung aus ethischen Fragen einerseits und  andererseits der unerwünschten Fixierung von NLP? Im folgenden werden  mögliche Antworten jenseits von irgendwelchen Nominalisierungen und  Prinzipien diskutiert &#8211; auf deutsch: Es geht nun darum, wie ökologisches  NLP lebendig, praktisch und konkret werden könnte.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>3. Der Ökocheck hat nichts mit Ethik zu tun</strong>.</h3>
<p>Manche NLPler berufen sich bei der Frage nach einer praktisch realisierten NLP-Ethik auf den <strong>Ökocheck</strong>.  Der Ökocheck enthält die Logik, daß anschließend an eine durchgeführte  Intervention die entsprechende Wahrnehmungsveränderung des Klienten noch  kontextualisiert wird. Diese ergänzende Maßnahme kann von einem Future  Pace (mentale/unbewußte Einstellung auf die Zukunft) bis zu weiteren  Interventionen reichen, die manchmal sogar dann die ganze NLP-Beratung  ausmachen. Der Klient lernt auf einer Meta-Ebene: &#8220;Ändere dich und  wenn&#8217;s nicht paßt, ändere dich weiter!&#8221; anstatt: &#8220;Ändere dich nur so,  daß alles besser paßt als je zuvor!&#8221; Anders ausgedrückt: Wenn man noch  nachfolgende Veränderungen anschließen muß, um die vorherige  Intervention fruchtbar zu machen, heißt dies, daß die Flexibilität durch  die vorangegangene Intervention bereits eingeschränkt anstatt erweitert  wurde!</p>
<p>Das, was mit dem Ökocheck angestrebt werden soll, ist trotzdem  wichtig: Nicht der Klient ist verantwortlich, wenn die Hilfestellungen  des Beraters nicht greifen, sondern der Berater überprüft seine eigenen  Ergebnisse. Aber die Überprüfung <strong>nach</strong> einer Intervention ist zu  spät, da sie bereits stattgefunden hat und effektiverweise auch  uneingeschränkte Wirkungen zeigen sollte. Der Ökocheck vor der  Intervention: &#8220;Wollen Sie auf diese Weise Ihr Problem X bearbeiten?&#8221; ist  wiederum unsinnig, weil der Berater dem Klienten dann die Intervention  so genau erklären müßte, daß dieser sie mit sich selbst zuhause machen  könnte. Ein ethisch wirklich relevanter Ökocheck müßte also <strong>vor allen Interventionen</strong> stattfinden und dürfte sich nicht auf die Wirkungsweise einer einzigen  Intervention beziehen, sondern sollte vielmehr das mögliche Ergebnis der  Beratung an sich thematisieren. Der Ökocheck wird damit zum <strong>Kongruenztest in bezug auf die Beratung</strong>.</p>
<p>Wenn ein Klient (noch) nicht kongruent im Hinblick auf seine  Veränderung ist, sollte er prinzipiell auch keine Hilfe dabei bekommen,  einem inkongruenten Ziel näher zu kommen. Wenn ein Klient allerdings ein  wirklich kongruentes, bedeutungsvolles und konkretes Ziel verfolgt,  wird er kaum Hilfe brauchen, sondern sich alle Ressourcen selbst  organisieren. Wenn man etwas wirklich erreichen möchte und konzentriert  darauf zugeht, wird man in Windeseile aus eigener Kraft alle notwendigen  Schritte dorthin auf sich nehmen oder erlernen. Es gibt keinen  Klienten, der zu Beginn der Beratung ein wirklich wohlgeformtes (und  bedeutungsvolles) Ziel mitbringt &#8211; nicht einmal zum Coaching. Die  Dynamik der am häufigsten auftretenden Hindernisse bei einer visionären  und dennoch spezifischen Zielsetzung habe ich eingehend erforscht (siehe  Literaturhinweis am Schluß):</p>
<ul>
<li> Eine Opfer- oder Toten-Identifikation,</li>
<li>Identitätsspaltung,</li>
<li>Vitalstörung, oder</li>
<li>zentrale Thought Forms, die tiefere Blockaden darstellen als alle hinderlichen Beliefs zusammengenommen,</li>
</ul>
<p>machen jede bewußte, kongruente Zielsetzung unmöglich.</p>
<p>Ein Ökocheck oder Kongruenztest muß also darin bestehen,  Wahlmöglichkeiten vor sämtlichen Interventionen zu geben. Ökologie ist  kein Nachbessern einer bereits vorgenommenen Veränderung, sondern das  Studium der Kongruenz im Hinblick auf eine geplante Veränderung. Der  Begriff &#8220;Ökocheck&#8221; ist damit nicht mehr zutreffend, da nicht die Wirkung  von Interventionen gecheckt oder überprüft werden sollte, sondern es  muß von vornherein abgefragt werden, was der Klient überhaupt in der  Beratung erreichen will, d.h. auf welche Weise er mit dem Berater in  Beziehung treten möchte.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>4. Ökologie durch explizite und implizite Verträge für Veränderungsarbeit </strong></h3>
<p>Die Hypothese, daß der Klient die Beziehung mit dem Berater selbst  gestalten kann, auch wenn er keinen wohlgeformten Vorsatz im Hinblick  auf die eigene Veränderung mitbringt, beinhaltet die Grundannahme, daß  der Klient selbst seine eigene Ökologie am besten beurteilen kann &#8211; und  zwar von Anfang an. Der Klient kann ein Endergebnis und damit die  Wirkung der Beratung &#8211; also eine genau definierte Unterstützung des  Beraters &#8211; definieren, ohne NLP-Interventionen zu kennen und ohne zu  wissen, welches persönliche Erfolgsziel ihn aus dem mitgebrachten  Problem führen könnte. Ökologie beginnt beim Einverständnis des Klienten  mit der Wirkung der gesamten NLP-Veränderungsarbeit. Diese Grundannahme  muß den Kern einer praktischen Arbeits-Ethik darstellen.</p>
<p>Damit verschiebt sich ökologisches Denken vom Ökocheck auf das  explizite oder implizite Vertragswerk, das die beginnende Beziehung  zwischen Klient und Berater definiert. Der Klient zahlt für eine  Dienstleistung, die vom Berater genau definiert wird. &#8220;Ich helfe Ihnen!&#8221;  sagt in diesem Zusammenhang nichts aus. &#8220;Ich helfe Ihnen, daß Sie sich  besser fühlen (als jetzt) in bezug auf die schwierige Situation X!&#8221; ist  nur eine von vielen Vertragsvarianten, die &#8211; und das scheint vielen  NLP-AnwenderInnen nicht bewußt zu sein &#8211; nicht von allen Klienten  gewünscht wird! Sicher genießt jeder Mensch angenehme Gefühle mehr als  unangenehme. Aber bessere Gefühle und angenehmere Zustände machen nicht  immer Sinn. K+ und damit mehr Handlungsenergie ist nicht immer eine  Entscheidungshilfe oder ein guter Wegweiser in einem anstehenden  Lernprozeß. K+ ist das natürliche Ergebnis, wenn man das tut und denkt,  was Sinn macht, aber es ist nicht immer die beste Voraussetzung, um  ökologisch mit sich selbst umzugehen.</p>
<p>Wenn der Berater mehr Wahlmöglichkeiten dafür anbietet, welches  Ergebnis der Veränderungsarbeit dem Klienten zusagt, und wenn dieser  dann unter solchen Möglichkeiten spontan und kongruent auswählt oder sie  alle verwirft, dann kommt es entweder zu einem von vornherein  ökologischen &#8211; also &#8220;wohlgeformten&#8221; Vertrag (siehe Literaturhinweis am  Schluß) oder eben zu einer genauso ökologischen Weiterempfehlung des  Klienten! Die Wahlmöglichkeiten liegen damit wirklich beim Klienten und  nicht nur &#8211; entsprechend der häufigen Auffassung &#8211; beim Berater, der  unter seinen State-Change-Techniken diejenigen auswählt, die dem  Klienten erst Wahlmöglichkeiten schenken sollen. Eine ungute Auffassung  von Kompetenz und Macht! Eine dem Klienten wirklich &#8220;Selbstbestimmtheit&#8221;  zuschreibende NLP-Ethik bietet diesem von vornherein sehr praktische  Wahlmöglichkeiten. <strong>NLP-Ethik muß Vertrags-Ethik werden.</strong> Der Klient wird informiert, wofür er zahlt, bevor er zahlt.</p>
<p>Unterschiedliche, wohlgeformt formulierte Angebote von möglichen,  überprüfbaren Beratungsergebnissen führen bei verschiedenen Klienten  auch tatsächlich durchaus zu verschiedenen Entscheidungen! Auf diese  Weise kann der Berater diagnostizieren, ob es wirklich um ein gutes  Gefühl (K+), um eine Orientierung in bezug auf eine anstehende  Entscheidung, um die Erreichung eines Leistungszieles oder aber um die  dauerhafte Steigerung der gesamten subjektiven Lebensqualität geht  (wofür der Klient seine Zielsetzungen auf eine völlig neue Weise mit  Sinn in Zusammenhang bringen muß, siehe Literaturhinweis am Schluß).  Egal ob dieses Angebot explizit erfolgt oder implizit vom Berater  aufgrund von Vorinformationen über die Art seiner Beratung vom Klienten  erwartet wird: Konkret umgesetzte und überprüfbare NLP-Ethik hat mit der  Ökologie des zwischen Berater und Klient geschlossenen Vertrags zu tun.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>5. Der Unterschied zwischen einem Heilungsversprechen und einem Wirkungsversprechen</strong></h3>
<p>Das zwischen Berater und Klient abgesprochene Beratungsergebnis hat mit der grundsätzlich erwünschten, spezifisch beschriebenen <strong>Gesamtwirkung </strong>der  Interventionen und Hilfestellungen zu tun. Der Berater gibt also ein  Wirkungsversprechen ab und der Klient zahlt genau dafür. Der Berater  arbeitet also von Anfang an auf eine abgesprochene Wirkung zu, und weiß  damit auch, wann genau er nicht mehr gebraucht wird. Er arbeitet gezielt  daraufhin, sich selbst überflüssig zu machen, anstatt einfach darauf zu  warten, bis der Klient geht und das im nachhinein so aufzufassen, daß  dieser wohl bekommen haben muß, was er gebraucht haben könnte&#8230; Dies  kann man leider oft beobachten.</p>
<p>Eine alternative Dienstleistungsmoral und konkrete Ethik für  NLP-Veränderungsarbeit ist m.E. der einzige Ausweg aus dem oben  beschriebenen doppelten Vermeidungs-Dilemma ist: Die Vermeidung einer  Berührung mit grundsätzlichen, inhaltlichen Fragen (Was verspricht NLP?)  einerseits und andererseits die Vermeidung einer Festschreibung von  Wirkungszusammenhängen (Jede Intervention wirkt bei jedem Klienten  gleich). Trotzdem gibt es viele Gegenstimmen gegen die Besprechung des  möglichen Ergebnisses mit dem Klienten. Dabei werden vor allem zwei  Argumente genannt, auf die ich hier eingehen möchte, um bei dieser  Gelegenheit zu erläutern, weshalb ich davon überzeugt bin, daß das Herz  der NLP-Ökologie im Vertrag liegt.</p>
<p><em>(1) Erstes Argument gegen eine explizite Vertragsschließung</em>:<br />
&#8220;Wenn der Berater sich gegenseitig ausschließende Angebote macht, was  erreicht werden könnte, manipuliert oder beeinflußt er den Klienten  dahingehend, zu glauben, was nicht machbar ist, weil das Angebot die  Grundannahmen des Beraters wiederspiegelt.&#8221; Ich kann darauf nur  erwidern, daß das Angebot des Beraters ohnehin dessen subjektiver  Landkarte entspricht, auch wenn er sich bemüht, flexibel  &#8220;draufloszuintervenieren&#8221;. Die Einwände des Klienten gegen ein  bestimmtes Angebot werden nicht hinterfragt, solange der Berater keine  Erlaubnis &#8211; also keinen Vertrag &#8211; hat. Damit kann der Klient im  Vertragsgespräch seine Inkongruenz in bezug auf ein bestimmtes Angebot  spontan (und unbewußt) deutlich machen, ohne daß seine Überzeugungen  überhaupt diskutiert werden. Er bleibt damit freier, als wenn der  Berater ihn im nachhinein glauben machen möchte, daß eine bestimmte  Intervention sich in jeder Hinsicht für ihn segensreich auswirken müßte  (wenn nur alle Einwände beim Ökocheck berücksichtigt werden!).</p>
<p><em>Zweites (und meinem Gefühl nach viel interessanteres) Argument gegen eine explizite Vertragsschließung:</em><br />
&#8220;Das Versprechen von Heilung ist sogar gesetzlich verboten.&#8221; Das ist  richtig. Hier ist nur festzustellen, daß ein großer Unterschied zwischen  einem Wirkungs- und einem Heilungsversprechen besteht. Ein  Heilungsversprechen bezieht sich auf das Verschwinden eines bestimmten  Problems beziehungsweise Symptoms. Der Berater kann und sollte  tatsächlich nie versprechen, dieses dem Klienten wegzuzaubern. Außerdem  würde kein Klient &#8211; so sehr er unter seiner Beschwerde auch leidet &#8211; so  etwas voll kongruent bejahen, und sich in solch eine Abhängigkeit  begeben (auch wenn vielleicht durchaus einige seiner Anteile dazu bereit  wären). Der Berater kann aber versprechen, wie sich die  NLP-Veränderungsarbeit der einen oder anderen Art auswirkt, wenn man  solch ein Problem oder Symptom zum Thema macht. Dies erfordert jedoch  eine absolute Kompetenz in professioneller Vertragsarbeit.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>6. Überlebenschance für NLP als ethischer Wegweiser </strong></h3>
<p>Ich selbst habe solch wohlgeformte Verträge weder in irgendeinem  NLP-Seminar vorgeführt bekommen noch irgendwo anders in der Psychologie.  Ich habe durch meine eigenen Fehler gelernt &#8211; immer auf der Suche nach  einer Dienstleistungsethik, die für mich Sinn macht. Ich will nicht  einmal sagen, daß die NLP-Welt besonders &#8220;unethisch&#8221; eingestellt ist.  Aber NLP ist besonders betroffen von der Ethik-Frage, weil die Anführung  von theoretischen und abstrakten Prinzipien nicht zum NLP paßt und wir  uns zudem auf keine &#8220;moralisch vertretbaren Inhalte/Techniken&#8221; berufen  können, außer &#8211; wie O&#8217;Connor es auch tut &#8211; auf die Summenmoral der  AnwenderInnen, die sich hoffentlich anständig und flexibel um ihre  KlientInnen kümmern. Ich habe jedoch festgestellt, daß diese Bemühung an  sich nicht genügt, um jedem Klienten gerecht zu werden.</p>
<p>Wenn wir das Mißtrauen der Öffentlichkeit gegenüber NLP nicht nur  verurteilen und uns nicht nur über das drohende und sicherlich sehr  unförmige &#8220;Lebensbewältigungshilfegesetz&#8221; (vgl. Multimind Dez. 97,  S.5ff) aufregen, sondern so etwas als Hinweis für den Bedarf an klaren  Verträgen sehen, dann hat NLP eine Überlebenschance &#8211; als Wegweiser für  andere psychologische Schulen in Richtung einer praktischen Ethik.</p>
<hr size="2" />
<h3><strong>Literatur:</strong></h3>
<ul>
<li>Mayer, Annegret: Visionsorientierte Veränderungsarbeit Bd.I / Ökologie anders definiert / Junfermann 1996</li>
<li> Hallanzy, Annegret: Visionsorientierte Veränderungsarbeit Bd.II / 20  neue NLP-Techniken in einem Gesamtmodell / Junfermann 1997</li>
<li> Hallanzy, Annegret: Das NLP-Konzept der Ökologie: Kernidee oder leere Hülse? Multimind 1/97, S. 5ff</li>
</ul>
<hr />
<p><strong>Über die Autorin:</strong></p>
<p>Annegret Hallanzy hat Psycholinguistik studiert, wendet NLP seit  1986 in selbständiger Tätigkeit an und ist zert. Lehr-Trainerin. Sie  leitet Weiterbildungen für Master-Practitioner in Coaching und  Visionsorientierter Veränderungsarbeit.</p>
<p>Adresse: Josef-Weigl-Straße 6, D-82041 Deisenhofen.</p>
<hr size="1" noshade="noshade" />
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img src="../../bilder/c3.gif" alt="" /></td>
<td>Copyright Hallanzany 1998. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann Verlages.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nlp.at/wp/ethik-und-okologie-praktisch-und-konkret/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

