Die Ganzheit von Beliefs in drei Teilen erkennen und ändern

Ziele: Es sollen die Konsequenzen des begrenzenden Beliefs bewußt gemacht und eine Motivation zur Änderung des Beliefs erreicht werden.

Weitere, verdeckte Ziele: Bewußtmachen, daß Beliefs nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben.

Historische/allgemeine Metapher: Oft erreichen wir Ziele und bemerken, daß das Ergebnis nicht das ist, was wir wollten.

Persönliche Metapher:


Übungsablauf:

Beliefs ändern: 1. Teil

  • Benennen Sie Ihre begrenzenden Beliefs und schreiben Sie sie auf.
  • Wählen Sie 5 Beliefs, die Sie am stärksten einschränken.
  • Schreiben Sie alle Konsequenzen auf, die ein Beibehalten dieser 5 Beliefs mit sich bringt.
  • Was haben Ihnen diese Beliefs in der Vergangenheit gebracht?

Beantworten Sie folgende Fragen, während Sie das volle Gewicht dieser Beliefs im gesamten Körper spüren:

  • "Was haben Sie diese einschränkenden Beliefs gekostet?"
  • "Was haben Sie aufgrund dieser Beliefs verloren?"
  • "Auf wie viele Arten haben Sie sich durch diese Beliefs selbst betrogen?"
  • "Auf wie viele Arten haben diese Beliefs Ihre Beziehungen beeinflußt?"
  • "Wie geht es Ihnen, wenn Sie daran denken, welche Beziehungen Sie hätten haben können, wenn Sie diese einschränkenden Beliefs nicht gehabt hätten?"
  • "Welche unangenehmen Emotionen erleben Sie durch diese Beliefs täglich?"
  • "Wieviel Energie haben Ihnen diese Beliefs abverlangt?"
  • "Wie viele Dinge haben Sie wegen dieser Beliefs nicht begonnen? Wie fühlen Sie sich damit?"

Was werden diese einschränkenden Beliefs Sie in der Zukunft kosten? Gehen Sie 5 Jahre in die Zukunft und nehmen Sie die oben aufgeführten Fragen dorthin mit. Welche Konsequenzen haben diese Beliefs hier? Beantworten Sie folgende Fragen:

  • "Was werden diese Beliefs Sie die nächsten 5 Jahre kosten? "
  • Schauen Sie - 5 Jahre in der Zukunft - in den Spiegel. Wie schauen Sie aus?
  • Wieviel haben Sie durch diese Beliefs nicht in Angriff genommen? Wie haben diese Beliefs Ihre Lebensqualität vermindert und Ihren Wert weniger und weniger werden lassen?
  • Ihre Karriere? Was sonst noch?
  • Gehen Sie 10 Jahre in die Zukunft und beantworten Sie die Fragen erneut.
  • Gehen Sie 20 Jahre in die Zukunft, stellen Sie die obigen Fragen und zusätzlich:
  • "Wo sind Sie angekommen, wie sehen Sie aus, wie beweglich sind Sie?"
  • "Sind andere gerne mit Ihnen zusammen?"
  • "Wie weit haben Sie Ihre Werte vergessen?"
  • "Wieweit sind Sie ein Modell für die Kinder?"
  • "Welchen Schaden haben diese einschränkenden Beliefs Ihnen zugefügt?"
  • "Wie sehr bedauern Sie, daß Sie diese einschränkenden Beliefs vor 20 Jahren nicht geändert haben?"
  • "Ist Ihr Leben ein Beispiel oder eine Warnung für andere gewesen?"

Beliefs ändern: 2.Teil

Ändern Sie Ihren inneren Zustand. Wie in einem Märchen haben Sie einen Wunsch frei und können sich ein bestimmtes Gefühl (inneren Zustand) wünschen, das Sie schon immer wollten. Lassen Sie sich in einen freudigen, verspielten, begeisterten, kraftvollen Zustand bringen!

Benennen Sie gegenteilige, bereichernde Beliefs.

Betrachten Sie Ihre einschränkenden Beliefs, streichen Sie sie durch und schreiben Sie ein neues bereicherndes Belief darunter, das die gegenteilige Konsequenz des alten Beliefs hat.

Beispiel: Einschränkendes Belief: "Niemand ist gerne mit mir zusammen."

Bereicherndes Belief: "Jeder mag mich."

Meine 5 neuen bereichernden Beliefs sind: (aufschreiben)

Die Konsequenzen meiner neuen Beliefs sind: (aufschreiben)

Beliefs ändern: 3.Teil

Future-Pace der neuen Beliefs - neue Möglichkeiten für die Zukunft sehen. Gehen Sie 5 Jahre in die Zukunft und erleben Sie voll assoziiert all das Vergnügen und die Freude der Konsequenzen dieser neuen Beliefs.

Wenn Sie in der Zukunft sind und zurückschauen, beantworten Sie folgende Fragen:

  • "Wie hat sich durch diese neuen Beliefs Ihr Leben in den letzten fünf Jahren bereichert?"
  • "Wie gut fühlen Sie sich damit?"
  • "Inwieweit sind durch diese neuen Beliefs Ihre Beziehungen verbessert - freudiger und angenehmer geworden?"
  • Schauen Sie in den Spiegel und fragen Sie sich: "Wie kommt es, daß ich so gut aussehe?"
  • "Wieviel konnten Sie aufgrund dieser neuen Beliefs beginnen und beenden?"
  • "Was können Sie zu sich selber sagen, was Sie sich vorher nicht getraut haben? Was können Sie sehen, hören und fühlen, was Sie vorher nicht konnten? "
  • "Was haben die Kinder durch diese neuen Beliefs gewonnen, und wieweit sind Sie dadurch ein anderes Modell für sie? Wie wird dadurch die nächste Generation beeinflußt?"

Gehen Sie 10 Jahre in die Zukunft und genießen Sie alles Vergnügen und all die Freude.

Gehen Sie 20 Jahre in die Zukunft und genießen Sie, wie frei und mit wieviel Freude Sie Ihre Werte mit anderen Menschen leben.

Gehen Sie 40 Jahre in die Zukunft und wenn Sie auf Ihr Leben zurückschauen, seien Sie dankbar, stolz und glücklich und freuen Sie sich darüber, daß Sie vor 40 Jahren jene Beliefs geändert haben.

Übungsdauer: 45 Minuten

Gruppengröße: 1-5 Personen oder Großgruppe

Auswertung im Plenum: Wie geht es Ihnen jetzt mit Ihren gewählten Beliefs? Vergleichen der Erfahrungen.

Anwendungsmöglichkeiten: Den großen Rahmen der inneren Landkarte finden. Für Personen, die an Beliefs-Änderungen zweifeln.


Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußt-sein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.


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