
Modell der Welt einer Person ausgeschlossen werden (Bandler und Grinder 1994a (1975), 211). "Tilgungen innerhalb eines Sprachsystems sind elementare syntaktische
Operationen, bei denen auf dem Weg von der
Tiefenstruktur zur Oberflächenstruktur einzelne Elemente getilgt werden. Die
getilgten Elemente sind grundsätzlich wiederauffindbar. Tilgungen
entstehen auf jeder Stufe des Verarbeitungsprozesses vom Sinneseindruck
zur Repräsentation der Welt." (Jochims 1995, 118). Tilgungen bewirken unvollständige innere Landkarten: Informationen,
die möglich sind, fehlen im Modell, in der Repräsentation. Sie
scheinen im Bewußtsein nicht auf.
Im
Meta-Modell der Sprache werden Sätze, bei denen sich Tilgungen befinden oder
die auf Tilgungen hinweisen, spezifisch hinterfragt. Das
Milton-Modell beschreibt Sprachmuster, bei denen viele Tilgungen vorkommen.
(1) unspezifische Subjekte, unbestimmter Inhaltsbezug, unbestimmte
Substantive,
(2) unspezifische Verben,
(3) Vergleiche,
(4) Bewertungen und
(5) Nominalisierungen.
(1) Zur ersten Gruppe gehören Sätze wie: "Man kann sich am Bildschirm entspannen.", "Surfen ist ganz in Ordnung.", "Den Usern gefällt das Wörterbuch.".
Im Meta-Modell wird empfohlen, solche Sätze zu hinterfragen, mit: "Wer genau?", "Was genau?", "Welche?" usw.
(2) Bei Sätzen mit unspezifischen Verben fehlt das ´Wie´. Beispiele: "Er veränderte sich am Bildschirm", "Sie zwang sich weiterzulesen".
Klärende Fragen sind: "Wie genau geschieht das?", "Wie?", "Wodurch?", "Auf welche Weise?", "Wann?".
(3) Bei Vergleichen fehlt der Bezug: "Dieses Wörterbuch ist gut", "Hier finden sich die besseren Leser".
Nützliche Fragen sind: "Verglichen womit?", "Besser als wer?", "Gemessen woran?", "In Bezug auf was?".
(4) Bewertungen sind ähnlicher Natur (und treten oft als Vergleiche auf): "Offensichtlich sind diese Seiten nützlich", "Sie sind wißbegierig".
Bewertungen werden geklärt, indem man fragt: "Für wen offensichtlich?", "Nach welchem Standard?", "Worauf?".
(5)
Nominalisierungen schließlich sind Hauptwörter, die von Prozeßwörtern abgeleitet
sind. Ein Prozeß erscheint wie ein statisches Ding: die Liebe,
die Beziehung, das Gedächtnis, das Wissen: "In der Beziehung zum Leser wird Wissen transportiert und das Gedächtnis
geschult".
Klärung kann erfolgen, indem die fehlende Information nachgefragt wird: "Wer behauptet das?", "Wie denn?", "Wer genau?", "Was genau?".
Meta-Modell.