
Atem zu beobachten, bedarf eines weichen (defokusierten) Blickes: der Fokus der Augen ist vor oder hinter eine Person gerichtet. In dieser Art des Sehens wird der Körper als Ganzes wahrgenommen: der Atem-Rhythmus, in dem der Körper schwingt, ist so leicht erkennbar (Man kann es üben, den defokusierten Blick in einem Gespräch schnell ein- und auszuschalten).
Kennzeichnen von visuellen internen Vorgängen können hohes und
flaches Atmen in der Brust sein und ein Atem, der manchmal aussetzt.
Tiefes, volles Atmen in der Brust ist ein Indiz für kinästhetische
Prozesse. Bei intensiven Gefühlen ist oft eine heftige Atmung
zu beobachten.
Innerer Dialog ist oft von regelmäßigem Atmen mit dem Zwerchfell oder der ganzen
Brust begleitet. Spontanes Ausatmen oder Gähnen kann ein Zeichen
plötzlicher Zustands-Änderungen (body shift) sein.
Atmen ist ein interessanter
physiologischer Prozeß, weil er
unbewußt abläuft und bewußt leicht gesteuert werden kann. Innere Zustände
sind immer mit einem bestimmten Atem-Muster verbunden. Im Zugang
zu einem guten Zustand, wie
Moment of Excellence, ist es immer hilfreich, sich das Atem-Muster genau zu merken,
und es zu üben.