
Trance ist Rapport die Vorbedingung, damit jemand in Trance gehen kann.
NLP verwendet den Ausdruck für jede Art von Kommunikation. Rapport
bezeichnet einen "unmittelbaren Kontakt zwischen zwei Personen"
(Mohl 1996a (1993), 55). Rapport beschreibt eine intensive Beziehung in der Kommunikation,
das Erleben einer Verbindung, eines Gleichklangs, manchmal auch
Resonanz genannt. Das Ziel der
Kommunikations-Techniken von NLP ist die Herstellung von Rapport in Kommunikation.
Rapport basiert auf der inneren Einstellung von Respekt für den
anderen. Im Alltag kann man oft beobachten, daß Menschen, die
sich in dieser Haltung begegnen, ganz automatisch die "Techniken"
des
Spiegelns (pacing) anwenden, die NLP zur Herstellung von Rapport empfiehlt.
Spiegeln (pacing) bedeutet, dem anderen ähnlich zu werden, sich
ihm anzugleichen, seine Welt zu betreten. Je tiefer der Rapport
zwischen zwei Menschen, desto mehr gleichen sich ihre Körper und
Stimmen "wie von selbst" einander an: sie "schwingen auf der gleichen
Welle", sie sind in Kontakt, in Resonanz.
Im NLP wird die Fähigkeit, mit anderen in Rapport zu treten,
systematisch geschult. Dabei übt man u.a. die konzentrierte Wahrnehmung
nach außen (
Up-time), die
genaue Wahrnehmung minimaler
Zugangs-Hinweise und das
Kalibrieren der
Physiologie anderer Personen. Die Standard-Technik ist das
Spiegeln. Eine subtile und wirkungsvolle Art, den Grad von Rapport in
Kommunikation zu testen, ist den Körper oder die Stimme zu verändern,
und zu beobachten, ob und in welchem Ausmaß die andere Person
diese Veränderung mitmacht (
Führen als Rapport-Check).
Darüberhinaus wird die Fähigkeit zu Rapport im NLP durch ein Verständnis von Ideen gefördert, die manchen NLP-Techniken zugrundeliegen.
Beispiele sind:
(1) der
Belief-Gedanke: allen Meinungen einen Glaubens- und keinen Wahrheits-Charakter
zuzuschreiben. Dies kann die Fähigkeit fördern, "unverständliche"
Beliefs anderer Menschen mehr zu respektieren.
(2) der
Reframing-Gedanke, Verhalten und Absicht zu trennen. Dies kann die Fähigkeit fördern,
mit unerwünschtem Verhalten anderer konstruktiver umzugehen.
(3) der Gedanke der
Tiefen-Struktur der Sprache, der dem
Meta-Modell zugrundeliegt. Dies kann die Fähigkeit fördern, fremde Innen-Welten
zu erforschen (und sie weniger kritisch zu bewerten).