
Anker verschmelzen ist eine bekannte NLP-Intervention. Dabei
werden, getrennt voneinander,
(1) zuerst ein negativer Anker (z.B. eine Erinnerung an ein unerwünschtes
Ereignis) gesetzt
(2) dann ein positiver Anker (z.B. eine Ressource, die man sich bei diesem Ereignis gewünscht hat) gesetzt,
(3) beide Anker - getrennt voneinander - in ihrer Wirkung überprüft
(getestet) und
(4) anschließend gleichzeitig aktiviert ("abgefeuert").
© Lucas Derks 1997
Anker verschmelzen erbringt nur dann eine positive Wirkung, wenn
der positive Anker sich auf einen intensiveren inneren Zustand
bezieht als der negative. Die Dauer des Ankers (des Anker-Setzens)
spielt dabei meist keine entscheidende Rolle. Sehr intensive Zustände
können ganz kurz (z.B. durch scheinbar flüchtige Berührungen)
wirkungsvoll geankert werden. In machen Fällen wird die Intensität
des positiven Ankers durch einen
Stapel-Anker sichergestellt oder erhöht.
Beim Verschmelzen der Anker setzt sich jener Anker durch, der
mit dem intensiveren Zustand (den intensiveren Zuständen) verbunden
ist. Der Verschmelzungs-Vorgang kann mit intensiven physiologischen
Reaktionen (z.B. erröten, durchatmen, schwitzen) verbunden sein
und kann unterschiedlich lang dauern (einige Sekunden bis einige
Minuten). Das Ende des Verschmelzungs-Vorgangs kann von einem
geschulten Beobachter meist exakt identifiziert werden (
Versöhnungs-Physiologie). Wenn dieser Prozeß erfolgreich abläuft, dann kann der negative
Anker in seiner weiteren Wirksamkeit entscheidend geschwächt oder
gänzlich
gelöscht sein.
Anleitung zum Verschmelzen zweier kinästhetischer Anker
Übungsanleitung zur Integration zweier dissoziierter Physiologien