Verhalten NLP kennt einen zweifachen Verhaltens-Begriff.
(1) Verhalten ist jede menschliche Lebensäußerung innerer und äußerer Art, "das reicht von Mikroverhalten, wie
Augenbewegungen, Veränderungen der Stimme oder
Atemfrequenz bis zu Makroverhaltensweisen, wie Streiten, Erkranken und Fußballspielen" (Robert Dilts).
(2) Im Modell der
logischen Ebenen bezeichnet Verhalten nur das, was an einer Person von außen beobachtet werden kann, wie z.B. physische Aktionen, Handlungen, das Tun. Typische Verhaltenselemente sind
Körperhaltung, Gesten, die Art des Redens, wie
Spiegeln (pacing) stattfindet, beobachtbare
Strategien, usw.
Verhaltensflexibilität Die Fähigkeit, sein Verhalten so zu verändern, um gewünschte Ziele zu erreichen. Alle
Änderungs-Techniken von NLP dienen auch dem Ziel, auf Reize von außen frei, selbstbewußt und zielgerecht zu reagieren. Verhaltens-Flexibilität ist ein Kern-Element von NLP. John Grinder schlägt vor, jeden Abend vor dem Einschlafen den Tag Revue passieren zu lassen und sich vorzustellen, man hätte auf wichtige Reize von außen auf drei andere Weisen reagiert.
Verhaltenshinweise
Zugangs-Hinweise
Verhandlungs-Reframing Eine Sonderform des
Reframings, bei dem zwei innere
"Teile" miteinander in Konflikt liegen ("Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust"). Meist treten diese beiden "Teile" gleichzeitig auf und stören sich gegenseitig: "Immer, wenn ich im Internet surfe, denke ich mir, ich sollte wieder etwas arbeiten", Und: "Immer, wenn ich arbeite, möchte ich lieber im Internet surfen". Die Lösung für einen solchen Konflikt basiert in NLP auf den generellen Prinzipien des Reframings: (1) beide "Teile" sollen sich kennenlernen, (2) gegenseitig ihre
gute Absicht erzählen, (3) sich gegenseitig würdigen und (4) beratschlagen, in welcher Weise eine Zusammenarbeit - unter Beachtung ihrer Absichten - auf einer höheren Ebene möglich wäre.
Das typische Verhandlungs-Reframing basiert auf folgenden Schritten:
(1) Das Problem nennen, die beiden "Teile" identifizieren und voneinander trennen (z.B. in Form von
Booden-Ankern).
(2) Jeden "Teil" getrennt nach seiner positiven Absicht befragen.
(3) Diese positive Absicht würdigen.
(4) Jedem "Teil" von der positiven Absicht des anderen "Teil" zu erzählen, ihn veranlassen, sie zu würdigen und dies dem anderen "Teil" zur Kenntnis bringen.
(5) Eine Lösung im "Dialog" mit den "Teilen" erarbeiten, wo sich beide "Teile" gegenseitig tolerieren oder zur Zusammenarbeit bereit sind. Bei dieser "Verhandlung" können auch die genauen Bedingungen der Abmachung festgelegt werden.
(6)
Öko-Check mit allen anderen "Teilen" im
Unbewußten.
(7) Die Besiegelung des Vertrages in Form eines Rituals: vom Händedruck bis zu Verschmelzung beider "Teile" im Körper,
(8)
Future pace.
In gewissem Sinne wohnen immer mindestens zwei Seelen in unser Brust. Jede Person, die sich für NLP interessiert, und NLP-Seminare besucht, kennt zwei "Teile" in sich:
(1) einen "Teil", der eine Sehnsucht nach Veränderungen hat, und der Lust hat, mit dem Bewußtsein zu spielen, neue Erfahrungen zu machen und
Ziele zu setzen, und
(2) einen anderen "Teil", der die
Hindernisse zu den Zielen verkörpert, - auf einer allgemeinen Ebene: jener "Teil", der für die Organisation des Bewußtseins, so wie es eben ist, verantwortlich ist, der das Alte bewahren will und keine Veränderung anstrebt.
Auf der Ebene der
Identität kann dieser Zwiespalt als das "alte" und das "neue Ich" bezeichnet werden.
Übung: das alte und das neue Ich.
Verketten mehrerer Anker Prozeß, bei dem ein
Ketten-Anker gesetzt wird.
Versöhnungs-Physiologie Eine
Physiologie, die dann beobachtet werden kann, wenn einer Person bewußt wird, daß ein Problem-Verhalten nicht nur negativ zu bewerten ist, in bestimmten
Kontexten sinnvoll und unverzichtbar ist, d.h. also positiv zu bewerten ist: die Person ist mit sich, mit ihrem Verhalten "versöhnt".
Versteckte Befehle, versteckte Fragen
Eingebettete Befehle
Eingebettete Fragen
Verzerrung Der Prozeß bei dem bestimmte Teile der Welt von der Repräsentation der Welt ausgeblendet werden. Wir erleben z.B. bestimmte Menschen als aggressiv, ohne bewußt zu sein, daß diese Menschen vielleicht liebevolle Eltern sind. Verzerrung ist eine der Verletzungen des
Meta-Modells der Sprache. Verzerrungen bezeichnen den Prozeß, bei dem bestimmte Teile der Tiefen-Struktur der Sprache entfernt werden, so daß sie an der Oberflächen-Struktur nicht mehr aufscheinen. Negative
Selbst-Bilder sind oft durch Verzerrungen gekennzeichnet. Wenn eine Person von sich selbst z.B. sagt: "Ich bin ein schlechter Surfer", dann "vergißt" sie oft die Umstände, bei denen diese Aussage eine gewisse Berechtigung hat bzw. all jene vielen Umstände und Erfahrungen, bei denen diese Person sehr wohl in der Lage ist, das Gegenteil zu leben.
Verzerrungen werden in NLP meist als sprachliche Äußerungen von
Beliefs aufgefaßt und in vier Gruppen unterteilt:
(1) Komplexe Äquivalenzen (Komplexe Äquivalenz liegt vor, zwei verschiedene Aussagen in einer solchen Weise miteinander verbunden sind, das man sie für gleichbedeutend hält): "Wenn Du nicht aufhörst, mit dem Computer zu spielen, dann hast Du mich nicht gern." Komplexe Äquivalenzen werden im Meta-Modell geklärt, indem die Gleichsetzung direkt befragt wird.
(2) Ursache-Wirkungs-Konstrukte: "Ich würde jetzt gern aufhören zu lesen, aber ich bin zu träge,", "Diese Sätze machen mich fertig". Mehr an Tiefen-Struktur können Fragen bewirken, wie: "Was müßte passieren, damit dies nicht stimmt", "Wie verursacht denn das eine das andere?", "Wie machen Sie das, das das bei Ihnen so ist?" ,
(3)
Vorannahmen, oft in Form von "weil", "wenn, "falls": "Wenn Du klug wirst, wirst Du das alles verstehen" (die Vorannahme ist. "Du bist nicht klug"). Hier kann man die Vorannahmen direkt hinterfragen: "Wie kommst Du darauf?", "Was führt Dich dazu anzunehmen, daß ", - und
(4) Gedankenlesen: "Der Autor sollte doch wissen, daß ich das nicht mag". Fragen sind: "Woher kann ich das wissen?", "Wie wissen Sie das?".
Inke Jochims definiert Verzerrungen als innere Landkarten, bei denen die Relationen oder die Beziehungen zweichen den Elementen anders abgebildet sind, als dies dem Gebiet entspricht. Verzerrungen sind Landkarten mit falschen Maßstäben. Hier gibt es zwei Arten von Verzerrungen. (1) Dispositionsprädikate, das sind Aussagen, die auf Möglichkeiten in der Zukunft hinweisen: "Computer-Sucht ist heilbar", und (2)
Nominalisierungen, ansonsten den
Tilgungen zugeordnet.
Vierte Wahrnehmungs-Position Eine Erweiterung des traditionellen Modells der drei
Wahrnehmungs-Positionen durch eine vierte Position. Zwei Möglichkeiten sind:
(1) im Sinne des
Meta-Spiegels: eine Meta-Position zu den drei Wahrnehmungs-Positionen, von der aus die Interaktionen zwischen erster und dritter Position analysiert werden.
(2) im Sinne einer Wir-Position als Position zwischen der ersten und der zweiten Position, wo das Geneinsame des Systems (auch gefühlsmäßig) wahrgenommen werden kann.
Viszerale Körperempfindungen Die viszeralen Körperempfindungen (als ein Teilbereich der
Kinästhetik) entsprechen im NLP am ehesten dem, was in anderen Therapieformen oder umgangssprachlich "Gefühle" genannt wird. Es handelt sich um das Feedback, das die Nerven dem Gehirn über den Zustand der inneren Organe übermittelt (viscera sind im Lateinischen die Eingeweide). Die Medizin beschreibt "Gefühle" (im NLP Kinästhetik genannt) als komplexe Mischung aus
propriozeptiven, viszeralen,
haptisch/taktilen Körper-Empfindungen, sowie aus Temperatur- und Schmerz-Empfingungen aus dem Körper-Inneren und der -Körper-Oberfläche.
Vollständige Sätze
Wohlgeformte Sätze
Vorannahmen, Präsuppositionen (1) in der Bedeutung von Grundannahmen.
Grundannahmen des NLP
(2) in der Bedeutung von Vorannahmen, die nicht bekannt sind bzw. nicht explizit gemacht sind. Unbekannte Vorannahmen sind insbesondere für hinderliche
Beliefs relevant. Präsuppositionen bilden ein System von Glaubenssätzen, die einen schädlichen Glaubenssatz stillschweigend fundieren. Vorannahmen können Vermutungen, Ideen, Schlüsse, ... sein, die eine Person für wahr hält und daher nicht mehr mit ihren Sinnen überprüft. Die meisten Vorannahmen, nach denen wir leben, sind uns nicht bewußt.
In NLP werden Vorannahmen aus sprachlichen Äußerungen erschlossen. Sprachliche Äußerungen auf der
Oberflächen-Struktur der Sprache, die Präsuppositionen "erzeugen", werden Präsuppositions-Auslöser genannt. Diese Sprach-Muster können bewußt eingesetzt werden. Im Satz "Gab es nicht irgendeine Zeit in Ihrem Leben, wo Sie sehr glücklich waren?" ist die Vorannahme enthalten, daß es eine solche Zeit gegeben hat.