VAKO oder VAKOG Kurzformel für die wichtigsten Repräsentations-Systeme: Visuell (sehen), Auditiv (hören), Kinästhetisch (fühlen), Olfaktorisch (riechen) und Gustatorisch (schmecken). Notation des NLP.

Verallgemeinerung Prozeß der Überführung der Tiefen-Struktur in die Oberflächen-Struktur der Sprache, bei dem Elemente eines spezifischen Kontextes zu Elementen eines umfassenderen Kontextes werden. Eine bestimmte Erfahrung repräsentiert dabei alle Erfahrungen einer ganzen Kategorie. Die innere Landkarte wird damit vage und unbestimmt. Wer z.B. Erfahrungen mit Personen einer bestimmten Berufsgruppe auf alle Personen dieser Gruppe überträgt, verallgemeinert und konstruiert ein ungenaues Modell. Verallgemeinerungen drücken sich meist durch Universalquantoren (auch Umfassungswörter genannt) aus. Das sind Wörter wie: alle, keine, jeder, sämtliche, nirgends, niemals, nichts: "Internet-Surfer sind nervöse Menschen". In manchem Fällen sind Universalquatoren im Satz nur implizit enthalten: "Surfen ist ungesund", "Computer sind Zeitverschwendung" ( Zeit).

Verallgemeinerungen sind besondere Sprach-Muster. Sie werden in NLP im Meta-Modell hinterfragt und im Milton-Modell bewußt angewandt. Das Meta-Modell empfiehlt als Reaktion auf Verallgemeinerungen:
(1) direktes Nachfragen (mit fragendem Ton wiederholen: "Alle?". "Immer?"),
(2) übertreiben ("Glauben Sie wirklich, daß jeder einzelne Surfer...?"),
(3) Gegenbeispiele befragen ("Kennen Sie einen Surfer, bei dem das nicht zutrifft?") oder
(4) die zugrundeliegende Referenz-Erfahrung direkt zu befragen ("Wann haben Sie das beobachten können?").

Verallgemeinerungen werden in NLP meist in drei Gruppen unterteilt: (1) Universelle Quantifizierungen, erkennbar an Universalquantoren, (2) Modaloperatoren der Möglichkeit und (3) der Notwendigkeit. Modaloperatoren oder Modalverben sind Worte wie: wollen, sollen, müssen, dürfen, können und mögen. Modaloperatoren definieren Grenzen in inneren Landkarten. Sie sind ein Hinweis auf einschränkende Beliefs: "Ich kann nicht aufhören, im Lexikon zu lesen". Im Meta-Modell werden Modaloperatoren folgenermaßen hinterfragt: "Was würde passieren, wenn Sie es täten?", "Wer oder was hält Sie davon ab?", "Was würde passieren, wenn Sie es nicht täten?".

Inke Jochims rechnet die Modaloperatoren zu den Tilgungen. Verallgemeinerungen werden hier in 10 Kategorien unterteilt:
(1) Universalquantoren,
(2) fehlender Bezugsindex: "Surfer sind so",
(3) unspezifische Verben: "Machen Sie es sich beim Lesen gemütlich",
(4) Semantische Fehlgeformtheiten, gekennzeichnet durch "aber": "Ich würde gern aufhören zu lesen, aber es geht jetzt nicht",
(5) Symmetrische und asymmetrische Prädikate (Prädikate, bei denen das Gegenstück wahr bzw. falsch ist. Im Satz "Ich sehe auf den Bildschirm" ist die Beziehung zwischen mir und dem Bildschirm asymetrisch. Das Gegenstück "Der Bildschirm sieht auf mich" ist falsch. Im Satz "Der Autor spricht innerlich mit den Lesern" ist symmetrisch, weil der Satz "Die Leser sprechen innerlich mit dem Autor" auch richtig ist.) Symmetrische Prädikate, bei denen die Symmetrie der Beziehung geleugnet wird, verletzten das Meta-Modell.
(6) verlorener Performativ (Sprache spricht immer auch Handeln an. Beim verlorenen Performativ geht der Akteur verloren): "Es ist falsch, zulange auf den Bildschirm zu starren",
(7) semantische Fehlgeformtheit, das sind Landkarten mit falschen Struktur-Aussagen: "Wenn Sie den Knopf links oben drücken, erscheint am Bildschirm ein blauer Stern".
(8) Komplexe Äquivalente und
(9) Ursache-Wirkungs-Konstrukte, als die beiden Hauptformen, in denen Beliefs sich sprachlich äußern, und
(10) Gedankenlesen.
In dieser Terminologie haben Verallgemeinerungen auch mit Beliefs zu tun, bzw. Beliefs sind als spezifische Verallgemeinerungen definiert (andere Autoren ordnen die sprachlichen Äußerungen von Beliefs den Verzerrungen zu).

Verbindung Zugehörigkeit

Verdecktes Arbeiten Der Einsatz von NLP ausschließlich auf der Prozeß-Ebene, ohne daß die Probleme, um die es geht, inhaltlich angesprochen werden. Prozeß und Inhalt.

Vergangenheit Für NLP gibt es keine "objektive" Vergangenheit. Zeit ist etwas Konstruiertes (und wird im Konzept der inneren Zeit-Linie studiert und - wenn nötig - verändert). Jede persönliche Erfahrung kommt durch Wahrnehmungs-Filter zustande. Jede Erinnerung ist eine gefilterte Erinnerung, wo das Bewußtsein bestimmte Apekte auswählt und andere unterdrückt. Als Konstruktivist könnte man sagen: "Unsere Erinnerungen stammen nicht aus der Vergangenheit, sondern wir konstruieren uns unsere Vergangenheit durch unsere Erinnerungen." Vergangenheit wird in der Gegenwart konstruiert. Die Konstruktion der Vergangenheit kann in der Gegenwart verändert werden. Die persönliche Geschichte eines Menschen, besser: das persönliche Modell von der eigenen Geschichte, gilt für NLP als nichts Gegebenes. Die Veränderung der persönlichen Geschichte kann vor allem an den Techniken des History change, des Positiven History Change und der Neuprägung studiert werden. Werte in der Vergangenheit finden