Strategie Der Ausdruck Strategie wird in NLP in einer zweifachen Bedeutung verwendet, - ich bezeichne sie als (1) Mikro- und als (2) Makro-Strategien.
(1) Mikro-Strategien sind schnell ablaufene Sequenzen sinnesspezifischer Aktivitäten, die in einem geordneten Muster auftreten. Strategien dieser Art beziehen sich auf "Routine-Tätigkeiten" des Geistes. Wenn Menschen z.B. Entscheidungen treffen, dann aktivieren sie (unbewußt) ihre Entscheidungs-Strategie, eine Sequenz, eine Abfolge bestimmter innerer Prozesse. Eine Person hat z.B. folgende Entscheidungs-Strategie: Eine Person stellt sich visuell die Alternativen vor (visuell konstruiert), frägt sich dann, was ihr besser gefällt (innerer Dialog) und entwickelt ein Gefühl zu der gewählten Variante (kinästhetische Repräsentation). Ein solche Sequenz kann sehr schnell ablaufen, vielleicht in drei Sekunden. (Konkrete Strategien werden in der
Notation des NLP dargestellt).
Wir haben viele solche Strategien, z.B. um uns zu erinnern, zu motivieren, um ein Buch zu lesen, zu lernen oder kreativ zu sein. Viele Strategien sind gut und wirksam, manche Strategien sind schlecht und unwirksam. NLP hat Instrumentarien entwickelt, um Strategien zu erkunden und zu verändern (siehe unten).
(2) Der Ausdruck Strategie wird in NLP oft auch in einem allgemeineren Sinn verwendet. Hier sind Strategien komplexe Verhaltensmuster oder Handlungs-Sequenzen (die, wenn überhaupt, als Bündel von Mikro-Strategien aufgefaßt werden können). Man spricht z.B. von der
Walt-Disney-Kreativitäts-Strategie, der
Bateson-Lernstrategie oder der Strategie für Trauer
(Übungs-Anleitung dazu)
Strategie erkunden, Strategien evozieren, Strategien auspacken NLP kennt verschiedene Methoden um herauszufinden, welche Mikro-Strategie eine Person für eine bestimmte Tätigkeit anwendet. Beispiele sind:
(1) auf die Sprache und ihre
Prädikate achten. Eine Person, die z.B. eine Entscheidung so begründet:" Ich habe mir Ihren Bericht angesehen und mich dabei gefragt, was darin Neues enthalten ist. Ich habe das Gefühl, daß Sie hier gute Arbeit geleistet haben" enthüllt (vermutlich) folgende Entscheidungs-Strategie: Visuell erinnert - Innerer Dialog - Gefühl.
(2) auf die
Augen-Bewegungen achten. Es ist wahrscheinlich, daß der eben erwähnte Satz von den Augen-Bewegungen begleitet wird, wie sie im NLP-Augenbewegungs-Modell zu finden sind.
(3) auf andere
Zugangs-Hinweise achten, wie auf Gesten, Veränderungen des Atems und der Körperhaltung.
(4) gezielt nachfragen. Eine Strategie kann auch dadurch erkunden werden, daß eine Person angeleitet wird, diesen Prozeß (z.B. bei einer Entscheidung) langsam (zeitverzögert) zu wiederholen und zu beschreiben. (In der Regel wird durch die Wiederholung und das langsame Erleben dieser schnell ablaufenden Vorgänge die Strategie nicht verändert. Personen, die auf
genaues Wahrnehmen trainiert sind, können meist jedesmal dieselbe Strategie erkennen).
Strategie installieren Eine Strategie zu installieren, bedeutet, einer Person eine Strategie (die sie noch nicht in ihrem Repertoire hatte) so verfügbar zu machen, daß diese Strategie in Zukunft "automatisch" ablaufen kann. Möglichkeiten dazu sind
(1) der Einsatz eines
Ketten-Ankers (bei der die einzelnen Glieder der "Kette" einzelnen Schritten in der neuen Strategie entsprechen) oder
(2) das bewußte Einüben in die Strategie-Sequenz. Hier wird z.B. eine Person angehalten, ihren Körper in Einklang mit den
Zugangs-Hinweisen der neuen Strategie zu verändern (z.B. mit den
Augen genau die "richtigen" Bewegungen zu machen).
Strategie-Swish Eine
Strategie ist eine Abfolge von Repräsentationen. Jeder Übergang von einer Repräsentation zu einer anderen (z.B. von einer visuellen zu einer kinästhetischen Repräsentation) kann als "natürlicher Swish" aufgefaßt werden, weil die Aufmerksamkeit blitzschnell (wie bei den Techniken des
Swish) von einer Repräsentation zu einer anderen wechselt. Für einen Stratgeie-Swish muß man ein "kritisches" Strategie-Element in der Strategie, die zu einem unerwünschten Verhalten führt, kennen. (Ein "kritisches" Element tritt notwendigerweise und immer in der unerwünschten Strategie auf). Ist ein solches Element bekannt, so kann man von diesem Element aus den Klienten aus der betreffenden Strategie "heraus-swishen", indem man es so behandelt, wie das Auslöser-Bild bei den Swish-Varianten
Standard-Swish oder
Swish-Design - und von ihm aus eine Verknüpfung von
Untereigenschaften zu einem positiven Selbst-Bild installiert.
Stuck State Bedeutet wörtlich übersetzt: festgefahrener oder festgezurrter Zustand. Ein
Problem-Zustand, in dem eine Person feststeckt, der für sie ein "Problem" darstellt. Probleme sind oft durch bestimmte Auslöser, bestimmte
Anker gekennzeichnet. Immer wenn dieser Anker aktiviert wird (z.B.: jemand spricht laut mit mir) tritt eine bestimmter unerwünschter Zustand ein(z.B. fühle ich mich klein). Ein stuck state weist eine spezifische
Physiologie auf (
Problem-Physiologie) Er ist meist auch körperlich von einem Gefühl von Starre begleitet: ich fühle mich starr und wenig flexibel. Die
Änderungs-Techniken des NLP zielen darauf ab, stuck states positiv zu verändern.
Submodalitäten Die
Repräsentations-Systeme sind die Modalitäten, ihre
Prozeß-Elemente die Submodalitäten. Das deutsche Wort dafür sind
Untereigenschaften.
Liste von Untereigenschaften.