Sorting Styles, Sortier-Programme Gemeint sind die
Wahrnehmungs-Filter. Eine Klassifikation dazu findet sich in den
Meta-Programmen (Die Ausdrücke Sorting Styles und Meta-Programme werden oft gleichbedeutend verwendet).
Soziale Identität Die Gesamtheit der
Repräsentationen und
Beliefs einer Person über ihre Stellung in sozialen Systemen: die Konstruktion von Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit, von Rollen, Gruppen, Geschlecht usw. Soziale Identitäten können im NLP durch Anwendung der
Meta-Programme auf soziale Gegebenheiten erkundet werden: ob jemand z.B.
matching oder
mismatching mit bestimmten Gruppen praktiziert, sich mit anderen vergleicht, sich
polarisierend wahrnimmt, usw. Im
Sozialen Panorama-Modell wird die soziale Identität vor allem durch den Abstand und die Größe des Selbst-Bildes im Vergleich zu anderen Personen, Gruppen und Systemen im sozialen Panorama erkundet. Auf diese Weise kann direkt in Erfahrung gebracht werden, welcher Gruppe sich eine Person zugehörig fühlt und wo sie sich als nicht zugehörig sieht (In-Group und Out-Group-Konstruktionen). Als zentrale kritische Variable für die Autoritäts-Konstruktion von Menschen gilt dabei die horizontale Ebene in Augenhöhe. Personen, die oberhalb dieser Ebene repräsentiert werden, werden als Autorität erlebt (unterhalb das Gegenteil). Im Extremfall werden andere Personen als überragend groß konstruiert: das Gefühl für das eigene Selbst (und seine Wichtigkeit) schwindet und Menschen reagieren "schüchtern", "überwältigt", "unterwürfig", usw. (Vermutlich identifiziert sich das Gehirn mit dem größten Bild einer Person, die es repräsentiert).
Die soziale Identität kann wie alle anderen
Beliefs mit den Belief-Änderungs-Techniken des NLP gezielt verändert werden. Im Sozialen Panorama-Modell (siehe unten) wird vorgeschlagen, den Ort, die Größe und andere
Untereigenschaften von Personen, Gruppen und Systemen im Sozialen Panorama zu verändern.
Soziales Panorama-Modell Eine Weiterentwicklung durch Lucas C. Derks (Niederlande). Das Soziale Panorama-Modell (SPM) beschreibt die soziale Repräsentation von Menschen, wie wir uns die soziale Welt, alle sozialen Systeme innerlich vorstellen. Das SPM ist ein Werkzeug, um die sozialen Modelle von Menschen zu erkunden und zu verändern. Das Soziale-Panorama-Modell geht von der Hypothese aus, daß sich die meisten Menschen ihre Beziehungen zu anderen Menschen in Form einer inneren Landschaft vorstellen. Diese Landschaft wird "soziales Panorama" genannt. Das Selbst (das Selbst-Bild) steht dabei in der Mitte, umgeben von allen anderen Personen und Gruppen, die im Leben eine Rolle spielen.
Bild dazu.
Eine NLP-erfahrene Person kann das Soziale Panorama-Modell einer anderen Person auf einfache Weise so erkunden:
(1) Bitten Sie die Person, die Augen zu schließen.
(2) Fordern Sie die Person auf, an "alle Menschen auf der Welt" zu denken.
(3) Fordern Sie die Person anschließend auf, an eine einzelne Person oder an eine bestimmte Gruppe zu denken (z.B.: Familie, Arbeitskollegen, alle Männer oder alle Frauen).
(4) Fragen Sie die Person, wo sie sich innerlich diese Person oder diese Gruppe vorstellt: vorne, hinten, links, rechts, oben, unten?
(5) Erkunden Sie den genauen Ort (Richtung, Entfernung) dieser Vorstellung.
(6) Erfragen Sie anschließend weitere
Untereigenschaften, wie Helligkeit, Farben, Körpergröße oder Gefühle.
Das Soziale Panorama-Modell basiert auf zwei Grund-Ideen:
(1) "Ort = Beziehung". Die räumliche Positionierung anderer Menschen im sozialen Panorama entscheidet über die Art der Beziehung, die wir mit ihnen konstruieren.
(2) Das soziale Panorama ist die primäre oder Basis-Repräsentation sozialer Beziehungen. Sie ist die Vorlage, das Layout für unser soziales Handeln. Es gibt keine tiefere Struktur dahinter.
Nach dem SPM sind die Richtung und Distanz (in der wir uns andere Menschen vorstellen) die wichtigsten sozialen Untereigenschaften. Wir repräsentieren vermutlich unsere sozialen Beziehungen ganz fundamental in einer räumlichen Ordnung: wir sehen, hören und fühlen Personen innerlich in und aus einer bestimmten Richtung und in und aus einer bestimmten Distanz. Die vertikale Positionierung (die Körpergröße anderer Personen verglichen mit dem Selbst) ist meist direkt mit Status und Selbstwert-Gefühlen verbunden. Wer sich andere Personen in seinem Sozialen Panorama-Modell größer als sich selbst vorstellt, fühlt sich meist diesen Personen unterlegen, weniger wertvoll und ordnet sich selbst einen geringeren Status zu.
Die räumlichen Repräsentationen sozialer Beziehungen dürften für die Konstruktion der Wirklichkeit ähnlich bedeutsam sein, wie die Repräsentation der Zeit in Form der inneren
Zeit-Linie. Dies könnte auch den Erfolg von Techniken und Therapien erklären, die direkt mit der lokalen Repräsentation von Personen arbeiten, wie im Sculpturing, beim Familienbrett, im Psychodrama, bei der Familienrekonstruktion oder bei Familienaufstellungen. Das Soziale Panorama-Modell könnte damit auch für die Verbindung und wechselseitige Integration von NLP und systemischen Ansätzen bedeutsam sein.
Spiegeln, pacing, pacen, mitgehen, angleichen Spiegeln ist die NLP- Methode, um raschen
Rapport mit einer Person zu bekommen. Beim Spiegeln paßt sich ein Kommunikator (eine Kommunikatorin) an Teile des beobachten Verhaltens einer Person an. Spiegeln kann sprachlich oder nichtsprachlich geschehen. Nonverbales Spiegeln bedeutet, die
Physiologie des anderen nachzumachen, z.B. die Körperhaltung, Bewegungen der Hände, den Gesichtausdruck oder den Rhythmus des Lidschlages. Sehr wirkungsvoll ist es, im gleichem Rhythmus zu
atmen: beide Körper "schwingen auf einer Wellenlänge" und ein tiefer Rapport kann entstehen. Nonverbales Spiegeln (das tatsächlich oder auch nur in Gedanken geschieht) ist eine gute Anleitung, die Innen-Welt anderer Menschen zu erfahren, um z.B. die zweite
Wahrnehmungs-Position zu aktivieren.
Verbales Spiegeln bedeutet, die verbale konstruierte Welt des anderen zu betreten und dort zu verweilen. Ein NLP-geschulter Kommunikator ist fähig, die sprachlichen
Prädikate das anderen zu erkennen und seine Sprache dem
bevorzugten Repräsentations-System des Gegenüber anzupassen. Spiegeln in der Sprache bedeutet auch
(1) eine Anpassung der
Untereigenschaften der Sprache, wie der Tonhöhe, der Lautstärke, des Sprech-Tempos und und der Klangfarbe,
(2) sprachlich das zu würdigen, was ein anderer sagt (d.h. z.B. das Wort "aber" durch das Wort "und" zu ersetzen),
(3) die Verwendung gleicher Phrasen, z. B. im
Back-track,
(4) die Übernahme ganzer Sprach-Sequenzen, die z.B. die Motivations- oder Entscheidungs-
Strategie ausdrücken.
Spiegeln ist ein natürlicher Prozeß, der im Alltag oft beobachtet werden kann. Wir spiegeln die ganze Zeit und je sympathischer oder interessanter uns andere sind, desto mehr spiegeln wir sie. Spiegeln ist die Begleit-Erscheinung von Rapport. Es eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, ein Gespräch aktiv zu steuern, d.h. vom Spiegeln zum
Führen überzugehen. Das NLP-Prinzip von Spiegeln und und Führen (pacing und leading) ist die Grundlage jeder Art von
Änderungs-Technik: zuerst ist es notwendig, den anderen zu spiegeln, seine Welt zu betreten, mit ihm in Rapport zu kommen, erst dann kann der andere in eine bestimmte Richtung, z.B. in einen anderen
inneren Zustand, geführt werden. Führen bedeutet auch, das eigene Verhalten so zu verändern, daß die andere Person folgt, z.B. langsamer zu atmen und zu beobachten, ob die andere Person auch beginnt, langsamer zu atmen. Diese Sequenz gilt in NLP als Indiz für tiefen Rapport und wird von NLP-erfahrenen Personen eingesetzt, um die Tiefe des Rapports auf sinnlich wahrnehmbare Art zu testen.
Standard-Swish Die Haupt-Variante der
Swish-Techniken. Beim Standard-Swish wird ein visuelles Problem-Bild schnell durch ein visuelles Ziel-Bild ersetzt. Das Problem-Bild zeigt das, was der Klient /die Klientin K sieht, wie er /sie mit dem unerwünschte Verhalten beginnt, z.B. anfängt, Nägel zu beißen oder nach einer Zigarette zu greifen. Das Ziel-Bild ist ein Bild von K, wo er / sie frei von dem Zwang ist. Das Bild soll einen Zustand zeigen, wo die gewünschte Verhaltens-Änderung bereits geschehen ist.
Der Klient sieht zunächst das Problem-Bild (Bild Nr.1) in normaler Größe und Helligkeit. K soll genau das sehen, was es zu sehen gibt, wenn er / sie auf "Autopilot" schaltet, d.h. wenn der Zwangs-Automatismus zu laufen beginnt. In die untere linke oder rechte Ecke dieses Bildes wird dann das positive Selbst-Bild verkleinert und verdunkelt eingesetzt. (Richard Bandler hat in Bezug auf die Ecken im Laufe der Jahre unterschiedliche Vorlieben bei seinen Demonstrationen entwickelt). Der eigentliche Swish ist eine blitzschnelle Veränderung der beiden Bilder, gleichzeitig und in gleichem Tempo: das Bild Nr.1 wird kleiner und dunkler, das Bild Nr. 2 größer und heller. Durch die simultane Veränderung zweier
Untereigenschaften wird die innere Aufmerksamkeit vom Bild Nr.1 abgezogen und im gleichen Tempo auf das Bild Nr.2 hingelenkt. Die ursprüngliche Reaktion (der Autopilot, die Zwangs-Automatik) verliert an Intensität, während die positive Reaktion auf das Selbstbild zunimmt. Der Zwang zu der unerwünschten Handlung soll durch einen "Sog" zum positiven Selbst-Bild ersetzt werden. Nach Richard Bandler bekommt das Gehirn dabei die Meta-Botschaft: "Hier nicht, da entlang!"
Die Verbindung zwischen den beiden Bildern entsteht durch die zwei gleichzeitig ablaufenden Untereigenschafts-Veränderungen. Die Nutzung der beiden visuellen Untereigenschaften Größe und Helligkeit des Bildes beim Standard-Swish ist nach Connirea und Steve Andreas ungefähr bei 70% der Klienten erfolgreich (in "Gewußt Wie"). (Für die restlichen Fälle wird eine andere
Swish-Technik empfohlen).
Anleitung zu einem Standard-Swish.
Stapel-Anker Mehrere Ereignisse, mehrere
innere Zustände werden mit dem selben Anker versehen, werden auf gleiche Art geankert. Auf ein und denselben Anker werden also verschiedene Erfahrungen, Erinnerungen, Zustände, ... "übereinandergestapelt". Eine Person kann z.B. im Alltag, immer wenn sie etwas mit "Freude" erfährt (ein schönes Ereignis, ein Lob, eine freudige Überraschung, ein positiver Gedanke, ... ) eine bestimmte Handbewegung machen. Viele Erfahrungen von "Freude" sind dann mit dieser Handbewegung gekoppelt (
Glücks-Anker). Stapel-Anker aktivieren verdichtete Information aus einer Vielzahl von Erlebnissen und
Referenz-Erfahrungen. Stapel-Anker können sehr wirkungsvolle Instrumente sein, um einen schnellen Zugang zu
Ressourcen, auch in belastenden Situationen, zu erlangen.
State of excellence Ein Top-Zustand
Moment of excellence
Stimme Die
Untereigenschaften der Stimme sind eines der
Zugangs-Hinweise, mit denen auf
innere Prozesse rückgeschlossen werden kann. Visuelle Menschen reden oft sehr schnell, meist in einer hohen Tonlage, manchmal auch nasal oder mehr gepreßt. Langsames Sprechen mit Pausen deutet auf kinästhetische Prozesse hin. Stimme in Mittellage, mit gleichmäßigem, rhythmischen Tempo und einer klaren Aussprache können auditive
Repräsentationen begleiten.