Regeln Regeln sind Anleitungen, Vorschriften. Präskriptive Regeln sind Regeln über Verhaltensweisen, was sozial richtig ist. Deskriptive Regeln beschreiben Zusammenhänge, z.B. Ursache-Wirkungs-Konstruktionen. Es ist sinnvoll und hilfreich,
Beliefs als Regeln zu verstehen.
Re-imprint, Reimprint
Neuprägung
Repräsentations-Systeme Als Repräsentations-Systeme werden in NLP die Wahrnehmungs-Systeme bezeichnet, mit denen wir die Umwelt wahrnehmen. Es sind die fünf Sinne: das Sehen (das visuelle System, visuell), das Hören (auditiv), das Fühlen (kinästhetisch), das Riechen (olfaktorisch) und das Schmecken (gustatorisch), - abgekürzt: VAKOG oder VAKO. Der Tast-Sinn (taktil, haptisch) wird nicht als eigener Sinn behandelt, sondern dem Fühlen, den Körper-Empfindungen, zugeordnet.
Das Modell der Repräsentations-Systeme ist der Kern des NLP. Es basiert auf zwei Annahmen.
(1) Wir nehmen über unsere Sinne an der Umwelt teil. Wahrnehmen bedeutet, daß wir innerlich sinnliche "Bilder" (Seh-, Hör-, Fühl-, usw. "Bilder") konstruieren.
(2) Diese "Bilder" beschreiben die grundlegende Ebene des
Bewußtseins. Sie gilt in NLP als Basis, als Form aller mentalen Operationen. Alle mentalen Operationen können auf Repräsentations-Systeme reduziert werden und alle mentalen Operationen bauen auf Repräsentations-Systemen auf. Die Ebene der Repräsentations-Systeme ist die Basis-Ebene für alles, was wir uns bewußt machen können. "Denken" bedeutet nach NLP, "die Sinne innerlich zu nutzen". NLP geht davon auf, daß jede mentale Operation, der wir uns bewußt werden können, sinnlicher Natur ist und durch sinnliche Elemente gestaltet und zusammengesetzt ist.
"Denken" ist im NLP immer sinnliches Denken.
Das Modell der Repräsentations-Systeme ist damit auch ein Modell der vorsprachlichen Ebene, auf der alle anderen Verarbeitungs-Schritte aufbauen. Alle weiteren Ebenen basieren auf dieser Ebene und sind von ihr abhängig. Die vorsprachliche Ebene ist unendlich reichhaltiger als die sprachliche Ebene (Inke Jochims). Das NLP-Modell der Repräsentations-Systeme ist ein "logisches Modell, das hochkomplexe kognitive und präkognitive Vorgänge so vereinfacht darstellt, daß sie im therapeutischen Alltag nützlich angewandt werden können" (Alexa Mohl). Die Repräsentations-Systeme beschreiben ein mentales Modell des Bewußtsein. Dieses Modell ist ein Erfahrungs-Modell, das jede Person erfährt, die NLP-Techniken auf sich selbst anwendet. Ob und in welcher Weise es als wissenschaftliches
Modell anzusehen ist, ist weitgehend ungeklärt. (Die hat auch damit zu tun, was jemand unter "wissenschaftlichen Modellen" versteht, - nachdem im 20. Jahrhundert das
mechanistische Welt-Bild zerstört worden ist). Von Bedeutung ist auch, daß der Zusammenhang des Modells der Repräsentations-Systeme mit neurologischen Modellen des Gehirns weitgehend unerforscht und ungeklärt ist.
Die Repräsentations-Systeme bilden den Rahmen, dem in NLP jede innere Erfahrung (jede Erfahrung ist eine innere Erfahrung) zugeordnet wird. Wahrnehmen und Imaginieren wird in NLP nicht prinzipiell getrennt. Die Unterschiede liegen nicht auf der
Prozeß-Ebene der Repräsentations-Systeme, sondern in einer inhaltlichen Interpretation dieser Ebene. Etwas "Äußeres" zu sehen, bedeutet das visuelle System "extern" zu nützen, etwas zu imaginieren, es "intern" zu nützen, usw. (Ob eine Person eine visuelle Repräsentation als "intern" oder "extern" interpretiert, das heißt ihre Wirklichkeits-Konstruktion, hängt wiederum von spezifischen sinnlichen Elementen ab. Sie können für eine konkrete Person exakt erkundet werden.
Referenz-System).
Die Repräsentations-Systeme werden in NLP in weitere Prozeß-Elemente unterteilt, die Submodalitäten oder
Untereigenschaften genannt werden. Beispiele für visuelle Untereigenschaften sind die dominanten Farben, die Art des Lichtes, für auditive das Tempo oder den Rhythmus, usw.
Liste von Untereigenschaften. Repräsentations-Systeme und Untereigenschaften gelten im NLP als die allgemeinen Prozeß-Elemente für jedes innerliche Konstrukt.
NLP verfügt damit über eine vereinheitlichte Prozeß-Sprache für das Bewußtsein.
Notation des NLP. Das Modell der Repräsentations-Systeme ist das grundlegende Modell des NLP. In NLP geht es immer um das Bewußtwerden und Bewußtmachen von Repräsentations-Systemen und Untereigenschaften, - bei anderen und bei sich selbst. Die Wahrnehmungs-Techniken des NLP zielen darauf hinaus, die Repräsentations-Systeme bei anderen zu erkennen und so einen schnellen Zugang zur inneren Welt anderer zu bekommen. NLP-geschulte Personen sind geübt, durch
genaues Wahrnehmen der
Physiologie anderer Personen eine Vielzahl von
Zugangs-Hinweisen zu erfassen, die exakte Informationen über die Repräsentations-Systeme und die
inneren Zustände anderer Personen enthalten. Bekannte Beispiele sind die Repräsentations-Systeme der Sprache (siehe unten) und das
Augen-Muster-Modell des NLP. Sie erlauben es beispielsweise, die
Problem-,
Ziel-,
Ressourcen- oder
Versöhnungs-Physiologie anderer Personen exakt zu erkunden.
Alle
Änderungs-Techniken des NLP können auf Veränderungen von Repräsentations-Systemen und Untereigenschaften zurückgeführt werden. In den
Selbst-Steuerungs-Techniken geht es um das Bewußtwerden der Repräsentations-Systeme und der Untereigenschaften eigener Konstruktionen und der Freiheit, sie gezielt zu verändern.
Repräsentations-Systeme der Sprache Viele Worte in unserer Sprache spiegeln sinnliche Elemente wider. Wenn jemand von einer "glänzenden Idee" spricht, dann beschreibt er ein inneres visuelles Bild. "Diese Idee ist für mich stimmig", sagt eine andere Person und drückt damit etwa Auditives aus. NLP basiert auf der Annahme, daß solche Aussagen nicht metaphernhaft gemeint sind, sondern reale innere Prozesse widerspiegeln. Sprache (die Repräsentations-Systeme der Sprache) und inneres Erleben (die Repräsentations-System) korrespondieren miteinander. Die Repräsentations-Systeme der Sprache drücken sich in sinnes-spezifischen Worten aus, die
Prädikate genannt werden. Sie liefern einen Aufschluß darüber, welches Repräsentations-System eine Person eben verwendet.
Beispiele für Sätze in unterschiedlichen Repräsentations-Systemen,
Beispiele für Prädikate.
Ressourcen sind im NLP alles, was der Erreichung gewünschter Ziele dient. Ressourcen können äußerer oder innerer Natur sein. Äußere Ressourcen sind z.B. andere Menschen oder finanzielle Mittel. Innere Ressourchen sind Qualitäten, die jemand als Teil seines Potentials besitzt, z.B.
Verhaltensweisen, Kenntnisse,
Fähigkeiten, Einstellungen,
Beliefs, über andere Menschen oder über die Aufgabe, Selbst-Bilder (
Identität),
Strategien,
Meta-Programme, usw. NLP ist Ressourcen-orientiert. Eine der
Grundannahmen des NLP ist, daß jede Person alle Ressourcen in sich hat, um ein befriedigendes und erfolgreiches Leben zu führen. NLP lenkt damit den Fokus auf das Potential von Menschen: das, was am positiven Entwicklungsmöglichkeiten in jedem Menschen vorhanden ist, aber in bestimmten Situationen und
Kontexten nicht automatisch oder selbstverständlich zur Verfügung steht.
NLP kennt viele Techniken, um nicht ressourcevolle Situationen (
stuck states) in ressourcevollen Situationen zu verwandeln. Der Erleben von nicht-ressoucevollen Zuständen ("Problemen") dient bei NLP (im Unterschied zu anderen psychologischen oder therapeutischen Richtungen) nur zurInformationsgewinnung und erfolgt im Regelfall sehr kurz. In in allen
Änderungs-Techniken geht es darum, sich (oder andere) zuerst wirksam vom Erleben nicht-ressourcevoller Zustände zu
dissoziieren. Das Ziel ist immer, das Bewußtsein vom
Problem-Fokus auf einen
Ressourcen-Fokus zu lenken. In vielen Fällen werden Ressourcen dadurch aktiviert, daß der
Fokus des Bewußtseins auf Erinnerungen gelenkt werden, wo genau die gewünschte Ressource erlebt wurde. Eine Person, die z.B. einem Vorgesetzten gegenüber wenig selbstbewußt auftritt, kann sich selbst (oder geführt durch eine NLP-kundige Person) einüben, in der Begegnung mit ihrem Vorgesetzten Erinnerungen an Ereignisse zu aktivieren, wo sie selbst sehr selbstbewußt gewesen ist (meist in einem ganz anderen Kontext, wie z.B. beim Sport). Weil jede Person
Referenz-Erfahrungen über gewünschte Ressourcen hat (jeder und jede war schon einmal in seinem/ihrem Leben selbstbewußt, überzeugend, energievoll, ruhig, ... usw.), deshalb kann jede Person - so die Überzeugung von NLP - lernen, diese Ressourcen in Situationen einzusetzen, wo sie scheinbar nicht verfügbar sind.
Ressourcen-Fokus, -Physiologie, -Zustand
Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß. In jeder Sekunde können wir unseren Geist auf viele unterschiedliche Phänomene richten. Im Ressourcen-Fokus wird die innere Aufmerksamkeit auf Ressourcen ausgerichtet. Ein starker Ressourcen-Fokus bedingt einen Ressourcen-Zustand, außen erkennbar durch eine Ressourcen-Physiologie.
Ressourcen können überall gefunden werden: in unserer Vergangenheit (
Positiver History change), in der Gegenwart und in der Zukunft. Ressourcen können wir in uns und außerhalb von uns entdecken. Ressourcen können auf jeder
logischen Ebene aktiviert werden. Starke Ressourcen sind mit hohen
Werten, mit einem gutem Selbst-Bild (
personale Identität) und mit dem Zugang zur Ebene der
Zugehörigkeit, aktiviert in der
Quelle und in
core states, verbunden.