Positive Absicht
gute Absicht
Positiver History Change Beim
History Change geht es um das Kennenlernen und Auflösen einer belastenden Situation aus der Vergangenheit. Ausgangspunkt ist meist ein negatives Gefühl, das in seine Ursprünge in der Jugend oder in der Kindheit zurückverfolgt wird. Beim Positiven History Change wird diese Technik mit einem positiven Inhalt eingesetzt. Ausgangspunkt ist eine
Ressource (die z.B. für ein
Ziel benötigt wird),wie das Gefühl von Freiheit. Mit diesem Gefühl geht es in der Erinnerung zurück und man sammelt alle Ereignisse, die zu diesem Gefühl passen.(Es wird also ein bestimmter "roter Faden" im Leben aufgerollt).
Der Positive History Change ist ein Gegenpol zu den Techniken des History Change und der
Neuprägung. History Change und Neuprägung aktivieren die "Hölle der Kindheit", der Positive History Change das "Paradies der Kindheit". Kinder können intensiv genießen, ganz im Hier und Jetzt leben und vollkommen glücklich sein. Ein Positiver History Change ist geeiget, das Bild über die eigene
Vergangenheit positiv zu verändern. Übungs-Anleitung.
Prädikate Prädikate sind sinnespezifische Wörter, die mit einem
Repräsentations-System korrespondieren. Wir verwenden Worte, um unsere Erfahrungen zu beschreiben (
Meta-Modell der Sprache). D.h. die Wahl der Worte wird uns einen Hinweis liefern, welches Repräsentations-System eine Person eben verwendet. "Ich sehe den Punkt, auf den es Dir ankommt" gibt eine andere Information als "Ich verstehe Dein Anliegen".
Liste von Prädikaten. Mehr unter
Repräsentations-Systeme der Sprache. Die gewohnheitsmäßige Verwendung einer Sorte von Prädikaten (z.B. visuelle Prädikate) gibt einen Hinweis auf das
bevorzugte Repräsentations-System einer Person. Um sich einer Person anzugleichen, sie zu
spiegeln, ist es günstig, Prädikate ihres bevorzugten Repräsentations-Systems zu verwenden. Beim Sprechen vor Publikum oder im Unterricht ist es günstig, eine ausgewogene Mischung von Prädikaten zu benutzen.
Pragmagrafisches Swish-Design, Pragmagraphic Swish Design Pattern. (welcher deutsche Ausdruck wäre hier passend?) Eine komplexe Variante einer
Swish-Technik, entwickelt von Robert Dilts und Todd Epstein. Im Unterschied zum
Standard-Swish und zum
Swish-Design ist das Ziel-Bild kein direktes (positives) Selbst-Bild, sondern eine Situation, in der der Klient in der Lage ist, frei und kreativ beliebige andere Verhaltensweisen wählen zu können. Beim Problem-Bild geht es in dieser Variante nicht um das "wahre" Auslöser-Bild (das durch Befragen ermittelt wird), sondern um eine innere Repräsentation, die im ursprüngliche Ablauf der problematischen Strategie eine auslösende Funktion gehabt haben könnte. Anders als beim einfachen Swish-Design, bei dem der Coach versucht, diejenigen inneren Repräsentationen herauszufinden, die direkt als Auslöser angesehen werden können, macht man beim Pragmagraphic Swish Design Pattern einen "Umweg" über die Gefühle. Die automatische zwanghafte Reaktion wird dabei als Abfolge (Strategie) von gefühlsmäßiger (kinästhetischer) Reaktionen gedacht: ein Gefühl K1 "verursacht" ein anderes Gefühl K2 usw. Die
Prozeß-Schritte dieser Technik sind:
(1) Im ersten Schritt versucht man, das Gefühl K1 zu erkunden, das bei dem zwanghaften Verhalten auftritt: jenes Gefühl, das eine Person erlebt, wenn sie dieses Verhalten tun "muß".
(2) Im zweiten Schritt wird eine zeitliche Kette in die Vergangenheit konstruiert: was macht diese Person unmittelbar bevor K1 auftritt und welches Gefühl K2 ist damit verbunden? Danach soll der Klient seine Reaktion erkunden, die unmittelbar vor K2 kommt und das Gefühl K 3, das damit verbunden ist. Die Konstruktion dieser Gefühls-Kette enthüllt meist einen Ablauf, der in Regel außerhalb der bewußten Wahrnehmung stattfindet. (Klienten stoßen manchmal auf Gefühle, die sie bewußt noch niemals mit dem zwanghaften Verhalten in Verbindung gebracht haben).
(3) Im nächsten Schritt wird das Ziel konstruiert: ein Zustand von Wahlmöglichkeiten und Kreativität und die speziellen Gefühle K4, die mit diesem Zustand einhergehen.
(4) Dann werden die kritischen Untereigenschaften der visuellen Repräsentationen zu K3 und K4 erkundet, die beide gemeinsam haben.
(5) Mit Hilfe dieser kritischen Unteriegenschaften und einer gemeinsamen, nicht-kritischen Untereigenschaft erfolgt dann der Swish. Dabei wird das visuelle Bild, das zu K3 paßt durch das visuelle Bild ersetzt, das zu K4 paßt - frei nach dem Bandler'schen Motto "Durchsage an's Gehirn: Nicht da geht es längs (nach K2 und K1), sondern da längs (nach K4)!"
Diese Technik orientiert sich - im Unterschied zu anderen Swish-Techniken, die vor allem mit visuellen Bilder arbeiten - an den Gefühlen. Dabei scheint es unerheblich zu sein, ob die visuellen Untereigenschaften des Bildes zu K3 dem "wahren" Auslöser-Bild (das bei dieser Technik nicht in Erfahrung gebracht wird) entsprechen (und ein Teil der
Strategie sind, die das zwanghafte Verhalten hervorgebracht hat), oder ob sie erst im Prozeß der Befragung aus dem Gefühl K3 entstanden sind bzw. vom Coach induziert wurden. Der "Autopilot" (die automatische Reaktion, die zum dem unerwünschten Zwangs-Verhalten führt) wird dabei in jedem Fall verändert. Möglicherweise hat diese Veränderung damit zu tun, daß in der Befragung erst eine Assoziation zwischen der Kinästhetik K3 und der dazugehörenden visuellen Repräsentation konstruiert wird (ebenso für K4).
Das pragmagrafische Swish-Design ist gut geeignet, die sekundären Gewinne zu erkunden, die mit dem ursprünglichem Zwangs-Verhalten verbunden sind. (K3 gibt meist einen deutlichen Hinweis darauf).
Prägung, Imprint Ein Prozeß, bei dem ein Verhalten in einen Organismus "eingebrannt" oder geprägt wird. Entdeckt wurde dieses Phänomen von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Lorenz fand heraus, daß Graugänse während einer kritischen Phase in den ersten Tagen ihres Lebens "geprägt" werden: sie machen sich ein "inneres Bild" von ihrer Mutter und ihrer Spezies. Was immer die junge Gans in dieser Phase sieht, erhält, wenn es sich bewegt, die Bedeutung "Mutter", ob es nun die wirkliche Gänsemutter ist, ein Ball oder Konrad Lorenz selbst. Viele der von Lorenz aufgezogenen Gänse hielten ihn für die Mutter und glaubten, sie gehören der gleichen Spezies an wie er. Dieses Konzept wurde auch auf die Psychologie übertragen. Prägungserfahrungen sind intensive Erlebnisse, oft in der frühen Kindheit, die eine Person nachhaltig formen. Robert Dilts bezeichnet damit Erfahrungen, die das Verhalten und die
Beliefs eines Menschen nachhaltig und intensivst beeinflussen. Negative Prägungen (die oft unbewußt wirken und "vergessen" wurden), werden im NLP mit der Technik der
Neuprägung erkundet und in ihrem Erinnerungs-Bild verändert. Dies kann eine intensive Erfahrung sein, mit oft dramatischen Resultaten und bleibendem Wert.
Präskriptive Regeln Präskriptive oder normative Regeln sind Regeln über soziale Verhaltensweisen: was in einem bestimmten Kontext angebracht und was nicht. Präskriptive Regeln sind nicht rational begründbar. Sie werden meist nicht explizit verbal, sondern implizit nonverbal vermittelt. Präskriptive Regeln sind
Beliefs.
Präsuppositionen
Vorannahmen
Primäres Repräsentations-System
Bevorzugtes Repräsentations-System
Problem-Fokus, Problem-Physiologie, Problem-Zustand Das Erleben eines Problems, das sich in einer entsprechenden Physiologie ausdrückt. Eine Person zeigt ihre Problem-Physiologie, wenn sie von ihrem Problem spricht, sich an eine Situation erinnert (oder sich eine Situation in der Zukunft vorstellt), die nicht zu ihrer Zufriedenheit abgelaufen ist (ablaufen wird). Problem-Physiologien können
genau wahrgenommen werden, sind jedoch bei jedem Menschen unterschiedlich. In NLP versucht man immer - im Unterschied zu anderen Ansätzen - Menschen aus einem Problem-Zustand aktiv herauszuführen, sie von ihrem Problem zu
dissoziieren. Das
Belief dazu ist, daß es in diesem Zustand nichts zu lernen gibt, bzw. alles, was es zu lernen gibt, schon gelernt wurde. Problem-Zustände werden in NLP nur zur (kontrollierten) Informationssuche verwendet. Als Beispiel wird auf die
Prozeß-Instruktionen für die Technik der
Neuprägung verwiesen, wo es NLP-erfahrenen Personen gelingt, gezielt und wirkungsvoll mit intensiven negativen Zuständen (wie Erinnerungen an traumatische Erlebnisse in der Kindheit) umzugehen.
Propriozeptive Empfindungen, propriozeptives Feedback Die propriozeptiven Empfindungen werden in der Medizin, neben den
viszeralen, den
haptischen, bzw. taktilen Empfindungen und den Temperatur- und Schmerzempfindungen zu den Bereichen der Gesamtkörper-Empfindungen gerechnet. (Im NLP wird all das unter dem Begriff der
Kinästhetik zusammengefaßt). Das propriozeptive Feedback besteht aus den Impulsen der Propriorezeptoren (das sind Nerven, die in einem ausführenden Organ enden und dessen Eigenreflexe auslösen). Sie vermitteln uns Informationen über die Körperhaltung, über Bewegungen des Körpers oder einzelner Körperbereiche: Wir fühlen, in welcher Körperhaltung wir sind oder welche Bewegungen wir machen, ohne daß wir dazu gezwungen wären, uns selbst dabei zuzuschauen (visuell) oder uns von anderen Leuten erzählen (auditiv) zu lassen, was wir tun. Wir fühlen es (kinästhetisch) dank dem propriozeptiven Feedback.
Prozeß-Ebene, Prozeß-Perspektive, Prozeß und Inhalt Der Inhalt ist, was getan wird, - der Prozeß das Wie. Was jemand sagt, ist der Inhalt, die Wörter, - wie jemand etwas sagt, der Prozeß. Mit NLP will man innere und äußere Kommunikations-Prozesse verstehen. Einer der großen Vorteile von NLP ist die Orientierung auf die Prozeß-Ebene. Es ist z.B. möglich, eine NLP-Beratung durchzuführen, ohne die Inhalte eines Problems im Detail zu kennen. (Dies wird manchmal verdecktes Arbeiten genannt). Überspitzt formuliert: wenn eine Person K (der Klient, die Klientin) einer Person B (dem Berater, der Beraterin) erzählt: "Ich habe ein Problem mit der Person C im Kontext X", so kann B (ein entsprechendes Können vorausgesetzt) K durchaus wirksam helfen, ohne viel mehr von dem Problem zu wissen (Dies steht durchaus in Widerspruch zu der gängigen NLP-Ideologie einer langen
Informations-Sammlung). B konzentriert sich dabei ausschließlich auf Prozeß-Elemente: Welche
Physiologie zeigt K im Reden über das Problem? Welche
Zugangs-Hinweise sind im
stuck state zu beobachten? Welche
Ressource könnte fehlen? Wie reagiert K auf vorgeschlagene
Ziele und Ressourcen? Welche
Hindernisse sind erkennbar?, usw. B könnte schließlich eine
Änderungs-Technik anbieten und bei all dem strikt auf der Prozeß-Ebene bleiben.
Die Konzentration auf die Prozeß-Ebene von Kommunikation hat viele Vorteile im Beratungs-Prozeß.
(1) B kann sich ganz auf den Prozeß konzentrieren und wird durch Inhalte nicht abgelenkt.
(2) Die Prozeß-Ebene erlaubt den Schutz der Integrität und Intimität von K. K kann über belastende, intime und peinliche Probleme "arbeiten", ohne genau sagen zu müssen, um was es "wirklich" geht. (Ein Teilnehmer in einem Seminar hat einmal gesagt: "NLP ist wie Striptease ohne sich auszuziehen.")
(3) Dies kannfür B zusätzlich hilfreich sein, weil es die Abgrenzung zu den Problemen von K erleichtert, - eine Vorausbedingung für eine effiziente Beratung.
(4) Prozeß-Instruktionen fördern die Mitarbeit von K, weil K aktiv den Inhalt, der nicht vorgegeben wird, selbst konstruieren muß.
Die Wahrnehmung der Prozeß-Elemente von Kommunikation erfordert die Schulung eines
Meta-Standpunktes, unabhängig und zusätzlich zu den Inhalten von Kommunikation. Die Konzentration auf Prozeß-Aspekte von Kommunikation bedingt eine spezielle Denkweise, die im Umgang mit NLP-Techniken erworben werden kann. Anleitungen zu NLP-Übungen (wie sie auch in diesem Lexikon zu finden sind) sind Prozeß-Anleitungen. Sie beschreiben Prozeß-Schritte, die eine erfahrene Person machen kann. Die meisten Änderungs-Techniken des NLP können bei jedem Prozeß-Schritt unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt bei diesem Schritt fortgeführt werden (dabei muß B immer auf den
inneren Zustand von K achten).
Punch-Reframing, Sleight-of-Mouth-Patterns Eine Liste von Sprachmustern, um schnell einen Aussage zu
reframen. Diese Muster wurden Anfang der 80er Jahre von Robert Dilts beschrieben. Dilts beobachtete, daß Richard Bandler im Gespräch wiederkehrende Strukturen benutzte, um fehlgeformte Glaubenssätze von Gesprächspartnern zu verändern.
Punch-Reframing ist eine Möglichkeit, im Gespräch Veränderungsarbeit machen zu können. Die Sprachmuster des Punch-Reframings sind rhetorische oder formale Mittel, um mit bereits identifizierten
Beliefs zu arbeiten. Sie verändern die Beziehung zwischen einzelnen Elementen des Glaubenssatzes. Sleight-of-Mouth-Patterns sind Vorschläge, wie man das, was man mitteilen möchte, in eine nützliche Form bringen kann.
Die Wirkungsweise der einzelnen Sprach-Muster orientiert sich an den Arbeiten des Mathematikers Polya, der herausfand, unter welchen Bedingungen Menschen bereit sind, ihre Glaubenssätze aufzugeben oder zu modifizieren. Er argumentierte, daß Menschen, wenn sie sich entscheiden etwas zu glauben oder nicht zu glauben, sich vor allem an Wahrscheinlichkeiten orientieren. Wenn etwas nach ihrer Einschätzung wahrscheinlich ist, wird es für wahr gehalten, als wenn es eher unwahrscheinlich ist. Durch bestimmte formale Interventionsformen, wird unabhängig vom Inhalt, suggeriert, daß ein Glaubenssatz weniger wahrscheinlich ist, als angenommen. Da Glaubenssätze nicht an der aktuelle Erfahrung überprüft werden, und da es nicht möglich ist, einen Glaubenssatz zu ändern, indem man ihn logisch widerlegt, sind Sleight-of-Mouth-Patterns eine Möglichkeit, Glaubenssätze zu ändern, indem man für wahr gehaltenes unwahrscheinlich erscheinen läßt. Die Muster des Punch-Reframings werden vor allem bei vor allem bei Beliefs eingesetzt, die das
Meta-Modell in Bezug auf Ursache-Wirkung und auf
komplexe Äquivalenz verletzen.
Ausführliche Beschreibung der 14 Sprach-Muster von Robert Dilts mit Beispielen.
Quelle Bezeichnung für eine innere Vorstellung, die in besonderem Maße eine Person in einen
Ressourcen-Zustand führt. Die Quelle ist oft die Vorstellung einer (realen oder fiktiven) Landschaft, ein Platz in der Natur, ein besonderer Ort. Die Quelle ist wie eine Tankstelle. Sich diesen Ort vorzustellen, "sich in die Quelle zu begeben", d.h. diese Vorstellung
assoziiert zu erleben, hat die Wirkung, sich energievoll und voller Kraft zu fühlen. Die Quelle beschreibt einen
core state, die Erfahrung von
Zugehörigkeit. Sie hat mit der höchsten der
logischen Ebenen zu tun. Die markanten
Untereigenschaften der Quelle (z.B. ein bestimmtes Licht, eine Musik oder ein Geruch) verfügen über besondere Wirkungen auf eine Person. Sie sind hervorragend als
Ressource für viele
Interventionen geeignet, z.B.
(1) dem Ändern von
Beliefs mit Hilfe von Untereigenschaften,
(2) dem
Standard-Swish,
(3) der Befreiung von unerwünschten intensiven Gefühlen, wie Scham- und Schuld-Gefühle ( # Übungs-Anleitung dazu)
(4) oder der Verwandlung "fremder Teile" in uns (
Übungs-Anleitung dazu).
Personen, die die markanten Untereigenschaftem ihrer Quelle kennen, können in der Regel ihre
Ziele deutlich verbessern (in jedem großen Ziel sollten die markanten Untereigenschaften der Quelle zu finden sein). Ein Ziel der
Selbststeuerungs-Techniken des NLP könnte es sein, den raschen Zugang zur Quelle im Alltag sicherzustellen.
Anleitung für eine Trance zur Quelle.