Bateson-Lernstatrategie
Diese Technik erfolgt meist mit Hilfe von drei Boden-Ankern:
dem Problem-Ort, einem neutralen Ort und einem Ressourcen-Ort.
1. Die drei Orte werden festlegt.
2. Die Problem-Situation wird (am Problem-Ort) kurz assoziert erlebt.
3. Der Klient oder die Klientin K dissoziiert sich vom Problem und geht auf den neutralen Ort.
4. Am neutralen Ort wird erkundet, welche Ressource für das Problem hilfreich wäre (z.B. Wendigkeit, Freude, Ausdauer usw.).
5. Am neutralen Ort wird eine Referenz-Erfahrung aus der Vergangenheit gesucht, wo K diese Ressource gelebt hat. Hier ist es günstig, einen anderen Kontext als im Problem zu wählen.
6. Die Ressource wird am Ressourcen-Ort aktiviert (z.B. durch eine Erinnerung), günstig ist auch ein dazupassender Bewegungs-Anker, der bis zum Ende der Übung beibehalten wird.
7. K betrachtet am Ressourcen-Ort von außen das Problem (K bleibt dabei im Ressourcen-Zustand), und übersetzt das Problem (aus dem Problem-Kontext) in ein analoges "Problem" im Ressourcen-Kontext.
K findet eine Analogie, eine Ähnlichkeit für das Problem: "das Problem dort ist so wie hier", "das wäre so, wie wenn ich hier ...".
Dabei muß ein "Problem" gewählt werden, für das K gute Lösungs-Strategien verfügbar hat.
8. Am Ressourcen-Ort spielt K für sich innerlich diese "problematische" Situation (die Eispiste) durch und erkundet, welche Lösungs-Strategien (Verhalten, Fähigkeiten, Einstellungen, ...) er oder sie gleichsam automatisch anwendet (ein "Problem" in einem Ressourcen-Kontext wird oft nicht als Problem definiert).
9. K bleibt im Bewegungs-Anker, nimmt die Lösungen-Strategien mit und geht zum Problem-Ort. K erlebt dort assoziiert das Problem, erzählt sich selbst die Lösungs-Strategie aus dem Resssourcen-Bereich und findet für jeden Schritt eine passende Analogie (die Analogie wird rückübersetzt).
10. Die neuen Möglichkeiten werden am Problem-Ort simuliert und innerlich erlebt.
11. Future Pace
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Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996. |