Meta-Programme, Sorting Styles Meta-Programme sind Programme über Programme, wie einzelne Strategien. Meta-Programme sind Klassifikationen über häufig wiederkehrende Eigenarten eines Menschen. Meta-Programme sind systematische, gewohnheitsmäßig ablaufende Prozesse, die meist nicht bewußt sind. Eine Person motiviert sich zum Beispiel in vielen Lebens-Bereichen dadurch, daß sie - in ihrer inneren Konstruktion - von etwas weg geht: sie befolgt, ohne dies zu wissen das Meta-Programm "weg von".

Meta-Programme sind dauerhafte Wahrnehmungs-Filter. Sie formen unsere Persönlichkeit und bilden Strukturen unserer Orientierung im Beruf und im Privatleben. Meta-Programme sind vermutlich durch Prägungen enstanden. Sie sind tief im Unbewußten verankert. Das NLP bietet Möglichkeiten, diese grundlegenden Muster unserer Persönlichkeit bewußt zu machen und bei Bedarf zu verändern.

NLP kennt zwei unterschiedliche Varianten von Meta-Programm-Katalogen:

(A) Die ursprüngliche Variante stammt von Robrt Dilts und wurde von Roger Bailey erweitert. O'Connor und Seymour (in der Tradition dieser Variante) unterscheiden sieben Meta-Programme:
(1) proaktiv - reaktiv. Proaktive Menschen setzen Handlungen und initiieren Neues. Reaktive Menschen warten, daß andere tun. Sie lassen die Dinge mehr geschehen und wollen zuerst verstehen und analysieren, bevor sie handeln.
(2) hin zu - weg von. Hin-zu-Menschen werden durch positive Ziele motiviert. Weg-von-Menschen gehen von Problemen weg. Sie wollen eher Probleme vermeiden als Ziele erreichen.
(3) Innenorientierung - Außenorientierung bzw. Innen-Referenz - Außen-Referenz. Menschen mit innerer Referenz entscheiden nach ihren eigenen Maßstäben, außenorientierte Menschen eher nach den Maßstäben anderer.
(4) Option - Verfahren. Optionsorientierte Menschen wollen Wahlmöglichkeiten haben und können gut Alternativen entwickeln. Verfahrensorientierte Menschen können gut vorgegebenen Verfahrens-Richtlinien folgen.
(5) allgemein - spezifisch. Allgemein orientierte Menschen fühlen sich im großen Chunk mehr wohl. Spezifisch orientierte Menschen sind darauf geschult, auf Details zu achten.
(6) Gemeinsamkeiten - Unterschiede. Menschen, die matchen, achten bei Vergleichen auf Gemeinsames und Ähnliches. Menschen, die mismatchen, achten bei Vergleichen auf Unterschiede.
(7) Überzeugungs-Muster
(7a) Überzeugungs-Kanal: durch welches Repräsentations-System wird jemand von der Wahrheit oder Existenz von etwas eher überzeugt, - ob eine Person einen Beweis eher sehen, hören, lesen oder tun muß.
(7b) Modalität: in welcher Art wird jemand überzeugt, - wie oft müssen Informationen kommen, damit jemand überzeugt ist, mit welcher Konsequenz oder in welchem Zeitraum.

Tad James und Wyatt Woodsmall bezeichnen diese Kategorie von Meta-Programmen als "komplexe Meta-Programme". (Sie haben dazu eine Liste von 21 Meta-Programmen vorgelegt).

(B) Die zweite Variante von Meta-Programmen lehnt sich an die "Psychologischen Typen" von C.G. Jung (1923) an, die später als "Myers-Briggs-Typen" weiterentwickelt wurden. Tad James und Wyatt Woodsmall bezeichnen sie als "einfache Meta-Programme". Sie umfassen vier Kategorien:
(1) Äußeres Verhalten: introvertierter vs. extravertierter Typus
(2) Innere Prozesse: intuitiver vs. Empfindungs-Typus
(3) Innere Zustaände: Denktypus (dissoziiert) vs. Fühl-Typus (assoziiert)
(3) Adaptive Raktion: Beurteiler vs. Wahrnehmer

Die Meta-Programme beschreiben Pole in Menschen. In NLP werden sie nicht als starre Persönlichkeits-, sondern als kontextabhängige Merkmale eines Menschen gedeutet: in einem Kontext wendet jemand dieses Meta-Programm, in einem anderen sein scheinbares Gegenteil an. In NLP geht es um das Bewußtmachen der Meta-Programme bei sich und bei anderen, in unterschiedlichen Kontexten. Es kann z.B. sehr interessant sein, die Unterschiede in den Meta-Programmen in individuellen Erfolgs- und Mißerfolgs-Kontexten zu studieren. Ziel-Rahmen mit Meta-Programmen.