Lern-Stile. Arten des Lernens. In NLP gibt es unterschiedliche Modelle zur Erkundung individueller Lernstile. Beispiel sind das bevorzugtes Repräsentationssystem, das Leit-System, das Referenz-System, Lern- Strategien oder Meta-Programme.

Lern-Zyklus Lern-Stadien

Life Line Zeit-Linie

Logische Ebenen Die logische Ebenen, auch neurologische Ebenen oder Gestaltungs-Ebenen genannt, sind ein einfaches hierarchisches Modell von fünf oder mehr Ebenen. Im ursprünglichen Ansatz von Dilts handelt es sich um fünf Ebenen: (1) die Umwelt (enviroment and external constraints), (2) das Verhalten (behavior), (3) die Fähigkeiten (capability), (4) die Überzeugungen (belief systems) und (5) die Identität (identity).

(1) Jedes Ereignis findet in einere bestimmten Umwelt statt. Das ist die Umgebung, der zeitliche und räumliche Kontext, die äußeren Umstände, die äußeren Auslöser. Die Ebene der Umwelt enhält alle äußeren Bedingungen, die auf eine Person einwirken. Die Phänomene der Umwelt sind äußerlich mit den Sinnen erfahrbar. Umwelt ist sinnlich beschreibbar. Umwelt kann mit den Fragen "wo?", "wann?" "wer?", "wer noch?" in Erfahrung gebracht werden.

(2) Die Ebene des Verhaltens bezieht sich auf alle Aktionen und Reaktionen einer Person, die von außen, durch andere Menschen, wahrnehmbar sind: das Verhalten dieser Person, ihr Tun, ihr Handeln, ihre Worte, ihre Stimmwahl, ihre Gestik, ihre Bewegungen, ihre Motorik, ihre Atmung. Auch Verhalten kann mit sinnes-spezifischen Begriffen beschrieben werden. Hier geht um das Was: "was wird getan?".

(3) Die Fähigkeiten sind kognitive Prozesse, die eine Person durchläuft, damit ein bestimmtes Verhalten möglich wird. Es geht um das Können und Denken, auch um das Bewußtsein über diese Fähigkeiten. Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in NLP auch mit den Strategien und Meta-Programmen beschrieben. Die Frage dazu ist das "Wie?": wie führt jemand Tätigkeiten aus, welche inneren Prozesse und Programme laufen ab? Die Ebene der Fähigkeiten und alle folgenden Ebenen sind von außen sinnlich nicht direkt wahrnehmbar. Alle Aussagen über diese Ebenen bei anderen Menschen sind Interpretationen äußerer Beobachter.

(4) Die nächste Ebene sind die Beliefs, die Glaubenssätze, die Überzeugungen, die Werte, die inneren Kriterien, die dem Handeln (bewußt und unbewußt) zugrundeliegen, auch die höchsten Werte und eigentlichen Motive einer Person. Hier geht es um die Leit-Ideen, die Menschen für wahr halten und die Menschen als Motive für den Einsatz ihrer Fähigkeiten anwenden. Menschen setzen Fähigkeiten, die sie besitzen, nur dann ein, wenn entsprechende Glaubenssätze und Kriterien vorhanden sind, die den Einsatz dieser Fähigkeiten erlauben. Glaubenssätze sind Interpretationen aus früheren Erfahrungen. Glaubenssätze sind individuelle Theorien, warum etwas so und nicht anders ist. Diese Ebene wird erfragt durch. "Warum?", Wofür?, "Was ist wichtig?".

(5) Die fünfte Ebene ist die Ebene der Identität: das Selbst-Bild, die Vorstellungen, die Menschen von sich als ganze Person in ihrem Verhalten, in ihren Fähigkeiten und in ihren Überzeugungen meist unbewußt mitkonstruieren. Identität ist eine hohe Ebene von Interpretationen: die Interpretation zahlreicher Interpretationen vergangener Erfahrungen. Identität - mit den Polen der personalen und der sozialen Identität - kann auch als besonderes Belief gedacht werden: ein Belief, das Menschen auf sich selbst anwenden, das zentrale Modell über sich selbst. Die Frage dazu ist."Wer bin ich (wenn ich diese Beliefs, Fähigkeiten, lebe)?".

(6) In vielen Ansätzen wird das Modell der logischen um eine weitere Ebene (bei manchen auch unterteilt in mehrere Ebenen) ergänzt. Diese "letzte" (und wichtigste) Ebene ist eine "überindividuelle Ebene". Sie beinhaltet die Vorstellungen, Gedanken, Beliefs von Menschen über etwas, das mehr ist als sie als Person, das ihre Individualität überschreitet. Hier geht es um die Zugehörigkeit zu etwas Größeren oder Höheren, - für manche: die spirituelle Ebene, umfassende Visionen, der Sinn des Lebens, Lebensaufgaben, eine Mission, das Erleben von core state oder der Quelle. Menschen, die ihr Bewußtsein auf die Inhalte dieser Ebene richten, fühlen sich anderen Menschen, der Menschheit insgesamt, der Natur, dem Leben, einer umfassenden Idee oder dem Göttlichen verbunden. Auf der Ebene der Zugehörigkeitgeht es um die "großen Fragen" im Leben: Warum leben wir? Warum sind wir hier? Was ist der Sinn des Lebens? Kurzfassung zu den Fragen zu allen Ebenen

Gundl Kutschera unterscheidet die Ebene der Beliefs von der Ebene der Werte und ordnet die Werte über den Beliefs. Werte werden von ihr als "spezielle Überbegriffe von Glaubenssätze" definiert: "Sie sind die treibende Kräfte dafür, warum etwas wichtig und lohnenswert ist - was der Sinn des Lebens ist". Ihre Einteilung geht so: (1) Umfeld, (2) Verhalten, (3) Fertigkeiten und Fähigkeiten, (4) Belief-Systeme (Glaubenssätze) , (5) Werte, (6) Spiritualität, Kraft-Quelle. Sie assoziiert dabei (2) mit Lernen 1, (3) mit Lernen 2, und (5) mit Lernen 3 in den Bateson-Lern-Kategorien.

Das Modell der logischen Ebenen ist eines der zentralen Modelle des NLP, wie es sich heute präsentiert. Es wird unterschiedlich interpretiert und unterschiedlich angewandt. Der gemeinsame Gedanke, der in allen Interpretationen zu finden ist, ist der Gedanke einer Hierarchie. Die logischen Ebenen sind eine Klassifikation von "äußeren" und "inneren" Phänomenen hinsichtlich ihrer Wichtigkeit und ihrer Bedeutung. Es wird immer davon ausgegangen, daß höhere" Ebenen "niedrigere" Ebenen beeinflussen und steuern. Eine Veränderung auf einer höheren Ebene verändert die darunterliegenden Ebenen. Personen, die z.B. ihre Beliefs oder ihre Identität verändern, verändern "automatisch" ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten. Jede Ebene in diesem Modell bestimmt, welche Veränderungen auf den Ebenen unter ihr möglich sind. Ein Reframing, angewandt auf Verhalten, kann an die Grenze der Beliefs stoßen und dadurch (wenn mächtige hindernde Beliefs dem neuen erwünschten Verhalten entgegenstehen) wenig oder nicht wirksam sein.

Im allgemeinen versucht man in NLP, bei einer Veränderungs-Arbeit auf der höchsten logischen Ebene zu beginnen, die für das jeweilige Problem Sinn ergibt. (Wer unter einer Spinnen-Phobie leidet, braucht in der Regel seine Identität nicht verändern). Die Frage, welche Ebene die richtige für Veränderungs-Arbeit ist, kann allgemein nicht beantwortet werden. Sie hängt von vielen Faktoren ab, die auch die Persönlicheit des Beraters oder der Beraterin und die Art der Beziehung und der Kommunikation mit dem Klienten, der Klientin betreffen. Bemühungen über Änderungen auf einer zu niedrigen Ebene können ins Leere gehen. "Wenn der Klient auf der Ebene der Identität glaubt, er habe es letztlich nicht verdient von der Schmach, eine Suchtpersönlichkeit zu sein, erlöst zu werden, dann ist jeder Versuch verlorene Liebesmühe, ihm z.B. auf der Ebene des Verhaltens helfen zu wollen, sein Ziel zu erreichen" (Thies Stahl).

Das hierarchische Modell der logischen Ebenen darf nicht im Sinne einer kausalen "Einbahn-Straße" mißverstanden werden. "Hohe" Ebenen bilden sich nicht im luftleeren Raum, sondern basieren auf Erfahrungen und "Beweisen". Der Glaubenssatz "ich kann nicht schwimmen" (Ebene 4) wird in der Regel mit mangelnden Fähigkeiten (Ebene 3) zu tun haben. Schwimmen zu lernen (sich diese Fähigkeit anzueignen) verändert "automatisch" den Glaubensatz, wie jemand hier über seine Fähigkeiten denkt. Inke Jochims schlägt eine pragmatische Unterscheidung nach "angemessenen" und "unangemessenen" Beliefs vor. Ein unangemessener Glaubenssatz wäre zum Beispiel: "Ich kann nicht schwimmen lernen", eine Konstruktion der Zukunft, die (vermutlich) auf unüberprüften Vorannahmen beruht. "Daher ist die Reihenfolge der Veränderungsarbeit, wenn man einem angemessenen Glaubenssatz verändern will: erst das Erlernen einer neuen Fähigkeit, dann verändert sich auch der Glaubensssatz ohne weitere Interventionen. Aber wenn man einen unangemessenen Glaubenssatz verändern will, dann gilt: erst die Veränderung des Glaubenssatzes, dann das Erlernen einer neuen Fähigkeit".

Das Modell der logischen Ebenen ist (wie auch das Beispiel zeigt) ein Instrumentarium zur Klassifikation von Problemen und von NLP-Techniken, die zur Lösung empfohlen werden. Beispiele für typische Zuordnungen sind:
(1) Ebene der Umwelt: die meisten Techniken der Ziel-Arbeit, wie Problem- und Zielbestimmung und der Ziel-Rahmen.
(2) Verhalten: die meisten Anker-Techniken, wie Anker verschmelzen, die Techniken des Reframing, wie das Sechs-Stufen-Reframing und das Symptom-Reframing.
(3) Fähigkeiten: die drei Wahrnehmungs-Positionen, die Meta-Programme, Techniken der Veränderung und Installation sowohl von Mikro- wie von Makro- Strategien, wie z.B. die Bateson-Lernstrategie.
(4) Beliefs: alle Techniken der Veränderung von Beliefs, für manche auch die Walt-Disney-Strategie.
(5) Identität: History change, Neuprägung, Übungen im Rahmen der Imperativen Selbst-Analyse und des Sozialen-Panorama-Modells, in machen Fällen auch die Änderung der inneren Zeit-Linie.
(6) Zugehörigkeit: Core transformation, Installieren der Quelle, Ur-Credo-Prozeß.
Diese Zuordnungen dürfen nicht überinterpretiert werden. Manche Zuordnungen sind strittig und werden in der Literatur zu NLP auch anders vorgenommen. Im konkreten Fall kann oft nicht gesagt werden, welche der logischen Ebenen tatsächlich durch eine Intervention tangiert wird. Änderungs-Prozesse geschehen auf vielen Ebenen, und vieles davon bleibt unbewußt.

Das Modell der logischen Ebenen kann sowohl für den Vergleich von Problemen und Techniken als auch zur Beschreibung der Dimensionen eines Problems oder eines Ziels verwendet werden. In der Ziel-Arbeit kann es generell nützlich, sein, die verschiedenen Ebenen explizit anzusprechen. Das Modell der logischen Ebenen ist gut geeignet, die Dimensionen bestehender Probleme und möglicher Ziele in einem umfassenden Sinn zu beschreiben. Darüberhinaus kann es bestehende Ziele zusätzlich anreichern und vertiefen. Robert Dilts hat dazu eine Intervention entwickelt (er nennt sie "logical level alignment", wir bezeichnen sie "Integration der logischen Ebenen"). Dabei geht es darum, für ein bestimmtes Ziel die einzelnen Ebenen in folgender Reihenfolge anzusprechen (und assoziiert zu erleben): Umwelt - Verhalten - Fähigkeiten - Beliefs - Identität - Zugehörigkeit- Identität - Beliefs - Fähigkeiten - Verhalten - Umwelt (in der Regel macht man das mit Boden-Ankern). Man durchläuft also eine Kette von außen - innen - außen und vom konkreten zum allgemeinen Kontext und zurück. Diese Intervention stellt konkrete Ziele, z.B. auf der Verhaltens-Ebene, in einen umfassenden Zusammenhang. Dadurch wird meist eine stärkere Motivation und zusätzliche Energie für das Ziel aktiviert. Diese Technik kann auch für Teams oder Partner angewandt werden, vor allem dann, wenn es um große umd wichtige Entscheidungen geht (Es kann ein tiefes Erlebnis sein, diese Übung für eine wichtige Frage gemeinsam mit seiner, ihrem PartnerIn zu machen). Hilfreich ist es, die Identität (Ebene 5) als Metapher auszudrücken (der Klient, die Klientin findet eine Metapher für sich selbst: "Ich bin wie ...") und sich für die Zugehörigkeit (Ebene 6) ein Symbol schenken zu lassen, das man in die Hand nimmt und auf der Reise zurück bis zur Umwelt mitnimmt. Übungs-Anleitung dazu.

Lokaler Anker Raum-Anker

Loop bedeutet Schleife, kalibrierte Schleife