Laterale Augen-Bewegungen Seitliche Bewegungen der Augen, ungefähr in Augenhöhe. Sie werden im NLP- Augen-Modell als Zugangs-Hinweise für das auditive System interpretiert.

Leading, leaden Ein oft verwendeter Ausruck für den NLP-Begriff Führen.

Leit-System Das Leitsystem (auch Führungs-System genannt) ist jenes Repräsentations-System, mit dessen Hilfe sich ein Mensch intern Informationen zugänglich macht. Das Leitsystem unterscheidet sich manchmal vom bevorzugten Repräsentations-System. Ein Beispiel sind die Prozesse beim Erinnern. Frägt man eine Person nach einer vergangenen Erfahrung, dann kann sein, daß eine Person zuerst ein visuelles Bild aktiviert und dann innerlich den Dialog hört, der damals gesprochen wurde. (Diese Sequenz nennt man in NLP Erinnerungs-Strategie). Das visuelle System ist hier das Leitsystem, das auditive das bevorzugte System. Das visuelle Bild wird hier benötigt, um sich die Erinnerung überhaupt zugänglich zu machen, das weitere "Denken" erfolgt dann im auditiven System. Ein Leit-System, das vom bevorzugten System abweicht, ist in der Regel ein unbewußtes System: der Prozeß des Zugangs zu Informationen läuft auf einer unbewußten Ebene ab. Das Leit-System anderer Menschen kann an der Körperhaltung, der Gestik, der Atmung und an den Augen-Bewegungen erkannt werden.

Lern-Stadien Abfolge von vier Lern-Phasen für die Aneignung gewohnheitsmäßiger Fähigkeiten und Eigenschaften. Stadium 1: unbewußte Inkompetenz, 2: bewußte Inkompetenz, 3: bewußte Kompetenz, und 4: unbewußte Kompetenz.

(1) Das erste Stadium bezeichnet eine Phase, wo wir (bewußt) nicht wissen, daß wir nichts wissen. Viele Menschen wissen z.B. nicht, daß es möglich wäre, ihr eigenes Verhalten in Gegenwart von Personen gegenüber, die für sie problematisch sind (z.B. ein Chef, der sie einschüchtert), frei wählen zu können. Sie glauben, daß ihr eigenes Verhalten nur eine Reaktion auf das Verhalten des Chefs ist, d.h. der Chef bestimmt letztlich ihr Verhalten. Würde der Chef sich ändern (z.B. freundlicher sein), dann könnte sie ihm gegenüber freier agieren (Das Muster in diesem Spiel lautet: "Ich könnte schon, aber die anderen lassen mich nicht!"). Wenn Menschen in dieser Phase verharren, gibt es für sie nichts zu lernen. Der Fokus des Bewußtseins liegt auf dem "Problem" (dem Chef), dem die Ursache für das eigene Verhalten zugeschrieben wird. Die eigene kommunikative Inkompetenz erscheint dabei nicht als "Problem".

(2) In der zweiten Phase wird das "Problem" umdefiniert: der Fokus verlagert sich vom "außen" (dem Chef) zum "innen", den eigenen Möglichkeiten. Eine Person "entdeckt" zum Beispiel, daß andere Kollegen überhaupt kein Problem mit dem Chef haben und ist neugierig zu lernen, was diese Kollegen tun: was ihre Strategien sind, welche inneren Prozesse dabei ablaufen, wie sie auf das unfreundliche Verhalten des Chefs reagieren. In dieser Phase wächst das Bewußtsein, daß es etwas zu lernen gibt, es formulieren sich auch schon erste Ziele, es fehlen aber noch die Fähigkeiten, um diese Ziele in praktisches Verhalten umzusetzen.

(3) In der nächsten Phase weiß die Person genau, welche Fähigkeiten ihr abgehen, sie kennt Methoden, die fehlenden Fähigkeiten zu üben und sie erlangt darin bewußte Kompetenz. Angenommen, es geht darum, sich gegen die Kritik des Chefs abzugrenzen, und die Person, um die es geht, übt sich darin, sich wirkungsvoll zu dissoziieren, vielleicht begleitet von einem Selbst-Anker, der das Gefühl von Abgegrenztheit und Schutz aktiviert. Bewußte Kompetenz bedeutet, im Angesicht und vor dem Chef an diese Ressourcen zu denken und sie bewußt anzuwenden.

(4) Nach einiger Zeit kann das Kommunikations-Muster dem Chef gegenüber verändert sein: unsere Person fühlt sich in der Anwesenheit ihres Chefs selbstbewußt und sicher. Die Techniken und Fähigkeiten, die sie bewußt trainiert hat, werden spielerisch und automatisch angewandt. Sie sind unbewußt geworden und das Bewußtsein ist frei, sich neuen Lern-Möglichkeiten zuzuwenden.

Die vier Lern-Stadien bezeichnen einen natürlichen Prozeß, den wir schon oft erfahren haben. Ein Baby ist sich nicht bewußt, daß es nicht aufrecht gehen kann (Phase 1). Es merkt, daß andere Menschen gehen können und möchte sie nachahmen, verfügt aber noch nicht über die Fähigkeit, den eigenen Körper entsprechend zu koordinieren (Phase 2). Es übt sich oft und oft im Aufstehen und Gehen und muß dabei sein ganzes Bewußtsein auf die ungewohnten Körper-Abläufe konzentrieren (Phase 3), bis es schließlich fröhlich herumläuft und dabei an etwas anderes denken kann (Phase 4).