Identität Eine Vorstellung, ein inneres Bild, ein Gespür dafür, daß wir Kontinuität besitzen, daß wir tagaus, tagein dieselben sind. In NLP wird der Begriff Identität meist mit den Begriffen Person, Selbst-Bild und Selbstwert-Gefühl gleichgesetzt. NLP konzentriert sich dabei auf die Repräsentation von Identität, auf das Selbst-Bild, auf die Vorstellung, die wir von uns haben, auf das, wovon wir glauben, daß wir "wirklich" sind. Identität bezeichnet so das vermutlich wichtigste Belief jedes Menschen, das Überzeugungs-System, das eine Person für sich selbst für wahr erachtet und das in einer grundlegenden Art und Weise die Wahrnehmung und die inneren Prozesse einer Person strukturiert. In NLP wird traditionellerweise die Einzigartigkeit und Individualität jeder Person betont. NLP konzentriert sich damit auf die personale Identität. Erweiterungen von NLP, wie das soziale Panorama-Modell betonen demgegenüber die soziale Identität von Menschen, die Art, wie sich Menschen im Vergleich zu anderen Menschen innerlich repräsentieren. Personale und soziale Identität können als zwei Pole in den Identitäts-Konstruktionen von Menschen gesehen werden, die stets gleichzeitig vorhanden sind und sich wechselseitig beeinflussen und bedingen. Das Ziel von NLP ist die Einheit einer Person, ihr innerer Zusammenhalt, ihre Kongruenz. Das Teile-Konzept des NLP legt demgegenüber den Fokus auf innere Widersprüche und widerstrebende Subsysteme in einer Person. Werden die Teile in einer Person betont, dann löst sich die Identität in verschiedenen Teil-Identitäten auf, die in verschiedenen Kontexten ihre Wirkung entfalten. In NLP ist man darauf aus, widersprüchliche Teile zu erkennen und auf einer übergeordneten Ebene zu integrieren.

Identität in der Bedeutung von Einzigartigkeit und Kontinuität ist eine der logischen Ebenen des NLP. Als übergeordnete Ebene (so die Annahme) reguliert sie die untergeordneten Ebenen der (anderen) Beliefs, der Fähigkeiten und des Verhaltens von Menschen. Identität erscheint hier als Ausdruck einer inneren hierarchischen Organisation. Der Ebene der Identität kommt dabei die Aufgabe zu, die Einheit einer Person herzustellen (zu konstruieren). Ein geeignetes Selbst (ein Selbst, das sich als Einheit repräsentiert) ist fähig, innere Konflikte zu lösen und "nach außen", im sozialen Bereich, als abgegrenzte Person mit anderen Personen kongruent zu agieren.

In NLP gelten Identitäts-Konstrukte, wie alle anderen Konstrukte als prinzipiell veränderbar. Manche Techniken des NLP, wie Neuprägung oder Prozesse, die mit der inneren Zeit-Linie arbeiten, können nachhaltigen Einfluß auf die Identität einer Person bewirken. Weiterentwicklungen des NLP, wie Core Transformation und Ur-Credo-Prozeß, ziehen auf die Erkundung des Kerns der Persönlichkeit und ihrer Veränderung.

Ideomotorische Bewegungen Das Wort ideomotorisch kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Eigenbewegungen. Nach dem Fremdwörterlexikon werden ideomotorische Handlungen unmittelbar ohne Beteiligung des Willens, durch entsprechende Vorstellungen ausgelöst. Ideomotorische Bewegungen sind kleine unwillkürliche Bewegungen, wie ein Zucken eines Fingers, eines Gesichtsmuskels oder das Wippen eines Fußes. Der geschulte NLP-Anwender erkennt durch genaues Wahrnehmen minimale körpersprachliche Signale und gibt ihnen eine personenspezifische Bedeutung für den Kommunikations-Prozeß und den inneren Zustand von Kommunikations-Partnern. Regelmäßige ideomotorische Bewegungen sind für Überkreuz-Spiegeln gut geeignet.