Gestalt ein geschlossenes Ganzes, dessen Teile in gegenseitiger Abhängigkeit stehen und das mehr darstellt als die Summe seiner Teile. Der Gestaltpsychologe Köhler definierte Gestalt "als solche Gebilde (Melodien, Raumgestalten, Gedanken), die als Ganze spezifische Eigenschaften haben und deshalb mit gutem Recht als Einheiten aufzufassen sind." Die Gestaltpsychologe behauptet, daß das Gehirn die Realität nur in Gestalten wahrnehmen kann. Als Beleg gelten u.a. die sogenannten Sinnestäuschungen, z.B. die bekannten Kipp-Bilder, bei denen immer eine andere Gestalt "wahrgenommen" wird.

Gestalt-Therapie

Gestaltungs-Ebenen Logische Ebenen

Glaubenssatz, Belief Ein Glaubenssatz ist der sprachliche Ausdruck von etwas, an das jemand glaubt, was jemand für wahr hält. Glaubenssätze sind für NLP ein Ausdruck innerer Modelle, die jede Person andauern entwirft und andauernd entwerfen muß, um sich in der Welt zu orientieren. Glaubenssätze in der NLP-Terminologie sind ein alltägliches Phänomen. Sie haben mit Glaubenssätzen im religiösen Sinn nichts zu tun (Religiöse Glaubenssätze sind ein Sonderfall der Glaubenssätze in der NLP-Bedeutung).Wir haben es in diesem Lexikon vorgezogen, für den NLP-Begriff von Glaubenssatz das englische Wort Belief zu verwenden.

Gleit-Anker Ein Berührungs-Anker (kinästhetischer Anker) mit einer gleitenden Bewegung z.B. mit den Fingerkuppen am Oberarm. Gleit-Anker können in einer kleinen Bewegung bestehen, z.B. ein paar Zentimeter, oder in einer großen Bewegung entlang einer Körperlinie, z.B. von der Armbeuge bin zu den Knöcheln. Gleit-Anker können manchmal sehr wirksame Anker sein, besonders auch, wenn ungewohnte Körperberührungen gewählt werden. Anleitung für einen Gleit-Anker zum Intensivieren von Gefühlen

Glücks-Anker Ein Selbst-Anker und ein Stapel-Anker, der sich auf Glücks-Zustände bezieht. Angenommen der Selbst-Anker besteht darin, Daumen und Zeigefinger der linken Hand zusammenzupressen und die Hand leicht zu drehen. Der Anker wird so gesetzt: Sie machen diese (oder eine andere frei gewählte) Bewegung in Alltag immer dann, wenn Sie etwas erleben, was in Ihnen viel oder wenig "Glück" auslöst (wenn Sie sich über etwas freuen, über etwas lachen, stolz sind, usw.). Jedes dieser (kleinen oder großen) Ereignisse wird auf die gleiche Art geankert. Mit der Zeit verfügen Sie über einen sehr wirkungsvollen Selbst-Anker. Ein Glücks-Anker ist hervorragend geeignet, unerwünschte innere Zustände zu verändern. Er wird dann aktiviert, wenn Sie Ihren inneren Zustand positiv verändern wollen (z.B.: wenn Sie sich über etwas ärgern und diesen Ärger beenden wollen). In vielen Fällen kann die Aktivierung eines Glücks-Anker den inneren Zustand auf eine kleine Weise verändern, die innerlich angenehm erfahren wird. ( Anker verschmelzen)

Grundannahmen des NLP Eine Menge von Annahmen, die grundlegende Beliefs des NLP zum Ausdruck bringen. Welche Annahmen als Grundannahmen des NLP gelten, ist nach Richtung und Schule unterschieden. Typische Grundannahmen sind:
(1) Die Landkarte ist nicht das Territorium.
(2) Jede Person hat alle Ressourcen, die sie zum Erreichen ihrer Ziele benötigt.
(3) In Kommunikation gibt es keine Fehler, sondern nur Ergebnisse.
(4) Die Bedeutung der Kommunikation ist das Resultat, das erzielt wird.
(5) In guter Kommunikation gibt es nur Gewinner.
(6) Jeder Mensch ist einzigartig.
(7) Jeder Mensch hat sein eigenes Modell der Welt.
(8) Jedes Individuum ist als Person in Ordnung. Hinterfragt wird nur die Angemessenheit seines Verhaltens.
(9) Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext nützlich.
(10) Ich bin verantwortlich für mein Verhalten.
(11) Wenn etwas nicht funktioniert: Hör damit auf und probier etwas Neues.
(12) In jeder Situation gibt es mindestens drei Wahlmöglichkeiten.
(13) Körper und Geist sind eine Einheit.
(14) Individuen haben zwei Ebenen der Kommunikation: die bewußte und die unbewußte Ebene.
(15) Widerstand ist eine Aussage über die Inflexibilität des Kommunikators.

Die Frage, welche dieser Annahmen jemand für nützlich erachtet und in welchem Ausmaß jemand fähig ist, sie in das eigene Leben zu integrieren, bildet einen wichtigen Bestandteil einer ernsthaften Auseinandersetzung mit NLP.

Gustatorisch bezieht sich auf den Geschmack oder das Schmecken, eines der Sinnes- bzw. Repräsentations-Systeme des NLP.

Gute Absicht, positive Absicht, positive Intention Das Teile-Konzept des NLP beruht auf der Annahme, daß alle "Teile" im Unbewußten eine positive Funktion ausüben, - daß also, dem was sie tun, eine positive Intention zugrundeliegt. Die Idee der guten Absicht ist eine Arbeitshypothese für viele Änderungs-Techniken des NLP. In den Techniken des Reframings wird diese Hypothese als Faktum eingeführt. Das heißt eine Person, die z.B. den Prozeß des Sechs-Stufen-Reframing oder des Symptom-Reframing auf ein Problem anwendet, wird nicht gefragt, ob der "Teil", der sie ärgert, stört oder Schmerzen verursacht, möglicherweise eine "gute Absicht" haben könnte, sondern sie wird gefragt, was die "gute Absicht" dieses "Teils" ist. Die Antworten, die dabei kommen, werden in den Techniken des Reframings nicht hinterfragt, abgewertet oder lächerlich gemacht, sondern für bare Münze genommen. Reframings dieser Art beziehen sich in der Regel auf die logische Ebene des Verhaltens. Es wird gesagt, daß dem "Teil", der für dieses Verhalten verantwortlich ist, eine positive Absicht zugrundeliegt. Diese Absicht wird in Erfahrung gebracht und akzeptiert. Punktum.

Auf der Ebene der Beliefs sieht die Sache anders aus. Absichten, die hier geäußert werden ("Ich mache das, weil ") werden kritisch hinterfragt, weil diese Beliefs genau das Problem sein können. Dies bezieht sich nicht nur auf "bewußt" geäußerte Beliefs, sondern auch auf Beliefs, die erst in einem längeren Prozeß des Nachfragens vom "Unbewußten" ans Tages-Licht gebracht wurden. Das kritische Hinterfragen von "Absichten" auf der Ebene der Beliefs (eine logische Ebene, die der Ebene des Verhaltens übergeordnet ist), bezeichnet somit auch eine Grenze für die Anwendbarkeit bestimmter Techniken des Reframings: manchmal schmoren die Reframings im Saft der eigenen Beliefs.

Darüberhinaus beschreibt das Prinzip der guten Absicht eine grundsätzliche Einstellung Menschen gegenüber. Dem Verhalten anderer eine positive Absicht zu unterstellen, auch wenn wir sie nicht "verstehen", kann Kommunikation qualitativ verbessern. Dazu ist es nützlich, die Ebene des Verhaltens von der Ebene der Person, der Identität, zu trennen. Auf der Verhaltens-Ebene geht es um Regeln, um Normen - und um Sanktionen, falls die Regeln und Normen überschritten werden. Auf der Personen-Ebene geht es um den Kern der Person, ihre eigentliche Identität. Auf der Verhaltens-Ebene ist es notwendig, anderen klare Grenzen zu setzen (und ihre Überschreitung zu ahnden). Auf der Verhaltens-Ebene geht es um Bedingungen, - vielleicht um Bedingungen, die notwendig sind, will eine soziale Gemeinschaft überleben. Auf der Ebene der Person, des Kerns der Person, geht es nicht um Bedingungen. Die Würde von Menschen ist nicht an Bedingungen geknüpft (eine der Grund-Ideen der Demokratie). Auf der Ebene der Person ist jede Person in Ordnung, auch wenn ihr Verhalten nicht in Ordnung ist. Diese Einstellung ist geeignet, Energie zu sparen, den Fokus auf die eigentlichen Ziele, und nicht auf Nebenschauplätze (den Kampf gegen die schlechten anderen) zu richten. "Feinde" (als Personen) hat nur, wer sich Feinde innerlich konstruiert. Einstein hat einmal gesagt, die wichtigste Frage ist, ob wir in einem feindlichen oder in einem freundlichen Universum leben. Das Märchen vom Tempel der tausend Spiegel.