Denken NLP verwendet keinen eigenen Begriff "Denken". "Denken" wird (so die Meinung vieler NLP-Autoren) in
Repräsentations-Systeme und
Untereigenschaften zerlegt und in diesen Elementen studiert. Denken kann in jedem Repräsentations-System erfolgen: in Form von Seh-, Hör-, Fühl-, Riech- oder Schmeck-"Bildern". An etwas Vergangenes zu denken, bedeutet, sich die sinnlichen Qualitäten des ursprünglichen Erlebens ins Bewußtsein zu rufen: Was gab es da zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu ...? NLP studiert auch die sinnlichen Komponenten sogenannter abstrakter Vorstellungen, z.B. die inneren Prozesse beim "Denken" an eine mathematische Formel. (Abstrakte und digitale "Gedanken" werden in NLP generell auf konkrete und
analoge "Bilder" zurückgeführt). Mathematisches Denken erfolgt in vielen Fällen in Form visueller innerer Bildern unter Verwendung symbolischer nonverbaler Konzepte (Hadamard, The psychology of invention in the mathematical field, 1945). Mathematiker allgemein sind Personen, die in hohem Maße auf Visualisierungen trainiert sind, und fähig sind, ihre inneren Bilder stabil zu halten. Ein Beispiel, das die meisten Menschen nachvollziehen können, ist der Zahlenraum, sagen wir von 1 bis 100. Für viele Menschen ist das tatsächlich ein visueller Raum, manchmal mit unterschiedlichen Farben ausgekleidet, und oft sind die Zahlen in ihrer Reihenfolge durch eine gedachte Linie verbunden (Wie ist das bei Ihnen?). Ein anderes Beispiel ist die
Zeit-Vorstellung. Zeit wird von fast allen Menschen in Form einer gekrümmten
Zeit-Linie repräsentiert. Eine Erinnerung zeitlich zu datieren, bedeutet ihr einen Ort auf dieser Linie zuzuweisen, - begleitet von Elementen in anderen Repräsentations-Systemen, z.B. mit bestimmten Gefühlen.
Abstraktes "Denken" hat manchmal auch vorrangig gefühlsmäßige Komponenten. Einstein z.B. hat sich (so hat er das einmal formuliert) intensiv das Körper-Gefühl vorgestellt, das er hätte, würde er auf einem Lichtstrahl reiten, - und hat so "gesehen", daß die Gegenstände dann in ihrer Ausdehnung schrumpfen werden. In vielen Fällen ist beim "Denken" das auditive Element vorherrschend, d.h. "Denken" bedarf der Vorstellung einer inneren Stimme, oft im Dialog mit anderen inneren Stimmen. Der
innere Dialog tritt in vielen Fällen auf, in denen wir in "negativen Gedanken" gefangen sind, in denen wir einen
stuck state aktivieren (oft blicken dann Personen nach links unten
Augen-Muster). Das Bewußtwerden und die Kontrolle des inneren Dialogs ist ein zentrales Element der
Selbststeuerungs-Techniken von NLP.
Deskriptive Regeln sind Regeln, die beschreiben, wie zwei Ereignisse zusammenhängen, z.B. als Ursache-Wirkungs-Aussage. Deskriptive Regeln sind Schlußfolgerungen vom Besonderen zum Allgemeinen,
Verallgemeinerungen,
Beliefs.