Calibrated loops
Kalibrierte Schleifen
Chaining, chaining anchors
Ketten-Anker
Change history, changing history
History change
Chunking, chunks Chunks sind die Größenordnungen, in denen Informationen organisiert werden. Chunking ist ein Ausdruck in der Computer-Sprache. Es bedeutet, komplexe Informationen in einzelne Bits zu zerlegen. Chunking im NLP bezeichnet die Organisation und Zusammenfassung menschlicher Erfahrungen in einzelne Einheiten oder Chunks. Im großen Chunk ist der Fokus auf allgemeine und abstrakte Informationen gerichtet, im kleinen Chunk auf spezifische und konkrete Informationen. Chunking down und Chunking up bezeichnet den Prozeß, bei dem der Fokus von groß zu klein bzw. vom Kleinen zum Großen wandert. Im chunking down wird eine große Menge an Informationen in kleinere und handlichere Einheiten zerlegt und im Detail studiert. Im chunking up werden kleinere Einheiten zu größeren zusammengefaßt und in einem größerem
Kontext studiert.
Chunking down ist oft eine angemessene Strategie, um komplexe und schwierige Aufgaben zu bewältigen. Die bewußte Konzentration auf kleine Chunks kann für große Ziele und langfristige Projekte hilfreich sein. Chunking up hilft in machen Fällen, aus einem
stuck state herauszukommen und das Problem auf einer höheren Ebene, in einem größeren Zusammenhang zu studieren. Chunks bezeichnen eines der
Meta-Programme des NLP. Die Kenntnis, auf welchen Chunks einzelne Personen bestimmte Aufgaben üblicherweise angehen, kann für die Zusammenarbeit in einem Team nutzbringend sein.
Circle of Excellence Ein
Moment of Excellence, der mit einem
Boden-Anker verbunden ist. Dabei stellt sich eine Person einen Kreis am Boden vor. Der Bereich innerhalb des Kreises wird mit einem Moment of Excellence verankert und mit zusätzlichen
Untereigenschaften angereichert (z.B. eine bestimmte Farbe oder Musik). Am günstigsten ist die Konstruktion einer
Synästhesie: z. B. einen kinästhetischen
Selbst-Anker mit einer visuellen Vorstellung zu verbinden und dabei an ein Code-Wort zu denken. Ein Circle of Excellence ist eine wirkungsvolle Methode, um rasch in einen
Ressourcen-Zustand zu kommen. Personen können sich trainieren, im Alltag, wenn immer dies erforderlich ist, (1) sich ihren Kreis mit ihren Untereigenschaften vorzustellen, (2) mit einem Schritt diesen Kreis zu betreten und (3) diesen Zustand zu erfahren. Ein Circle of Excellence ist auch geeignet, um unerwünschte Anker zu
löschen. Dabei wird eine Person veranlaßt, (1) ihren Circle of Excellence aufzubauen, (2) zu testen, (3) sich neben den Kreis zu stellen, von Problemen und Zielen zu sprechen, und (4) immer dann, wenn eine
Problem-Physiologie beobachtet wird, rasch in den Kreis zu treten und den Ressourcen-Zustand zu aktivieren. Auf diese Weise kann auch der rasche Zugang zu den Ressourcen des Circle of Excellence im Alltag geübt werden.
Übungs-Anleitung
Collapsing anchors Anker kollabieren,
Anker verschmelzen
Columbo-Technik Die Columbo-Technik geht auf Inspektor Columbo, den Helden einer amerikanischen Endlos-Serie, zurück. Bei der Columbo-Technik nimmt sich eine Person ganz zurück, sie agiert wenig ichhaft, gibt den anderen viel Raum, arbeitet mit Understatements und Entschuldigungen und agiert scheinbar nebenbei und zerstreut. In der Haltung, die Inspektor Columbo vermittelt, kann man andere Personen respektvoll
führen ("Verzeihen Sie bitte, da habe ich auf einmal eine Idee, ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, aber erlauben Sie es mir trotzdem, daß ich " usw. ). Dies kann (die passende innere Einstellung vorausgesetzt) eine gute Basis sein, um unauffällig und unbemerkt NLP-Techniken anzuwenden und sehr zielgerichtet zu handeln.
Inspektor Columbo selbst ist ein gutes Modell für manche Kommunikations-Techniken des NLP. Inspektor Columbo löst seine Kriminalfälle, indem er u.a. (1)
genau wahrnimmt, (2) gezielt nachfragt, d.h. das
Meta-Modell verwendet, (3) andere ablenkt und
Trancen induziert, indem er das
Milton-Modell einsetzt, (4) dabei unbemerkt
Anker setzt, (5) ständig den
Prozeß beobachtet, d.h. auf der
Meta-Ebene präsent ist, (6) wirksame
Unterbrecher setzt, (7) Interpretationen anbietet (er entschuldigt sich, spielt den Verwirrten, ... ), die es anderen ermöglichen, seinem ungewöhnliches Verhalten Sinn zu geben, und (8) abgegrenzt von anderen seinen
inneren Zustand selbst bestimmt. Lediglich Columbos Outfit hat es bislang verhindert, daß er von der NLP-Gemeinde heiliggesprochen wurde.
Computer-Metapher des Geistes. Ein Computer ist eine Maschine zur Manipulation von Symbolen. Computer sind wie universelle Maschinen, durch Programmierung können sie zu beliebigen speziellen Maschinen gemacht werden. Ein Computer ist definiert durch ein Programm. Ein Programm ist ein logisch geordnetes System und zwar unabhängig von seiner physischen Grundlage. Die Unabhängigkeit von der physischen Manifestation, von der Hardware des Computers, führte dazu, den Computer als Analogon, als Metapher für den menschlichen Geist anzusehen. In der Psychologie wird diese Metapher von der kognitiven Pychologie vertreten. Sie hat heute den
Behaviorismus weitgehend verdrängt und übt einen enormen Eifluß auf fast die gesamte Neurobiologie aus. Die kognitive Psychologie versteht den Menschen als ein informationsverarbeitendes System, das Daten nach bestimmten Regeln transformiert. Dieses System wird in Analogie zur Informationsverarbeitung in einem Computer gesehen. "Die Aufgabe eines Psychologen, der die menschliche Kognition verstehen will, ist analog derjenigen eines Menschen, der entdecken will, wie ein Computer programmiert ist", schrieben Miller, Galanter und Pribram im Jahre 1973 (Autoren, die im NLP einen guten Ruf besitzen). Der Kognitionspsychologe agiert wie ein Programmanalytiker, er will einen Bericht geben über die Art, in der sich Information im Menschen fortpflanzt.
Die kognitive Psychologie steht im engen Zusammenhang mit dem Forschungsprogramm der "künstlichen Intelligenz". Sein Ziel ist es, reale Computer zur Simulation von Gehirnvorgängen zu programmieren. Dabei wird angenommen, daß das menschliche Gehirn ausschließlich nach formal-logischen Prinzipien funktioniert. Jedes Neuron wird als kleiner Computer, als Mini-Maschine definiert. Das gesamte Gehirn gilt als logisches Netz von Neuronen, als komplizierte deduktive Maschine. Als Beispiel für die "harte"-Künstlicher-Intelligenz-Variante wird auf Marvin Minsky verwiesen. Minsky, ein konsequenter Materialist, schrieb 1985 in seinem Buch "Mentopolis" "Es besteht nicht der geringste Anlaß daran zu zweifeln, daß Gehirne Maschinen mit einer gewaltigen Zahl von Einzelteilen sind, die in perfekter Übereinstimmung mit den Gesetzen der Physik funktionieren. Soweit wir wissen, ist unser Geist nur ein komplexer Prozeß." Daß der Geist eine Maschine ist, steht außer Zweifel. Es geht nur um die Frage, was für eine Maschine der Geist ist: "Die schwerwiegenden Probleme bestehen darin, daß uns unsere geringe Erfahrung mit Maschinen von derartiger Komplexität noch nicht erlaubt, mit Erfolg über sie nachzudenken".
Die Computer-Metapher des Geistes ist Ausdruck des
mechanistischen Welt-Bildes, wo alles als Maschine gedeutet wird. Im mechanistischen Welt-Bild ist
Bewußtsein das große Rätsel. In der Geschichte dieses Welt-Bildes wurde immer die technisch fortgeschrittenste Maschine als Analogon für den menschlichen Geist genommen. Descartes beschrieb die Interaktion von Körper und Geist durch Hebeln und Fäden (das, was im Gehirn denkt, macht den Körper beweglich wie ein Marionetten-Spieler eine Puppe). Im 19. Jahrhundert glaubte man, der Geist sei eine komplizierte Dampf-Maschine (mit kleinen Ventilen im Gehirn. Zischt es in Ihrem Gehirn auch manchmal?) Heute ist man auf den Computer gekommen - und in hundert Jahren wird man über die Computer-Metapher des Geistes genauso lachen, wie wir über die Dampfmaschinen-Metapher lachen.
Die Computer-Metapher des Geistes ist für NLP bedeutsam. Sie findet sich in vielen NLP-Texten und ist auch im Wort "Programmieren" enthalten. Die Computer-Metapher des Geistes hat die Anfangs-Zeit des NLP geprägt (und ist vielleicht teilweise für den Erfolg in dieser Phase verantwortlich). Man kann zeigen, daß die Computer-Metapher des Geistes grundlegend falsch ist (ein elegantes Argument verwendet die Unvollständigkeits-Sätze von Gödel, wo mit den Mitteln der formalen Logik eine prinzipielle Grenze des formal-logischen Denkens bewiesen wird). NLP heute widerspricht dem mechanistischen Welt-Bild und der Computer-Metapher des Geistes. NLP widerlegt alle Annahmen dieses Welt-Bildes. Die Methoden des NLP sind eine Möglichkeit, auf praktische Weise das mechanistische Welt-Bild und seine Grenzen zu überschreiten und damit zu experimentieren. NLP heute basiert auf konstruktivistischen Ideen. Im Konstruktivismus gilt der Geist als das primäre Phänomen. Er ist nicht durch äußere Vorgänge erklärbar und schafft eine Welt für sich. In NLP studieren wir, wie wir durch Vorgänge und Prozesse in der Welt "innen" die Welt "außen" gestalten und beeinflussen.
Core state Bezeichnung für
Quellen-Zustände im Rahmen der
Core transformation. Connirae Andreas (Core Transformation. Reaching the Wellspring Within, Real People Press 1994) beschreibt fünf Gruppen von Quellen-Zuständen, denen ihrer Meinung nach eine allgemeine Bedeutung zukommt: (1) "Sein" (being): die direkte Erfahrung der Gegenwart, voll da sein, sich als ganz gegenwärtig erleben, sich ganz erleben, voll im Hier und Jetzt sein. (2) "Innerer Friede" (inner peace): ganz in innerer Ruhe sein, eine innere Stille genießen, voll in sich ruhen. (3) "Liebe" (love): bedingungslose Liebe schenken, bedingungsloses Geliebtwerden erfahren, umfassende Liebe erleben. (4) "Akzeptanz" (OKeness): das Gefühl, ganz o.k. zu sein, Selbstwert ohne jedes Tun oder Leistung erleben, seinen Eigenwert intensiv spüren, das Gefühl haben"Ich bin liebenswert, weil ich lebe". (5) "Einheit" (oneness): die Erfahrung der Verbindung zur Natur, zu den Menschen, zu Gott, das Erleben umfassender Einheit, das Gefühl, mit allem eins zu sein.
Diese Quellen-Zustände sind durch sechs Kriterien gekennzeichnet: (1) Es handelt sich um Seins-Zustände (bei denen nichts getan werden muß und bei dem nicht von außen passieren muß). (2) Sie haben keine äußeren Ursachen (wie: "ich bin glücklich, weil das geschehen ist"). Sie können zu jedem Zeitpunkt unabhängig von äußeren Umständen erlebt werden. (3) Sie sind nicht reflexiv (wie: ich liebe mich). (4) Sie enthalten keine spezifischen Gefühle, wie hoffnungsvoll, stolz, befriedigt, (5) Sie enthalten ein spürbares körperliches Erleben, das die ganze Person ergreift. (6) Sie sind der Endpunkt in einer Kette von "sich noch besser fühlen". Auf die Fragen: "Was könnte noch wichtiger sein?" gibt es keine Antwort bzw. es werden die Konsequenzen des Quellen-Zustandes beschrieben (z.B. "mein ganzes Leben würde sich ändern").
Core transformation
Imperative Selbst-Analyse
Cross-pacing
Überkreuz-Spiegeln.