Between time (Zwischen-Zeit) Eine Variante der inneren Zeit-Linie: Vergangenheit und Zukunft werden wie ein V angeordnet, die Gegenwart liegt in der Person Zeichung zu Zeit-Linien

Bevorzugtes Repräsentations-System Das bevorzugte oder primäre Repräsentations-System ist jenes Repräsentations-System, das Menschen im allgemeinen oder in bestimmten Kontexten vorrangig verwenden. Nicht alle Menschen besitzen eine eindeutig erkennbares bevorzugtes Repräsentations-System, manche Menschen haben in verschiedenen Kontexten verschiedene bevorzugte Systeme. Wer aufmerksam auf die Sprache und ihre Prädikate achtet, wird feststellen, daß viele Menschen alle Sinnes-Systeme in Sprache transportieren. Von bevorzugtem Repräsentations-System spricht man dann, wenn ein Sinnes-System eindeutig dominant ist, wenn eine Person z.B. in der Mehrzahl der Fälle visuelle Prädikate verwendet. In diesen Fällen spricht man auch von Wahrnehmungs-Typ, z.B. dem visuellen Typus. Das bevorzugte Repräsentations-System ist vom Leit-System (das System, mit dem man sich Informationen intern zugänglich macht) und vom Referenz-System (das System, mit dem man den Wahrheitsgehalt von Informationen überprüft) zu unterscheiden. Zwei Tests zum Erkennen Ihres Wahrnehmungs-Typus

Bewegungs-Anker Ein kinästhetischer Anker, bei dem eine Körper-Bewegung (ein leichtes Schaukeln, eine Drehung der Schulter, ein Heben des Kopfes, ) mit einem erwünschten inneren Zustand verankert ist. Bewegungs-Anker sind meist Selbst-Anker, d.h. eine Person ankert sich selbst mit dieser Körper-Bewegung. Bewegungs-Anker werden bei vielen NLP-Interventionen systematisch eingesetzt, z.B. indem eine Person aufgefordert wird, (1) sich an eine Ressource zu erinnern, (2) dies assoziiert zu erleben, und (3) in diesem Zustand den Körper so zu bewegen, daß die Erfahrung auf eine natürliche Art noch intensiver und reichhaltiger wird. Gesetzte Bewegungs-Anker erlauben in der Regel einen leichten Zugang zu der geankerten Ressource. Sie sind ein effizientes Mittel, um Personen rasch in einen Ressourcen-Zustand zu führen. Bewegungs-Anker sind auch als Selbst-Anker für den Alltag hervorragend geeignet. In diesem Falle wird man (1) eine sozial akzeptierte Bewegung wählen und (2) die entsprechende Bewegung so minimalisieren (z.B. die Schultern nur zwei Zentimeter zu drehen), daß sie von ungeschulten Personen nicht wahrgenommen wird. Glücks-Anker Moment of Excellence

Bewußte Inkompetenz, Bewußte Kompetenz Das zweite und dritte Stadium des Lern-Zyklus.

Bewußtsein Bewußtsein kann man nicht definieren. Was ist für Sie Bewußtsein? Welche Vorstellung haben Sie vom Bewußtsein? Bewußtsein ist die Fähigkeit, sich etwas bewußt zu sein (eine Schein-Definition). Was Bewußtsein ist, wissen wir nicht. Wir können es erleben und erfahren. NLP kennt viele Instrumente, unser Bewußtsein zu erkunden und zu verändern.

Der wichtigste Gedanke dabei ist der Gedanke der Auswahl. Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß. Die bewußte Wahrnehmung ist ein winziger Ausschnitt der Informationen, die wir dauernd über die Sinne aufnehmen und innerlich verarbeiten. Das Auge sendet pro Sekunde mindestens 10 Millionen Bit an das Gehirn, die Haut 1 Million, das Ohr 100.000, der Geruchsinn weitere 100.000 und der Geschmacksinn ungefähr 1000 Bit. Alles in allem sind das mehr als 11 Millionen Bit/Sekunde. Im Bewußtsein erscheint ein unglaublich winziger Teil, vielleicht 10 Bit/Sekunde: ein Millionstel dessen, was wir über die Sinne aufnehmen. Wenn Sie in den Spiegel schauen und sich selbst sehen, sehen Sie in jedem Augenblick bewußt nur ein Millionstel von dem, was es zu sehen gibt.

Die bewußte Wahrnehmung hat mehr mit Erinnern zu tun als mit Informations-Aufnahme. Das Gehirn hat (so schätzt man) eine Billion Nervenzellen, das sind tausend Milliarden, eine Eins mit 12 Nullen. Diese Billion Nervenzellen sind durch mindestens eine Trillion Verknüpfungspunkte verbunden, Synapsen genannt, das sind tausend Billionen. Jede dieser Synapsen hat sehr viele, vielleicht 100 Freiheitsgrade. Das Gehirn ist wie ein riesige Kosmos, der sein Eigenleben führt. Nur ein überraschend kleiner Teil beschäftigt sich direkt mit Wahrnehmungsprozessen. Kaum mehr als einige Millionen Nervenzellen haben mit der periphären Sensorik, den Sinnesorganen und der Motorik zu tun. Die zentrale Erregungsverarbeitung und Auswertung wird hingegen von mindestens 500 Milliarden Zellen bewerkstelligt, d.h. auf jede Nervenzelle, auf jedes Neuron, das primäre Sinneseindrücke verarbeitet, kommen rund 100.000 Neurone, die diese "Information" weiterverarbeiten: überprüfen, unterdrücken, mit Erfahrungen vergleichen. Das Gedächtnis ist das größte Sinnesorgan. Wahrnehmen ist Umgestalten von Informationen anhand von Erinnerungen, Modellierung von Informationen anhand erlernter Wahrnehmungs-Filter.

Bewußtsein hat mit einer enormen Auswahl zu tun. Bewußte Wahrnehmung ist keine Informations-Aufnahme aus der "Außen-Welt". Bewußtsein hat fast nichts mit der ursprünglichen Information zu tun. Bewußtsein ist ein Modell-Bildungs-Prozeß. Wenn das Bewußtsein die Welt erlebt, dann sind die Dinge längst gedeutet. Bewußtsein ist kondensierte Modell-Bildung. Wenn wir auf die Welt sehen, sehen wir nicht die Welt, sondern unser Modell der Welt, unsere Beliefs über die Welt. Wenn Sie in den Spiegel schauen, sehen Sie Ihr Modell über sich selbst. Wir sehen nicht, was wir wahrnehmen, sondern das, was wir wahrzunehmen glauben. Wir erleben die Welt nicht als rohe Daten. Daten als solche sind nutzlos und unverständlich. Wahrnehmen ist Bedeutungsgebung, Interpretation. Bewußtsein ist Modell-Bildung. Modelle entstehen nach NLP aus Tilgung von Information, aus Verzerrung von Information und aus dramatischen Verallgemeinerungen.

Das Bewußtsein ist eine kleine Insel im Meer des Unbewußten. Der größte Teil der Information, die der Mensch verarbeitet, wird vom Bewußtsein nicht erfaßt. Wir sehen in jedem Augenblick mehr als uns bewußt ist. "Das Bewußtsein macht einen sehr viel geringeren Teil unseres Seelenlebens aus, als uns bewußt ist - weil wir kein Bewußtsein davon haben, wovon wir kein Bewußtsein haben." (Julian Jaynes). In jedem Augenblick sind mehr Informationen verfügbar als uns bewußt sind. Was bleibt ihnen unbewußt, wenn Sie sich im Spiegel sehen?

Beziehungs-Reframing Eine Sonderform des Reframings, angewandt auf Konflikte in einer Partnerschaft. Typische Schritte sind: (1) Die Festlegung des Themas. (2) Eine Vereinbarung über ein Meta-Ziel: wir wollen uns auf etwas Neues einigen. (3) Identifikation einer oder mehrer kalibrierter Schleifen für einen typischen Streit zum Thema. (4) Bewußtmachen und Analyse dieser Schleifen aus einer Meta-Position. (5) Erkunden der jeweiligen guten Absicht hinter dem Verhalten. (6) Gegenseitige Würdigung dieser Absicht. (7) Erarbeitung neuer Verhaltensweisen, in denen diese Absicht ohne Streit gelebt werden kann. (8) Treffen einer Vereinbarung. (9) Future pace. Übungsanleitung dazu.

Block ein Problem-Zustand, der innerer Zustand einer Blockade, in NLP meist als stuck state bezeichnet.

Boden-Anker Boden-Anker sind ein Sonderfall räumlicher Anker, wo Plätzen im Raum eine bestimmte Bedeutung zugeschrieben wird. Ein Boden-Anker ist ein Anker, bei der eine Stelle am Boden mit einem bestimmten inneren Zustand verankert ist. Boden-Anker sind im NLP weit verbreitet. Viele Änderungs-Übungen des NLP werden mit Boden-Ankern durchgeführt, d.h. Plätze am Boden werden als Boden-Anker aufgebaut. In vielen Fällen genügt ein einmaliges Ankern eines bestimmten Platz am Boden: immer wenn eine Person diesen Platz im Verlauf einer NLP-Intervention betritt, ist an ihrer Physiologie deutlich erkennbar, daß sie innerlich genau diesen Zustand erfährt. Beim Ankern wird dabei (1) eine bestimmte Stelle am Boden festgelegt (gedanklich oder durch eine Markierung, z.B. durch Zettel), (2) dieser Platz betreten, (3) auf diesem Platz assoziiert ein bestimmter Zustand erlebt und (4) dieser Platz sprachlich für den weiteren Verlauf der Übung eindeutig festgelegt, z.B. als "Problem-Platz", "Ort der Ruhe", "Ort des Zweifels", "Platz, wo Sie drei Jahre alt waren", usw.

Die Arbeit mit Boden-Anker hat für den Berater (die Beraterin) und den Klienten (die Klientin) viele Vorteile.
(1) Boden-Anker erlauben es, innere Zustände sehr präzise zu definieren und exakt zu erleben. Eine Person, die einen (vorher festgelegten) Boden-Anker für sich nützen will, muß in vielen Fällen nichts anders tun, als diesen Platz zu betreten und jene Körperhaltung einzunehmen, die diesem Zustand entspricht.
(2) Damit sind Boden-Anker eine Instrument, um einen raschen Zugang zu genau definierten inneren Zustände zu finden, und
(3) sie exakt von anderen Zuständen zu trennen, indem dieser Platz verlassen und ein anderer Platz eingenommen wird.
(4) Dabei verfügt der Berater (die Beraterin) über klare Kriterien, um zu kontrollieren, ob bestimmte Prozeß-Schritte tatsächlich gemacht werden, weil jedem Ort eine eindeutige Physiologie zugeordnet ist.
(5) Diese Kriterien erlauben es einer geübten Person (die auf genaues Wahrnehmen trainiert ist), auch komplizierte NLP-Interventionen (wo es immer um innere Prozesse geht) mit mehreren Personen gleichzeitig durchzuführen.

Einfache NLP-Methoden mit Boden-Anker sind der Circle of Excellence oder die Übung vom gegenwärtigen zum künftigen Zustand. Beispiele für komplexere NLP-Interventionen mit mehreren Zuständen und mehreren Boden-Ankern sind:
(1) die Walt-Disney-Kreativitäts-Strategie (mit zumindest drei Boden-Ankern für die Zustände des Träumers, des Realisten und des Kritikerns),
(2) Übungen zur Entschärfung von Konflikten mit anderen Personen unter Verwendung der drei Wahrnehmungs-Positionen oder
(3) des Meta-mirrors,
(4) die Verwendung von Mentoren oder
(5) der Bateson-Lernstrategie für stuck states, die durch neue Ideen angereichert werden sollen,
(6) komplexere Übungen zum Ändern von Beliefs, z.B. unter Verwendung von vier Boden-Positionen ("Innere Kraft", "Sicherheit", "Kann sein/muß nicht sein", "altes Belief") Übungs-Anleitung dazu, oder der Belief Change Cycle (Anleitung dazu)
(7) Interventionen zur Integration von Teilen, wie dem "alten" und dem "neuen Ich" Übungs-Anleitung dazu, oder
(8) Interventionen, mit denen Ziel-Zustände mit Hilfe der logischen Ebenen verstärkt und integriert werden sollen, sowie
(9) alle Methoden unter Verwendung der Boden-Zeit-Linie.

Boden-Zeit-Linie Bei der Boden-Zeit-Linie wird eine Linie am Boden markiert (gedanklich oder mit Karten, einer Schnur usw.) und dieser Linie eine Zeit-Interpretation gegeben. Eine bestimmte Stelle auf dieser Linie hat die Bedeutung der Gegenwart, in eine Richtung geht es in die Vergangenheit, in die andere in die Zukunft. Die Boden-Zeit-Linie vernüpft das Konzept der Boden-Anker mit dem Konzept der Zeit-Linie. Boden-Anker sind ein hervorragendes Instrument, um Erinnerungen an vergangene Erlebnisse und Vorstellungen über künftige Ereignisse zu aktivieren und systematisch zu nützen. Sie erlauben in besonderer Weise diese Erinnerungen und Vorstellungen exakt und abgegrenzt assoziiert und dissoziiert zu erleben. Viele Vorgangsweisen des NLP werden heute mit Boden-Zeit-Linien durchgeführt. Bekannte Beispiele sind: History change, Positiver History change, Phobie-Techniken, Traumata-Techniken und Neuprägung oder die Verwendung der Boden-Zeit-Linie bei der Ziel-Arbeit ( Übungsanleitung dazu).

Breaker, Breaker-State Unterbrecher