Äquivalenz
Komplexe Äquivalenz.
As if - Frame
Als ob
Assoziiert Der NLP-Ausdruck für ganz da sein, intensiv in einem Zustand sein, voll auf etwas konzentriert sein. Wenn ich mich über etwas intensiv freue oder wenn ich sehr verärgert bin, dann bin ich assoziiert. Sich zu assoziieren beschreibt den Prozeß des "Hineinsteigens" in den Zustand des Assoziiert-Seins. Assoziiert sein kann die Gegenwart betreffen (ganz im Körper sein, intensive Gefühle verspüren, voll im Hier und Jetzt sein, ganz dabei sein) oder sich auf die Vergangenheit oder die Zukunft beziehen. Assoziiert sein hat immer mit Zugehörigkeit zu tun: in einer Situation voll präsent sein, mit meinen Gefühlen verbunden sein, usw. Assoziierte Erinnerungen sind Erinnerungen, wo eine Person das damals Geschehene für sich so aktiviert, als ob sie mit ihrem eigenen Augen die Szene sehen würden (visuell assoziiert) oder mit ihren eigenen Ohren das hören würden, was es damals zu hören gab (auditiv assoziiert) und ihre damaligen Gefühle so spüren würde, als ob dieses Geschehen jetzt stattfinden würde (kinästhetisch ist immer assoziiert).
Das Gegenteil von assoziiert ist
dissoziiert. Dissoziiert heißt innerlich Abstand zu haben, sich einer Situation nicht zugehörig zu fühlen. Eine dissoziierte (visuelle) Erinnerung ist eine Erinnerung, wo eine Person die damalige Szene von außen betrachtet, d.h. sie sieht sich selbst, was sie damals getan hat, oder was ihr damals zugestoßen ist, sie hört von außen, was es dabei zu hören gegeben hat, usw. Dissozierte Erinnerungen sind von weniger intensiven oder gar keinen Gefühlen begleitet. Assoziiert und dissoziiert sind
Polaritäten. Menschen sind unterschiedlich geübt, in bestimmten
Kontexten assoziiert oder dissoziiert zu sein. Für Beratung und Therapie sowie für
Selbststeuerungs-Zwecke werden im NLP Assoziierungs- und
Dissoziierungs-Techniken systematisch eingesetzt.
Assoziierungs-Techniken Prozesse, die bewirken, daß eine Person mehr assoziiert ist. Diese Prozesse können in allen
Repräsentations-Systemen ablaufen. Visuell (auditiv) sich zu assoziieren bedeutet, eine Szene ganz mit den eigenen Augen zu betrachten (mit seinen eigenen Ohren zu hören). Eine visuell (auditiv) assoziierte Erinnerung ist eine Erinnerung, bei der sich eine Person vorstellt, sie würde das Geschehen mit ihren eigenen Augen (mit ihren eigenen Ohren) wiederererleben. Visuelle und auditive Assoziation bedingt die erlebnismäßige Konzentration auf visuelle und auditive
Untereigenschaften. Dabei kann es hilfreich sein, sich jene Untereigenschaften ins Bewußtsein zu rufen, die innerlich die stärkste Wirkung ausüben. Sie sind in der Regel ein hervorragendes Instrumenatrium, sich schnell zu assoziieren (z.B. um einen
Moment of Exzellence oder die
Quelle zu aktivieren). Zusätzlich kann man sich vorzustellen, diese Untereigenschaften (z.B. Farben oder Musik) würden in den eigenen Körper hineinfließen und ihn ausfüllen (das hat oft eine starke Wirkung).
Sich kinästhetisch zu assoziieren bedeutet, sich auf Körper-Gefühle zu konzentrieren und diese zu verstärken. Eine gute Methode ist es, (1) sich auf jene Körperstelle zu konzentrieren, wo das Körper-Gefühl am stärksten ist, (2) die spezifischen Untereigenschaften dieses Gefühls zu erkunden, (3) zu verstärken und (4) dann mit dem
Atem über den ganzen Körper zu verteilen. Gefühle sind immer mit einem spezifischen Atem-Muster verbunden. Genau in diesem Atem-Muster zu atmen, kann eine gute Strategie sein, Ereignisse assoziierter zu erleben. Gefühle und die dazupassende Atmung versetzen den Körper in einen bestimmten inneren Rhythmus. In vielen Fällen ist es möglich, den inneren Rhythmus von Gefühlen zu erfahren. Viele Menschen erleben dies in Form einer Welle, die durch den Körper geht. Um sich schnell mehr zu assoziieren, kann es hilfreich sein, sich diese Welle vorzustellen und dann die Höhe und den Rhythmus dieser Welle zu verändern. Typischerweise wird in einer Richtung das Gefühl stärker, in einer anderen schwächer. Ein Beispiel: ich denke an "Begeisterung", aktiviere mein Körper-Gefühl dazu, erkunde die Welle und mache sie größer und schneller. Dies bewirkt bei mir, daß ich noch begeisterter werde, - bei einer anderen Person vielleicht das Gegenteil (Wie ist das bei Ihnen?).
Mehrere Repräsentations-Systeme gleichzeitig zu erleben, d.h. eine
Synästhesie zu konstruieren, hat immer die Wirkung, mehr assoziierter zu ein: das Erleben wird reichhaltiger und intensiver. Die Konstruktion von Synästhesien wird in NLP routinemäßig für positive, erwünschte Zustände angewandt. Dies gilt in besonderem Maße für Vorstellungen, die eine besondere Wirkung entfalten sollen, z.B.
Ziel-Bilder,
Moments of Excellence,
core states oder die
Quelle.
Atem Die Art des Atems ist eines der
Zugangs-Hinweise des NLP. Atem zu beobachten, bedarf eines weichen (defokusierten) Blickes: der Fokus der Augen ist vor oder hinter eine Person gerichtet. In dieser Art des Sehens wird der Körper als Ganzes wahrgenommen: der Atem-Rhythmus, in dem der Körper schwingt, ist so leicht erkennbar (Man kann es üben, den defokusierten Blick in einem Gespräch schnell ein und auszuschalten). Kennzeichnen von visuellen internen Vorgängen können hohes und flaches Atmen in der Brust sein und ein Atem, der manchmal aussetzt. Tiefes, volles Atmen in der Brust ist ein Indiz für kinästhetische Prozesse. Bei intensiven Gefühlen ist oft eine heftige Atmung zu beobachten.
Innerer Dialog ist oft von regelmäßigem Atmen mit dem Zwerchfell oder der ganzen Brust begleitet. Spontanes Ausatmen oder Gähnen kann ein Zeichen plötzlicher Zustands-Änderungen (body shift) sein.
Atmen ist ein interessanter
physiologischer Prozeß, weil er
unbewußt abläuft und bewußt leicht gesteuert werden kann. Innere Zustände sind immer mit einem bestimmten Atem-Muster verbunden. Auf Atmung zu achten ist eines der treffendsten Zugangs-Hinweise für innere Zustände. Im Zugang zu einem guten Zustand, wie
Moment of Excellence, ist es immer hilfreich, sich das Atem-Muster genau zu merken und es zu üben.
Auditiv bezieht sich auf hören, auf den Hör-Sinn, eines der
Sinnes-Systeme und auf das Hören, eines der
Repräsentations-Systeme des NLP.
Augenbewegungen, Augen-Muster Die (oft unbewußten) Augenbewegungen von Menschen können ein
Zugangs-Hinweis dafür sein, in welchen
Repräsentations-Systemen innere Prozesse ablaufen. In NLP gibt es ein einfaches Modell mit sechs Positionen, das am besten anhand einer
Zeichnung erklärt werden kann. Dieses Modell darf nur als grober Orientierungsrahmen gedacht werden (Bei Linkshändern kann es seitenverkehrt sein) und kann im Einzelfall nicht zutreffend sein.
Fragen zum Erkunden der Augen-Muster bei anderen Personen. In der Anwendung des Modells ist immer nach
Leit-System,
bevorzugtem Repräsentations-System und
Referenz-System zu unterscheiden.
Wichtiger als die mechanische Anwendung des NLP-Augen-Modells ist der grundlegende Gedanke, der hinter dem Modell steht: auf Augenbewegungen bei anderen Menschen sorgsam zu achten und ihnen für innere Prozesse eine systematische Bedeutung zu geben. Wenn z.B. eine Person von einem Problem spricht und dabei mit ihren Augen (und sei es nur für Augenblicke) immer in die gleiche Richtung und auf den gleichen Ort schaut, dann ist dieser Ort im inneren Raum bedeutsam und kann für Veränderungs-Prozesse systematisch genutzt werden (dasselbe für mögliche Lösungen und Ziele). Die Wahrnehmung von Augen-Bewegungen ist auch für die Erkundung persönlicher
Strategien hilfreich. Um die oft schnellen Bewegungen der Augen bewußt erfassen zu können, ist ein Training im
genauen Wahrnehmen notwendig.